verständigungsprobleme

Ich nhabe ein für mich ziemlich grosses Problem.
Meine beiden Söhne dieses Jahr 20+23 und noch zu Hause.
Beide haben nette Freundinnen, die auch oft bei uns sind. Essen ,übernachten. da haben wir (mein Mann und ich)auch gar nichts dagegen. Die mädchen sind immer sehr anständig und nett.
Irgenwie kommen wir aber einfach nicht mehr zurecht miteinander.
Alle Familien Mitglieder glauben dass sie ungerecht behandelt werden und von allen wird behauptet dass manden die andere/n schätzt und gerne noch zusammen ist. Aber davon merken wir (die Eltern )wenig bis nichts.Wir lassen beide machen was sie wollen.(das war nicht immer so) und reden ihnen meistens nicht rein. Trotzdem akzeptieren die Beiden NIE wenn wir eine andere Meinung haben, oder eine andere Einstellung zu irgend einem Thema. Dann kommt es vor allem mit dem jüngeren oft zum Streit.Wir dürfen nie bei unserer Meinung bleiben.Wennich sage, bitte überleg doch mal,es könnte doch wirklich mal sein dass ich recht habe.Du gibst nich ein einziges mal nach . dann sagt der jüngere. genau das kann ich von dir sagen. usw. usw. ich könnte noch viel schreiben. Warum kann man nicht mehr miteinander reden. Kennt Ihr das auch? Es geht mir nämlich ziemlich an die Nieren.
Es gibt mir immer wieder einen Stich ins Herz.
Es tut weh.Manchmal scheint mir auch, was Eltern machen ist immer selbstverständlich. Aber umgekehrt muss immer doppelt betont werden wenn sie mal etwas für uns getan haben.
also ich finde das wäre einmal eine diskusion wert, dieses Thema.
Wenn mir jemand einen Rat geben könnte,wäre ich sehr dankbar.
gruss

Tina

Zeit zum Ausziehen
Hallo Tina,

aus eigener Erfahrung. Das Verhältnis mit den Eltern wird nach einem Auszug meist besser. Mein Verhältnis zu meinen Eltern war einfach anstrengend und wenn man da ein bißchen mehr räumliche Entfernung hat, kommt man sich wieder näher. Man merkt was man alles zu Hause hatte (Hotel-Mama), ist aber auch froh, wenn man nach ein paar Stunden Besuch wieder gehen kann. Alles entspannt sich.

Soll aber nicht heißen, daß Du Deine Söhne gleich rausschmeißen sollst.

Gruß
Juhe

Hi Tina,

vielleicht willst Du und natürlich auch Deine Pensionsgäste es nicht gerne hören, aber Deine Herren Söhne sind reif (in jeder Hinsicht :wink: )zum Auszug.

Meine Meinung

Gandalf

kenn ich
Hey,

das Problem kenne ich, nur von der anderen Seite her - ich bin mit 20 von zuhause ausgezogen, und da war es allerhöchste Eisenbahn! Mit meiner Mutter war ich immer abwechelnd ein Herz und eine Seele und dann wieder beide gegen die Wand (wir sind uns wohl zu ähnlich) - jedenfalls wurde es immer schlimmer. Ich erklär mir das damit, dass ich anfing, mein eigenes Leben zu leben und jetzt erwachsen war und nicht mehr „nur Tochter“. Seit ich ausgezogen bin, zoffen wir uns zwar auch noch hin und wieder, aber im Großen und Ganzen ist es ein tolles Verhältnis!

LG,
Cess

Hallo,

ich stoße mal in das selbe Horn wie die Vorposter: Time to go!

Nicht auf die böse Art und Weise, aber doch auf die deutliche und hilfsbereite.

