Erste Wohnung

Guten Abend!

Vor kurzem habe ich hier das Problem geschildert, dass der Unterhalt meines Vater nun auf mein Konto überwiesen wird. Nebenbei ging es auch um’s ausziehen von zu Hause. Ich habe jetzt eine Wohnung gefunden…Nun stellen sich mehrere Probleme und Fragen.
Wie bringe ich es meinen Eltern bei?
Ist die Entscheidung wirklich die Richtige oder jugendlicher Leichtsinn?
Wie viel Geld brauche ich zum Leben? Die Wohnung kostet mit Nebenkosten 235 Euro. Ich habe monatlich ca. 500 Euro (Kindergeld, Unterhalt, Taschengeld von Großeltern…wenn sie es mir denn noch geben wollen, wenn ich ausziehe, und Geld von kleinen Jobs, die aber recht unsicher sind).
Schaffe ich das überhaupt mit so einem kleinen Budget? Ich bin ein sehr sparsamer Mensch und brauche wirklich nicht viel. Muss ich mir noch einen Job suchen? Ich habe eine Grundlage von 1000 Euro für Notfälle, Kaution, etc. Ein großes Problem ist, dass mein Vater nicht regelmäßig Unterhalt bezahlt.

Was meint ihr dazu? Mir geht es eigentlich mehr um die Beziehung zu meinen Eltern als um das Finanzielle. Wenn ihr wollt, kann ich meine Situation noch einmal kurz schildern.

Gruß, Tamina

Hallo Tamina,

ich denke, wenn du sparsam lebst, kann das reichen. Bedenke aber,
dass nichts „Aussergewöhnliches“ dazu kommen darf und extra
Anschaffungen erst mal angespart werden müssen - aber es geht und es
gibt tatsächlich viele Menschen, die Möbel, Waschmaschinen uä
verschenken. Einen Job zu haben wäre sicherlich optimal, pass nur
auf, dass du nicht das Wesentliche aus dem Auge verlierst: die Schule
beenden und anschliessende Ausbildung. Die Eltern sind verpflichtet
dir die erste Ausbildung (dazu zählt zum gewissen Grad auch ein
Studium) mit zu finanzieren.
Aber dabei ging es dir ja, wenn ich dich richtig verstanden habe,
nicht unbedingt.

Wenn ihr

wollt, kann ich meine Situation noch einmal kurz schildern.

Ja, mach das doch bitte!

Viele Grüße

Hallo Tamina,

oh-oh, das ging aber fix mit der Wohnung :wink:

Aber erstmal zurück zu Deiner Ausgangssituation: Du warst doch diejenige, wo der leibliche Vater den Unterhalt auf Dein Konto überweist, und wo Deine leibliche Mutter sowie Stiefvater eine gewisse Summe von Dir haben wollten, weil das Haus abzuzahlen ist, richtig? Und ich meine mich an irgendwelche offenen Gespräche zu erinnern. Hattet Ihr so ein Gespräch denn geführt? Wenn ja, was kam denn dabei raus? (Und sei es auch nur, dass Ihr Euch am Schluss gegenseitig angebrüllt habt und eigentlich nix rauskam)

Von wegen Wohnung gefunden: Hast Du da schon irgendwelche Mietverträge unterschrieben? Absichtserklärungen die Bude zu mieten? Irgendwas? Und bist Du denn schon 18? Oder gibt es irgendwelche Fristen - also etwa „Vertrag wird am Montag Abend um 18 Uhr unterschrieben“?

Wie bringe ich es meinen Eltern bei?

So schnell wie möglich :wink:

Ist die Entscheidung wirklich die Richtige oder jugendlicher
Leichtsinn?

Das kann Dir keiner sagen, denn wir kennen ja weder Dich noch Deine Situation zu Hause. Und auch Du wirst das allenfalls in 1 - 2 Jahren beantworten können (und dann isses eh zu spät *fg*)

Wie viel Geld brauche ich zum Leben?

Das hatten wir doch schon bei Deiner letzten Anfrage aufgeschlüsselt. Hast Du mal mitprotokolliert, was Du so brauchst? Jetzt war ja gerade Schuljahresanfang, wo man eher hohe Ausgaben (Hefte, Bücher, Stifte etc.) hatte.

