Erregung Synchrongenerator

Hallo Leute,

bei der Instandsetzung eines älteren Notstromaggregates (ca. 3 kW) gibt es Probleme.
Soweit erkennbar, handelt es sich um einen Synchrongenerator, welcher als Außenpolmaschine ausgeführt ist. Neben dem Mittelpunkt- und den Außenleitern ist auch die Erregerwicklung ist aus der Maschine herausgeführt und an einem 14 Ohm Widerstand angeschlossen. Ausergewöhnlich ist, so wie ich finde, dass die Erregerwicklung nochmals über ein Kommutator über den Läufer geschleift ist.

Beim Test des Aggregates konnte an den Klemmen keine nennenswerte Spannung gemessen werden. Erst nach dem Auftrennen der Erregerwicklung und dem Anlegen einer kleinen Spannung konnte die fehlende Selbsterregung ersetzt werden.

Wie lässt sich die fehlende Selbsterregung wieder herstellen?
Was gibt es sonst noch bei der Maschine zu beachten?

Danke für die Hinweise,
Christian

hallo Christian,
ein Kommutator ist wirklich ungewöhnlich. Ich kenne nur, dass die erregung über Schleifringe rauskommt. Sie muss dann noch geregelt werden (Gegenkopplung mit der ausgangsspannung). Da sie aus der Ausgangsspannung gewonnen wird, muss es erstmal einen Start geben, Das wird durch eine Rest-Dauermagnetisierung des Läufers erreicht, Ich hatte mal ein Aggregat (30kW), da war diese Magnetisierung aus unerfindlichen Gründen verschwunden. Damals half mir eine Flachbatterie…:wink:.
Vielleicht benutzt das Teil einen läufer-internen Regler. Sowas ist denkbar. aber warum dann nur ein 14Ohm Widerstand draußen dran ?? grübelgoogel.

Hi!

Ich weiss jetzt nicht in wieweit Du den Generator auseinandergepflückt hast oder nicht.
Die Generatoren die ich mal repariert habe (kram, grübel) hatten zum herstellen der Erregerspannung (DC) ein Diodenkreuz montiert. In 99% der Fälle eines Ausfalls des Gen. waren eine oder mehrere Dioden durchgeschossen.
Bei kleineren Gen. sind diese irgendwo auf einer Platine, bei den grösseren Gen. sitzen diese z.B. auf einem Metallringring am Läufer.

Beim Test des Aggregates konnte an den Klemmen keine
nennenswerte Spannung gemessen werden. Erst nach dem
Auftrennen der Erregerwicklung und dem Anlegen einer kleinen
Spannung konnte die fehlende Selbsterregung ersetzt werden.

Das bekräftigt meine Theorie. Da Du die Spannung mit Hilfe der Batterie erzeugen kannst, stehen die Chancen gut, dass die Wicklung ok ist.
Ein Kurzschluss (z.B. defektes Kabel der Erregung) wär ja auch nicht auszuschliessen.
Der Widerstand wird meist zur Spannungsanpassung in der Erregung verwendet. Bei grösseren Generatoren wird auch ein Poti montiert.