Erziehung

Liebe/-r Experte/-in,

ich habe einen 19 jährigen Sohn, welcher absolut nicht mit seinem Leben klar kommt. Er ist meines Erachtens ein Messi, hat seine Ausbildung hingeschmissen und hat jede Menge Schulden. Er lebt alleine und benötigt dringend Hilfe bzw. einen Beistand. Er erledigt nichts, da ihm wohl alles über den Kopf wächst.
Wissen Sie, ob es auch Hilfestellen gibt, wo er sich hinwenden kann? Möglicher Weise eine Art Betreuung?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Silena

Liebe Silena,

in jeder Stadt, bzw. in jedem Kreis gibt es einen psychologischen Dienst beim Gesundheitsamt. Dort kann man sich zunächst hilfesuchend hin wenden.

Da Ihr Sohn aber schon 19 Jahre alt ist, muss er sich aus freien Stücken Hilfe suchen. Wenn er für sich entscheidet, dass er so gut leben kann, dann können Sie ihn versuchen dazu zu bewegen sich Hilfe zu holen.

Nur in extremen Fällen kann von Amtwegen eingeschritten werden! Dazu bedarf es der Hilfe durch einen Richter, der die Hilfebedürftigkeit eines Heranwachsenden feststellt und teilweise die Rechte Ihres Sohnes eisnschränkt.

Über das Jugendamt wird eine Hilfe schwierig, da Ihr Sohn, wie gesagt schon 19 Jahre ist… Es sei denn, Ihr Sohn, bzw. Sie hatten vorher schon Hilfe zur Erziehung beantragt. Dann kann das Jugendamt auch über das 18. Lebensjahr hinaus gewähren. Das macht das Jugendamt aber nicht gern.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

D. Lemke

Hallo Herr Lemke,

vielen Dank für Ihre Antwort. Werde versuchen ihn zu bewegen, sich an das
Gesundheitsamt zu wenden.
Ich habe ihn bereits geraten sich an das Jugendamt zu wenden. Das hat er
auch tatsächlich getan, aber wie Sie bereits geschrieben haben, ohne Erfolg.
Leider wird nur in strafrechtlichen Angelegenheiten überprüft, inwiefern ein
Jugendlicher die nötige Reife besitzt.

Mit freundlichen Grüßen
Silena

Ja, leider ist dies so…

ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn viel Erfolg und alles Gute.

Mit feundlichem Gruß

D. Lemke