Die Wohnung kostet mit
Nebenkosten 235 Euro. Ich habe monatlich ca. 500 Euro
(Kindergeld, Unterhalt,
Taschengeld von Großeltern…wenn sie
es mir denn noch geben wollen, wenn ich ausziehe, und Geld von
kleinen Jobs, die aber recht unsicher sind).

Gehen wir mal vom SuperGAU aus: Dein Vater vergisst die Zahlung mal für 2 Monate, Omma und Opa schalten auf stur und streichen das Taschengeld, der Aldi-Regalauffüller-Job wird gekündigt und es steht eine Klassenfahrt nach New York/Rom/Berlin an. Was tätest Du dann machen? Das musst Du jetzt hier nicht beantworten, es geht mehr drum, dass sowas passieren kann.

Meines bescheidenen Wissens gibt Dir Vater Staat nicht wirklich viele Zuschüsse, weil Du unter 25 bist und (objektiv betrachtet) daheim wohnen könntest. Aber frag das im Zweifelsfall bitte nochmal nach - am besten gleich beim wissenden Amt :wink:

Was meint ihr dazu? Mir geht es eigentlich mehr um die
Beziehung zu meinen Eltern als um das Finanzielle.

Hmmm, die dürfte eh nicht 100% perfekt sein, denn sonst wölltest Du ja nicht ausziehen :wink: Trotzdem wäre es vielleicht etwas „beziehungsschonender“ gewesen, wenn Du Deine Absicht auszuziehen VOR Entdeckung der Wohnung kund getan hättest.

Anyway, was ich jetzt täte:

  1. Keinen Mietvertrag unterschreiben, notfalls die Unterschrift noch ein wenig rauszögern. (Falls Du noch nicht 18 bist, muss eh einer von Deinen Eltern unterschreiben)
  2. Aufschreiben, was Du so monatlich an Budget brauchst.
  3. Nicht vergessen miteinzurechnen, was vielleicht an „Erstausstattung“ für die Wohnung anfällt (Möbel, Töpfe, Besteck, Bügeleisen, Waschmaschine etc.)
  4. Mit der Summe, die Du zur Verfügung hast vergleichen. Die „eiserne Reserve“ von 1000 Euro spielt keine Rolle bei dieser Rechnung!
  5. Bei Omma und Opa beichten gehen. Zu den beiden scheinst Du ja ein gutes Verhältnis zu haben. Erzähle ihnen von Deiner Misere, dem Wunsch nach einer eigenen Wohnung. Je nachdem kannst Du damit einen Teil vom SuperGAU ausschliessen: sprich, Du kannst ihre Zahlungen „sichern“. Und vielleicht haben sie ja ein paar Töpfe/Pfannen/Besteck übrig, das sie Dir zu Weihnachten/zum Einzug schenken?
  6. Eventuell mit Unterstützung von Oma und Opa bei Deinen Eltern beichten gehen. Achtung, vorher Argumente bereit legen! Und am besten sind Deine Eltern am Ende des Gesprächs davon überzeugt, dass es eine gute Idee ist, wenn Du ausziehst und endlich selbstständig wirst :wink: Ein wenig Umzugshilfe wäre ja auch noch gerne genommen, gelle? *fg*

Ganz persönlich aus meiner Erfahrung raus könnte ich Dir eher zu einer WG als zu einer kleinen Wohnung raten. Ist zum einen billiger, zum zweiten bist Du nicht allein, sondern hast „Leidensgenossen“ um Dich rum und zum dritten sollte dort eine Basisausrüstung an Töpfen/Pfannen und Waschmaschinen vorhanden sein :wink:

*wink* und viel Erfolg

Petzi

Hallo!

