Erneuerung Dielenboden - laufendes Mietverhältnis

Hallo,

angenommen, der Dielenboden musste bei Einzug vom Mieter geschliffen und versiegelt werden. Soweit ok. Nun ist der Boden nach knapp 16 Jahren verschlissen und braucht eine Erneuerung.

Sind folgende Aussagen korrekt?

  1. Erneuerung der Böden (schleifen, versiegeln) ist
    Vermietersache. Auch wenn sie bei Einzug „freiwillig“ vom Mieter gemacht wurden.
  2. Der Mieter muss die Räume nicht selbst aus- und wieder
    einräumen.
  3. Der Mieter muss die Räume/Wohnung (Staub) nicht selbst
    reinigen.
  4. Der Mieter kann während der Zeit, in der er einzelne Räume
    nicht nutzen kann, die Miete mindern (Ist zwar herbe für den VM,
    ist aber wohl so). Minderungshöhe sollte natürlich nur mit
    fachlicher Hilfe erfolgen.
  5. Wenn der Flur - und somit die gesamte Wohnung - für 3 Tage
    nicht betreten/genutzt werden kann, muss der Vermieter
    gegebenenfalls die Unterbringungskosten z.B. in einer
    (günstigen) Pension tragen.

Frage:
Wenn der Mieter an jemanden untervermietet hat, und der
Untermieter nun z.B. Unterkunftskosten und Mietminderung machen
würde. Kann der Hauptmieter diese Kosten dann beim Vermieter
geltend machen?

TM

Ich bezweifle bereits, dass ein Dielenboden erneuert werden muss. Selbst wenn, sollte sich der Mieter über den neuen Boden freuen, anstatt zu überlegen, wie er dem Vermieter höchstmögliche Forderungen unterjubeln kann.

*Michanschließ*

Ich versteh gar nicht, warum so viele Familien Eigentum erwerben wollen. Wenn wir einen Boden erneuern müssen, müssen wir alles ein- und ausräumen und putzen müssen wir auch alleine *schnief*

Gruß
Tina

Hallo Frau Weber,

zunächst einmal danke für die nette Ansprache.

Ich bezweifle bereits, dass ein Dielenboden erneuert werden
muss.

Dies war nicht die Frage.

Selbst wenn, sollte sich der Mieter über den neuen Boden
freuen, anstatt zu überlegen, wie er dem Vermieter
höchstmögliche Forderungen unterjubeln kann.

Hier geht es einerseits darum, welches - ungeachtet der moralischen Komponente - die Rechte des Mieters sind.
Andererseits um eine Diskussion, in der gegenteilige Meinungen vertreten werden.

Um dies herauszufinden wurde hier nach Aufklärung gefragt.

Keinesfallls war beabsichtigt, jemanden um die Beurteilung zu bemühen, ob der Boden überhaupt einer Erneuerung bedarf, oder ob und wie verwerflich die Inanspruchnahme der eigenen Rechte wäre.

Abschließend möchte ich zur Abwendung deiner Moralkeule nochmals auf meinen Hinweis unter 4. meiner Frage hinweisen. Dies sollte deutlich machen, dass ich dieses Recht gegenüber den Vermietern als zu hart empfinde.

TM

*Michanschließ*

Ich versteh gar nicht, warum so viele Familien Eigentum
erwerben wollen. Wenn wir einen Boden erneuern müssen, müssen
wir alles ein- und ausräumen und putzen müssen wir auch
alleine *schnief*

Ich verstehe was du meinst. Deine Antwort kann wenigstens als nett formulierte Moralkeule interpretiert werden.

Was macht z.B. eine alte alleinstehende, „bucklige“ Dame die keine Angehörige hat?

Ansonsten siehe meine Antwort auf Frau Weber :wink:

Vermieten stellen sich die Leute immer so einfach vor. Ich würde mich nicht darum schlagen Wohnraum zu vermieten.

Wer Eigentum hat, kann sich freuen, oder auch traurig sein, weil er die Pflichten nur auf sich selbst abwälzen kann, indem er quasi sein eigener Vermieter ist. Eigentum verpflichtet.

TM

Hi,

ich versuch mal zu antworten:

Sind folgende Aussagen korrekt?

  1. Erneuerung der Böden (schleifen, versiegeln) ist
    Vermietersache. Auch wenn sie bei Einzug „freiwillig“ vom
    Mieter gemacht wurden.

Kommt darauf an, wurde im Mietvertrag hierzu etwas vereinbart? Es gibt Wohnungen, die ohne Tapeten und Bodenbeläge vermietet werden. Dann wäre es Mietersache.

  1. Der Mieter muss die Räume nicht selbst aus- und wieder
    einräumen.

Hast Du hierfür einen Beleg? Ich habe das so noch nie gehört. Aber auch hier käme es meines Erachtens darauf an, wer denn für den Belag verantwortlich wäre.

