Erschöpfung, Konzentrationsschwächen usw.,?

Hey Leute,

meine derzeitigen Symptome habe ich oben schon aufgelistet. Ich bin seit ca. 1 1/2 Monat fast ständig erschöpft und leide unter Konzentrationsschwächen. In der Schule merke ich das besonders, wenn ich manchmal sogar einige Wörter vergesse oder Aufgaben, die ich sonst mit Leichtigkeit löste, nur schwer lösbar für mich erscheinen. Meine Frage ist nun was ich dagegen tun kann, oder ob diese Symptome im Laufe der Sommerferien, wenn ich mich mal so richtig entspanne von alleine aufhören. Ich habe nämlich die Befürchtung, dass ich professionelle Hilfe holen muss, um diese Symptome zu lindern, da die Erschöpfung schon fast an Chronischer Erschöpfung oder auch an Burnout grenzt.

Ich freue mich auf eure Antworten und sage hier schonmal Danke :smile:

MfG
Pilot93

Hallo,

geh zum Arzt und lass dich auf den Kopf stellen.
Burnout kann ich zwar nicht ausschließen, aber man sollte darauf achten, dass es nicht zur „Modediagnose“ wird wie ADHS vor ein paar Jahren.

Ansonsten lösen Eisenmangel, Schilddrüsenunterfunktion, Schlafstörungen, Depression, ADS oder sonst was ähnliche Symptome verursachen. Soll heißen: Das kann alles mögliche sein oder ggf. auch nichts.
Ich an deiner Stelle würde mir einen Termin beim Arzt holen, ihm schildern, was los ist, damit er ein paar Basics überprüfen kann. Gleichzeitig würde ich mir überlegen, ob eine Verhaltenstherapie nicht vielleicht erstrebenswert ist im Hinblick auf das Erlernen von Entspannungsmethoden. Wenn ich davon ausgehen kann, dass 1993 dein Geburtsjahr war, so denke ich, dass man in dem Alter keinen so schrecklich großen Stress empfinden muss, sondern vielmehr das Leben genießen sollte, wenn man noch so jung ist.
Eine andere Option wäre, abwarten und schauen, ob du mit geeigneten Ruhepausen nicht auch ein gutes Ergebnis erzielen kannst.

Grüße

Hi!

Neben dem, was Liete bereits gesagt hat und was du beherzigen solltest: Wie schaut´s denn mit deinem Lebenswandel aus? Gehst du viel feiern? Gehst du vielleicht spät ins Bett und merkst nicht, dass der Schlaf eigentlich gar nicht ausreicht? Schläfst du schlecht? Wie ernährst du dich? Wie sieht es ansonsten mit deiner körperlichen Verfassung aus? Bist du gerade in einer besonderen Stresssituation?

Gru
Dine

geh zum Arzt und lass dich auf den Kopf stellen.
Burnout kann ich zwar nicht ausschließen, aber man sollte
darauf achten, dass es nicht zur „Modediagnose“ wird wie ADHS
vor ein paar Jahren.

Ansonsten lösen Eisenmangel, Schilddrüsenunterfunktion,
Schlafstörungen, Depression, ADS oder sonst was ähnliche
Symptome verursachen. Soll heißen: Das kann alles mögliche
sein oder ggf. auch nichts.
Ich an deiner Stelle würde mir einen Termin beim Arzt holen,
ihm schildern, was los ist, damit er ein paar Basics
überprüfen kann.

Alles soweit so gut.

Aber der Vorschlag:
Gleichzeitig würde ich mir überlegen, ob eine

Verhaltenstherapie nicht vielleicht erstrebenswert ist im
Hinblick auf das Erlernen von Entspannungsmethoden.

Ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen! Zum Erlernen von Entspannungstechniken braucht es keine Verhaltenstherapie. Die Plätze, Mangelware und teuer, sollten denen vorbehalten sein, die wirklich eine Verhaltenstherapie brauchen. Man kann sich den Bedarf nach einer Einzeltherapie auch einreden oder es bei einem so abgegrenzten Problem ganz pragmatisch mal mit Selbsthilfe versuchen.

Kurse bieten Volkshochschulen, Fitnesscenter u.ä. an. Die Krankenkasse informiert, wo sie solche Kurse bezuschusst.

Die Beherrschung von Entspannungstechniken ist eine Kompetenz, die man sich fast nicht früh genug aneignen kann. Hilft später immer wieder, angefangen von Prüfungsstress über Vorstellungsgespräche bis hin zu späteren beruflichen Aufgaben.

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Hallo, bei uns haben wir auch einige Patienten mit den Symptomen.
Geh zum Arzt und lass dir Blut abnehmen auf freies T4, TSH, Schilddrüsenantikörper und Ferretinspiegel. Kann sein das du eine Schilddrüsenüberfunktion hast oder Unterfunktion, oder sogar einen Eisenmangel.

LG

Und wer entscheidet, wer „wirklich“ eine Verhaltenstherapie braucht? Du zum Glück nicht, ebensowenig wie ich. Für so etwas gibt es die Probatorikstunden, die jede GKV übernimmt.
Wer derart symptomatisch bei Stress wird, macht irgendetwas falsch bzw. kann Einiges besser machen. Das gilt es zu erlernen, auf welche Weise auch immer. Die Besuche bei Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiatern u.a. sind leider immer noch hochstigmatisiert. Ich wollte lediglich diese Tür öffnen, falls der UP diesen Weg für den richtigen hält, ohne Sorgen haben zu müssen. Naja… du hast die Tür wohl erfolgreich zugetreten.