Nein, natürlich habe ich noch keinen Vertrag unterschrieben. Ich habe die Wohnung noch nicht einmal gesehen. Diesbezüglich gibt es noch keine Vereinbarungen. Wohnungsausstattung ist kein Problem. Möbel habe ich, Küchenutensilien dürften auch genügend da sein.
Mit meinen Großeltern zuerst zu reden ist glaube ich keine gute Idee. Sie sind die Eltern meines Stiefvaters und werden eine ähnliche Einstellung haben. Sie mögen mich zwar gern und ich sie auch aber sie sind für solche Dinge keine guten Gesprächspartner.
Ich habe durchgerechnet und ich dachte schon, dass ich mit dem Geld hinkomme. Nur habe ich eben keine Erfahrung damit, deswegen wollte ich mal eine allgemeine Meinung hören, wie viel man so braucht.
Dass ich mir nicht mehr viel leisten kann, ist mir bewusst.
Ich weiß ja nicht ob das eine so gute Idee ist, vorher mit meinen Eltern zu reden…Wenn das mit der Wohnung nicht klappt oder ich erst nächsten Monat einziehen kann, wird das Leben zu Hause ein Höllentrip.
Momentan schwanke ich auch von einem Extrem ins andere was die Entscheidung betrifft. Ich weiß einfach nicht ob es nötig ist…Ich verstehe mich mit meiner Mutter so super und eigentlich geht es mir gar nicht so schlecht zu Hause. Nicht so schlecht wie vielleicht anderen Kindern, die zu Hause bleiben. Ich habe nur das Gefühl, dass dieser Stress daheim langsam meine Psyche zerstört. Aber es ist ja nur noch ein Jahr…
Ich schäme mich so dafür, dass ich so viele Menschen damit belästige, aber ich möchte mir so viele Meinungen wie möglich anhören. Dabei war mein Vorsatz es keinen wissen zu lassen. Ich komme mir vor, als würde ich meine Eltern verraten, sie wissen ja immernoch nichts davon.
Wenn ich daran denke auszuziehen, dann fühle ich mich wie ein Monster…Ich will meiner Mutter nicht damit weh tun. Aber vielleicht würde es ihr ohne mich besser gehen, weil es dann keine Spannungen mehr zwischen mir und meinem Stiefvater mehr gibt.
Habe ich das Recht, das zu tun???

Ich bin einfach total verwirrt…

T.

Hallo Tamina!

Ich schäme mich so dafür, dass ich so viele Menschen damit
belästige, …

Das ist überhaupt kein Problem. Niemand ist hier gezwungen, deine Beiträge zu lesen geschweige denn zu antworten. Geh ruhig davon aus, dass alle, die hier lesen und antworten, es deshalb tun, weil sie es tun wollen.

Ich komme mir vor, als würde ich meine Eltern verraten, sie
wissen ja immernoch nichts davon.

Es kann gut sein, dass sie dieses Gefühl auch haben, aber ich finde, wenn du in eine solche Notlage gerätst, dann sollten sie sich auch fragen, inwiefern sie an der Situation verantwortlich oder zumindestens mitverantwortlich sind. Ich denke sogar, dass sie dir die Verantwortung dafür in die Schuhe schieben, denn sonst hättest du vielleicht gar nicht diese Gedanken, sondern wärst etwas unbelasteter.

Ich habe eine jugendliche Tochter, habe lange Zeit Jugendliche unterrichtet und war selbst auch mal Jugendliche. Ich kann dir sagen, dass es oft sehr sehr einfach ist, jungen Mädchen irgendeine (auch die eigene) Verantwortung aufzupacken. Und als Erwachsener weiß man das, wenn man das tut.

Wenn ich daran denke auszuziehen, dann fühle ich mich wie ein
Monster…Ich will meiner Mutter nicht damit weh tun. Aber
vielleicht würde es ihr ohne mich besser gehen, weil es dann
keine Spannungen mehr zwischen mir und meinem Stiefvater mehr
gibt.
Habe ich das Recht, das zu tun???

Du hast auf jeden Fall das Recht, für dein Leben zu sorgen und dich um dein Leben zu sorgen. Ich finde zwar, dass auch Jugendliche gerna mal Rücksicht üben dürfen, aber ich schätze, dass du ein Mensch bist, der eher zuviel als zuwenig Rücksicht nimmt.

Wenn das Leben für dich im Moment unerträglich ist, dann darfst du meiner Meinung nach auf jeden Fall ausziehen, und wenn du Druck zu befürchten hast, darfst du auch heimlich ausziehen.

Allerdings weiß ich im Moment nicht, ob es machbar ist. Ich habe im Moment auch keine Zeit mehr, ich antworte später nochmal.

Viele Grüße
Th.

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Guten Abend!

