Erstes Kind und nun? :-)

Hallo Experten…,

Wch haben da mal gleich ein paar Fragen.
Im Juni werden wir zu ersten mal Vater bzw.Mutter und wir sind uns nicht sicher ob:
Es für neugeborene eine besondere Wickeltechnik gibt ( Spreizwindeln).
Wir haben gehört das neugeborene Säuglinge mit besonderen Windeln gewickelt werden müssen das die Beine eben…gespreizt werden!?
Dann ist es wahr das man Säglinge nicht auf den Rücken schlafen lassen darf? wenn nicht, warum eigentlich?
Ist es besser die Muttermilch mittels Pumpe abzusaugen? wenn die Mutter sehr empfindlich an der Brust ist!
Oder sollte man dann das Stillen besser ganz lassen und gleich mit Flaschennahrung beginnen?
vielen Dank für die Antwort-Mails
Steffi und Ralf

Hallo Steffi und Ralf,

ersteinmal Glückwunsch. Zu Euren Fragen:

Es für neugeborene eine besondere
Wickeltechnik gibt ( Spreizwindeln).
Wir haben gehört das neugeborene
Säuglinge mit besonderen Windeln
gewickelt werden müssen das die Beine
eben…gespreizt werden!?

Ob der kleine Wurm eine Spreizhose braucht oder nur breit gewickelt werden muß und auch wie lange sagt man Euch im Krankenhaus. Dies ist kein Makel. Wir mußten ein Kind 4 Wochen breit wickeln und dem anderen die Füße massieren, daß es die Zehen streckte.

Dann ist es wahr das man Säglinge nicht
auf den Rücken schlafen lassen darf? wenn
nicht, warum eigentlich?

Bei der Rückenlage kann die Gefahr des Verschluckens bestehen. Uns wurde immmer die Seitenlage empfohlen (mit Seitenwechsel); das Kind wurde dabei mit einem zusammengerollten Mulltuch gestützt.

Ist es besser die Muttermilch mittels
Pumpe abzusaugen? wenn die Mutter sehr
empfindlich an der Brust ist!
Oder sollte man dann das Stillen besser
ganz lassen und gleich mit
Flaschennahrung beginnen?

Jeder sagt immer, daß Stillen das Beste für das Kind ist…aber immer alle 3-4 Stunden (logischerwiese auch nachts) aufzustehen zehrt an der Substanz. Wir haben immer gemeint, daß Stillfrauen im Krankenhaus bevorzugt wurden; mit den Flaschenfrauen ging man etwas ruppiger um und die Abstilltabletten zahlt nicht die Kasse. Gegen die Entzündungen gibt es Stillhütchen (es gibt verschiedene Modelle), die sind nicht schlecht. Abpumpen geht auch und dann Lagerung im Kühlschrank, Milchpumpen kann man in der Apotheke ausleihen.

Ansonsten, genießt die ruhige Zeit und laßt Euch nicht verrückt machen (zum Thema Kinder kann jeder seinen Senf dazugeben, weil jeder irgendjemanden kennt, der schon mal Kinder hatte).

Grüße

Thomas

Beim nächsten wird alles anders … ;o))))
Hi ihr drei :o)

Erst mal keine Sorgen, ihr werdet alles noch gesagt kriegen, und wenn nicht dann sind ja wir hier 24 Stunden am Tag erreichbar °grins°

Es für Neugeborene eine besondere
Wickeltechnik gibt (Spreizwindeln).

Nach der Geburt wird der Wurm untersucht ob die Hüftgelenge schon richtig ausgebildet sind, wenn nicht, dann bekommt es (das Baby) entweder ein Spreizhöschen mit Kunststoffeinlage über die Windel oder (wenn´s nur ein bißchen braucht) eine Art Stoffbahn, die man über die Windel schnürt. Damit werden die Beine ein bißchen auseinandergehalten („gespreizt“) damit sich die Hüftgelenkspfannen richtig nachbilden können.

Dann ist es wahr das man Säuglinge nicht
auf den Rücken schlafen lassen darf? wenn
nicht, warum eigentlich?

Sie könnten im Schlaf brechen und dann am Erbrochenen ersticken, da sie den Kopf noch nicht so drehen können, daß die Speibe abrinnt. Wenn sie auf der Seite oder am Bauch liegen kann das Erbrochene von selbst abrinnen. Aber macht euch keinen Streß draus, manche Babys wollen unbedingt am Rücken einschlafen … na gut, dreht sie halt auf die Seite wenn sie mal schlafen.

Ist es besser die Muttermilch mittels
Pumpe abzusaugen? wenn die Mutter sehr
empfindlich an der Brust ist!
Oder sollte man dann das Stillen besser
ganz lassen und gleich mit
Flaschennahrung beginnen?

Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn du stillst bekommt das Baby auch Abwehrstoffe, die dein Organismus produziert. Wenn du ihm Fläschchen gibst mußt nicht immer nur du aufstehen, auch der Vater kann füttern (speziell nachts, im 3-4 Stunden-Takt).

Unsere drei (Zwilinge mit viereinhalb und eines mit 20 Monaten) bekamen von Anfang an Fläschchen und waren auch nicht mehr oder weniger krank als die Stillkinder aus unserem Bekanntenkreis.

Bloß keinen Streß, ihr könnt eigentlich nix falsch machen ;o))

°wink°

Tiger

vielen Dank für die schnelle Antwort
Hallo

vielen Dank für die schnelle Antwort
Steffi und Ralf

Re: erstes Kind und nun? :smile:

Hallo Experten…,

Hallo zukünftige Expertin! :smile:

Wch haben da mal gleich ein paar Fragen.
Im Juni werden wir zu ersten mal Vater
bzw. Mutter

Gratuliere!

und wir sind uns nicht sicher ob:
Es für neugeborene eine besondere
Wickeltechnik gibt ( Spreizwindeln).
Wir haben gehört das neugeborene
Säuglinge mit besonderen Windeln
gewickelt werden müssen das die Beine
eben…gespreizt werden!?

Da die Hüftgelenkspfanne noch ziemlich weich ist, ist es für alle Babies besser, wenn sie breit gewickelt werden (prophylaktisch).
Aber es gibt auch viele Babies, die nicht breit gewickelt wurden und doch keine Hüftprobleme bekommen haben.
Da musst Du nun selbst entscheiden.

Dann ist es wahr das man Säglinge nicht
auf den Rücken schlafen lassen darf? wenn
nicht, warum eigentlich?

Wenn ich mich recht entsinne, lagen die Babies, die den plötzlichen Säuglingstod starben, alle auf dem Rücken.
Deshalb wurde empfohlen, andere Positionen zu wählen. Ich denke, am besten ist es, wenn es mal so, mal anders liegt.
Nach den Mahlzeiten sollte das Baby weder auf dem Rücken liegen (wegen Erbrochenem, wie Tiger schon sagte) noch auf dem Bauch (der Magen wird zusammengedrückt und arbeitet dann nur mühsam).

Ist es besser die Muttermilch mittels
Pumpe abzusaugen?

Die Pumpe schont die Brust nicht sehr!!!
Ganz im Gegenteil, das Abpumpen kann mit der Zeit sehr schmerzhaft werden.

wenn die Mutter sehr
empfindlich an der Brust ist!

Dagegen kannst Du was machen!
Du hast noch einen Monat Zeit (wenn sich Euer Schatz auch daran hält! *g*), das reicht, um die Brust abzuhärten.
Halte zweimal täglich die Brust unter fließendens kaltes Wasser. Anfangs tut das scheußlich weh, nach vier Wochen spürst Du gar nix mehr. Eine oder zwei Minuten genügen. Und wenn dann Dein Kleines so richtig fest „zuschnappt“, wirst Du kein Problem haben.

Oder sollte man dann das Stillen besser
ganz lassen und gleich mit
Flaschennahrung beginnen?

Außer der Abwehrstoffe, die in der Flaschennahrung fehlen, bietet das Stillen noch mehr Vorteile, schau doch mal hier rein:
http://www.lalecheliga.de/

Alles Liebe und Gute für Euch und Euer Baby!

Sunny

herzlichen glückwunsch

ich habe noch einen tip zum stillen, sollten wirklich probleme auftreten mir haben spezielle *auffangschalen* geholfen. dadurch bekam ich keinen milchstau und das stillen war sehr angenehm. die darin gesammelte milch habe ich für bäder für einen wunden po oder auch zum trinken eingefroren. hat super geklappt.hält sich bis zu 4 monaten. :smile: wünsche euch viel glück weiterhin und
p.s. bin heute noch am stillen mein sohn ist 8 monate

:wink: kasi

Ist es besser die Muttermilch mittels
Pumpe abzusaugen? wenn die Mutter sehr
empfindlich an der Brust ist!

Das Abpumpen ist sicher nicht angenehmer als das Stillen, eher im Gegenteil!

Oder sollte man dann das Stillen besser
ganz lassen und gleich mit
Flaschennahrung beginnen?