Ich habe auch aufgrund beruflichen Engagements es sehr lange bei meinen Eltern ausgehalten. Natürlich kamen wir grundsätzlich ganz gut miteinander aus, aber auch wenn ich fast nur zum Schlafen oder Arbeiten am Schreibtisch im Haus war, entwickelten sich mehr und mehr Parallelhaushalte. Und das war einfach zunehmend Anlass zu Streit und Missverständnissen. Angefangen von der Frage des Essens (Isst Du mit? Warum hast Du nicht gesagt, dass Du nach hause kommst, wir hätten doch mit dem Essen gewartet / etwas anderes gemacht / etwas übrig gelassen? - Nein, ich wusste eben noch nicht, dass ein Termin ausfällt. Ich will momentan nichts essen. Ich mache mir gleich selbst etwas.) über die Wäsche bis hin zur Nutzung der gemeinsamen Räume. Alles nicht böse gemeint, aber es entwickelte sich doch zunehmend eine gereiztere Stimmung weil ich mich ungewollt eingebunden und versorgt fühlte, und meine Eltern andererseits meinten, mich einbinden und versorgen zu müssen und dies sogar teilweise als Last empfanden, obwohl ich gar nicht versorgt werden wollte.

Typische Geschichten entstehen dann bei unregelmäßigen Verlässlichkeiten (Sohnemann hat es aufgegeben, gegen Mutterns Wäschewaschen zu opponieren und geht davon aus, dass sie es dann aber auch wirklich macht und muss im Zweifelsfall feststellen, dass es dann ausnahmsweise doch mal nicht gemacht wurde und muss sich dann anhören, dass Mutter schließlich nicht die Waschfrau wäre, …).

Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass sich meine Eltern damals falsch verhalten haben und das Thema Auszug nie von sich aus mal angesprochen und meine entsprechenden Hinweise lange Zeit eher als Drohgebärde, denn als ernsthaftes Angebot aufgefasst haben. Nicht nach dem Motto: „Sie zu, dass Du Land gewinnst!“, sondern eher in Richtung: „Meinst Du nicht auch, dass Du in einem Alter bist, wo Du eine eigene Wohnung haben solltest, wir helfen auch mit suchen, renovieren, einrichten und freuen uns weiterhin über jeden Besuch“

Bei uns hat sich die Situation für mich dann sogar irgendwann gesundheitlich bemerkbar gemacht und als ich den Absprung dann von mir aus diesen Gründen ziemlich schnell machen musste, war es eigentlich schon viel zu spät. Das Aha-Erlebnis kam aber dann sehr schnell: Mir ging es schlagartig besser, meinen Eltern ging es besser, und seit dem ist das Verhältnis wieder so wie es sein sollte, wenn man sich mal wieder trifft oder miteinander telefoniert.

Leider sind meine Eltern dadurch nicht viel schlauer geworden und so besteht der Nerv mit meinen beiden jüngeren Geschwistern bis heute fort. Meine Schwester hat zwar eine eigene Wohnung ist aber eigentlich jede freie Minute bei meinen Eltern, mein Bruder hat mit Mitte dreißig den Absprung noch nicht einmal versucht, und so nervt man sich unnötig an, obwohl man eigentlich prima miteinander auskommt.

Gruß vom Wiz

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Danke für deine Antwort.
Du siehst das natürlich von deiner Seite aus.Es ist sicher für beide &gt:stuck_out_tongue_winking_eye:arteien [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hast völlig recht.Im Moment aber unmöglich. Schau mal die anderen Antworten von mir.
Danke dir noch
Schönen Abend wünscht dir

Tina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo Cess
Danke für die schnelle Antwort.
Du hast recht.Mein Jüngerer und ich sind (waren) uns in gewissen Dingen schon auch ähnlich.Ich hoffe dass es bei uns auch besser wird wenn er oder beide ausgezogen sind.
Wünsche noch einen schönen Abend
Gruss
Tina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich stoße mal in das selbe Horn wie die Vorposter: Time to go!

Nicht auf die böse Art und Weise, aber doch auf die deutliche
und hilfsbereite.