Auch :wink:
Also, das finanzielle würde ich sagen reicht, 1000€ für „Extras“ sind auch gut, allerdings solltest du trotzdem versuchen immernochwas zur Seite zu legen (wg. Nebenkostenabrechnung u.ä.) evtl. kannst du auch noch BaföG beantragen, das geht auch für Schüler und Auszubildende.
Zu deinen Eltern: Vielleicht kannst du erstmal mit deiner Mama alleine reden, da die Probleme ja ehr mit deinem Stiefvater bestehen. Erklär ihr ganz in Ruhe deine Situation und sorg dafür das euch niemand stört bei dem Gespräch. Sag Ihr das du dich freust wenn sie dir hilft, du regelmäßig nach Hause kommst (zum Wäsche waschen :wink: ) Sie dich jederzeit besuchen kann.
Ich denke das bekommst du hin
*DaumenDrück*

Hallo

melde mich noch mal kurz.

Wie bringe ich es meinen Eltern bei?

Tja, das ist das größte Problem.
Vielleicht, indem du sagst, dass du einen festen Entschluss gefasst hast, der sehr wichtig für deine Entwicklung ist. Und dass du nicht beabsichtigst, mit diesem Entschluss jemanden zu verletzen. Und dass du von deinem Entschluss nicht eher gesprochen hast, weil du befürchtet hast, dass du es dann nicht schaffen kannst. Und dass dein Entschluss darin besteht, dass du (morgen, nächste Woche, oder wann der Vertrag anfängt) ausziehen wirst.

Und dass du dich über Hilfe freuen würdest, dass du aber auch ohne Hilfe deinen Entschluss durchziehen würdest.

Ja, und dann muss man sich auf einiges gefasst machen, und nach Möglichkeit alles abprallen lassen, und sich auf keine Diskussion einlassen.

Und vor allen Dingen dann stur bleiben. Normalerweise werden dann alle Register der unterschiedlichsten Art gezogen, um einen wieder von dem Entschluss abzubringen, aber wenn man sich abbringen lässt, steht man schlechter da als vorher. Zur Not kann man dann einfach immer einen Satz relativ stereotyp wiederholen (z. B. ‚mein Entschluss steht fest‘).

Ist die Entscheidung wirklich die Richtige oder jugendlicher
Leichtsinn?

Ich würde sagen: Beides.
Da du es schon so lange willst, ist es bestimmt eine richtige oder gar notwendige Entscheidung. Und ohne einen gewissen jugendlichen Leichtsinn und Vertrauen darin, dass es schon irgendwie klappt, kann man meistens gar nichts bewegen.

Wie viel Geld brauche ich zum Leben? Die Wohnung kostet mit
Nebenkosten 235 Euro. Ich habe monatlich ca. 500 Euro …

Das sind täglich im Durchschnitt ca. 8,30 € (Miete schon abgezogen).
Wie ist es mir Fahrgeldern? Kriegst du noch das Auto geliehen, wenn du ausziehst?
Auf keinen Fall darf man Strom und Telefonkosten vergessen. Wenn man Fernsehn, Radio oder neuerdings einen PC mit Internet hat, muss man noch GEZ bezahlen.

Gut, ich geh mal davon aus, dass du 45,- € mtl. Strom + Tel. verbrauchst. dann hast du noch 7,30 tgl. Davon kann man leben, man muss aber stark auf gesunde Ernährung achten, sonst wird man damit nicht satt. Also, keine Brötchen, sondern Vollkornbrot, viel Grundnahrungsmittel (Kartoffeln, Reis), Obst und Gemüse nach Saison (ist billiger), keinen Kaffee, sondern Tee (keine Teebeutel, sondern 500-g-Packungen), Brotaufstrich und -aufschnitte sind teuer, aber nicht wirklich nötig, da kann man auch sparen. Es ist auch wichtig, bei abgepackten Sachen immer große Packungen zu kaufen, da die so gut wie immer ein bisschen bis viel preiswerter sind. Aber nicht zuu groß, so dass einem die Sachen nicht schlecht werden.

Restaurant, Kneipe, Kino usw. sind nicht drin.

Kleidung? Na ja, manchmal, wenn es sehr billig ist.
Denn Fahrgelder kommen doch auf jeden Fall noch dazu, und auch Schulsachen ab und zu.

Muss ich mir noch einen Job suchen?

Wäre sicherlich besser.

Ich habe eine Grundlage
von 1000 Euro für Notfälle, Kaution, etc.

Das ist nicht schlecht, aber 1000 Euro sind nicht viel, wenn man Miete und seinen Lebensunterhalt bezahlen muss. Na ja, für die Kaution allerdings schon gut.

Ein großes Problem
ist, dass mein Vater nicht regelmäßig Unterhalt bezahlt.

