Erwischt

mein knapp 16 jaehriger sohn hat einen joint geraucht.
hab ich frueher auch …
da man es ihm ansehen konnte, dass er "gedopt "hatte habe ich ihn zur rede gestellt, und er hat es frank + frei erzaehlt.
wie mache ich jetzt weiter?

selbst was besorgen, und einen wettbewerb veranstalten, wer besseres zeug beischleppt, oder schimpfen, dass das ungesund ist, oder was?
gruss
khs

wuesste ich jetzt auch nicht.
vielleicht einfach dabei belassen? wie du ja schreibst, haben wir alle mal… vielleicht ist es nur eine versuchs-phase?

Hallo Karl-Heinz,

Wenn Du früher selbst gekifft hast, dann weißt Du vielleicht auch dass Cannabis an und für sich nicht schädlich ist. Ob es nun aber Zigaretten oder Joints sind, bleibt das Rauchen an und für sich schädlich. Dein Sohn ist in seinem Alter körperlich noch nicht voll entwickelt, und besonders für einen Körper welcher sich noch im Aufbau befindet ist rauchen völlig daneben. Inwiefern ist sich Dein Sohn (sprich über die reale Schädlichkeit des rauchens und nicht über eine nicht existente von Cannabis) dessen bewusst?
Kifft Dein Sohn weil er selbst es lecker findet, oder kifft er um innerhalb der Gruppe nicht als Aussenseiter zu gelten? Wenn ersteres der Fall ist solltest Du seinen Cannabiskonsum akzeptieren (aber nicht einfach so) und Ihm aber dabei behilflich sein, wenigstens ein wenig Verantwortung beim Konsum zu zeigen. In diesem Fall wäre es der gesundheit Deines Kindes zuliebe vielleicht gut wenn ihr euch einigen könntet, dass Dein Sohn bis zum Zeitpunkt an welchem sein Körper die Entwicklungsphase abgeschlossen hat, er nur noch Vaporizer, aber keine Joints, Bongs, Pfeifen oder Chilums raucht. => Er zeigt Verantwortung und solange er sich an die Abmachungen hällt, kannst Du Toleranz zeigen. (Ein Vaporizer ist eine Art Bong bei welchem das Cannabis nicht verbrannt, sondern verdampft wird. Damit werden bei der Einnahme keine Teerstoffe verbrannt.)
Wenn Dein Sohn aber lediglich kifft um In zu sein, dann solltest Du Ihm auslegen wie weich dies ist und wie er sich auch mit der Gruppe auseinandersetzen und nein sagen kann.
Wichtig aber ist in erster Linie eben heraus zu finden wie es im Kopf (und natürlich auch in seinem Herzen) von Deinem Sohn so etwa aussieht. => Ist er sich bewusst welchen Schaden er seinem Körper durch Rauchen (nicht durch Cannabis sonst blockt er natürlich ab, da auch er wissen wird dass Du Ihm damit ein Märchen auftischen willst) zufügt?.. Wie steht er zu Drogen?.. Ist er sich bewusst dass andere Dinge nicht so harmlos wie Cannabis sind?.. Ist er sich bewusst dass der Konsum von Cannabis kein Mittel zur Problembewältigung sein kann?.. Ist er sich bewusst dass es auch gefährlich sein kann den ganzen Tag zu fressen - sprich dass auch ungefährliche und harmlose Dinge gefährlich werden können… ect.

Solange Dein Sohn zu ein wenig Verantwortungsbewusstsein und Kommunikation in der Lage ist und nicht zu jenen zählt welche in Ihrem Leben nur die Dröhnung suchen, solltest Du die Situation nicht ignorieren, aber Dir sicherlich keine Sorgen machen.
Kommuniziere ohne Dich von Vorurteieln leiten zu lassen, fordere (durch Dein eigenes Verhalten) dass Dir zugehört wird und höre selbst auch zu. Wenn Du selbst Zigaretten rauchst, ist es vielleicht keine schlechte Lösung zusammen mit Deinem Sohn einmal eins zu kiffen. Wenn Du aber inzwischen Nichtraucher geworden bist, solltest Du aber besser ein anderes Mittel finden um Deinem Sohn zu zeigen dass es auch über dieses Thema möglich ist mit Dir vorurteilslos zu diskutieren.
Betrachte Deinen Sohn als einen vollwertigen Gesprächspartner, sei ehrlich, vertrete Deine Ansichten ohne dabei den Chef herauszuhängen und verschaffe dir den nötigen Zugang durch Vernunft.

> gestellt, und er hat es frank + frei erzaehlt.

Die erste Bedingung um sich keine Sorgen machen zu müssen ist doch schon erfüllt, freu Dich dass er ehrlich zu Dir war!

> selbst was besorgen, und einen wettbewerb veranstalten, wer besseres
> zeug beischleppt, oder schimpfen, dass das ungesund ist, oder was?