Ich habe auch aufgrund beruflichen Engagements es sehr lange
bei meinen Eltern ausgehalten. Natürlich kamen wir
grundsätzlich ganz gut miteinander aus, aber auch wenn ich
fast nur zum Schlafen oder Arbeiten am Schreibtisch im Haus
war, entwickelten sich mehr und mehr Parallelhaushalte. Und
das war einfach zunehmend Anlass zu Streit und
Missverständnissen. Angefangen von der Frage des Essens (Isst
Du mit? Warum hast Du nicht gesagt, dass Du nach hause kommst,
wir hätten doch mit dem Essen gewartet / etwas anderes gemacht
/ etwas übrig gelassen? - Nein, ich wusste eben noch nicht,
dass ein Termin ausfällt. Ich will momentan nichts essen. Ich
mache mir gleich selbst etwas.) über die Wäsche bis hin zur
Nutzung der gemeinsamen Räume. Alles nicht böse gemeint, aber
es entwickelte sich doch zunehmend eine gereiztere Stimmung
weil ich mich ungewollt eingebunden und versorgt fühlte, und
meine Eltern andererseits meinten, mich einbinden und
versorgen zu müssen und dies sogar teilweise als Last
empfanden, obwohl ich gar nicht versorgt werden wollte.

Typische Geschichten entstehen dann bei unregelmäßigen
Verlässlichkeiten (Sohnemann hat es aufgegeben, gegen Mutterns
Wäschewaschen zu opponieren und geht davon aus, dass sie es
dann aber auch wirklich macht und muss im Zweifelsfall
feststellen, dass es dann ausnahmsweise doch mal nicht gemacht
wurde und muss sich dann anhören, dass Mutter schließlich
nicht die Waschfrau wäre, …).

Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass sich meine Eltern
damals falsch verhalten haben und das Thema Auszug nie von
sich aus mal angesprochen und meine entsprechenden Hinweise
lange Zeit eher als Drohgebärde, denn als ernsthaftes Angebot
aufgefasst haben. Nicht nach dem Motto: „Sie zu, dass Du Land
gewinnst!“, sondern eher in Richtung: „Meinst Du nicht auch,
dass Du in einem Alter bist, wo Du eine eigene Wohnung haben
solltest, wir helfen auch mit suchen, renovieren, einrichten
und freuen uns weiterhin über jeden Besuch“

Bei uns hat sich die Situation für mich dann sogar irgendwann
gesundheitlich bemerkbar gemacht und als ich den Absprung dann
von mir aus diesen Gründen ziemlich schnell machen musste, war
es eigentlich schon viel zu spät. Das Aha-Erlebnis kam aber
dann sehr schnell: Mir ging es schlagartig besser, meinen
Eltern ging es besser, und seit dem ist das Verhältnis wieder
so wie es sein sollte, wenn man sich mal wieder trifft oder
miteinander telefoniert.

Leider sind meine Eltern dadurch nicht viel schlauer geworden
und so besteht der Nerv mit meinen beiden jüngeren
Geschwistern bis heute fort. Meine Schwester hat zwar eine
eigene Wohnung ist aber eigentlich jede freie Minute bei
meinen Eltern, mein Bruder hat mit Mitte dreißig den Absprung
noch nicht einmal versucht, und so nervt man sich unnötig an,
obwohl man eigentlich prima miteinander auskommt.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz
Ich danke dir vielmal für deine Antwort.Du hast dir viel Mühe gegeben.
Was du da alles schreibst…da sehe ich grad meine Familie.all das spielt sich auch bei uns ab.Genau so.Und noch mehr.
Auch mit der Gesundheit.Wir haben alle schon mal geweint und waren wegen den ewigen Streitereien richtig geschafft.Ich habe auch ziemlich gesundheitliche Probleme.
Und psychische.
>>>>
Das ist leider im Moment überhaupt nicht möglich.
Mein älterer Sohn macht grad noch etwa 1 1/2 Jahre eine zweite Ausbildung und hat grad im November sein eigenes kleines Geschäft eröffnet,und mein jüngerer hat seit er die Lehre fertig hat immer noch keine Arbeit gefunden.
Ja also noch mal vielen Dank für deine Mühe.Es hilft schon wenn ich weiss, dass es nicht nur bei uns so zu und her geht.
Ich hoffe dass wir auch wieder so miteinander zurecht kommen wie du mit deinen Eltern.
Wünsche dir alles gute
und grüsse dich herzlich
Tina