Was heißt das? Zahlt er mal mehr, mal weniger, und im Durchschnitt die ca. 300,- €? Oder zahlt er einfach nur unpünktlich? Oder kann es dir passieren, dass er in einem Monat gar nichts bezahlt? Und dass du in diesem Monat mit weniger als der Hälfte auskommen musst?

Wenn letzteres der Fall ist, geht es nicht. Sparen wirst du mit 500,- €/Monat nichts oder nur sehr sehr wenig können. Da bräuchtest du zumindestens einen festen Job nebenher, auf den du dich einigermaßen verlassen kannst. Zeitungen austragen bringt dabei nicht sehr viel, besser ist Regale einräumen. Oder kellnern, glaube ich.

Es gibt aber noch ein weiteres Problem: Billige Wohnungen sind oft sehr schnell weg. Aber den Vorschlag mit der WG finde ich auch nicht schlecht.

Viele Grüße
Th.

hallo

ich bin etwa in deinem alter ausgezogen, und zwar ziemlich weit weg von zuhause (also nix mit übers wochende heim). von elternseite keine thema, dazu kann ich nichts beitragen. meine eltern liessen mich damals gehen, so nach dem motto : ehh, die wird in 6 monaten wieder da sein (na, daneben, bin nie wieder zurück, soviel dazu).

die ersten 3 jahre war ich allerding als untermieterin in einer wohnung, zunächst bei einer älteren dame, dann bei einem etwas jüngeren ehepaar, usw und das war auch gut so.

denn, bedenke eines : 'ne eigenen wohung ist schön, ein geiler gedanke in dem alter, denke aber auch daran, dass du noch schülerin bist, d.h. du glaubst gar nicht wieviel zeit draufgeht mit einkaufen, putzen, waschen, bügeln, kochen etc (ganz verwahrlosen ist ja auch nicht der hit).

heimkommen, niemanden haben mit dem man quatschen kann, kumpels und feundinnen die bis ultimo da hocken, die grosse freiheit halt, während du eigentlich bloss noch müde bist - das traut man sich in dem alter allerding nicht zu sagen. und hausaufgaben erledigen sich echt nicht toll zwischen morgends um 3 und 4 (ich weiss von was ich rede…)

selbstdisziplin ist es, aufstehen, in die schule gehen, an alles selbst denken, liebeskummer alleine unter der bettdecke ausplärren, falsche freunde von richtigen zu trennen, weil die deine sturmfreie bude ja sooo geil finden. manchmal in der nacht angst wegen irgendeinem komischen geräusch und keiner ist da… jeden heller umdrehen und nicht alles gleich zwischen dem 1. und dem 10. des monats verbraten und dann den rest des monats von pasta leben, gelle

steckst du bestimmet alles weg (das ist der vorteil der jugend), kein thema. heute allerding, viel später denke ich, ich bin viel zu früh weg (und mein manchmal etwas harter caracter stammt bestimmt aus dieser zeit) -> i learnt it the tough way

wäg alles noch mal ab, der stress zuhause oder der stress allein. meine eltern waren da echt hart : ok, geh wenn du willst, aber bitte mit ALLEN konsequenzen… finanzieller rahmen wie deiner, es geht. ich wurde meister im kochen mit der kaffeemaschine *grins*, klamotten second-hand, meine habe passte damals in 2 grosse koffer und so bin ich nomandenmässig die ersten paar jahre immer mal wieder umgezogen.

vielleicht wäre auch eine wg, oder studentenwohnheim (ich fühlte mich da auch sehr wohl) oder so eine überlegung wert.

ich wollte meine erfahrung diesbezüglich nicht missen. aber es war alles andere als einfach (und das hätte ich natürlich NIIIEEEE gebeichtet damals, heute kann ich darüber lachen). und, manchmal denke ich, ich hab doch was verpasst zuhause. wärme, vertrauen, mal fallen lassen können und so, na du weisst schon.

es lässt sich nicht zurückspulen, heute ist es so.

soviel zu meinen, ganz persönlichen erfahrungen. vielleicht können sie dir neue denkanstösse geben, die entscheidung musst du selbst treffen und am besten nachdem du dir alles positive und negative gut überlegt hast. aber das wirst du, da bin ich mir sicher.

das wünsche ich dir.

grüssli, fred

Hallo

Die Probleme hat man aber doch eigentlich genauso, wenn man später auszieht. Ich finde es umso besser, je früher man lernt, damit umzugehen. Das lernt man ja nicht von alleine mit höherem Lebensalter, sondern ausschließlich durch Erfahrung. Und am besten lernt man es, wenn man hochmotiviert ist.