Für so etwas
gibt es die Probatorikstunden, die jede GKV übernimmt.

Für so etwas sind die Probatorikstunden nicht gedacht.

Ich wollte lediglich diese Tür
öffnen, falls der UP diesen Weg für den richtigen hält, ohne
Sorgen haben zu müssen. Naja… du hast die Tür wohl
erfolgreich zugetreten.

Nu mach mal halblang. Ich hab hier überhaupt nichts zugestoßen und schon gar nichts stigmatisiert. (ausgerechnet)

Vielleicht bleibst du einfach mal dichter an deiner eigenen ersten Antwort! Du hast völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass die erste Anlaufstelle der Hausarzt sein sollte. Genau der kann auch einschätzen, ob überhaupt ein tiefer gehendes Problem vorliegt, was ggf. eine Therapie erforderlich macht.

Bezeichnenderweise hast du ja die Therapie nicht etwa beim in den Raum gestellten Verdacht auf Depression angedockt, sondern ausgerechnet beim Thema Entspannungstechnik. Damit schreibst du dem Hausarzt die Kompetenz zu, eine Depression zu diagnostizieren, aber zur Empfehlung für einen Kurs für Entspannungstechnik muss es dann der Psychotherapeut sein?!

Dir ist schon bekannt, dass das Erlernen von solchen Entspannungstechniken üblicherweise gar nicht Bestandteil einer Einzeltherapie ist?

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Janina,

bin ja grundsätzlich deiner Meinung. Aber

  1. können wir sicher sein, dass der Hausarzt die organische Ursache entdeckt, so es eine ist ?? ( Schilddrüsenerkrankungen zählen zu den mit am Häufigsten unerkannten leiden )

  2. Kann der Hausarzt eine Depression diagnostizieren ? In welcher Definition ? ( Die gänge Definition sagt ja, der Grund jeder(!) Depression liegt in einem unerklärlichen Hormondefizit ). Ist die vom Hausarzt dann eingeleitete Therapieform ( Tabletten oder Therapie ) in jedem Fall sinnvoll und ziehlführend ?

Aufgrund meiner Ärzteerfahrungen würde ich spontan raten, die Sommerferien abzuwarten ( es wird leider nicht erwähnt wann die losgehen ). Denn Stress, mich als junger Mensch „auf den Kopf stellen zu lassen“ würde ich mir nicht geben. In dem Alter läuft das sowieso auf eine oberflächliche Durchsicht hinaus.

Grüßle

Eric

  1. können wir sicher sein, dass der Hausarzt die organische
    Ursache entdeckt, so es eine ist ?? ( Schilddrüsenerkrankungen
    zählen zu den mit am Häufigsten unerkannten leiden )

Nein, können wir nicht. Aber was hat das mit der Frage zu tun, ob Entspannungstechnik Bestandteil einer Einzeltherapie ist und / oder man zum Erlernen dieser gleich eine Verhaltenstherapie braucht?

  1. Kann der Hausarzt eine Depression diagnostizieren ?

Nein, in aller Regel kann er nicht, ansonsten s.o.

In welcher Definition ? ( Die gänge Definition sagt ja, der Grund
jeder(!) Depression liegt in einem unerklärlichen
Hormondefizit ).

Aha, gängige Definition - sagt wer?

Ist die vom Hausarzt dann eingeleitete
Therapieform ( Tabletten oder Therapie ) in jedem Fall
sinnvoll und zielführend

Ist die Sonne, die vom Himmel scheint, in jedem Fall gut für die Pflanze? Hätte ich heut früh nicht lieber eine Scheibe Vollkornbrot statt Zwieback gegessen?

Welches Ziel haben diese Fragen, zumal die Eier noch nicht einmal gelegt, geschweige denn gebrütet sind.

Aufgrund meiner Ärzteerfahrungen würde ich spontan raten, die
Sommerferien abzuwarten

Was haben deine sehr individuellen Ärzteerfahrungen mit dem Problem des Fragestellers zu tun? Nichts.

Der Fragesteller hat Probleme, die so wie geschildert noch keinen dringenden Verdacht auf ernste Problematik liefern, auch nicht auf Depression oder Burn out. Ein Check beim Hausarzt kann dennoch nicht schaden, besonders dann, wenn es sich wirklich um einen Hausarzt handelt, der seinen Patienten schon über einen längeren Zeitraum kennt. Ist organisch nichts vorhanden, ist immer noch kein Grund, die Pferde scheu zu machen.

Wenn der Fragesteller den Verdacht hat, dass etwas mit seiner Fähigkeit zu Entspannen und für Ausgleich zu sorgen nicht stimmt, dann kann er abseits von den Ferien, die eh der Erholung dienen, sich gezielt Gedanken machen, wie er zum Ausgleich kommt: Ausgleichssport ist da eine Möglichkeit, andere Hobbys kommen auch in Frage - und die angesprochenen Entspannungstechniken ebenso.

Erst wenn das nichts hilft und / oder weitere Symptome hinzukommen, kann man weiter sehen.