Errechnung jahresumsatz aus 3 1/2 monaten?

hi,

eine Person hat mitte september ein gewerbe im nebenerwerb angemeldet und hatte in den 3 1/2 monaten einen umsatz von ca. 10000 €.
das problem ist nun wie folgt:
wenn das finanzamt den umsatz beim lohnsteuerjahresausgleich auf ein ganzes jahr hochrechnet (ca. 35000 €), fällt sie nicht mehr unter die kleinunternehmerregelung (die ist bis 17500 € umsatz).
sie erzielt in den anderen monaten jedoch kaum umsatz, da sie saisonale artikel anbietet. d.h. ihr realer jahresumsatz liegt keinesfalls über 17500 €.

wie rechnet das finanzamt?
was hat die Person für möglichkeiten, kleinunternehmer zu bleiben?
rumpfwirtschaftsjahr? (hab mal etwas davon gehört, kenn mich damit aber nicht aus)

cu R.T.

danke schonmal für antworten

in den 3 1/2 monaten einen umsatz von ca. 10000 €.

na das ist doch als nebenerwerb schon ganz ordentlich

wenn das finanzamt den umsatz beim lohnsteuerjahresausgleich

Ägypten???

nicht mehr unter die kleinunternehmerregelung (die ist bis 17500 €
umsatz).

ach so, Umsatzsteuererklärung

in den anderen monaten jedoch kaum umsatz, da sie
saisonale artikel anbietet. […] realer jahresumsatz liegt
keinesfalls über 17500 €.

wie rechnet das finanzamt?

Nach § 19 Abs. 3 Satz 4 Umsatzsteuergesetz:
„Angefangene Kalendermonate sind bei der Umrechnung als volle Kalendermonate zu behandeln,…“
Die Person hat daher im ersten Jahr einen fiktiven Umsatz von € 30.000 gemacht und ist daher kein Kleinunternehmer mehr. Die Kleinunternehmerregelung kann frühestens ab dem Folgejahr auf sie zureffen.

möglichkeiten kleinunternehmer zu bleiben?

da der Jahresumsatz im ersten Jahr bereits € 30.000 betragen hat, ist die Person bisher kein Kleinunternehmer. Sie kann KU werden, indem sie in einem Jahr (vorangegangenes Jahr) weniger als € 17.500 Umsatz macht und in dem Jahr der KU plant, weniger als € 50.000 Umsatz zu machen

rumpfwirtschaftsjahr? (hab mal etwas davon gehört, kenn mich
damit aber nicht aus)

Das ist eher ein Begriff aus Bilanz- und ertragssteuerrecht. Hat mit der Umsatzsteuer nicht wirklich was zu tun.