Wenn man vielleicht in der ersten Begeisterung zurücksteckt und den Auszug auf spätere Jahre verschiebt, und dann - mittlerweile bequem geworden - auszieht, weil die Eltern einen schließlich freiwillig gehen lassen, dann ist das eigentlich viel schwerer.

vielleicht
können sie dir neue denkanstösse geben, die entscheidung musst
du selbst treffen und am besten nachdem du dir alles positive
und negative gut überlegt hast. aber das wirst du, da bin ich
mir sicher.

das wünsche ich dir.

Dem schließe ich mich an.

Viele Grüße
Th.

Hallo,

evtl. kannst du auch noch BaföG beantragen, das geht auch für Schüler :und Auszubildende

Also Bafög gibt es bei Schülern nur dann, wenn die Schule unzumutbar weit weg ist oder wenn der Schüler selbst schon Kinder hat oder verheiratet ist. Ansonsten gibt es Bafög bei manchen schulischen Ausbildungen und bei Studiengängen. Davon reden wir aber noch nicht.

Gruß
Tato

Hallo!
Hallo Tamina!
Nein, natürlich habe ich noch keinen Vertrag unterschrieben.
Ich habe die Wohnung noch nicht einmal gesehen. Diesbezüglich
gibt es noch keine Vereinbarungen.

Dann hast Du ja noch nichts gemacht, dass sich nicht rückgängig machen ließe.

Wohnungsausstattung ist

kein Problem. Möbel habe ich, Küchenutensilien dürften auch
genügend da sein.

Das hört sich doch schon gut an :smile:

Ich habe nur das Gefühl, dass dieser Stress daheim

langsam meine Psyche zerstört. Aber es ist ja nur noch ein
Jahr…

Und genau das ist der Punkt. Du leidest unter Deiner Situation zu Hause. Und da kann ein Jahr kann verdammt lang werden!

Ich schäme mich so dafür, dass ich so viele Menschen damit
belästige, aber ich möchte mir so viele Meinungen wie möglich
anhören.

Warum denn schämen? Du belästigst doch niemanden! Hey! Dazu sind solche Foren doch da! :smile:
Das ist doch gerade das gute, dass Du die Meinung von aussenstehenden, unvoreingenommenen Menschen einholen kannst.

Dabei war mein Vorsatz es keinen wissen zu lassen.

Ich komme mir vor, als würde ich meine Eltern verraten, sie
wissen ja immernoch nichts davon.
Wenn ich daran denke auszuziehen, dann fühle ich mich wie ein
Monster…Ich will meiner Mutter nicht damit weh tun. Aber
vielleicht würde es ihr ohne mich besser gehen, weil es dann
keine Spannungen mehr zwischen mir und meinem Stiefvater mehr
gibt.

Vor ziemlich genau 20 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation. Glaube mir, ich kenne sehr gut das Gefühl, dass man sich den Eltern gegenüber gemein vorkommt, wenn man ausziehen möchte! Aber ich denke, in gewissen Situationen steht man vor der Wahl sich selbst weh zu tun oder seinen Mitmenschen.

Habe ich das Recht, das zu tun???

Du hast absolut das Recht, das zu tun! DU leidest unter der derzeitigen Situation. Das ist Grund genug, von zu Hause auszuziehen. Sehr oft entspannt sich auch das Verhältnis, wenn man auf Distanz geht. Erkläre Deiner Mutter, wie Du Dich fühlst und sag’ ihr, dass Du sie durch Deinen Auszug nicht verletzen möchtest, aber dass Du die derzeitige Situation nicht mehr ertragen kannst. Ich bin sicher, dass sie Dich verstehen wird.

Ich bin einfach total verwirrt…

Ich kann Dich soooo gut vestehen! Ging mir damals nicht anders. Aber letztlich ist es Dein Leben und Du hast ein Recht darauf glücklich zu sein! Abgesehen davon ist der Auszug von zu Hause auch wichtig, um erwachsen, unabhängig und selbständig zu werden. Ich habe mich damals auch gefragt, ob das Geld reichen würde etc. Klar, man muss Probleme bewältigen, die das Alleine-Wohnen mit sich bringt, aber man bewältigt sie und das gibt einem auch wiederum größeres Selbstbewusstsein. Ich muss wirklich sagen, dass ich es nie bereut habe ausgezogen zu sein.
T.

