Erzeihungsgeld und das alles

Hallo!

Für jemanden der sich damit nie beschäftigt hat ist das alles sehr verwirrend.

Was bekommt man denn alles an Geldleistungen nach der Geburt und wie lange?

Noch ist es bei uns nicht so weit und wir würden es auch nicht davon abhängig machen. Aber man will ja wissen was einen so erwartet und ob bzw. wieoft man den Euro umdrehen muss mit Frau und Kind.

gruss

Frank E.

Hallo,

schau mal hier:

Érziehungsgeld:
http://www.rund-ums-baby.de/familienvorsorge/erziehu…

oder:

http://www.aok.de/bund/rd/91115.htm

Kindergeld:

http://www.aok.de/bund/rd/91205.htm

und Allgemeines:

http://www.aok.de/bund/rd/90644.htm#K

Gruß Manu

…hab noch das Mutterschaftsgeld vergessen.

Gruß Manu

Hiho,

auf finanzieller Ebene kannst Du mit Folgendem rechnen bzw. mußt Folgendes beantragen:

Mutterschaftsgeld:
kriegt jede Frau, die entweder fest angestellt ist oder eine demensprechende Zusatzversicherung hat.
Ansprechpartner: Krankenkasse.
Infolink: http://www.rund-ums-baby.de/familienv

Kindergeld:
Kriegt man für jedes Kind, unabhängig vom Gehalt. Für das erste bis dritte Kind sind das 154,- Euro. Monatlich und bis zum vollendeten 17. Lebensjahr, erst mal.
Ansprechpartner: Arbeitsamt.
Infolink: http://www.rund-ums-baby.de/familienv

Erziehungsgeld:
Jetzt wirds kompliziert. Das bekommt der Elternteil, der zu Hause bleibt und in Elternzeit geht. Elternzeit heißt das, was früher Erziehungsurlaub war. Ob und wieviel Du und Deine Freundin bekommen, hängt vom Einkommen der Familie ab (und das ist auch in Ordnung so!). Dabei wird Dein Einkommen und das Deiner Partnerin (egal ob verheiratet oder nicht) zusammen gerechnet und bestimmte Lebensunterhaltungskosten wieder abgezogen, und anhand der Höchstgrenzen wird dann halbjährlich berechnet. Die Einkommensgrenze geht mit jedem halben Jahr höher. Bestenfalls gibt es zwei Jahre lang Geld.
Da das alles aber sehr kompliziert ist, mußt Du Dich da selbst weiter informieren.
Ansprechpartner: Versorgungsamt
Infolink: http://www.rund-ums-baby.de/familienv
Eine unersetzliche Infobroschüre zum Thema Erziehungsgeld kannst Du kostenlos beim Ministerium bestellen:
http://www.bmfsfj.de/

Generell empfehle ich wärmstens den Link
http://www.rund-ums-baby.de/familienv

Da steht nicht nur zu obigen Fragen, sondern auch zu Versichern, Steuern, Renten und all den anderen Wirrnissen für junge Eltern viel Wissenswertes.

Ansonsten an Behördengängen zu erledigen: Das Einwohnermeldeamt, aber erst nach der Geburt.

Falls Ihr nicht verheiratet seid, solltet ihr vor der Geburt beim Jugendamt klären, ob ihr gemeinsames Sorgerecht haben wollt (sonst bekommt es automatisch allein die Mutter) und beim Standesamt, ob das Kind den Namen des Vaters haben soll (sonst bekommt es automatisch den der Mutter, was bei einer späteren Heirat der Eltern kompliziert wird).

Hoffe, ich konnte helfen.
Liebe Grüße,
Nike

@Mod, mach doch mal eine FAQ hieraus. Die Frage kommt immer wieder mal. :smile:

OT: Erziehungsgeld
Hallo Nike,

den Stern gebe ich Dir gerne für die sehr informative Antwort. Allerdings möchte ich Dir widersprechen, wenn Du sagst, es sei völlig in Ordnung das Einkommen des (unverheirateten) Partners beim Erziehungsgeld anzurechnen. Aus meiner Sicht ist dies einer der Hauptgründe, warum sich so viele Frauen gegen ein Baby entscheiden: Plötzlich befinden sie sich in totaler Abhängigkeit vom Mann, weil der nun mal das Geld anschleppt. Selbst unsere Unterhaltsregelungen ändern nichts daran, dass eine zuvor berufstätige Frau beim Kinderkriegen nicht mehr als Individuum, sondern mehr oder weniger als Mündel betrachtet wird. Aus meiner Sicht müsste es ein zentrales politisches Anliegen sein, Frauen zumindest annähernd ihr letztes Nettoeinkommen zu zahlen, wenn sie ein Kind bekommen haben und eine Auszeit nehmen (oder natürlich Männern, wenn sie in den Erziehungsurlaub gehen). Das wäre zwar teuer, ließe sich aber beispielsweise spielend durch die Abschaffung des völlig unangemessenen Ehegattensplittings für Kinderlose finanzieren. Gegenwärtig können sich Kinder eigentlich nur noch Reiche oder Arme leisten. Bei meiner Freundin und mir wird das Wunschkind zu einer Halbierung des Familieneinkommens beitragen.

Grüße,

Matthias

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Keine Probleme mit Familienname
Hallo,

… und beim Standesamt, ob das Kind den Namen
des Vaters haben soll (sonst bekommt es automatisch den der
Mutter, was bei einer späteren Heirat der Eltern kompliziert
wird).

Ist doch prima: dann wird der Name der Mutter Familienname und alles kein Problem! :wink:)

Nur eine knappe Anmerkung zum antiken Weltbild…

Gruß
Julia

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Hi Matthias,

darin gebe ich Dir durchaus recht. Tatsache ist aber, daß es momentan eben so abgerechnet wird und das Gehalt „zusammengelegt“ werden muß bei der Berechnung. Wäre mir auch anders lieber gewesen - ich habe auch auf ein ziemlich gutes Gehalt verzichtet, als ich mein Baby bekam. :confused:

Liebe Grüße,
Nike

Ich habe auch auf ein ziemlich gutes
Gehalt verzichtet, als ich mein Baby bekam. :confused:

He, Nike,
da muss man aber dazu sagen, dass sich dafür aber auch jeder Cent gerechnet hat! :smile:
http://www.die-postlers.de/pix/nikesohn.jpg
Grüß mir den Kleinen, seine Schwester und den Papa!
Eckard

Auch hallo,

… und beim Standesamt, ob das Kind den Namen
des Vaters haben soll (sonst bekommt es automatisch den der
Mutter, was bei einer späteren Heirat der Eltern kompliziert
wird).

wieso denn das? Mein Neffe hieß bei der Geburt Fabian Hoffmann und wurde ganz problemlos zu Fabian Weiss, als er bei der Heirat als ehelich erklärt wurde.

Gruß, Karin