Ist sicher eine Glaubensfrage. Wir (meine Frau und ich) gehören zur Stillfraktion. Unsere Wurden 6 Monate voll gestillt und dann ca. 3 Monate abgestillt. Meine Frau würde es nicht anders machen, wenn wir denn noch ein drittes Kind kriegen sollten, obwohl das Stillen beim zweiten anfangs überhaupt nicht geklappt hat. Wenn es Probleme gibt, kann die Hebamme, die die Nachbetreuung übernimmt (darauf hast Du 10 Tage nach der Geburt ein Anrecht und die Kasse zahlt, mit Begründung noch länger!) sicher helfen. Bei uns und im Bekanntenkreis war es jedenfalls so. Uns wenns nicht sofort klappt, nicht aufgeben. Nichts ist für ein Kind (und für die Mutter!!!) schöner als Stillen. Außerdem gibts nichts praktischeres. Kein Fläschchen mitschleppen (wo zum Teufel kann ich das denn jetzt warmmachen?!), das Kind bestimmt selber, wieviel es trinken will, alles hygienisch sauber, es kriegt genau das was es braucht (schließlich ist das System seit einiger Zeit erprobt) etc. Für uns gab es keinen ernstzunehmenden Grund, nicht zu stillen.
Was die Aufgabenteilung angeht. Wenn es nachts mal nicht ums Stillen ging, war ich dran.
Gandalf

Hi Ihr beiden -

herzlichen Glückwunsch und viel Freude!

Ihr solltest unbedingt in einen Geburtsvorbereitungskurs gehen - sowas wird z.B. von Hebammen angeboten, die selbständig neben ihrer Arbeit im Krankenhaus eine Hebammenpraxis haben.
Dort lernt man viele Leute kennen, die in der selben Situation sind und ähnliche Fragen haben, und ausserdem können einem die Hebammen auch eine Menge Unsicherheit nehmen.

Viel Erfolg!

Hallo Steffi,

was das Stillen betrifft, spricht Gandalf mir aus dem Herzen!

(Beim ersten Kind klappte leider das Stillen nicht - Vollnarkose, Anlegen erst am 3. Tag, wunde Brustwarzen und die ätzende elektr. Milchpumpe!)

Während der 2. Schwangerschaft besuchte ich hier in der Nähe bei „Pro familia“ einmal eine regelmäßig wöchentlich zusammentreffende Stillgruppe. Hier habe ich mehr gelernt, als vorher im Krankenhaus oder im Säuglingspflegekurs.

Es wurde z. B. darauf hingewiesen, dass man schon Wochen vor der Entbindung die Brustwarzen abhärtet!!!
Durch das Tragen vom BH sind die Warzen überempfindlich. Man soll Luft dranlassen, evt. auf dem Balkon auf der Liege (oder so…) etwas Licht und Luft dranlassen, mit dem Frottetuch mehrmals am Tag abrubbeln. Es hieß sogar, möglichst keinen BH tragen, bzw. Löcher hineinschneiden, damit die Warzen Luft bekommen und nicht „verweichlichen“.
Das hat dann auch wirklich funktioniert.

Unser erstes (leider Flaschenkind) Kind war ein sogenanntes Schreikind, d.h., er hat nachts gleich VOLL gebrüllt, wenn er Hunger hatte, die 10 Min., die das Fläschchen zum Warmwerden brauchte, waren mein Mann und ich also total im Stress. Nach der Flasche schlief dadurch auch keiner mehr so richtig. Unser Kind beruhigte sich nur sehr schwer.

Beim Stillen hingegen wird das Hormon Ocitoxin freigesetzt. Das sorgt bei der Mutter und über die Milch beim Baby, sofort für einen gesunden Schlaf (ohne tags deshalb müde zu sein, im Gegenteil.) Mein Mann hat von nächtlichen Fütterungen gar nichts mehr mitbekommen, und die Milch war immer sofort verfügbar. Es entstand dadurch nie Stress, sondern ein unglaubliches Gefühl der Harmonie - außerdem hat man auch immer eine Hand frei, z. B. zum Streicheln für das Baby oder das Geschwisterkind.

Ich würde nie freiwillig aufs Stillen verzichten - auch wenn sich alles in den ersten 4 Wochen erst einspielen muss. Aber dann ist es ein Segen!
Ich war keine Fanatikerin, ich habe nur beide Seiten kennengelernt. -
Aber - Vorbereitung - ist (fast) alles!

Alle Liebe, Renate

Dann ist es wahr das man Säglinge nicht
auf den Rücken schlafen lassen darf? wenn
nicht, warum eigentlich?

Dazu wurde ja auch schon einiges gesagt. Aber man soll Säuglinge auch auf keinen Fall auf dem Bauch schlafen lassen! Das begünstigt den sogenannten „plötzlichen Kindstod“. Seitenlage ist am besten, und den Rücken mit zusammengerollten Tüchern o.ä. abstützen, damit es auf der Seite liegenbleibt. Sobald es sich selbst drehen kann, darf es auch die Lage selbst bestimmen!

Ist es besser die Muttermilch mittels
Pumpe abzusaugen? wenn die Mutter sehr
empfindlich an der Brust ist!
Oder sollte man dann das Stillen besser
ganz lassen und gleich mit
Flaschennahrung beginnen?

