Hallo Jan,
Vielen Dank für Deine Anfrage.
Du warst bei zwei Ärzten und stellst jetzt direkte Anfragen über das Forum. Deine Vita ist leer. Manche Erkrankungen kommen altersmäßig gehäuft vor. Mit diesem Erreger infizieren sich häufiger Kinder. Besonders Kleinkinder können eine lebensgefährliche Kehlkopfentzündung bekommen und durch die Schwellung ersticken.
Erstens gilt „Durch Telefon, Hemd und Hose gibt es keine Diagnose“ und auch im Forum keine Hellseher.
Was wirklich mit Dir ist, wird Dir nur der behandelnde Arzt sagen können.
Ja es ist möglich, daß es der selbe Erreger ist. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß noch andere Erreger beteiligt sind, sofern kein Labortest erfolgte z.B. Pneumokokken.
Hier ein Auszug aus einem medizinischen Online-Lexikon, der auch Deine Frage zur Labordiagnostik beantwortet.
Haemophilus influenzae ist ein Bakterium der Gattung Haemophilus (gramnegative Stäbchen).
- Aufbau
Hameophilus influenzae ist ein gramnegatives Stäbchen, dessen Zellwand Endotoxin enthält. Zudem weist Haemophilus influenzae eine aus Polysacchariden aufgebaute Kapsel auf. Je nach Kapseltyp werden sechs Serotypen A-F unterschieden, wobei Kapseltyp B als am meisten pathogen zu betrachten ist.
Als adhäsive Bestandteile trägt Haemophilus influenzae Fimbrien. (Anmerkung: Das sind Fransen/Fäden die sich an der Außenhülle der Bakterien befinden, mit denen sie sich weiterbewegen und hauptsächlich an die Schleimhäute anheften können.)
- Rolle als Krankheitserreger
Haemophilus influenzae ist ein Bakterium, der in den Schleimhäuten des Menschen angesiedelt ist und dort gelegentlich, bei Verletzung oder Immunsuppression, Entzündungen hervorruft. Es kann zu Meningitis, Epiglottitis (Kapseltyp B), Otitis media, Sinusitis, Bronchitis, Pneumonie und Konjunktivitis führen
- Labordiagnostik
Haemophilus influenzae kann unter anderem durch Antigennachweis und Anzucht nachgewiesen werden. Als Untersuchungsmaterialen eignen sich prinzipiell alle entzündlichen Sekrete, zum Beispiel Liquor, Blut, Sputum, Eiter oder Abstriche aus der Konjunktiva.
Der Antigennachweis kann durch Agglutinationstests erfolgen, durch Nachweis spezifischer Antikörper gelingt serologisch auch die Zuordnung bestimmter Kapseltypen.
Ich hoffe Ihnen damit weiter geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
K. Bischoff