Erste-Hilfe am Kind Selbständig ?

Hallo liebe Leute !
Ich gebe seit 2 Jahren in einer Cooperation Kurse in Kindergärten und Grundschulen für die Erste-Hilfe am Kind.
Mein Vertrag ist nun gekündigt worden und 3 Vertragsverhandlungen sind für mich nicht zufrieden stellend verlaufen.
Ich habe mit diesen Kursen eigentlich großen Erfolg und mir in bestimmten Gebieten Raum Bielefeld, Gütersloh usw. auch schon einen Namen gemacht.
Jetztb überlege ich, ob ich mich in dieser Branche selbstständig machen soll. Hat eine einzelne Person eigentlich Chncen sich auf diesem Markt durchzusetzen, oder seht Ihr da enorme Schwierigkeiten? Der Bedarf ist eigentlich recht groß, da viele Erzieherinnen und Lehrer sich mit dieser Thematik nicht oft auseinander setzen. Auf viele Ideen und vielleicht auch Vorschläge für einen Firmennahmen freut sich
Anja

Das Problem sehe ich darin, ob die Kindergärten etc. bei den knappen Kassen bereit sind, für diese Leistung was zu bezahlen! Das kannst nur Du beurteilen. Erlaubt ist nach meiner Ansicht diese Tätigkeit. Prüfe mal, als Alternative, die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule.

Hallo Klaus !
Die Kosten betragen pro Person 35 DM. Angesprochen werden auch nicht nur die Erzierherinnen sondern auch die Eltern. Mit den Kosten hat es da in der Vergangenheit keine Probleme gegeben, da es umgerechnet nur 7 DM pro Zeitstunde sind. Dürfen ist auch nicht das Problem- erstens bin ich Kinderkrankenschwester und ich habe auch einen Dozentenschein für die Erste-Hilfe.
Mwein Problem liegt eigentlich darin kann ich ein Existenzgründungsdarlehen bekommen, obwohl ich auch in einer Kolinik angestellt bin (28,5 H/Monat ) und habe ich eine Chance gegenüber dem Roten-Kreuz/Johanniter/usw. die ja auch in dieser Ricvhtung tätig sind, wenn auch nur mit halben Herzen ( nicht meine Erfahrung sondern die Aussagen der Kindergärten, wo ich schon tätig war.

Gruß Anja

Hallo Anja,

neben den Kosten je Kind ist entscheidend, ob Du einen entsprechenden Stundensatz erzielen kannst. Hier würde ich mal die Kosten / Monat ermitteln und durch die verfügbaren Arbeitsstunden teilen (Abschlag für nicht abrechenbare Stunden z.B. für An- und Abfahrt oder Verwaltung berücksichtigen).

Da wird dann vermutlich irgendwas > 50 - 60 DM / Std. rauskommen. Bei den angegebenen 7 DM / Kind / Std. heißt das, dass Du 7 - 8 Kinder im Kurs haben mußt. Geht das ?

Grüsse

Sven

Liebe Anja,

aus Deinem zweiten Posting wird erst deutlich, dass Du eine nebenberufliche Selbständigkeit (Nebenerwerb) anstrebst. D. h. für Deine betriebswirtschaftliche Kalkulation, dass Du nicht zwingend Deine Absicherung (im weitesten Sinne) über die Selbständigkeit finanzieren mußt. Dadurch könntest Du günstiger anbieten als größere Konkurrenten. Darüber hinaus wirst Du als „Ein-Frau-Betrieb“ vermutlich auch flexibler sein, als die „Elefanten“. Die größte Herausforderung dürfte für Dich die Akquisition sein, also an Aufträge zu kommen. Dass Du alles andere kannst, hast Du m. E. zur Genüge schon bewiesen. Bei der (Neu-) Kundengewinnung lebst Du von der Mundpropaganda und von Beziehungen, die bekanntlich nur dem/der schaden, der/die sie nicht hat. Um überhaupt mal einen Einblick in das Thema Selbständigkeit und Existenzgründung zu bekommen, empfehle ich Dir die Inanspruchnahme entsprechender Kursangebote (, die Du bei der IHK erfahren kannst).

Hallo Anja,
sie haben eigentlich Ihre Frage bereits selbst beantwortet, wenn das Interesse so goß ist wie Sie es einschätzen und Sie zugleich derart qualifiziert sind, dann packen Sie es doch an, evtl. nebenberuflich, anmelden beim Ordnungsamt müssen Sie das Gewerbe allerdings.
Grüße
H. Links

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Hallo Anja,

Dein Beitrag finde ich ganz interessant. Ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind ist sicher interessant. Soweit zu meinen Lorbeeren.

Das mit den Existenzgründungsdarlehen ist etwas verzwickter.

Eine nebenberufliche Tätigkeit wird nicht gefördert. Entweder ganz oder gar nicht. Dann muss das auch noch Deine Hausbank absegnen. Denn nur wenn Deine Hausbank den Kredit absegnet, bekommst Du auch Darlehen von der LAKRA oder DtA. Diese Darlehen sind immer über die Hausbank zu beantragen. Diese muss dann noch eine Stellungnahme abgeben. Fällt diese negativ aus, versiegen auch die öffentlichen Hilfen.

Dazu musst Du darlegen, wie die unternehmerische Tätigkeit in den nächsten drei Jahren aussieht und ob diese Erfolg hat. Das bedeutet für Dich Arbeit. Du musst ein Unternehmenskonzept ausarbeiten.

Dies besteht aus:

Der Geschäftsidee: Kurze beschreibung was Du machen willst;

Aus dem Eigenkapital / Eigenmittel: was hast Du materiell und finanziell für die Firma / das Unternehmen;

Dem kalkulatorischem Unternehmerlohn: Was brauchst Du zum Lebensunterhalt (Versicherungen; Lebensmittel; Wohnung; Auto; Kleidung…)

Den kalkulatorischen Kosten für 3 Jahre im vorraus: Was brauchst Du für die Firma (Miete; Papier; Computer; Strom; Auto;…)

Umsatzplanung / Gewinnplanung: (Welche Einnahmen kannst Du erwirtschaften);

Dem Liquiditätsplan: (Einnahmen minus Ausgaben sind die flüssigen Mittel. Positiv oder negativ. Wenn diese negativ sind müssen zusätzlich Mittel aus Krediten bereitgestellt werden.

Dem Finanzierungsplan: Kosten gesamt abzüglich der Eigenmittel und abzüglich der Einnahmen ist Fremdkapitalbedarf also Kredite der Hausbank oder LAKRA oder sonstige.

So ich denke das reich als ersten Abriss. Willst Du es ganz gut machen, dann kommen noch Standortanalyse, Marktanalyse und viele andere Dinge dazu.

Viel spass und Gruss von

Bernhard