Erwerb Gebrauchtimmobilie

Hallo Allerseits,

eine junge Familie möchte eine Gebrauchtimmobilie kaufen! Nun stellt sich die Frage, wie am besten vorzugehen ist! Eigentlich möchten wir zunächst wissen, welches Darlehen uns die Banken geben würden, um dann gezielt in diesem Preisrahmen etwas zu suchen (evtl. auch Zwangsversteigerungen). Das Problem ist aber, dass die Banken für ein konkretes Darlehen-Angebot immer detailierte Angaben der zu erwerbenden Immobilie fordern!
Wer kann mir Tips geben, wie man das am besten anpackt?

Hi,

eine junge Familie möchte eine Gebrauchtimmobilie kaufen! Nun
stellt sich die Frage, wie am besten vorzugehen ist!
Eigentlich möchten wir zunächst wissen, welches Darlehen uns
die Banken geben würden, um dann gezielt in diesem Preisrahmen
etwas zu suchen (evtl. auch Zwangsversteigerungen). Das
Problem ist aber, dass die Banken für ein konkretes
Darlehen-Angebot immer detailierte Angaben der zu erwerbenden
Immobilie fordern!
Wer kann mir Tips geben, wie man das am besten anpackt?

Selbst rechnen! Ist gar nicht schwer (es geht ja nur um die Größenordnung):
Welcher Betrag kann monatlich für das Darlehen aufgebracht werden? Dabei lieber konservativ rechnen, also die eigenen Ausgaben lieber zu hoch als zu niedrig ansetzen. Dieser Betrag mal zwölf ist die Grundlage.
Für Zinsen kann man z.Zt. ca. 5% rechnen, dazu kommen 1-3% Tilgung. Der Grundbetrag entspricht also 6-8% der Darlehenssumme.
Beispiel: 1000€ stehen pro Monat zur Verfügung. Bei 1% Tilgung heißt das: 6% / 100% * 12.000€ = 200.000€
Für 3% Tilgung: 8% / 100% * 12.000€ = 150.000€
Natürlich muß auch das entsprechende Eigenkapital zur Verfügung stehen, pauschal rechnet man 20% der Beleihungsgrenze. Wobei diese Beleihungsgrenze sehr unterschiedlich bestimmt wird. Aber es gibt genug Banken, die den Kaufpreis als Beleihungsgrenze akzeptieren (andere nehmen einen Abschlag vor).
Die Nebenkosten (Steuer, Notar, evtl. Makler) sollten zusätzlich aus Eigenmitteln finanziert werden können.
Eigenleistungen (Umbau, Renovierung) können zum Eigenkapital addiert werden (und sie erhöhen u.U. die Beleihungsgrenze).

Bei verschiedenen Online-Banken gibt es auch Finanzierungsrechner. Die haben mir vor unserem Hauskauf gute Dienste geleistet. Abgeschlossen haben wir zwar dann doch bei einer lokalen Bank, aber es war in den Verhandlungen sehr hilfreich, daß ich entsprechend gut vorbereitet war und der Berater an meinen Zahlen nichts aussetzen konnte.

Gruß Stefan

Hallo was Goosi schreibt ist schon ganz in Ordnung.
Wichtig ist allerdings:

  1. wissen was man selbst gerne möchte
  2. wissen was man sich leisten kann -hierbei ist Ihre Bank sicherlich behilflich
  3. besser Finger weg von Zwangsversteigerungen, erst recht, wenn ohne Sachverständigen - da der Zuschlag hierbei verpflichtet!
  4. am besten guten Rat einholen bei einem qualifizierten Sachverständigen, wenn es soweit ist- also noch vor dem Kauf!
    Weitere, so hoffe ich hilfreiche, Infos finden Sie bspw. auch unter unserer Homepage unter www.bhk-beratung.de

Andernfalls kann ein Gespräch weiterhelfen.
M.f.G.
Ralph Kaiser
Architekt
BHK-beratung

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Habe das Leid als Exiszenzgründer, dass mir die Banken auch nicht so ohne weiteres Kredite anbieten. Habe mir daher wie bereits erläutert überlegt, welche Summe ich mir leisten kann und welche ich innerhalb von z.B. 10 bis 15 Jahren locker tilgen kann.

Bin dann mit dieser Summe und meinen Unterlagen (Selbstauskunft, EÜR etc.) zur Bank und habe mal nachgefragt ob sie mir den Kredit generell geben würden. Habe denen genau vorgerechnet, was noch an Puffer da ist und, dass die Rückführung des Kredits genauso hoch ist wie meine aktuelle Kaltmiete. Die Rechnung war plausibel und damit ein genereller Kredit möglich. Dass dann bei Beantragung des Kredits weitere Informationen über die Immobilie ausschlaggebend sind, ist klar.