Streuen statt zocken!
Das klingt ja fast so, als stünde der nächste Abschwung schon
vor der Türe.
Leider ist meine Glaskugel gerade angelaufen und ich weiß nicht wann er (der nächste Abschwung) komnmt. (Vielleicht können wir mal einen gemeinsamen Blick in Deine werfen?)
Im Moment natürlich ganz sicher nicht. Sieht doch alles gut aus, so rundum! Alle sind optimistisch. Die Börsen laufen seit Jahren super. Die Zinsen steigen seit Jahren. Die Rohstoffpreise im Prinzip auch.
Die USA können mit ihrem Handelsdefizit umgehen, der schwache Dollar ist kein Problem und anstelle einer Immoblase gibt´s dort wohl ein „soft landing“… . Also alles bestens, oder?
Ich will gar nicht orakeln. Aber meist haben scharfe Abschwünge uns genau in solchen positiven Phasen erwischt. März 2000 waren auch alle gut drauf.
Um´s mal ganz einfach zu sagen: Sell on good news.
Warum soll jemand, der billig über 2003 hinweg eingekauft hat, jetzt nicht mal eine richtige Struktur in seine Anlage bringen? So mit Diversifikation und so. Und NUR darum ging es in meinem Beitrag.
Vorausgesetzt er will anlegen, und nicht zocken.
Hm. Nu denn, aber in Erwartung steigender Zinsen
auf Renten zu setzen?
Für welchen Markt und welchen Zeitraum erwartest Du denn steigende Zinsen?
Im USD-Raum neigt sich der Zinserhöhungszyklus nach Meinung der meisten Spezialisten wohl dem Ende entgegen.
Europa zieht mit einem gewissen Zeitverzug hinterher. Allerdings sind die Kupons schon wieder dicker. Sollten also nochmal 2% drauf kommen, dann wäre das nicht mehr so dramatisch, wie von 2,5% aus kommend.
Japan: OK, hier wirds wohl noch länger raufgehen. Aber einen „Japanese-Bond-Fund“ hätte ich jetzt auch nicht angepriesen
Für Renditejäger sind die zu erwartenden Ergebnisse im Rentenbereich eher unattraktiv. Eventuell gibt es sogar noch gewisse Kursrisiken aufgrund steigender Zinsen bei überraschend hoher Inflation.
Die Anlage in Renten soll aus meiner Sicht aber vor Allem dazu dienen, Wert zu erhalten. Was ich nicht verliere, brauch ich nicht wieder aufzuholen. (Bei einem Verlust von 25% muß ich fast 34% Gewinn erzielen, bei -50% sind 100% nötig, um wieder auf Null zu kommen).
Und hier wirds auch für die Renditejäger wieder interessant.
Ich behaupte:
Mit der Begrenzung von Verlusten wird mehr Geld verdient (langfristig) als mit der ständigen Jagd nach dem Topperformer der Zukunft! (Poliere die Glaskugel!)
Total-Return? Waren das nicht die Fonds,
die mit eher lausiger Rendite zu kämpfen haben und ihrem Trend
immer ein wenig hinterherlaufen?
Das waren die Fonds, die dem Anleger mit lausiger Ahnung von Rentenmärkten die Frage abnehmen, in welchen Regionen er in welche Bonitäten, welche Währungen und welche Durationen investieren soll.
Lausig ist bei diesen Fonds vor Allem die Fähigkeit, zaubern zu können. Wenn die Rentenmärkte weltweit schwächeln, dann ist da halt auch im Vergleich zu den gerade laufenden Aktienfonds nichts zu holen.
Aber selbst über diese „lausige“ Rendite wären die meisten Aktienanlger in den letzten Abschwungphasen der Börsen froh gewesen… .
Aber klingt interessant.
echt?