Hallo,
Könnt Ihr mir bitte mit Literaturtipps, Stellen im Internet oder eigenem Wissen und eigener Meinung bei folgender Frage helfen:
Warum haben Seefahrer, Eroberer, Forscher der sogenannten „Alten Welt“ die „Neue Welt“ entdeckt und nicht umgekehrt?
Warum kamen die Ureinwohner von „dort“ nicht eines Tages mit ihren Schiffen nach Spanien, Italien usw.?
Gibt es irgendwelche Abhandlungen darüber? Wo begann der Entwicklungsvorsprung der Menschen der alten Welt, wenn man es darauf zurückführen kann?
Ich hoffe, Ihr könnt mit diesen seltsamen Fragen etwas anfangen. Dieses Thema geistert mir seit einiger Zeit im Kopf herum.
aber es gibt genügend Beispiele auch für andere Forscher! Nur Frage dich auch mal wieso sollten die Inkas nicht mal erst ihren eigenen Kontinent erforschen! Obwohl die Forschungen von z.B. Thor Hyerdal (schreibweise???) auch andere aussagen machen! Und es diverse parrallen der Kulturen div. Kontinente gibt.
Weitere ausführungen überlasse ich den echten experten!
Gruß Alex
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Warum haben Seefahrer, Eroberer, Forscher der sogenannten
„Alten Welt“ die „Neue Welt“ entdeckt und nicht umgekehrt?
Warum kamen die Ureinwohner von „dort“ nicht eines Tages mit
ihren Schiffen nach Spanien, Italien usw.?
Gibt es irgendwelche Abhandlungen darüber? Wo begann der
Entwicklungsvorsprung der Menschen der alten Welt, wenn man es
darauf zurückführen kann?
Ich hoffe, Ihr könnt mit diesen seltsamen Fragen etwas
anfangen. Dieses Thema geistert mir seit einiger Zeit im Kopf
herum.
Danke und Grüße
Irene
Ich habe da ein These, die ist vielleicht völlig unwissenschaftlich, aber vielleicht nachvollziehbar:
Zur damaligen Zeit gab es nur Segelschiffe bzw. Segelboote. Aufgrund der gegebenen Naturbedingungen ist es für ein Segelschiff wesentlich einfache, von Europa nach Amerika zu segeln als von dort hierher. Es gibt nämlich in den subtropischen Zonen die sogenannten Passatwinde, die konstant von Ost nach West wehen (für einen Rahsegler als optimale Bedingungen). Um von Amerika nach Europa zu kommen, müsste man wochenlang gegen den Passat ansegelen (d.h. gegen den Wind kreuzen, was die Reise um das Doppelte, wenn nicht Dreifache verlängert) oder einen Riesenschlenker nach Norden längs der heutigen Ostküste der USA machen und dann im deutliche kühleren Nordatlantik nach Europa segeln (quasi die Route den Golfstromes bis vor die irische Küste, siehe dazu auch die Route der spanischen Silberflotte im 16. und 17.Jahrundert).
Für die Hochkulturen Amerikas bestand - sofern sie überhaupt Interesse an globaler Seefahrt hatten - kaum ein Grund, sich in den kühlen Norden aufzumachen, um eine unbekannte Welt zu entdecken.
Die wichtigsten Entdeckungen (von Europa!!!) gingen von den Portugiesen und Spaniern aus. Diesen war der Landweg nach Indien versperrt bzw sehr umständlich, also versuchte man Indien über See zu erreichen. Ohne Portugiesen und Spanier wären die Entdeckungen wohl erst sehr viel später gemacht worden.
Es gab viele Gründe .
Die Verbreitung des Christentums. Mit diesem Ziel war alles machbar. Auch wenn er nur die halbe Wahrheit war. Es ging um den Handel. Columbus und Vasco da Gama suchten den Weg nach Indien.
Ein Mensch wie Heinrich der Seefahrer.
Anfangs um Afrika, dann die westliche Richtung und Entdeckung Amerikas.
Chinesen waren schon lange bis in die arabischen Länder vorgedrungen mit ihren großen Schiffen. Sie waren auch in Ostafrika und es war nur eine Frage der Zeit, dass sie um das Kap der guten Hoffnung segelten.
Arabische Händler waren schon in lange dort, wo die Europäer hin wollten.
Zu großen Entdeckungen gehörten dann natürlich große Schiffe. Und die gab es nur auf der Nordhälfte.
Es ist immer die Sichtweise, wer was entdeckt hat.