Du packst das schon!
Liebe Grüße
Stoff-Ede

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Hallo Tamina,

hast du auch an zusätzliche Kosten gedacht z.B.:

Haftpflichtversicherung
Telefongebühren
Nebenkostenabrechnung
GEZ
Kabelgebühren

Krankenversicherung - Bedenke, dass du noch über deine Eltern Familienversichert bist. Kann es da zu Reibereien kommen?

Viele Grüße

Phoebe

500,00 E pro Monat - 235,00 € Miete = 265,00 €

Klingt erst mal recht viel für den Anfang.
Dazu kommt noch Stromverbrauch (ich schätze ca. 15,00 - 20,00 €), Wasserverbrauch, Nebenkosten für die Wohnung, Telefon (müßtest Du wissen wieviel das macht), GEZ (Betrag findest Du im Internet), Kabelfernsehen (falls Du gucken möchtest), Öffentliche Verkehrsmittel, persönliche Bedürfnisse und was Du so zum Leben brauchst.

Das alles in der Situation wo die Alimente nicht regelmäßig kommen und das Taschengeld der Großeltern nicht sicher ist. Deinen Vermieter wird das nicht sonderlich interessieren. Zuschuß in Form von Wohngeld bekommst Du nach den neuen Regelungen ja auch nicht mehr.
Ich finde, such Dir erst mal nen Nebenjob. Mit der regelmäßigen Einnahme kannst Du dann noch mal neu rechnen.
Noch besser, Du beendest erst mal schnell Deine Schule und suchst Dir eine Lehrstelle / Studienplatz in einer anderen Stadt. Dann hast Du Anspruch auf Mietzuschuss und im Falle einer Lehre auch ein geregeltes Einkommen. Alles andere ist verdammt schnell aus der Hüfte geschossen.
Was nicht heißen soll, dass ich es nicht nachvollziehen kann.

Gruß D.

Nochmal hallo Tamina,

Nein, natürlich habe ich noch keinen Vertrag unterschrieben.

das ist schonmal gut :wink: Dann warte damit vielleicht noch ein wenig ab *fg*

Wohnungsausstattung ist
kein Problem. Möbel habe ich, Küchenutensilien dürften auch
genügend da sein.

Okay, auch das klingt gut. Wobei Du bestimmt noch staunen wirst, was man so alles braucht bzw. wo man dann improvisieren muss :wink: Aber das ist kein Problem…

Mit meinen Großeltern zuerst zu reden ist glaube ich keine
gute Idee.

Okay, das musst Du einschätzen. Mal blöd gefragt: gibt es noch ältere (Stief)geschwister? Oder bist Du die einzige? Falls es grössere Geschwister gibt, könnten die eventuell bei der Überzeugungsarbeit hilfreich sein *fg*

Ich weiß ja nicht ob das eine so gute Idee ist, vorher mit
meinen Eltern zu reden…Wenn das mit der Wohnung nicht klappt
oder ich erst nächsten Monat einziehen kann, wird das Leben zu
Hause ein Höllentrip.

Auch das kannst nur Du einschätzen. Hättest Du denn jemanden, wo Du notfalls unterkommen könntest? Nur so für alle Fälle?

Ich verstehe mich mit meiner Mutter so super

hier ist glaube ich der Ansatzpunkt. Such Dir einen ruhigen Moment, wo Ihr „von Frau zu Frau“ reden könnt. Bei uns war das immer beim Bügeln/Wäsche zusammenlegen. Wichtig ist, dass Dein Stiefvater in der Zeit definitiv nicht stören kommt - und auch sonst keine Familienmitglieder. Und dann redest Du mit ihr. Ganz offen, so wie Du’s hier auch sagst: dass Du sie einerseits sehr lieb hast und ihr auf keinen Fall wehtun möchtest, dass Du aber andererseits eben auch Angst hast, auf Dauer kaputtzugehen. Vielleicht hast Du für letzteres auch Beispiele? Bitte sie vielleicht auch gleich zu Anfang, dass sie erstmal mit Deinem Stiefvater nicht über dieses Gespräch redet. Und dann sag ihr, wie Du Dir die ganze Sache vorstellst, was Du Dir wünscht, was Du anbietest.

