Ersatzkassen, AOK - Finanzierung

Hallo,

ich möchte jetzt hier nicht rumkotzen.

Jedoch rühmte sich heute in der Tageszeitung die AOK wieder mal ihrer ach so guten Ergebnisse (niedriger Beitragssatz, mehr Mitglieder, schwarze Zahlen). Dabei sehe ich als Arbeitgeber die finanzielle Seite. Für jeden Angestellten, der in einer Ersatzkasse ist, zahle ich entweder direkt oder über die jeweilige Krankenkasse einen Ausgleich an die AOK und der ist zackig. Ist an sich korrekt, fängt doch die AOK die Leute ab, die kein Einkommen haben und viele andere. Jedoch sehe ich überall teure Werbung dieser Kasse, Unterstützungen an Projekten, die sich andere Kassen nicht leisten (können oder wollen). Dazu noch ein günstiger Beitragssatz. Und nicht nur um wenige Zehntel, sondern um ganze Prozente. Entweder rechnen die Ersatz- oder Betriebskassen schlecht, wirtschaften zu teuer, vielleicht verplempert der Vorstand zuviel Geld, oder die Zahlungen an die AOK sind zu hoch. Das Letztere kommt ganz schwer. Schließlich gibt es eine Zahlungspflicht an die AOK. Der Satz wird festgelegt wie (schlechtes Beispiel, ja) Steuern pro Beschäftigter. Entziehen kann man sich dem nicht. Es sei denn, man bittet seine Beschäftigten zur AOK zu wechseln, dann lohnt sich das für beide Parteien. Aber das soll ja nicht der Sinn von Wettbewerb sein.

So schief kann das Krankenkassensystem werden.

Gruß
André

PS: allerdings sind Krankenkassenbeiträge noch das geringere Übel bei den Lohnnebenkosten, aber ein deutlicher Teil

Lieber André,

mit der Meinung stehst Du nicht allein.

Wenn Du mal hier rein schaust, da kann einem schwindelig werden:

[http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-onlin…](http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/s03 presse-center/01 pressemitteilungen/07 archiv/2003/02 politik/pm 03 bilanz.html)

In Sachsen siehts so aus:
[http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-onlin…](http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/s03 presse-center/01 pressemitteilungen/07 archiv/2002/02 politik/pm02 politik aoksachsen.html)

Das Bundessozialgericht sieht es genauso, trotzdem ruhen sich die aufgeblähten Verwaltungsapparate der AOK weiter auf dem ausgelutschten Argument aus, sie hätten die schlechtere Versichertenstruktur:
[http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-onlin…](http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/s03 presse-center/01 pressemitteilungen/07 archiv/2003/02 politik/pm 03 politik rsa bsgurteil.html)
Vielleicht sollte sich die AOK mal an den Ehrenamtlichen Mitarbeitern der TK und dem Grundsatz des geringstmöglichen Verwaltungsaufwands ein Beispiel nehmen.

Gruß
Bernd

Hallo Bernd,

danke für die Links. Allerdings zahlt die TK den Risikostrukturausgleich nur zum Teil aus eigener Tasche. Unternehmer müssen den Anteil an Krankenkassenbeitrag noch extra an die AOK zahlen, wenn der AN bei der TK ist.

Ich gehe schon mal auf die Straße und fang an die Sache zu bestreiken :wink:

Gruß
André

Hallo,
der RSA (Risikostrukturausgleich) wird von Beitragsgeldern
der Versicherten und der Arbeitgeber finanziert. Die TK zahlt nichts
auis eigener Tasche, die hat sie nämlich in dieser Form nicht.
Was meinst du damit dass die Unternehmer „extra Zahlungen“ an die
AOK leisten müssen - wie funktioniert das ?

Gruss

Günter Czauderna

Hallo André,

ich nehme an, Du meinst die Umlage U1 und U2.
Wenn dem so ist, dann ist dieses kein Anteil an irgendwelchen Krankenversicherungsbeiträgen, sondern kommt Dir als AG zugute, da Du Lohnfortzahlung zu zahlen hast, und gegebenenfals hier anteilig etwas zurück bekommst!!
Dies ist nicht von der AOK ins leben gerufen worden, und wird von den Krankenkassen verwaltet. Die TK, aber z.B. auch die DAK nehmen diese Umlagen nicht entgegen, und hierbei muß dann eine andere Kasse gewählt werden ( und da ist dann die AOK für alle wieder gut )
Glaubst Du, dass die Verwaltung eines AG-Kontos, der Monatlich nur eine Umlage von 2,-- Euro ( nicht selten )entgegen nimmt, sich durch diesen Beitrag deckt??

Sorry, musste ich mal sagen, da alle immer über die böse, böse AOK herziehen.

Gruß

Manfred