Einige erinnern sich vielleicht noch an mich - ich fragte ob ich (bald Beamtin, hochschwanger, verheiratet) mich gesetzlich über meinen Mann oder lieber privat versichern soll. Inzwischen ist die Lage für mich ziemlich klar: Ich werde mich wohl wieder privat versichern - in der Familienversicherung bei der GKV kann ich nämlich als Beamtin sowieso nicht bleiben, weil Beamte sich grundsätlich freiwillig versichern müssen.
So, nun eine neue Frage: Was mache ich mit meinem (noch ungeborenen) Kind? Es gibt zwei Möglichkeiten:
Das Kind wird über meinen Mann, der ja weiterhin in der GKV bleibt, kostenlos familienversichert. Das ist möglich solange mein Einkommen unter 3900 Euro liegt - was der Fall ist.
Das Kind wird zu 20 % privat versichert, was einen zusätzlichen Beitrag von ca. 30 Euro im Monat kosten würde.
Jetzt meine Fragen: Sollen wir die kostenlose GKV-Lösung fahren, oder unterscheiden sich die Leistungen von der der PKV so gravierend, dass es sich lohnt das Kind privat zu versichern? Könnte das Kind später noch wechseln?
Hat jemand vielleicht Erfahrung wie andere Beamtenmütter das machen?
Schon mal Danke für die Antwort. Nordlicht, warum wäre die GKV denn nicht in Frage gekommen? Was waren für Euch die schlagenden Argumente Eure Kinder privat zu versichern?
Vielleicht kannst Du mir ja noch eine Frage beantworten: Ich werde mich ja nun vorraussichtlich privat versichern (ca. 200 Euro im Monat). Der Betrag ist ja auch kein Problem, solange ich verdiene (bei mir in den Wochen des Mutterschutzes). Danach jedoch in der Erziehungszeit habe ich kein eigenes Einkommen mehr. Wovon soll ich denn dann diesen Betrag bezahlen? Man kann doch nicht einfach davon ausgehen, dass mein Mann das übernimmt? Wie machen andere das im Erziehungsurlaub??
die Frage würde ich mir auch stellen, wenn ich ein Kind erwarten würde.
Ich bin selbst Beamtin (berufstätig und bearbeite Beihilfen für Beamte und Angestellte), privat versichert, mein Mann gesetzlich.
Meine beiden Kinder sind pflichtversichert (weil wir alle (!) damals vor etwa 8 Jahren in die gesetzliche Kasse X wechseln konnten. Ob es ein Versehen war, weiß ich bis heute nicht genau. Zumindest gab es dann plötzlich eine Hilfe des LBV zum Krankenkassenbeitrages bei Privatversicherten im Erziehungsurlaub.
Zu den Kindern… welche die bessere Lösung ist kann ich nicht mal mir selber genau ausrechnen… es kommt darauf an… !
In der Pflichtversicherung sind die relativ gesunden Kinder meiner Meinung nach gut versorgt. Nicht sooo gut ist scheinbar die Versorgung bei Kindern mit Problemen (in der Entwicklung, Behinderungen etc.). Hier ist zumindest die Beihilfe unkomplizierter. Die Kinder sind in der GKV beitragsfrei mitversichert. Bei grundsätzlicher Nichterstattung der GKV springt in der Regel (trotzdem) die Beihilfe zu 80 % ein, wenn die Behandlung wissenschaftlich anerkannt ist, da die diese Kinder nicht schlechter gestellt sein sollen.
Mein persönliches Fazit: Geht es dem Kind relativ gut (keine schwerwiegenden Erkrankungen, Entwicklung relativ normal) ist die gesetzliche Krankenkasse z.Zt. die gute und günstige Wahl (da fast alles von der GKV für Kinder bezahlt wird und die Beihilfe evt. noch „zur Not“ mit 80% einspringt).
Bekämme das Kind allerdings Probleme in der Entwicklung, (Physiotherapie, Psychotherapie, Behinderungen) so wäre die private Versicherung vielleicht die bessere Wahl.
Wenn ich jetzt ein Kind bekommen würde, würde ich (pers.) erst mal privat versichern und das erste Entwicklungsjahr abwarten… erst mal gesetzlich versichert und dann ernsthaft krank geworden kommt man in die Private nur noch schwer oder gar nicht mehr hinein!
Danach jedoch in der Erziehungszeit habe ich kein eigenes
Einkommen mehr. Wovon soll ich denn dann diesen Betrag
bezahlen? Man kann doch nicht einfach davon ausgehen, dass
mein Mann das übernimmt? Wie machen andere das im
Erziehungsurlaub??
Hi,
in Bayern werden die Beiträge teilweise vom Dienstherrn übernommen, ruf doch mal bei deiner Beihilfestelle an, die wissen darüber am besten Bescheid.
Im übrigen würde ich meine Kinder auch nur Privat versichern, spätestens wenn eine Zahnspange nötig wird, und man als gesetzlicher die Behandlung zunächst selbst zahlen muss, wird´s teuer…
Vielen Dank für diese Antwort! Das hat mir weitergeholfen. Wir werden jetzt wohl das Kind privat versichern - zumal es durch die Beihilfe ja nicht soo teuer ist. Das mit dem Zuschuss im Erziehungsurlaub stimmt. Werde ich auch beantragen.
So blicken wir hier langsam wieder durch. Ich denke ich könnte mich jetzt hier fast als Expertin für Krankenversicherung bei Beamtninnen im Mutterschutz/Erziehungsurlaub ausgeben!