Ich bereite öfter ein Rezept aus dem Elsass (Beackeoffe) zu. Das Fleisch wird in Weisswein (Riesling) mariniert und dann in der Marinade geschmort. Das gibt einen wunderschönen ,leicht säuerlichen Geschmack. Nun habe ich einen trocknen Alkoholiker in der Runde. Ich habe früher schon mal bei anderen Rezepten mit Traubensaft experimentiert. Das war nicht so der Hit.
Wer hat damit Erfahrung? ich bin für jeden Rat danbkbar.
Spontan fällt mir dazu ein, daß immer mehr Winzer alkoholfreien Wein anbieten. Allerdings habe ich bei meiner Suche danach auch folgenden kleinen Beitrag gefunden:
http://www.quarks.de/wein/0709.htm
Demnach wäre das Trinken von alkoholfreiem Wein wohl nicht gerade das Richtige für einen trockenen Alkoholiker. Da Du aber schreibst, daß der Braten noch geschmort wird, könnte es natürlich sein, daß so geringe Alkoholmengen dann dabei verdunsten. Bei dieser These bin ich mir allerdings nicht so sicher, vielleicht kann sich da ja noch ein Experte zu Wort melden.
mit marinieren hab ich zwar keine erfahrungswerte, wenn ich bei sossen aber den wein ersetzen will, verwende ich bruehe mit etwas zitronensaft. zum marinieren eignet sich nun bruehe vielleicht nicht immer, aber die saeure, die durch den wein dazukommt, ersetzt die zitrone recht gut. ansonsten wuerde ich mich dem tip mit dem alkoholfreien wein anschliessen!
liebe gruesse und berichte doch auch, wofuer du dich entschlossen hast!
http://www.quarks.de/wein/0709.htm
Demnach wäre das Trinken von alkoholfreiem Wein wohl
nicht gerade das Richtige für einen trockenen Alkoholiker. Da
Du aber schreibst, daß der Braten noch geschmort wird, könnte
es natürlich sein, daß so geringe Alkoholmengen dann dabei
verdunsten.
Na ja, die Super-Expertin bin ich nun wirklich nicht (das Thema wäre ohnehin eher was für ‚Sucht & Prävention‘, gell)…
Was ich dazu sagen kann: das kann gründlichst in die Hose gehen. Ein trockener Alkoholiker sollte die Pfötchen hübsch von Alk in jeglicher Form - ergo auch von vermeintlich alkoholfreiem Wein (sogar laut Deiner Info darf dieser 0,5 Umdrehungen haben!) - lassen. Die Bezeichnung ‚trocken‘ kann man also ruhig wörtlich nehmen… Manchmal reicht schon ein Schuß Rotwein in der Sauce und der Körper springt sofort darauf ein und will mehr davon, womit der Weg zurück in die Katastrophe praktisch vorprogrammiert ist.
Ein zweiter Punkt sind Medikamente, mit denen Alkoholiker behandelt bzw. substituiert werden. Antabus zum Beispiel kann noch 24 Stunden nach Einnahme in Verbindung mit den kleinsten Mengen an Alkohol (Schokolade mit Alk oder ein Dessert mit einem Schuß Likör) die ärgsten Probleme machen; manche Quellen sprechen sogar von lebensgefährlichen Situationen.
Keine sog. ‚alk-freien‘ Getränke nehmen…
Hallo, Claus!
Ergänzend zu Tessa noch der Hinweis: Nicht nur sämtliche (!) alkoholfreien Alk-Getränke (Wein, Bier etc.) sind für trockene Alkis tabu, sondern auch Alkohol-Aromen wie z.B. Rumaroma in Kuchen oder Desserts. Ebenso sollte kein Malzbier verwendet werden, weil auch das Alkohol in geringsten Mengen enthalten kann. Ansonsten ist der Tipp mit Apfelsaft und Essig/Zitronensäure gut. Apfelessig z.B. ist auch klasse in Verbindung mit Fruchtsaft geeignet.
Víel Spaß beim Kochen und schreib vielleicht mal, wie’s geschmeckt hat.
Was ich dazu sagen kann: das kann gründlichst in die Hose
gehen. Ein trockener Alkoholiker sollte die Pfötchen hübsch
von Alk in jeglicher Form - ergo auch von vermeintlich
alkoholfreiem Wein (sogar laut Deiner Info darf dieser 0,5
Umdrehungen haben!) - lassen.
Jou, das weiß ich wohl, aber mein Gedanke war eben, ob man mit Sicherheit davon ausgehen kann, daß ein „alkoholfreier“ Wein mit 0,5 Umdrehungen beim Schmoren seinen Alkoholgehalt verliert.
Aber wahrscheinlich ist das einfach zu riskant und man sollte sich einfach auf die anderen Vorschläge beschränken.
Jou, das weiß ich wohl, aber mein Gedanke war eben, ob man mit
Sicherheit davon ausgehen kann, daß ein „alkoholfreier“ Wein
mit 0,5 Umdrehungen beim Schmoren seinen Alkoholgehalt
verliert.
Nicht ganz, weil der Alkohol selbst Geschmacksträger ist (auch bei diesem bißchen), wobei der alkoholfreie Wein zum Marinieren wohl nicht so der Hit ist…
Aber wahrscheinlich ist das einfach zu riskant und man sollte
sich einfach auf die anderen Vorschläge beschränken.
So sehe ich das auch…
Ich habe eben noch mal ein wenig gesucht und folgende interessante Seite gefunden (BTW: die Ausführungen zum Thema Essig - unter natürliche Produkte - sind sehr interessant; wer auf nummer sicher gehen will, greift dann doch wohl zum Zitronensaft):
Selbst wenn der Alkohol im Wein verkocht, kann (!) es für trockene Alkoholiker schon zuviel sein, wenn eine Speise nach Alkohol schmeckt. Nicht alle sind da gleich empfindlich, aber - wie du schreibst - lieber auf Nummer Sicher gehen und es gar nicht erst drauf ankommen lassen. (Es sei denn, man kann den Betreffenden vorher fragen, wie er’s hält. Von meinem Dad weiß ich, daß er Alkohol und seine Aromen in jeder Form meidet wie der Teufel das Weihwasser…)
einiges habe ich gewusst… aber schön dass du diesen Link veröffentlicht hast – ich habe nämlich gelegentlich auch Gäste, die trocken sind und über Alkohol in Lebensmitteln, oder auch Essig… ich bin sprachlos.
Gruß Chris