Guten Tag,
ich bin auf der Suche nach sehr spezieller Literatur im Bereich der Methodik/Erstellung von Tests, Prüfungen, Examen! Mir geht es daher um Hilfe und Tipps wie ich genau spezifische Literatur zu diesem Thema finden kann:
Es geht im groben darum eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen, in der ich den Prozess der Erstellung eines internen Examens für Mitarbeiter beschreibe.
D.h. ich prüfe hauptsächlich die Vor- und Nachteile von offenen Fragen, die Wissenüberprüfung durch Multiple Choice Verfahren (in bezug auf aktives/passives Wissen)–> Reproduktion etc., eventuell Lerntechniken (für Mutiple Choice wird anders gelernt, anderes Wissen gebraucht als für offene Fragestellungen.
Es geht hierbei nicht um einen Accessment Center und nicht um eine Personalbeurteilungmaßnahme.
Dieses interne Examen geht einer Handlungsvollmacht voraus und dient als Test/Überprüfung der Mitarbeiter auf rechtlichen Bestimmungen bei Vertragsabschluss.
Bei meiner Literatursuche in der Bib konnte ich noch nichts passendes zur Erstellung von Wissenabfragen finden. Vielleicht brauche ich einen Anstoss zu den richtigen Keywords!
Ich hoffe ihr könnt mir Rat geben, wie die Suche zu optimieren ist!
Danke und Gruss
Es geht im groben darum eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen, in der ich den Prozess der Erstellung eines internen Examens für Mitarbeiter beschreibe.
Ich weiss nicht, ob Dir das weiterhilft, aber da ich selbst in mehreren Fällen bei der Standardisierung dieses Prozesses beteiligt war, hier sind so ein paar Dinge, auf die Du achten musst, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
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Abgeschlossenheit des Prüfgebiets
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Hinreichende Abdeckung des Prüfstoffs mit den Prüffragen (Vermeidung von „non sequitur“)
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Eindeutigkeit der Fragestellung
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Eindeutigkeit der Antworten
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Zuordnungs-Relation von Frage und Antworten
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Bei Multiple-Choice: Wahl des Antwortverfahrens (Single Answer /Any-or-all)
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Orthogonalität der Fragen (d.h. mit möglichst wenig Fragen möglichst viel Wissen prüfen)
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Metrische Quantifizierbarkeit der Resultate
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Neutrales Bewertungsverfahren, d.h. die erreichte Note ist weder von der Person des Bewerters oder Bewerteten, sondern nur von den gegebenen Antworten abhängig
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Varianzfreie Korrelation von Antworten zu Wissen, insbesondere:
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Bepunktungs-Skala in Bezug auf: was ist „gut“, wo ist das „Soll“, wo ist „durchgefallen“?
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Plausibilitätsprüfung in der Praxis, d.h.:
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Vermeidung von falschen Negativa - Erreicht eine Person, die als „Experte“ eingestuft wird, eine der Qualifikation angemessene Punktezahl?
Vermeidung von falschen Positiva - Erreicht eine Person, die als „Laie“ eingestuft wird, eine entsprechende Punktezahl?
Dann natürlich noch die Frage, ob es um den gesamten Trainingsprozess von Vorauswahl bis zur Zertifizierung, oder nur einen Teilaspekt geht…
Bücher habe ich selbst nicht in der Hand, da musst Du jemand Anderes fragen.
Gruss,
Michael