Ich nhabe ein für mich ziemlich grosses Problem.
Meine beiden Söhne dieses Jahr 20+23 und noch zu Hause.
Beide haben nette Freundinnen, die auch oft bei uns sind.
Essen ,übernachten. da haben wir (mein Mann und ich)auch gar
nichts dagegen. Die mädchen sind immer sehr anständig und
nett.
Irgenwie kommen wir aber einfach nicht mehr zurecht
miteinander.
Alle Familien Mitglieder glauben dass sie ungerecht behandelt
werden und von allen wird behauptet dass manden die andere/n
schätzt und gerne noch zusammen ist. Aber davon merken wir
(die Eltern )wenig bis nichts.Wir lassen beide machen was sie
wollen.(das war nicht immer so) und reden ihnen meistens nicht
rein. Trotzdem akzeptieren die Beiden NIE wenn wir eine andere
Meinung haben, oder eine andere Einstellung zu irgend einem
Thema. Dann kommt es vor allem mit dem jüngeren oft zum
Streit.Wir dürfen nie bei unserer Meinung bleiben.Wennich
sage, bitte überleg doch mal,es könnte doch wirklich mal sein
dass ich recht habe.Du gibst nich ein einziges mal nach . dann
sagt der jüngere. genau das kann ich von dir sagen. usw. usw.
ich könnte noch viel schreiben. Warum kann man nicht mehr
miteinander reden. Kennt Ihr das auch? Es geht mir nämlich
ziemlich an die Nieren.
Es gibt mir immer wieder einen Stich ins Herz.
Es tut weh.Manchmal scheint mir auch, was Eltern machen ist
immer selbstverständlich. Aber umgekehrt muss immer doppelt
betont werden wenn sie mal etwas für uns getan haben.
also ich finde das wäre einmal eine diskusion wert, dieses
Thema.
Wenn mir jemand einen Rat geben könnte,wäre ich sehr dankbar.
gruss

Tina

Hi,
ich denke, das Problem könnte auch darin liegen, dass ihrt doch EURE Maßstäbe an eure mittlerweile erwachsenen Söhne anlegt:

Die Mädchen sind immer sehr anständig und nett.

Na ja eine Weile kann man das sicher spielen, aber das heißt m.e dass sie oft schauspielern mussten, um von euch akzeptiert zu werden. Seid IHR IMMER anständig und nett???
Ich glaube das ist kein Mensch wirklich.

Trotzdem akzeptieren die Beiden NIE wenn wir eine andere
Meinung haben, oder eine andere Einstellung zu irgend einem
Thema.

habt ihr nur eine andere Meinung, akzeptiert aber die Meinung eurer Söhne und ihrer Freudninnen nicht wirklich und macht durch die Blume doch klar, dss Ihr eure eigene Meinung als „richtig“ anseht.
Dann solltet euch alle klar machen, das das was ihr als richtig anseht, für sie durchaus falsch sein kann.

Dann kommt es vor allem mit dem jüngeren oft zum
Streit.Wir dürfen nie bei unserer Meinung bleiben.Wennich
sage, bitte überleg doch mal,es könnte doch wirklich mal sein
dass ich recht habe.Du gibst nich ein einziges mal nach . dann
sagt der jüngere. genau das kann ich von dir sagen.

Und wenn er - zumindest aus einer Sicht - damit recht hat ???