Hoffe mal dies war ein (sehr) dummer Witz J

Alles Gute und keine Panik Snoopy (Der keinen Alkohol trinkt, nichts mit LSD, Heroin, Kokain und all dem anderen Scheis zu tun hat, aber schon 25 Jahre lang kifft)

die dosis macht das gift
…wie mein kollege spot einmal sehr treffend, wenn auch in anderem zusammenhang und in einem anderen brett, hier gepostet hat.

generell: klar habe ich auch in dem alter mal gekifft. meine mutter wußte das, und hat sich lange mit mir über gefahren unterhalten, sonst aber nichts gesagt. das war, glaube ich, der beste weg.

natürlich ist cannabis im grunde nicht schädlich. aber alles kann zur droge werden, abhängig machen, hasch genauso wie alkohol, computer oder einkaufen. :smile: und dann , also wenn es zur sucht wird, ist es gefährlich. und ja, ich kenne leute, die abhängig von hasch waren, auch wenn es nicht körperlich abhängig macht.

ich würde sagen: rede mit deinem sohn über das richtige maß aller dinge. kaum etwas (harte drogen natürlich ausgenommen) ist in maßen genossen schädlich. aber alles, egal wie harmlos, kann, wenn es zur sucht wird, zerstörerisch wirken. erkläre ihm das, so daß er es versteht. wenn er das verstanden hat, dann schadet es auch nichts, wenn er ab und zu mal einen joint raucht. :smile:

davon abgesehen würde ich nicht panisch werden, ihn aber ein wenig im auge behalten. ist bei pubertierenden kindern ohnehin fast immer die beste lösung: beobachtung aus dem hintergrund. :wink:

liebe grüße, nike

ich würde sagen: rede mit deinem sohn
über das richtige maß aller dinge.

genau das haben wir ja auch schon gemacht, auch im vorfeld, und es wird sicher der richtige weg sein, einfach offen weiter darueber zu reden
gruss
khs

> selbst was besorgen, und einen
wettbewerb veranstalten, wer besseres
> zeug beischleppt, oder schimpfen,
dass das ungesund ist, oder was?

Hoffe mal dies war ein (sehr) dummer Witz
J

sollte kein witz sein …gib es zu: das zeug ist schlechter geworden…
er hat was probiert + war enttäuscht, weil es nicht gedröhnt hat - warum sollte ich nicht megazeugs besorgen, und ihm zeigen, was daran mit zeremonie gut sein kann.
gruss
khs

wie du

ja schreibst, haben wir alle mal…
vielleicht ist es nur eine
versuchs-phase?

genauso seh ich es auch, wobei ich gern die kontrolle ueber den versuch weitgehend behalten möchte
gruss
khs

das wollten unsere eltern doch auch nur, oder?
gruss, dana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Karl-heinz

> sollte kein witz sein …gib es zu: das zeug ist schlechter geworden…

Haschisch wurde regional und in gewissen Ländern tatsächlich schlechter (da viele ausländische Bauern auf Opium und Koks umgestellt haben, weil sich damit mehr verdienen lässt) was aber Cannabis betrifft wurde dies auf dem europäischen Markt um vieles besser.

> er hat was probiert + war enttäuscht, weil es nicht gedröhnt hat - warum
> sollte ich nicht megazeugs besorgen, und ihm zeigen, was daran mit
> zeremonie gut sein kann.