  1. Der Mieter muss die Räume/Wohnung (Staub) nicht selbst
    reinigen.

s. obige Antwort

  1. Der Mieter kann während der Zeit, in der er einzelne Räume
    nicht nutzen kann, die Miete mindern (Ist zwar herbe für den
    VM,
    ist aber wohl so). Minderungshöhe sollte natürlich nur mit
    fachlicher Hilfe erfolgen.

Sicher? Normalerweise ist so ein Boden in ein paar Stunden neu verlegt, wir haben für ca. 60 m² zu dritt ca. 3 Stunden gebraucht. Ist das Einbringen eines neuen Bodenbelages ein Mangel? Kann vielleicht die Miete aufgrund des neuen, vielleicht hochwertigen Bodenbelages erhöht werden?

  1. Wenn der Flur - und somit die gesamte Wohnung - für 3 Tage
    nicht betreten/genutzt werden kann, muss der Vermieter
    gegebenenfalls die Unterbringungskosten z.B. in einer
    (günstigen) Pension tragen.

Warum kann er drei Tage nicht betreten werden? Braucht die Versiegelung so lange, bis sie wieder getrocknet ist?

Frage:
Wenn der Mieter an jemanden untervermietet hat, und der
Untermieter nun z.B. Unterkunftskosten und Mietminderung
machen
würde. Kann der Hauptmieter diese Kosten dann beim Vermieter
geltend machen?

Wurde das Untermietverhältnis vom Vermieter genehmigt?

Was ich immer wieder ärgerlich finde, ist die Abzocke von manchen Mietern / Vermietern. Wärst Du Eigentümer, müsstest Du doch auch irgendwie mit der Situation klarkommen. Der Vermieter nimmt seine Pflicht ernst und erneuert den Bodenbelag und dafür wird versucht ihm Ärger zu machen, das verstehe ich nicht.

Wir werden in Kürze auch ein Haus vermieten. Wenn ich hier so lese, was manche Mieter für Vorstellungen haben, werden wir unser Haus ohne Bodenbeläge, Tapeten und Küche vermieten. Wir haben das Haus für ca. 40.000,00 € saniert, weißt Du wie lange wir Mieteinnahmen haben müssen, bis wir diese Summe wieder „drin“ haben? Da streite ich mich nicht mit Mietern, über neue Bodenbeläge etc.

Gruß
Tina

Hi,

ich versuch mal zu antworten:

danke, aber ich wollte da eigentlich §.

Ich hoffe, ich erhalte noch von einem Experten eine sachliche Antwort. Allerdings schwindet meine Hoffnung, da wohl alle denken es handelt sich hier um ein Mietermonster :frowning:

Warum verstehen die Leute nicht, dass hier auch wirklich fiktive Fragen gestellt werden?

Warum wird meistens davon ausgegangen, dass der Frager immer selbst betroffen ist.

Warum wird unterstellt, dass - selbst wenn es den Frager betreffen würde - dieser auch alles so durchsetzen würde wie er könnte.

Was ist an der Wahrnehmung der eigenen Rechte grundsätzlich verwerflich? Manche Gesetze sind ungerecht, das ändert jedoch nichts daran, dass sie jemandem zugebilligt werden. Des einen Freud des anderen Leid. In den meisten Vertragssachen kann man gegen einige ungerechte Bestimmungen vorbeugen.

Was ich immer wieder ärgerlich finde, ist die Abzocke von
manchen Mietern / Vermietern. Wärst Du Eigentümer, müsstest Du
doch auch irgendwie mit der Situation klarkommen. Der
Vermieter nimmt seine Pflicht ernst und erneuert den
Bodenbelag und dafür wird versucht ihm Ärger zu machen, das
verstehe ich nicht.

Ich verstehe dich!
Aber verstehe du doch bitte auch, dass es hier um eine sachliche Frage geht, die nach sachlichen und fundierten Antworten sucht.

Oder interpretierst du da eventuell erwas rein, um deinem Unmut Platz zu machen?

Wir werden in Kürze auch ein Haus vermieten. Wenn ich hier so
lese, was manche Mieter für Vorstellungen haben, werden wir
unser Haus ohne Bodenbeläge, Tapeten und Küche vermieten. Wir
haben das Haus für ca. 40.000,00 € saniert, weißt Du wie lange
wir Mieteinnahmen haben müssen, bis wir diese Summe wieder
„drin“ haben? Da streite ich mich nicht mit Mietern, über neue
Bodenbeläge etc.

Niemand zwingt jemanden ein Haus zu sanieren das er nicht selbst braucht um es zu vermieten.

