Bei uns wird minimum 4 x täglich gründlich gelüftet, keine Pflanzen in den Zimmer und Wohnug wird bei Saison mit minimum 22° geheitzt.
Problem ist: Schimmel in der Wohnung / Parterre, besteht und wurde festgestellt kurz nach Einzug und zwar als erstes im Wohnzimmer und dann 1 1/2 Jahr später Schlafzimmer , vor ca. 4 Monaten.Dem Vermieter wurde es schriftlich und ebenso mündlich vor Ort angezeigt mit Fotos und Tatbestand.
Was wurde dagegen getan? Als erstes hat der Hausmeister im Wohnzimmer die Stellen mit einem Mittel / Baumarkt eingespritzt.
Danach als zweites wurde an der Seite vom Schlafzimmer die Wand ausgeschachtet und jetzt erst isoliert, vorher war da nichts.
Jetzt erscheinen im Wohnzimmer erneut Flecken. Bei dem ersten Schaden / Schimmelbefall im Wohnzimmer wurde dieses der Vertreterin des Vermieters und dem Hausmeister gezeigt,befand sich der Befall in einer Ecke des Wohnzimmers und an 2 grossen Fenstern im unteren Bereich der Fensterrahmen.
Nachdem im Bereich des Schlafzimmers die Aussenwand neu isoliert wurde,( im Wohnzimmerbereich immer noch nicht ) war die Vertreterin von dem Vermieter und ein Sachverständiger Firma Bronzel GmbH da und sollte ein Gutachten erstellen, das angeblich 900.- € kosten soll.
Und jetzt Frau Fischer ( Angestellte vom Vermieter ) ihre Worte:
Herr Heinrich wenn der Gutachter herausfindet, das der Schimmel nicht gesundheitschädlich ist ( Gibt es einen Schimmel, der gesundheitsförderlich ist…ein Witz ), müßten wir die Kosten des Gutachter zahlen.
Für uns ist das eine versuchte Einschüchterung.
Im Übrigen, in anderen gleichen Wohnungen ( minimum 6 Stck ) ist das gleiche Problem, nur haben die Leute Angst Probleme zu bekommen und leben weiter mit dem gesunden Schimmel.
Über eine Hilfe würden wir und die Anderen sich sehr freuen.
Vielen Dank …MfG Jürgen Heinrich
Hallo Jürgen Heinrich,
ein "Schimmelexperte " bin ich nicht.
Daher kann ich nur anregungen geben. Vielleicht gibt es einen richtigen Gutachter im Forum?
Ich will versuchen dennoch eine Antwort zu geben. 1. würde ich versuchen mit den Nachbarn zu sprechen ob sie deren Schimmel sehen dürften. Das ist ja erst einmal ganz unverbindlich für die Nachbarn. Machen sie sich Notizen wo genau sie Schimmelflecken sehen. Am besten auch Fotos machen. Nehmen sie den Nachbarn ein wenig von ihrer Angst. In der Regel ist doch jeder froh wenn das jemand in die Hand nimmt. Und diese Aktion bleibt vorerst dem Vermieter nicht bekannt. Erst einmal nur Fakten sammeln und Belege sammeln. Auch alle ihre vorherigen Bemühungen auflisten.
Dann würde ich mich erkundigen wie das mit einem Gutachter ist. Wer ihn beauftragt muss ihn eigentlich auch bezahlen, denke ich mir. Da der Vermieter den Gutachter bestellt hat sollten sie sicher sein können, dass dieser auch unabhängig arbeitet. Suchen sie im Internet nach unabhängigen Gutachtern in ihrer Nähe. Ist die Firma Bronzel GmbH dabei?
Sie schreiben nicht ob die Maßnahme der Isolierung an der Aussenwand geholfen hat.
Auch für den Vermieter ist dies alles unangenehm und sehr teuer. Der Vermieter hat ja auch schon nachgebessert, aber offensichtlich halbherzig.
Bleiben sie freundlich und setzen sie schriftlich dem Vermieter eine angemessene zeitliche Frist zur Erledigung der Schimmelentfernung. Sie können sogar einen Teil der Miete erst einmal nicht zahlen bis die Mängel behoben sind.
Das sollte ein deutliches Signal sein.
