Erststudium nach Ausbildung: Lohnt sich eine ESE?

Hallo an die Steuerprofis :smile:

Einige Berichte dazu verfolge ich bereits, leider sind die Fälle doch ein bischen anders gelagert.

Ich bin im Moment am überlegen meine ESE für die letzen Jahre zu machen.

Kurz zum Hintergrund.
Ich habe von 2000 - 2003 eine Ausbildung als Bankkaufmann gemacht. Im Anschluss habe ich bis 2005 im Job gearbeitet und meine ESE gemacht.
Ab September 2005 habe ich mein Fachabi nachgeholt (1 Jahr) und dann im Oktober 2006 einen BWL Studiengang angefangen (diesen werde ich diesen Sommer abschließen).
Da bisher die Aufwendungen fürs Studium nur als Sonderausgaben abzugsfähig waren, habe ich keine Erklärung gemacht (hatte nur geringfügige Nebeneinkommen, keine VWL ect.).
Aber, da es in letzter Zeit einige Mustergerichtsverfahren gab, die es nun ermöglichen die Unkosten für ein berufsbedingtes Studium (wie also ein BWL Studium nach der Ausbildung) als Werbungkosten geltend zu machen, bin ich am überlegen ob es ich für mich lohnen würde.

Für 2006 musste ich noch keine Studiengebühren zahlen und hatte auch nur ein geringes Einkommen (400 euro Job für die ersten 7 Monate).

Aber ab 2007 fiehlen Studiengebühren (ca. 750 Euro pA.) + Zinsen für meinen KFW Studienkredit an (Bafög habe ich auch im Höchstsatz bekommen, ca. 580 Euro pro Monat/hälftig als Darlehen - zinsfrei - hälftig als Zuschuss). In 2007 habe ich nicht gearbeite und daher auch kein Einkommen gehabt. Erstwohnsitz am Studienort.

In 2008 war ich im ersten Habljahr im Auslandssemester in China (hier fielen Studiegebühren iHv. 1300 Euro an…diese wurden aber durchs Auslandsbafög gedeckt - überwiegend als Zuschuss, ca 25% als Darlehen - zinsfrei-). Nach meiner Rückkehr hatte ich meinen Zweitwohnsitz am Studienort und habe neben dem Studium ein begleitendes Praktikum angefangen (Einkommen ca. 1500 Euro pA.) + Studiengebühren über 370 Euro + Zinsen KFW Kredit.
Werbungskosten für 2008 wären daher mindestens 2600 Euro.

In 2009 war ich ein bischen jobben (ca. 2000 Euro Löhne) + dazu wieder doppelte Haushalstführung + Studiengebühren + KFW Zinsen

2010: Im Moment schreibe ich meine Diplomarbeit. Hier bekomme ich ca. 3000 Euro für 5 Monate. Dazu wieder doppelte Haushaltsführung (da in einer anderen Stadt für die DA wohne). Ab Oktober möchte ich dann wieder „richtig“ arbeiten gehen und erhoffe mir für die restlichen 3 Monate ein Bruttogehalt von ca. 10.000 Euro (auf 3 Monate).

  1. Welche ESE sollte ich erstellen (und wie lange kann ich dies eigentlich für zurückliegende Jahre machen)?
  2. Werden evt. sich ergebenden Verlustvorträge für z.B. 2007 bei meinen geringen Einkünften im Folgejahr aufgebraucht und verpuffen so für mich im nichts?
  3. Wie werden die 1.300 Euro Studiengebühren für China gehandhabt? Sie wurden zwar durchs Bafög gedeckt, aber das muss ich ja anteilig zurückzahlen.

Wer kann mir helfen?

Und vielen, vielen Dank schon einmal! :smile:

mfg
Christian

Hallo,

leider kann ich dir dabei nicht weiterhelfen. Sorry, Gruß.