Ich kann dir nur empfehlen, dich intensiv mit dem Mietrecht zu befassen und dich über die Pflichten eines Vermieters schlau zu machen. Das Mietrecht hält da nämlich ziemlich harte Regelungen für den Vermieter bereit. Grundsätzlich ist er erstmal für ALLES zuständig, was die Zustandserhaltung seines Eigentumes betrifft.
Der Mieter hat verdammt viel Rechte und das Mietrecht ist in meinen Augen sehr vermieterfeindlich!

Zudem gibt es sowohl auf Mieter-, als auch auf Vermieterseite ziemliche Abzocker!

TM

Nochmal Hi,

danke, aber ich wollte da eigentlich §.

Da wirst Du Dich dann halt mal durch die §§ 535 bis 577a des BGB durchwurschteln müssen.

Allerdings schwindet meine Hoffnung, da wohl alle
denken es handelt sich hier um ein Mietermonster :frowning:

Kommt irgendwie so rüber, ja.

Warum wird unterstellt, dass - selbst wenn es den Frager
betreffen würde - dieser auch alles so durchsetzen würde wie
er könnte.

Weil es eben so rüber kommt.

Was ist an der Wahrnehmung der eigenen Rechte grundsätzlich
verwerflich? Manche Gesetze sind ungerecht, das ändert jedoch
nichts daran, dass sie jemandem zugebilligt werden. Des einen
Freud des anderen Leid. In den meisten Vertragssachen kann man
gegen einige ungerechte Bestimmungen vorbeugen.

Wenn man im Recht ist ok, allerdings ist im menschlichen Miteinander nicht immer hilfreich, wenn man mit §§ um sich wirft. Manchmal ist es besser auch mal alle fünfe gerade sein zu lassen.

Ich verstehe dich!
Aber verstehe du doch bitte auch, dass es hier um eine
sachliche Frage geht, die nach sachlichen und fundierten
Antworten sucht.

Wenn Du hier keine Antworten bekommst, solltest Du Dich vielleicht an Deinen örtlichen Mieterschutzbund wenden, zumal Du auf meine Fragen, die für eine sachliche Beantwortung durchaus notwendig wären, nicht geantwortet hast.

Oder interpretierst du da eventuell erwas rein, um deinem
Unmut Platz zu machen?

Nein aber, wenn Du Deine Wohnung nicht nutzen kannst und Dir deshalb Schadenersatz (Unterbringung Hotel) zusteht, warum muß dann gleich noch eine Mietminderung hinterhergeschoben werden? Warum kann man seine Sachen nicht selbst in einen Karton hineinpacken und sie dann auch wieder herausräumen, das gleiche gilt für das Putzen? Ich würde ein solches Verhalten eines Mieters als Schikane empfinden und versuchen diesen Mieter wieder loszuwerden.

Niemand zwingt jemanden ein Haus zu sanieren das er nicht
selbst braucht um es zu vermieten.

Das zeigt welch geistes Freund Du bist. Wenn jeder diesen Standpunkt hätte, gäbe es kaum Mietwohnungen, wo würdest Du dann wohnen wollen? Sollen wir ein vorhandenes Haus verfallen lassen?

Ich kann dir nur empfehlen, dich intensiv mit dem Mietrecht zu
befassen und dich über die Pflichten eines Vermieters schlau
zu machen. Das Mietrecht hält da nämlich ziemlich harte
Regelungen für den Vermieter bereit. Grundsätzlich ist er
erstmal für ALLES zuständig, was die Zustandserhaltung seines
Eigentumes betrifft.

Ja und einige dieser Kosten kann er dann wieder auf den Mieter umlegen. Wir haben auch einmal zur Miete gewohnt, im Rückblick muß ich sagen, daß wir damals sehr Vermieterfreundlich waren. Gab es einen Mangel haben wir ihn gerügt und der VM hat es erledigt. Keine Mietminderung, Böden haben wir selbst erneuert usw. Dafür war der VM in der einen oder anderen Sache auch kulant uns gegenüber.

Gruß
Tina

Hi,

@ Vorsicht! Zickig,

ich sage hierzu nur noch eins.
Diese „Angifterei“, Personifizierung und Unterstellungen werden mir echt zu blöd.

Du kennst mich doch überhaupt nicht!!

Also unterlasse doch bitte derlei Angriffe, wenn ich bereits betonte, dass es hier um einen fiktiven Fall geht.

Ansonten siehe @ all

Ich bin gesetzliche Betreuerin.
Da ergeben sich mit Kollegen eben öfters rechtliche Diskussionen.
Auch wirklich fiktive Fälle, weil der eine oder andere mal was gehört hat und es nicht glauben kann, oder überfordert ist die tatsächliche Rechtslage ausfindig zu machen.

Genau die Fragen betreffs Mietminderung ansich und noch bei gleichzeitiger Unterbringung in einer Pension scheinen nämlich auch uns als sehr heftig und fragwürdig.