Manchmal scheint mir auch, was Eltern machen ist
immer selbstverständlich. Aber umgekehrt muss immer doppelt:

betont werden wenn sie mal etwas für uns getan haben.

Und wenn sie es eigentlich garnicht wollen ,was ihr für sie tut? Habt ihr sie vorher gefragt, ob sie es auch wollen? Oder einfach getan, was IHR für gut und richtig haltet und dann Dankbarkeit dafür erwartet ?

Mein Rat wäre dazu: geht mit ihnen um wie mit anderen Erwachsenen und nicht wie mit Kindern.

A.

Hi Andreas
Danke auch dir dass du geschrieben hast.Auch wenn es viele Fragen sind die,aus denen man Vorwürfe heraushört.
Ich fang Jetzt mal der einfachheithalber an mit der Frage

Wir lassen sie ihr Leben leben wie sie wollen,mischen uns da nicht ein und lassen sie immer wieder wissen,dass sie wenn sie es wünschen von uns Hilfe bekommen.wir zwingen Ihnen also auch keine Masstäbe auf.

Die Mädchen sind wirklich nett bei uns zuhause.(Was sie sonst machen geht mich nichts an)Und sie sind auch oft lieber bei uns als bei ihnen zu hause.

Mit den Meinungen könnte es schon mal vorkommen dass zum Beispiel ich unrecht hatte. dann gebe ich aber das auch zu.vielleicht habe ich darüber nachgedacht inzwischen.Und dann sage ich es auch.Ich kann mich auch entschuldigen wenn ich etwas falsches gesagt habe.
Es ist aber immer schwieriger, weil er alles vergisst sei es mal etwas zu erledigen für uns oder für sich selber.Lässt dinge liegen oder verliert sie,irgendwo.
Schläft bis Mittags obwohl er viel tun könnte und müsste.(Ist nämlich seit seinem erfolgreichen Lehrabschluss arbeitslos.

Ich möchte nicht dauernd gelobt werden für das was ich für sie mache,denn ich habe diese Kinder gewollt und mache und helfe Ihnen sehr gerne.
Doch ist es nicht unschön wenn man immer wieder hört:das hab ich nicht gern .das will ich nicht warum hast du das nicht gewaschen (obwohl sie es gar nicht in die Wäsche gegeben haben) warum hast du nicht mal weisse Brötchen für uns aufgebacken (sonntag Mittag 12 Uhr als er aufstand mit Freundin),obwohl wir nicht wussten dass er überhaupt nach hause kam.Usw…usw…usw…

Jetzt zum letzten.Mein Sohn wurde innert ein paar Tagen „erwachsen“,mit „allem“ was dazu gehört.Und fand alles scheisse wie wir leben,mit den regeln die es auf dieser Welt gibt und einfach, die Arbeit und einfach alles.

Ja ich weiss nicht wie du jetzt von mir denkst Andreas,es ist schön,wenn das bei dir nicht so war.Ich hoffe bei uns geht das auch wieder mal anders,so dass alle wieder zufrieden sind.Glaub mir wir sind nicht so,wie du warscheinlich vermutet hast.

In diesem Sinne wünsche ich auch dir alles gute
und grüsse dich freundlich
T.

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Hi tina,

ich bin selbst eine „erwachsene Tochter“ (23) und bin der gleichen Meinung wie alle anderen Poster: Ausziehen! Das hat bei unserer Familie in jedem Fall (ich habe drei Geschwister) Wunder gewirkt.
Dummerweise ist es, wie Du unten schreibst, momentan nicht möglich bei Euch. Ok.