Weil: wenn Dein Sohn nur die Dröhnung gesucht hatte, dann glaube ich dass dies zwei Gründe haben kann. Entweder er wollte wissen wie das nun mal ist so ne Dröhnung, oder es besteht tatsächlich ein Konflikt in seinem Leben vor welchem er Flucht suchte. In beiden Fällen aber zeigt sich dass er Scheisse gebaut hat, weil er etwas konsumiert worüber er offensichtlich nicht Bescheid weiss, da er sonst gewusst hätte dass Hanf bei vielen Leuten bei den ersten paar Mal keine Wirkung zeigt. (Wer geht schon in den Wald und frisst irgendwelche Beeren die er nicht kennt?) Ausserdem ist Hanf ein Genussmittel und somit sicherlich nicht zur Bewältigung irgendwelcher Probleme.
Das mit Zeremonie verstehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht, da Hanf nichts mystisches ist und meiner Ansicht nach auch nicht mystifiziert werden sollte. Schätzen wie ein stolzer Weinbauer einen guten eigenen Tropfen schätzt ja, aber mystifizieren nein. Den dies ist wohl auch einer der Gründe weshalb sich viele Jugendliche davon angezogen fühlen, und wie ich über rauchen im Wachstum denke weist Du ja. Ich kann mir nicht denken was Du unter Zeremonie verstehst und wenn Dein Sohn davon enttäuscht ist und kein Anlass zur Sorge dass er es nun einmal mit etwas härterem versuchen will, dann ist es wohl besser wenn Du ihn nicht selbst zum Konsum animierst. Den Vorschlag selbst mit ihm zu kiffen fand ich eigentlich nur gut wenn es dienlich wäre Deinem Sohn zu zeigen dass man offen mit Dir diskutieren kann, oder wenn es für Deinen Sohn sowieso schon klar ist dass er weiterkiffen wird, und Du nicht etwa als Nichtraucher plötzlich wieder Deine Lungen mit Teer und Nikotin beginnst zu belasten.
Der Sohn von Bekannten ist auch in einer Gruppe von 14 bis 16 Jährigen welche täglich so 5 bis 10 Joints rauchen und obschon ich es akzeptieren kann, find ich dies doch völlige Scheisse. Scheisse finde ich es weil der Schaden von Nikotin und Teer während dem Wachstum, von diesen Jungs und Mädels ganz einfach übersehen wird. Akzeptieren kann ich es weil die schulischen Leistungen nicht darunter leiden, weil diese Gruppe lieber in den Wald statt in Discos geht, und weil sie auch ansonsten recht unternehmungslustig sind ohne diese Lust bei kriminellen Aktivitäten auszuleben. Das tolle bei dieser Gruppe ist dass wirklich keiner dabei ist welcher sich profilieren möchte und dass man sich untereinander auch hilft, was mir doch deutlich zeigt dass bei diesen Jugendlichen der Hanf wohl keine Gefahr (abgesehen Nikotin, Teer) bedeutet. Solche Fälle sind aber leider die Ausnahme und wenn es um die Dröhnung geht, dann kommt mir schon der Gedanke dass es in der Gruppe Deines Jungen um Profilierung geht. Und wenn es um profilieren und In sein geht, dann kann einem schon der Gedanke kommen dass eines Tages auch härtere Sachen In sein können.
Kann Dein Sohn nein sagen? Ist sich Dein Sohn bewusst dass es mehr Charakter bedarf gegenüber einer Gruppe auch einmal eine andere Meinung zu vertreten, als jeden Scheiss mit zu machen? Kann sich Dein Sohn auch in einer Gruppe behaupten und klarstellen dass er wirklich cool ist und deshalb nicht nötig hat dies unter Beweis zu stellen indem er einen uncoolen Scheiss mitmacht?
Wenn ja und wenn er lernt und begreift dass man nichts frisst was man nicht kennt, dann hast Du keinen Grund zur Sorge.

Viel Erfolg und alles Gute Snoopy

Hallöchen!

Also, ich muss sagen, ich hab’ mich doch etwas gewundert. Ich bin zwar mit meinen 19 Jahren schon über dem Alter, von dem hier geredet wird. Aber ich möchte trotzdem was dazu sagen. Erstmal, mit knapp 17 habe ich meinen ersten und letzten Joint geraucht. damals wollte ich einfach wissen, wie das so ist. Hat nichts bewirkt, wurde ja auch schon gesagt, das zeug „dröhnt“ bei den ersten paar Malen eh nicht besonders.
Aber, was mich ehrlich schockiert hat, war die tatsache, dass so viele „Erwachsene“ (zu denen ich mich in gewisser Weise ja auch zähle) so zu ihren Joints stehen. Wenn meine Mutter (ich habe ihr als gerade ne Talkshow zu dem Thema lief, „gebeichtet“) mit sowas ankommen würde, wäre ihr Ansehen bei mir den bach runter, und zwar gehörig. Ihr predigt Euren Kids, dass das Zeug schädlich ist, raucht aber selber wie die Schlote und kifft noch dazu. Gut, kann auch ein prima Negativbeispiel sein, abe rmuss ja nicht.
Bin ich jetzt so „konservativ“, bin ich übervernünftig oder seid ihr gerade das eben nicht?

Loussy *diedieweltmanchmalnichtversteht*

Hallöchen!

raucht aber selber wie die

Schlote und kifft noch dazu. Gut, kann
auch ein prima Negativbeispiel sein, abe
rmuss ja nicht.
Bin ich jetzt so „konservativ“, bin ich
übervernünftig oder seid ihr gerade das
eben nicht?

nenenene, das braucht doch nicht jeder. es soll auch noch erwachsene mit kinder geben, die die sich auch ohne „fluchtmittel“ entspannen können.

isschon ok, das du deine meinung für dich hast, denn die menschen sind doch erst dadurch interessant, das sie alle eine eigene meinung und einstellung haben können, oder

gruß

sonja

sollte kein witz sein …gib es zu: das
zeug ist schlechter geworden…
er hat was probiert + war enttäuscht,
weil es nicht gedröhnt hat - warum sollte
ich nicht megazeugs besorgen, und ihm
zeigen, was daran mit zeremonie gut sein
kann.
gruss
khs

Hallo KHS,
so ein Versuch ist gefährlich, da es sicherlich das Verhältnis zwischen Vater Sohn verbessern kann, jedoch die Gefahr birgt, dass Jugendliche meistens versuchen auf das was sie dürfen einen drauf zu setzen. Also Vorsicht ist geboten obwohl gelegentliches Kiffen sicherlich nichts schlimmes ist.
Gruß
Ivo