Betreuer haben oft mit Rechtlichem zu tun und müssen die Scherbenhaufen die ihre Betreuten hinterlassen haben wegkehren.
Da ist das Kind meist schon in den Brunnen gefallen, wenn Betreuer auf den Plan gerufen werden.

Und glaubt mir. Betreuer suchen eher die gütliche Einigung, als Rechtsprozesse zu führen!

Zudem ist man dem Wohle des Betreuten verpflichtet und ist teilweise sogar gezwungen, deren Rechte geltend zu machen. Über einiges wacht eben auch das Gericht, und ein Betreuer kann in vielen Fällen auch schadensersatzpflichtig gemacht werden. Zudem hat er dem Gericht Rechenschaft abzulegen.

Es ist nicht immer alles so, wie man es selektiv liest und für sich interpretiert. Auch nicht wenn es objektiv den Anschein hat und im Forum die meisten fiktiven Fälle in Wirklichkeit echte Fälle sind.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten. Nur werden diese offensichtlich ungern geglaubt :frowning:

Und selbst wenn, geht es hier nicht um moralische, sondern um rechtliche Fragen. Etwas Zurückhaltung bei Moralkeulen täte diesem Forum gut!

TM

Auch nochmal hi,

@ Vorsicht! Zickig,

dank Kontaktlinsen sehe ich sehr gut, Du brauchst für mich nicht fett zu schreiben.

ich sage hierzu nur noch eins.
Diese „Angifterei“, Personifizierung und Unterstellungen
werden mir echt zu blöd.

Wenn Du das als Angifterei siehst, hast Du mich noch nicht richtig giftig erlebt. Ich habe auf Dich so reagiert, wie Du auf mich eben rübergekommen bist. Allein Deine Aussage zur Renovierung und Anstehung der Vermietung lassen mich an Deinen jetzigen Ausführungen zweifeln.

Du kennst mich doch überhaupt nicht!!

Eben, ich kann nur auf das reagieren, was Du schreibst.

Also unterlasse doch bitte derlei Angriffe, wenn ich bereits
betonte, dass es hier um einen fiktiven Fall geht.

Welche Angriffe?

Ich bin gesetzliche Betreuerin.
Da ergeben sich mit Kollegen eben öfters rechtliche
Diskussionen.
Auch wirklich fiktive Fälle, weil der eine oder andere mal was
gehört hat und es nicht glauben kann, oder überfordert ist die
tatsächliche Rechtslage ausfindig zu machen.

Sollte ein Betreuer, der sich in dieser Materie nicht auskennt, nicht rechtlichen Beistand suchen. Ein Forum wie www ist für solche Sachen doch denkbar ungeeignet.

Betreuer haben oft mit Rechtlichem zu tun und müssen die
Scherbenhaufen die ihre Betreuten hinterlassen haben
wegkehren.

Eben und wenn man sich mit der Materie nicht auskennt, muß man eben entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen. Ein gesetzlicher Betreuer würde niemals auf ein Forum vertrauen. Was wenn er dort eine falsche Auskunft bekommt und darum einen Schaden verursacht? Dann haftet er.

Und glaubt mir. Betreuer suchen eher die gütliche Einigung,
als Rechtsprozesse zu führen!

Wie überall gibt es Solche und Solche.

Zudem ist man dem Wohle des Betreuten verpflichtet und ist
teilweise sogar gezwungen, deren Rechte geltend zu machen.
Über einiges wacht eben auch das Gericht, und ein Betreuer
kann in vielen Fällen auch schadensersatzpflichtig gemacht
werden. Zudem hat er dem Gericht Rechenschaft abzulegen.

Eben deshalb zweifle ich daran, daß ein Betreuer sich hier Rat holen würde. Außerdem bist Du auf die Dir gestellten Fragen nicht eingegangen, eine Beantwortung ist daher nicht möglich.

Es ist nicht immer alles so, wie man es selektiv liest und für
sich interpretiert. Auch nicht wenn es objektiv den Anschein
hat und im Forum die meisten fiktiven Fälle in Wirklichkeit
echte Fälle sind.

Genau und eine Glaskugel, die sagt wer jetzt wirklich fiktiv fragt und wer ein wirkliches Problem hat, hat leider keiner von uns. Der von Dir geschilderte Fall klingt einfach nicht fiktiv und Nachfragen hast Du auch nicht beantwortet.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten. Nur werden diese
offensichtlich ungern geglaubt :frowning:

Und selbst wenn, geht es hier nicht um moralische, sondern um
rechtliche Fragen. Etwas Zurückhaltung bei Moralkeulen täte
diesem Forum gut!

Das kann ich aber für Dich auch zurückgeben.

Gruß
Tina