Hallo!
Ich habe leider ein extremes Problem mit Frauen und Beziehungen, was mir allerdings erst jetzt richtig bewusst wird. Das Problem ist, dass ich weder jemals eine Beziehung hatte noch sonst in irgendeiner Form ein intimeres Verhältnis zu einer Frau gehabt hätte, und dass es mir auch in keinster Weise gelingt, ein derartiges aufzubauen. Ich kann mich im allgemeinen zwar mit Frauen unterhalten, aber sobald mir eine Frau gefällt, fällt es mir unheimlich schwer, überhaupt mit ihr zu sprechen, da ich ständig Angst habe, ich mache etwas falsch oder bewirke mit meinem Verhalten genau das Gegenteil von dem, was ich erreichen will. Andererseits steigere ich mich jedesmal derart in die Sache hinein, dass ich den ganzen Tag nur noch an diese Frau denken muss. Ob das Liebe ist, kann ich nicht beurteilen, daher nehme ich es von vorneherein an und mache mir damit alles selbst kaputt. Die vielen vergeblichen Versuche machen mich sehr depressiv und führen dazu, dass ich mich immer mehr aus meinem sozialen Umfeld zurückziehe. Ich gehe nicht gerne auf Parties und bin auch nicht gerade gerne unter Leuten, da sich gerade in solchen Situationen meine Depressionen immer mehr verstärken, auch wenn ich das eigentlich vermeiden möchte. Es ist mir durchaus klar, dass ich meine Situation selbst verschuldet habe, aber leider reicht diese Einsicht nicht aus, um mich zu einem anderen Verhalten zu motivieren, da ich es ehrlich gesagt schon fast aufgegeben habe.
Im Moment bin ich leider schon wieder in einer solchen Situtation, da ich vor kurzem eine sehr nette Frau ‚erblickt‘ habe, die ich seitdem jeden Tag ‚sehe‘, was aber leider nur wörtlich zu nehmen ist. Ich habe Angst davor, sie anzusprechen; einmal habe ich mich überwunden, allerdings war ich dann gleich enttäuscht, weil das Gespräch etwas einseitig verlief und sie offenbar nicht wirklich Interesse an einer Unterhaltung mit mir hatte. Davon lasse ich mich aber offenbar nicht abschrecken, denn mittlerweile habe ich mich wieder dermaßen hineingesteigert, dass ich eigentlich gar nicht mehr an die Arbeit denken kann sondern nur noch an sie. Immer bekommt man gute Ratschläge wie „sprich sie an“, „unterhalt dich mit ihr“, aber es ist für mich nicht wirklich so einfach, wie es aussieht. Habe ich mich erstmal in die Sache hineingesteigert, fällt es mir umso schwerer, überhaupt eine Konversation anzufangen. Mein zweiwöchiger Urlaub war kaum auszuhalten, da ich schon am zweiten Tag das Verlangen verspürte, sie einfach nur wiederzusehen. Zu diesem Zeitpunkt war ich sogar schon so weit, mit dem Auto mehrere Stunden (!) in ihrem Wohnort herumzufahren, weil ich einfach nicht wusste, was ich sonst mit meiner Zeit anfangen sollte. Vielleicht auch in der Hoffnung, sie hier anzutreffen und ansprechen zu können, weil mir das in dieser Situation leichter fallen würde, da sie sonst immer von ihren Freundinnen umgeben ist, die mich zwar nicht daran hindern, es mir aber auch nicht unwesentlich erschweren.
Ich weiß, dass das ein krankhaftes Verhalten ist, kann es aber trotz gutem Willen nicht ändern, obwohl ich zugeben muss, dass es sich in letzter Zeit etwas gebessert hat. Ich habe außer diesem keine anderen psychischen Probleme, aber dieses eine reicht aus, um mich völlig depressiv und niedergeschlagen zu machen.