Ich denke, dann muss man die Söhnemänner vielleicht auf andere Weise ins Leben „katalpultieren“. Sprich: versucht, ein wenig „WG“ zu machen (klar, es ist gekünstelt und nicht 100% möglich - aber einen Versuch ist es doch wert, oder?).
Mein Vorschlag könnte so aussehen:
Ihr Zimmer ist ihr Gebiet. Ihre Freundinnen ebenso. Das ist alles ihr Ding, und Ihr könnt Euch freundschlaftlich danach erkundigen,ihnen möglicherweise auch einen Rat anbieten - jedoch ihnen nicht hineinreden! Mischt Euch auch nicht in ihr Arbeits- und Geschäftsleben ein! Wenn sie Euren Rat wollen, werden sie schon zu euch kommen.
Soweit zu Ihren Rechten. Doch es gibt natürlich auch Pflichten:
Sobald sie ein Einkommen besitzen, bezahlen sie etwas ans Wohnen (hier im Forum vor kurzem diskutiert, 20 - 25% des Einkommens wären wohl angemessen). Du lässt ab sofort ihre Wäsche stehen, das können sie selbst machen! Du räumst ihnen NICHT hinterher!
Zum Essen: Du kochst generell nicht mehr für sie mit, es sei denn, sie wünschen dies vorher und „melden“ sich an. Oder: es wird abwechslungsweise gekocht. Ich denke, gerade Dein arbeitssuchender Sohn hat dafür auch genügend Zeit :smile:
Die Küche wird abwechslungsweise aufgeräumt.
Sie bekommen die Aufgabe, einen gemeinsam genutzten Teil der Wohnung sauberzuhalten (nicht ihr Zimmer, das ist IHR Ding!) - zB. ein Klo, oder das Wohnzimmer o.ä. Genauso müssen sie sich daran beteiligen, um das Haus herum mit aufzuräumen, sprich: Gehweg kehren oder im Winter Schnee schippen u.ä.

Ich denke, es ist für beide Parteien schwer - aber Deine Söhne sind nun erwachsen, und sie möchten einerseits so behandelt werden (ihr dürft Euch nicht in ihre Angelegenheiten hineinreden), wissen aber andererseits nicht, was es heisst, ganz und gar erwachsen zu sein (eigene Wohnung etc.).
Du musst natürlich auch lernen, Dich zurückhalten: wenn im Zimmer Staub und Schmutzkleidung herumliegen, darfst Du nicht anfangen, sauberzumachen, und wenn Deine Jungs zu MCDo gehen, weil Mama eben heute nichts für sie gekocht hat, gib der Versuchung nicht nach und „mach ihnen schnell was warm“ o.ä - nein, lass sie einfach! Wenn dann nämlich die Freundin total angeekelt von seinen schmutzigen Boxershorts ist, fängt er plötzlich an zu waschen - und selbst McDo wird nach spätestens einer Woche unerträglich.

Also: was auch immer Du tust oder welche Lösung Du versuchst, ich wünsche Euch viel Erfolg und eine gute Beziehung zu Deinen Söhnen!

Gute Grüße, little

Hi,

in so einem Forum kann man nur auf das antworten, was der Frager in die Frage hineinschreibt. Die Dinge , die Du jetzt schreibst, sind durchaus etwas anderes, als das was Du in der ursprünglichen Frage geschrieben hast.

Längerfristige Arbeitslosigkeit insbesondere wenn keine richtige Aussicht auf ein verbesserung besteht, verändert die meisten Menschen. Die einen werden aggressiv, die anderen eher depressiv…

Aber eins meine ich immer noch: sie sind erwachsen.

Aber unter den jetzt geschilderten Umständen wäre es eurerseits trotzdem sinnvoll, euch etwas mehr abzugrenzen.
z.b. auf den Fall mit den Brötchen und der Wäsche bezogen: anstatt sich selbst Vorwürfe zu machen, ganz klar sagen „Du bist erwachsen genug Dir Brötchen aufzubacken und Deine Wäsche selbst zu waschen“.

A.

