warum war es den Türken so vergleichsweise leicht, seinerzeit Konstantinopel zu erobern? Hätte man das nicht genauso wie dann später vor Wien verhindern können?
Eine rein historische Frage, die mit der heutigen Türkei nichts zu tun hat!
warum war es den Türken so vergleichsweise leicht, seinerzeit
Konstantinopel zu erobern?
Leicht?? Eine zweimonatige Belagerung durch die mehr als 10fach überlegenen Türken - das zeugt doch nicht von einer „leichten“ Eroberung!
Ich zitiere aus http://www.zeit.de/2003/23/A-T_9frken?page=1 :
„Die Zahl der Opfer bei den Türken ist hoch, nur wenige Verteidiger sind bisher getötet worden. Doch viele sind verwundet. Nach annähernd sieben Wochen Belagerung wendet sich die Stimmung; die Hoffnung schwindet.“
Hätte man das nicht genauso wie
dann später vor Wien verhindern können?
Siehe den zitierten „Zeit“-Artikel. Die anderen christlichen Mächte waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um die unwichtig gewordene Hauptstadt des Byzantinischen Reichs (das Reich bestand damals eigentlich nur noch aus der Hauptstadt) effektiv zu verteidigen.
Vor Wien halfen die Mächte Europas zusammen, denn damals stellte Wien die letzte Bastion dar, die die Türken auf ihrem Weg nach Mitteleuropa aufhalten konnte…
Ausserdem zahlten die Habsburger ne Menge Geld, damals. Konstantinopel anno 1453 hatte schlicht und einfach kein Geld mehr…
Der Vorposter hat eigentlich schon alles gesagt, nur 2 Sachen noch: Konstantinopel galt damals als uneinnehmbar, größte Festung des Abendlandes usw. auch das hat sicherlich zu einer Unterschätzung der gefählichen Situation beigetragen. Weiterhin haben die Türken damals das erstemal in der Kriegsgeschichte überschwere Kanonen eingesetzt um die Mauern zu brechen. Alle Militärmächte der damaligen Zeit waren entsetzt über die Wirkung und Geschwindigkeit, mit der die Mauern zerstört wurden.