Wenn Du Sorgen hast, dass das Gespräch in Tränenfluten oder Wutausbrüchen endet wäre es auch eine Überlegung wert, ihr erstmal einen Brief zu schreiben. Wenn sie den bekommen, gelesen und verdaut hat (also so 2-3 Tage später) solltest Ihr aber auf jeden Fall nochmal drüber reden.

Und von wegen „Verrat“: ich finde es echt gut, wie Du mit dieser Sache umgehst. Wir hier lesen das nur weil wir das wollen. Und wenn wir Dir antworten dann nur, weil uns damals Leute in ganz ähnlichen Situationen in ähnlicher Art und Weise geholfen haben.

Achja, wegen der finanziellen Sache: vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn Du Dir so schnell wie möglich einen Job suchen würdest. Dann siehst Du zum einen mal, ob Du was passendes findest (ist ja heutzutage auch nimmer so einfach) und zum anderen schaffst Du ein weiteres finanzielles Polster, falls mal Zahlungen von Deinem Vater ausfallen oder so.

*wink*

Petzi

Vielen Dank!
Halli Hallo!

Ich wollte an dieser Stelle noch einmal Danke sagen für die vielen Erfahrungsberichte, Eindrücke und Tips. Hat mir echt geholfen, das Brainstorming hätte ich alleine nie hinbekommen. Ich habe mir die Wohnung angeschaut, kann am 15.10. einziehen und muss mich bis dahin entschieden haben. Die Vermieter sind sehr sehr nett und verständnisvoll.

Danke!!!

T.

Hallo Tamina,

ich habe mir jetzt so gut es in der kurzen Zeit ging Deine Postings durchgelesen…

Deine sanfte Schreibweise, die Schilderung Deiner Probleme und vor allem das hier:

…Ich will meiner Mutter nicht damit weh tun. Aber vielleicht würde es ihr ohne mich besser gehen, weil es dann keine Spannungen mehr zwischen mir und meinem Stiefvater mehr gibt.
Habe ich das Recht, das zu tun???

Haben mir die Nackenhaare aufgestellt…

Kann es sein, dass Du denkst, dass Du schuld bist an der jetzigen Situation?
Kann es sein, dass Du glaubst, Du bist der Grund, dass es Deiner Mutter schlecht geht?
Kann es sein, dass Du glaubst, dass es ihr besser ginge, wenn Du nicht mehr da wärst?

Hast Du schonmal überlegt, Dich zunächst mal einer Beratungsstelle anzuvertrauen?
Ich kann mich an eine Freundin erinnern, die als sich ihre Eltern scheiden liessen, massive Probleme mit beiden bekam. Sie hat daraufhin freiwillig 2 Jahre in einer Pflegefamilie gewohnt, die ihr den dringend benötigten Rückhalt gegeben haben.

Vielleicht wäre für die nächsten 2 Jahre auch bei Dir so eine Art betreutes Wohnen eine Alternative…zumindest so lange, bis Du selbst ein bißchen zu Dir gefunden hast. Ein wenig Rückendeckung würde Dir sicher auch ein ganzes Stück weiter helfen. Du klingst nämlich wirklich unsicher und verwirrt.

Ich glaube auch ehrlichgesagt nicht, dass das Geld das Du zur Verfügung hast ausreicht um komplett auf eigenen Füßen zu stehen. Wenn Du noch ein Auto wegen der weiten Strecke zur Schule unterhalten mußt, dann ist ganz schnell Ebbe in der Kasse.

Vielleicht informierst Du Dich auch mal bei den div. Institutionen die Jugendlichen in solchen Situationen behilflich sind?
Beratungsstelle für Jugendliche/Eltern, Jugend und Familienhilfe
oder über diese Stelle:
http://www.internationaler-bund.de/ib/index.jsp?cont…
Eventuell auch über den ASB (Arbeiter samariter Bund)
Jenachdem was bei Euch in der Stadt vertreten und zuständig ist.

Noch eine Alternative wäre vielleicht eine WG in die Du dazuziehen könntest…

Aber wenn Du möchtest, frage ich mal diese Freundin, wie sie das damals geregelt hatte.

Gruß
Maja

Hallo Tamina

Ich habe mir die Wohnung angeschaut, kann am 15.10. einziehen
und muss mich bis dahin entschieden haben.

Kann man erfahren, wie du dich entschieden hast?

Viele Grüße
Th.