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Hallo Tina,

ich habe gerade alle Antworten gelesen. Auch ich bin eine erwachsene Tochter (22) und wohne seit 3,5 Jahren nicht mehr zu Hause. Natürlich bin ich der Meinung, dass deine Söhne ausziehen sollten, und ich bin auch der Meinung, dass das geht. Es gibt soooviele günstige Möglichkeiten an seine eigenen 4 Wände zu kommen. Es ist dann zwar keine 3 Zimmer Wohnung, aber es sollte reichen. Die beiden könnten zusammen eine WG aufmachen, ihre Mädels fragen, was sie von einer gemeinsamen Wohnung halten, sich ein 1 Zimmer Appartment suchen etc. Man stirbt auch nicht davon, wenn man eine gewisse Zeit nur 20qm zur Verfügung hat. Ich habs auch 2 Jahre ausgehalten und meine Miete lag bei ca 200?. Das Geld, was ihr momentan für die Jungs ausgebt, könnt ihr ihnen ja als unterstützung geben. Und wenn es immernoch nicht reichen sollte, dann gibts IMMER Jobs wie Zeitungaustragen oder ähnliches, womit man sich was dazu verdienen kann. Falls das Geld nicht für eine Waschmaschine reichen sollte, können sie ja SELBER bei dir waschen. Es wird für deine Jungs nicht so angenehm sein, aber nach kurzer Zeit werden sie den neu gewonnenen Freiraum zu schätzen wissen.

Nun zu deinem anderen Problem: Selbst nach dem Auszug hatte ich immermal wieder richtig Krach mit meiner Mutter- mit allem drum und dran. Ursache waren zu 90%-natürlich- Mißverständnisse. Diese haben wir geklärt in einer ruhigen Aussprache. Aber dafür braucht man auch Abstand. (und ich wohne 100km von zu Hause entfernt…) Die restlichen 10% habe ich unter „persönliche Macke“ von meiner Mutter abgetan. Damit habe ich sie aber nicht weniger lieb, sondern habe nur festgestellt, dass auch Mütter Eigenschaften haben, die ihren Kindern nicht 100%ig gefallen. Das finde ich allerdings nicht schlimm. Wenn du aufhörst Angst darum zu haben, dass deine Söhne dich irgendwann nicht mehr lieb haben werden, weil du was falsches gesagt oder getan hast, dann wirst du nie glücklich werden und deine eigenen Interessen durchsetzen können.
Wenn du deine Söhne zur Selbstständigkeit erzogen hast, werden sie es (evtl erst was später) zu schätzen wissen, dass du sie „rausschmeißen“ willst.
Denn nur ein Gewitter macht aus einem schwülen Tag einen angenehmen Abend!

Viel Kraft und Glück!
Mareike

Hi,

ich könnte dir jetzt auf jeden Punkt einen Kommentar schreiben aber ich versuche einmal mich kurz zu fassen. Ich bin auch ein Sohn und war zu dieser Zeit genauso (allerdings bin ich mit 20ig bereits ausgezogen).

Für Söhne ist es eine Frage der Ehre eine andere Meinung zu haben wie die Eltern. Wenn du sagt ein Blatt Papier wäre weiss dann war es für mich höchstens hellgrau. Das ganze sollte sich aber schnell geben wenn die lieben Kleinen ausgezogen sind und im Interesse aller solltet ihr das auch in Angriff nehmen bevor eure Beziehung weiteren Schaden nimmt.

Viele Grüße
Me

Trotzdem akzeptieren die Beiden NIE wenn wir eine andere
Meinung haben, oder eine andere Einstellung zu irgend einem
Thema. Dann kommt es vor allem mit dem jüngeren oft zum
Streit.Wir dürfen nie bei unserer Meinung bleiben.Wennich
sage, bitte überleg doch mal,es könnte doch wirklich mal sein
dass ich recht habe.Du gibst nich ein einziges mal nach . dann
sagt der jüngere. genau das kann ich von dir sagen. usw. usw.
ich könnte noch viel schreiben. Warum kann man nicht mehr
miteinander reden. Kennt Ihr das auch? Es geht mir nämlich
ziemlich an die Nieren.
Es gibt mir immer wieder einen Stich ins Herz.
Es tut weh.Manchmal scheint mir auch, was Eltern machen ist
immer selbstverständlich. Aber umgekehrt muss immer doppelt
betont werden wenn sie mal etwas für uns getan haben.
also ich finde das wäre einmal eine diskusion wert, dieses
Thema.
Wenn mir jemand einen Rat geben könnte,wäre ich sehr dankbar.
gruss