Aus der europäischen Sicht haben die alles entdeckt. Die Chinesen kannten Australien und Südostasien ganz sicher schon Jahrhunderte früher. Die Bewohner der Westküste Südamerikas entdeckten die Südseeinseln Jahrhunderte vor den Europäern. Die Aboriginis in Australien wunderten sich, dass sie entdeckt wurden. Sie kannten sich selbst schon Jahrtausende.
Es ist wie mit großen Erfindungen. Welches Land behauptet nicht, das Flugzeug erfunden zu haben? Oder das U-Boot?
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mfgConrad
Warum haben Seefahrer, Eroberer, Forscher der sogenannten
„Alten Welt“ die „Neue Welt“ entdeckt und nicht umgekehrt?
Simpel: Weil die Seefahrt weiter entwickelt war.
Ausnahme: die Polynesier, haben möglicherweise
Amerika von Westen her „entdeckt“, hatten aber
nicht den „planetaren Kontext“, in dem das ge-
würdigt werden konnte.
Warum kamen die Ureinwohner von „dort“ nicht eines
Tages mit ihren Schiffen nach Spanien, Italien usw.?
S.o., und selbst wenn; eine zufällig durch die Gegend
reitende Abteilung westgotischer Panzerreiter hätte
schnell zum Ende des Unternehmens geführt.
Gibt es irgendwelche Abhandlungen darüber?
Sicher: ISBN: 3596149673 Buch anschauen
und angegenene Literatur z.B.
Wo begann der Entwicklungsvorsprung der Menschen der
alten Welt, wenn man es darauf zurückführen kann?
Er begann mit der Herausbildung der Technikkultur
und der Schriftkultur und führte zur Errichtung
von Super-Metropolen und -reichen. Die Menschen
waren damals in Herkunft, Sprache, Aussehen und
Glauben so heterogen, dass es nicht selten auf
Vernichtungskriegs-Auseinandersetzungen hinauslief.
Unter diesem Paradigma entwickelte sich in den
asiatischen und „europäischen“ Reichen eine
determinierte Kriegskultur von hoher Qualität.
Dieser Vorsprung war irgendwann uneinholbar für
Gruppen, die sich nicht aus diesem Schmelztiegel
entwickelt hatten. Die „verfeindeten“ Kulturen
der alten Welt gewinnen zuerst die „planetare Sicht“.
Ich hoffe, Ihr könnt mit diesen seltsamen Fragen
etwas anfangen. Dieses Thema geistert mir seit
einiger Zeit im Kopf herum.
Also: „4000 Jahre gesellschaftlicher in
Waffendienst und Waffenentwicklung“.
Die wichtigsten Entdeckungen (von Europa!!!) gingen von den
Portugiesen und Spaniern aus. Diesen war der Landweg nach
Indien versperrt bzw sehr umständlich, also versuchte man
Indien über See zu erreichen. Ohne Portugiesen und Spanier
wären die Entdeckungen wohl erst sehr viel später gemacht
worden.
Amerika wurde bereits 500 Jahre vorher von Norwegern entdeckt.
Nur hat sich die Kenntnis offenbar nicht weiter verbreitet und wurde nachher wieder vergessen.
Wo begann der Entwicklungsvorsprung der Menschen der
alten Welt, wenn man es darauf zurückführen kann?
Er begann mit der Herausbildung der Technikkultur
und der Schriftkultur und führte zur Errichtung
von Super-Metropolen und -reichen. Die Menschen
waren damals in Herkunft, Sprache, Aussehen und
Glauben so heterogen, dass es nicht selten auf
Vernichtungskriegs-Auseinandersetzungen hinauslief.
Unter diesem Paradigma entwickelte sich in den
asiatischen und „europäischen“ Reichen eine
determinierte Kriegskultur von hoher Qualität.
Dennoch sind auch die asiatischen Kulturen irgendwann zurückgefallen. An was lag das? Haben diese nicht auch mit Wasserdampf experimentiert?
Amerika wurde bereits 500 Jahre vorher von Norwegern entdeckt.
Nur hat sich die Kenntnis offenbar nicht weiter verbreitet und
wurde nachher wieder vergessen.
Da diese Entdeckung nichts brachte, wurde sie vergessen. Es wurde ganz sicher sehr viel mehr, sehr viel früher entdeckt. Doch ohne politschen oder wirtschaftlichen Nutzen blieben diese Erkenntnisse für die Menschen sinnlos.
Letzens lief auf Arte eine dreiteilige Reihe zu genau dem Thema, „Kampf der Zivilisationen“ hieß sie IMHO.