Stillen ist auf jeden Fall das Beste fürs Baby. Stillhütchen solltest du nur im äußersten Notfall benutzen, da das Baby sich daran gewöhnt und unter Umständen nicht mehr „ohne“ trinken will, aber auf Dauer geht das nicht. Ich spreche aus Erfahrung. Es war ein furchtbarer Kampf bei mir und meinem Sohn. Ich hab anfangs auch Probleme mit dem Stillen gehabt, hab mich aber durchgekämpft. Aber abpumpen kenne ich auch, und ich kann dir sagen, stillen ist angenehmer!!!
Such dir am besten eine Stillgruppe oder eine gute Hebamme, die Ahnung vom Stillen hat. Es gibt auch ein gutes Buch, „Das Stillbuch“ von Hanna Lothrop.

Alles Gute für Euch!
Delia

Hallo alle,
vielen Dank nochmal für die schnellen hilfreichen Antworten.
Steffi und Ralf

Ein bischen Senf möchte ich hier auch noch dazugeben.

Stillen ist auf jeden Fall das Beste fürs
Baby.

Hab ich weiter unten auch schon gesagt. Hier noch mal eine Bekräftigung

Stillhütchen solltest du nur im
äußersten Notfall benutzen, da das Baby
sich daran gewöhnt und unter Umständen
nicht mehr „ohne“ trinken will,

Das war bei unserem zweiten so. Anfangs wollte er die Brust nicht, dann nur mit Stillhütchen. Meine Frau hat ihn in winzig kleinen Schritten davon überzeugen können, daß die „nackte“ Brust doch das Beste ist. Es hat insgesamt ca. 3 Wochen gedauert und viele Nerven gekostet. Es hat aber endlich geklappt und er ist sechs Monate voll gestillt worden.

aber auf
Dauer geht das nicht. Ich spreche aus
Erfahrung. Es war ein furchtbarer Kampf
bei mir und meinem Sohn. Ich hab anfangs
auch Probleme mit dem Stillen gehabt, hab
mich aber durchgekämpft.

Siehe oben.

Aber abpumpen
kenne ich auch, und ich kann dir sagen,
stillen ist angenehmer!!!

Dem muß ich mich anschließen. Hab zwar keine direkte persönliche Erfahrung, aber habs bei meiner Frau miterlebt.

Such dir am besten eine Stillgruppe oder
eine gute Hebamme, die Ahnung vom Stillen
hat.

!!!Zustimmung!!!

Es gibt auch ein gutes Buch, „Das
Stillbuch“ von Hanna Lothrop.

Möchte ich auch empfehlen.

Gandalf

Noch mehr Senf ;o))
Huhu :o)

Stillen ist auf jeden Fall das Beste fürs
Baby.

Ja, nur ist die Tendenz leider so, daß Mütter im Spital heutzutage zum Stillen praktisch gezwungen werden. Wir wurden schief angesehen, als es nach zwei Tagen noch nicht klappte.

Und das bei ALLEN Kindern, das waren immerhin vier ;o)

Alles was ich sagen wollte ist, daß man sich keinesfalls die Freude am Baby verderben lassen sollte wenn´s Stillen nicht funktioniert, das gibt´s nämlich wirklich. Also bloß keinen Streß, ihr werdet nämlich sowieso genug Streß haben °grins°

°wink°

Tiger
°Fütterungsspezialist° ;o))))

Ja, nur ist die Tendenz leider so, daß
Mütter im Spital heutzutage zum Stillen
praktisch gezwungen werden. Wir wurden
schief angesehen, als es nach zwei Tagen
noch nicht klappte.

Vor vier Jahren war das aber leider noch nicht so, jedenfalls nicht in dem Krankenhaus, wo ich war. Ich bin dort überhaupt nicht unterstützt worden. Wenn ich nicht so wild entschlossen gewesen wäre, zu stillen, hätte ich aufgegeben. Ich hab mich ganz allein und mit Hilfe des Stillbuchs durchgekämpft. Na ja, ich hab´s aber geschafft!

Gruß,
Delia

Huhu Delia :o)

War so 1995, 1997 und 1998.

Vor vier Jahren war das aber leider noch
nicht so, jedenfalls nicht in dem
Krankenhaus, wo ich war. Ich bin dort
überhaupt nicht unterstützt worden. Wenn
ich nicht so wild entschlossen gewesen
wäre, zu stillen, hätte ich aufgegeben.

Irene mußte fast unterschreiben, daß sie nicht konnte °grins°

Ich hab mich ganz allein und mit Hilfe
des Stillbuchs durchgekämpft. Na ja, ich
hab´s aber geschafft!

Wir nicht, aber die Kleinen sind trotzdem gesund und munter °lächel° Siehe Kindergarten bei Gerlinde: Ines, Klemens und Karola ;o))))

°wink°

Tiger