Tina

Ich habe bis ich ca. 23 Jahre alt war zu Hause gelebt. Zum einen war es im Hotel Mama sehr gemütlich und zum anderen auch kostengünstig und die nötigen Freiheiten gab es.

Um ein Zusammenleben zu ermöglichen bedarf es auch einer gewissen Offenheit und Gelassenheit gegenüber Einstellungen der anderen Mitbewohner.

Wenn Dein junger Sohn diese Gelassenheit nicht zeigt (und Ihr auch nicht), dann sollte er wirklich mal überlegen, ob er nicht ausziehen sollte. Andererseits kannst Du ihm auch gern mal sagen, dass es beim Zusammenleben von Erwachsenen dazugehört andere Standpunkte zu akzeptieren solange die Standpunkte sich eben nicht katastrophal auf das Zusammenleben auswirken.

Ich habe mich mit meinen Eltern meist politisch in die Haare bekommen oder über sonstige weltanschauliche Themen. Während ich bei Ihnen gelebt habe, haben wir es dann gelernt zu vermeiden gewisse Themen einfach zu diskutieren, speziell da wo Standpunkte klar waren und sich nicht durch Diskussion verändern liesen.

Heute mit 31, könnte ich mir nicht mehr vorstellen in eine Wohngemeinschaft mit Ihnen zu leben, so lieb sie auch sein mögen. Wir würden uns gegenseitig in unserer Lebensweise einfach zu sehr einschränken. Dafür, dass man sich selbst ausleben kann, sucht man sich als Erwachsener schließlich den richtigen Partner.

Also, sprich mit Deinen Jungs und lasse Sie wissen, dass sie sich selbst etwas zurückhalten sollen, vor allem weil sie wahrscheinlich auch die weitaus besseren Nerven haben.

Ansonsten, falls finanziell möglich kommt wirklich der hier schon vielfach geforderte Auszug in Betracht.

Besten Gruß
Mathias

hi little

Danke für Deine Tipps.

Genau das hab ich angefangen zu machen.

Es klappt zwar noch nicht so gut, da mein jüngerer Sohn dauernd

unterwegs ist und es schwierig ist ihn mal zu hause zu haben.

Aber immerhin… etwas weniges hat er schon akzeptiert zu helfen.

Und mein älterer Sohn hütet eine Wohnung mit samt Katze und Pflanzen

von einem Kollegen wegen Ausland Aufenthalt. Jetzt wohnt er zwei bis

drei Monate dort. Sokann er schon üben wie es ist alleine zu leben.

Kochen , Wäsche, alles macht er selber.

Zwischen durch kommt halt mal ein Anruf um von mir einen Tip zu erhalten.

Danke dir noch mal

Gruss Tina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

danke Mareike

Es ist bei uns sehr sehr schwierig eine Wohnung oder Zimmer zu bekommen was man zahlen kann.

Du hast ziemlich sicher recht mit allem.

Ich habe schon einige Tipps von anderen bekommen .
Hätte nicht gedacht dass so viele auf meinen [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke für Deine Antwort

Das beruhigt mich ein wenig.

Kann es doch vielleicht sein, dass meine Söhne auch mal einsehen wie es wirklich ist.

Also noch vielen Dank

Gruss

Tina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi Matias

Danke Dir für die Mühe mir zu antworten.

Besonders gefällt mir der Satz wegen den Einstellungen ,wegen den Standpunkten.

Werde es warscheinlich meinen Söhnen noch zeigen.

Also noch mal vielen Dank und alles gute.

Gruss T.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]