hi du,
kann mich meinen vorrednern nur anschließen: jeder hund kann auch bis ins hohe alter erzogen werden. man sollte eben nur auf das jeweilige temperament oder leidenschaften des tieres eingehen.
speziell mit einem cocker habe ich schon erfahrungen gemacht. unser guter cocker ist 14 jahre alt geworden und hat bis zuletzt dazugelernt. gerade da er ein familen- und ersthund war wurde in den ersten jahren einiges falsch gemacht. er war ja nun mal sehr eigensinnig, hasste bürsten, bäder oder wenn jemand mit einer schere zu nahe kam. dann konnte das sonst so gedultige tier schon mal böse werden. das bürsten konnte ich ihr ziemlich gut angewöhnen, indem ich sie am bauch gekrault habe (das mag wohl jeder hund
) und dann irgendwann die bürste heimlich mit ins spiel brachte. hat sie das entdeckt war das theater groß. aber danach durfte sie ins haus (war ein gartenhund der nur nachmittags bis abends im haus war). irgendwann hat sie sich richtig auf das bürsten gefreut, weil es das signal war, das es nun ins haus geht. in ihren letzten jahren hat sie mir sogar soweit vertraut, das ich ihr fell schneiden konnte.
also, nutze die vorlieben deines hundes! mach ein paar übungen vor fressen/spielen/gassie gehen, je nach dem. und viel mit lob arbeiten! auch kleine fortschritte anerkennen. kommt dein hund zum beispiel nach dem zehnten mal rufen doch endlich zu dir, und du kochst schon vor wut weil er eben doch erst den hasen verfolgte bevor er hörte - bloß nicht strafen. der hund versteht nicht warum, verbindet es nicht mit der verfolgungsjagt sondern mit seinem kommen. also lobe ihn, er wird sich das merken und irgendwann gleich seine belohnung abholen kommen 
das lob sollte jedoch auch zum richtigen zeitpunkt kommen. übst du zB sitz, dann fange mit dem loben in dem moment an, in dem er in der hocke ist, nicht wenn er schon wieder aufspringt. hat er kapiert was du willst, dann verlängere den zeitraum in dem er gehorchen soll. wichtig ist auch, das er befehle nicht selbst wieder aufheben darf. sagst du platz, so hat er zu liegen bis du ihn entbindest (zb mit einem „ab“). du musst konsequent sein! günstig ist es wenn du unterscheidungen machst zwischen konkreten befehlen wie platz, und „anregungen“ wie zB leg dich hin, die er bei bedarf allein wieder aufheben kann. sowas ist günstig für die wohnung, wenn er nur mal für den moment aus dem weg sein soll.
sehr gut ist auf jeden fall auch die idee mit dem hundplatz. such dir einen kompetenten trainer, schau dir am besten erst mal verschiedene plätze an. wir mussten auch wechseln mit unserem jetzigen hund, da unser alter platz eher wie ein kaffeekränzchen wirkte. unser jetziger trainer hat ein beneidenswertes händchen für hunde. nach keiner viertel stunde die er sich mit ihnen beschäftigt machen die tiere was er will. er hat zum beispiel einen aggressiven cocker nach 5 minuten in ein lammfrommes tier verwandelt, allerdings ging das nur unter seiner führung so rasch. bei seinem herrchen klappt das noch nicht so gut… das zeigt mal wieder, das es doch meistens die halter sind, die nicht in der lage sind ihrem tier zu vermitteln was es tun soll
. fast könnte man glauben das mein wolf mit mir zum platz geht damit ich endlich mal richtig kommunizieren lerne *grins*
viel glück.
wenn du noch spezielle anregungen zu einem kommando brauchst frag noch mal nach
tata aj
PS: neben den von dir genannten dingen die du trainieren musst solltest du auch unbedingt mit deinem vierbeiner üben, den maulkorb anzulegen und zu ertragen! es kann schneller als man denk mal nötig sein ihn anzulegen, und wenn das vorher nicht beigebracht wurde - prost mahlzeit. aber am besten bringst du ihm erst mal sitz bei, dann geht das anlegen einfacher