Der Autor nannte drei Hauptgründe dafür, dass die Europäer fast die ganze Welt unterworfen haben:
Stahl
Schußwaffen
Viren
Europäer waren nie klüger oder stärker als andere Völker, sie hatten nur einige geographische Vorteile:
Europa erstreckt sich weit von Ost nach West, so dass auf einem grossen Gebiet ähnliche Klimabedingungen herrschen, was den Austausch von Wissen über Ackerbau über eine weite Distanz gefördert hat (im Gegenteil zu z.B. Amerika, dass sich weit in Nord-Süd Richtung erstreckt). Damit könnten sich diese Zivilsationen schneller entwicklen und neue Technologien entwicklen, wie Stahl und Schwarzpulver für Schußwaffen und Degen und diese Entwicklungen konnten wieder leichter verbreiten.
Klingt einläuchtend, wenn man mal bedenkt, was Europa für einen Nutzern aus dem Wissen des Nahen und Fernen Ostens gezogen hat (Mathematik, besonders die Zahl Null und das Stellenwertsystem, das Schwarzpulver…)
Noch dazu war Europa der einzige Kontinent, auf dem die Bewohner Nutztiere wirklich demostiziert haben und eng mit ihnen zusammenlebten, so dass sie Antikörper gegen ihre Krankheiten entwickelten. Diese Tiere brachten die Krankheiten dann z.B. nach Südamerika, wo die Bevölkerung keine Antikörper dagegen besaß.
Angeblich wurden alleine durch die europäischen Pocken 80% der Inca getötet, also nur indirekt durch die spanischen Eroberer.
Was ich aber nicht verstanden habe ist, wieso dann die Kolonisierung von Südamerika sehr gut, die von Afrika jedoch nie wirklich geklappt hat. Der Autor führte hier wiederum Dschungel-Viren in Afrika an, die den europäischen Siederln zu schaffen machten. Aber wieso sollte das in Südamerka anders gewesen.
Europäer waren nie klüger oder stärker als andere Völker, sie
hatten nur einige geographische Vorteile:
Europa erstreckt sich weit von Ost nach West, so dass auf
einem grossen Gebiet ähnliche Klimabedingungen herrschen, was
den Austausch von Wissen über Ackerbau über eine weite Distanz
gefördert hat (im Gegenteil zu z.B. Amerika, dass sich weit in
Nord-Süd Richtung erstreckt).
Das ist bei Asien auch, und noch in höherem Maß, der Fall. Im Übrigen sind die Klimabedingungen in Südamerika über große Gebiete ja auch gleich oder ähnlich.
Damit könnten sich diese
Zivilsationen schneller entwicklen und neue Technologien
entwicklen, wie Stahl und Schwarzpulver für Schußwaffen und
Degen und diese Entwicklungen konnten wieder leichter
verbreiten.
Diese Erfindungen gab es aber auch in Asien.
Klingt einläuchtend, wenn man mal bedenkt, was Europa für
einen Nutzern aus dem Wissen des Nahen und Fernen Ostens
gezogen hat (Mathematik, besonders die Zahl Null und das
Stellenwertsystem, das Schwarzpulver…)
Dennoch haben die asiatischen Länder irgendwann den Vorsprung verloren.
Noch dazu war Europa der einzige Kontinent, auf dem die
Bewohner Nutztiere wirklich demostiziert haben und eng mit
ihnen zusammenlebten, so dass sie Antikörper gegen ihre
Krankheiten entwickelten.
Was ist mit den Arabern und ihren Kamelen, den Turkvölkern und ihren Schafen und Ziegen, den Mongolen und ihren Pferden, den Indern und ihren Rindern?
Was ich aber nicht verstanden habe ist, wieso dann die
Kolonisierung von Südamerika sehr gut, die von Afrika jedoch
nie wirklich geklappt hat. Der Autor führte hier wiederum
Dschungel-Viren in Afrika an, die den europäischen Siederln zu
schaffen machten. Aber wieso sollte das in Südamerka anders
gewesen.
Wahrscheinlich, weil die von Südamerika viel eher angefangen hat und mehr Weiße in die neu eroberten Länder einwanderten.
Ich bedanke mich
bei Euch allen für die Denkanstöße, Erklärungen und Theorien sowie für die Buchtipps.
Vieles leuchtet mir ein, vieles werde ich nachlesen. Jetzt weiß ich, wie ich mich weiter informieren kann und in welche Richtung die Überlegungen gehen. Alles in allem ein sehr interessantes Thema. Ihr habt mir sehr geholfen.
Beste Grüße
Irene