Sicher wäre es am besten wenn die Nachbarn solidarisch gemeinsam agieren. Wenn es mehrere Parteien betrifft ist das am wirksamsten. Das entlastet auch die Mieter, welche sich das bislang nicht trauen.
Ich denke Schimmel in der Wohnung ist i m m e r gesundheitsschädlich. Egal von welcher Sorte.
Viel Erfolg
polli
Hallo Polli, erst einmal herzlichen Dank für ihr Schreiben, wissen Sie wie der Körper reagiert wenn man in einem Raum schläft, wo Schimmel war, der nur mit dieser Baumarkt Lösung behandelt war, die im Grunde genommen ja nur an der Oberfläche reagiert.
mfg j.henry
Sehr geehrter Herr Heinrich,
Schimmel in Wohnungen ist ein sehr kompliziertes Thema, da es für viele unterscheidliche Gründe für die bildung des Schimmels gibt.
- kann es an falscher Lüftung liegen. Mann sollte immer „Stoßlüftung“ machen. Das heißt mehrmals täglich für kurze Zeit (5 min) das Fenster voll öffnen. Kippfenter bringen nicht all zu viel.
- Wie Sie bereits erwähnten sind viele Blumen und ein Aquarium förderlich für eine hohe Raumfeuchte. Da Sie weder Blumen noch ein Aquarium haben entfällt dieser Grund für Ihre Wohnung.
- Da Schimmelbildung eine Folgeerscheinung von Feuchtigkeit sind muß man die Ursache dafür finden.
In der Regel sind es „Kältebrücken“. Sie entstehen an Außenwänden bei mngelhafter Isolierung oder durch FReuchtigkeit von außen.
Feuchtigkeit von außen kann wiederum durch schlechtes abdichten entstehen. Im Erdreich (Keller) ist das begründet durch hohen Grundwasserstand) in den Obergeschossen durch mangelhaftes Mauerwerk.
Wenn Sie in einem Altbau wohnen, der mehr als 40 Jahre alt ist und dann neue Fenster bekommen, z. B. Kunststofffenster mit zweifacher Dichtung, dann ist es nicht unwarscheinlich, dass Sie Schimmelbildung in der Wohnung haben, denn das Mauerwerk von früher war nicht so gut isoliert wie heute.
Sie schilderten, dass in einem Bereich das Mauerwerk von außen neu abgedichtet wurde. Das ist gut, aber es dauert bis zu 1 Jahr bis das abgedichtete Mauerwer wieder richtig austrocknet und keine Kältebrücke mehr bildet.
Sie erwähnten, dass es in den anderen Wohnungen auch zu Schimmelbildung kommt. Dadurch ist eigentlich schon bewiesen, dass es nich an Ihren Lebensgewohnheiten liegen kann. Ich meine aus dem Grund sollten Sie einer Untersuchung durch einen Gutachter ruhig zustimmen. Die Aussage: „Die Wohnungsverwaltung will Sie einschüchtern“ sehe ich nicht so. Die Daame muß auch ihren Job machen und dazu gehört es nun einmal, Gegenargumente vorzubringen.
Zusammengefasst kann ich sagen.„Wenn Sie in einem Altbau wohnen, dann kann es schwierig werden Abhilfe zu schaffen“.
Noch einen Tip In meinem Haus hatte ich auch plötzlich Schimmel in einer Ecke unseres Schlafzimmers (hinter der Gardine) Wir habenim Sommer für 24 Std, das Fenster auf „kipp“ gestellt. Feuchte aus dem Boden schied aus da der Keller trocken war. Feuchte vom Boden ebenso, denn das Dach war heil. Die Ursache lag darin, das ich die Wand einmal mit einer Vinyltapete -Kunststoffbeschichtet- tapeziert hatte. Diese Tapete habe ich später übergestrichen. Die Vinyltapete hat den Feuchtigkeitsaustausch unterbunden, die Wand konnte nicht mehr „atmen“. Nach dem Entfernen der Venyltapete war das Problem behoben.
Ich hoffe, dass das Problem bei Ihnen auch so einfach zu beheben ist und dass ich Ihnen mit meiner Erklährung helfen Konnte.
Mit freundlichen Grüßen
Hans HT