Erziehung im fünften Lebensjahr

Hi Manfred,

Das ist schlicht und ergreifend ein Machtkampf…
das ist wie bei den Tieren… sie kämpft Ihre Postion im Rudel
aus…
und ihr ordnet Euch unter :wink:

Genau; es gibt immer Sieger und Verlierer!
Nur; es sollten nicht immer die gleichen Sieger bzw. Verlierer
sein. Es ist doch überhaupt kein Kunststück gegenüber den
Kindern immer zu siegen.

Scheinbar nicht, sonst würde Kind ja keine Wände mehr anmalen…
*grins*
Man muss halt Prioritäten setzten, bei uns läuft das nach einem relativ einfachem Muster…
Wir haben ein Haus 2 Etagen… untere Wohnräume (Wohn-, Esszimmer und Küche) oben Schlafräume und Kinderzimmer…
im Kinderzimmer entscheidet Kind grundsätzlich, es muss sich schließlich darin wohlfühlen. In den Gemeinschaftsräumen entscheidet die Gemeinschaft - schließlich müssen sich dort alle wohlfühlen.

Das funktioniert prima…
Wenn die „Malwand“ im Kinderzimmer ist hast du Pech *g*
befindet sie sich in den Gemeinschaftsräumen, muss Kind das in Ordnung bringen…
Wenn z. B. Farbe gekauft weden muss, muss Kind im Wert der Farbe auf einen Wunsch verzichten… oder Taschengeld sparen…

Ein gemeinsames in Ordnung bringen ist zwar grundsätzlich richtig, kann aber auch eine „Falle“ sein… vielleicht will Kind ja auch nur mal was mit Papa alleine machen?
Jedenfalls hat die volle Aufmerksamkeit in der Familie…
Wenn man rausbekommt, dass Kind nur Aufmerksamkeit will…
gut… dann muss man aber auch da einsetzen…
eine Papa-Kind-Malstunde einrichten… das heißt, Kind malt, und Papa sitzt neben Kind malt entweder selber was, oder rät, was Kind malt…
Alles in allem ist das effektiver, als ein dauerndes Geschimpfe…

Was an sich ja kein Problem darstellt… Aber dann darf man
sich auch nicht beschweren :wink:

hab´ich mich beschwert?

ja… du willst wissen, wie man Kind dazubekommt, das zu lassen *g*

Nein, und dort räumt sie auch alle Spielsachen wieder auf.
Nach meiner bisherigen Erfahrung im Gespräch mit anderen
Eltern ist das aber bei allen Kindern so.

Weil im Kindergarten einfache logische Regeln gelten…
Wenn… dann… sonst…

Das ist nicht der Grund
Nach diese Hypthese müßten ja bei uns Oma und Opa einfache
logische Regeln gelten, die diese Verhalten bewirken.
Dem ist aber gar nicht so

Bei Euch scheinen die nicht zu gelten… jedenfalls nciht logisch für Kind…
Nur, dass es für Erwachsene logisch ist, heißt nicht, dass Kind die Logik nachvollziehen kann…

Ja… ich denke nämlich, dass da das Hauptproblem liegt…
du verlangst von deinem Kind, deine Worte zu respektieren und
etwas zu unterlassen, alleine aus dem Grund, dass es dir nicht
gefällt… und wie ist es andersrum?

denke ich nicht

hmmm… die These würde dir nicht gefallen?
Wolltest du denn das Problem lösen, oder nur Mitleid?
*zwinker*
Gruß
Gerlinde

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Hallo Manfred,

die Sache mit dem Erklären und Alternativen anbieten funktioniert bei Gernot und Harvey - und auch bei uns.

Kann es sein, daß Ihr einfach zu spät angefangen habt, Regeln aufzustellen? Die Regeln müssen spätestens bei einem Alter von einem Jahr anfangen - ungefähr dann, wenn die Kinder ihren Aktionsradius durch Laufen plötzlich gewaltig vergrößern.

Wenn sie bis zum 5. Lebensjahr mehr oder weniger machen können, was sie wollen, ist der Zug in der Regel abgefahren.

Übrigens: Das Wände (oder andere unerwünschte Flächen) anmalen gewöhnen wir gerade unserem Zweiten ab - der wird im Januar drei.

Gruß Kubi

Hallo Manfred,

die Sache mit dem Erklären und Alternativen anbieten
funktioniert bei Gernot und Harvey - und auch bei uns.

Kann es sein, daß Ihr einfach zu spät angefangen habt, Regeln
aufzustellen?

Nein

Wenn sie bis zum 5. Lebensjahr mehr oder weniger machen
können, was sie wollen, ist der Zug in der Regel abgefahren.

Unser Regelwerk ist ganz klar (das weiß ich, weil meine Tochter alle Regeln kennt und versteht). Nur ab und zu hat sie einfach ich will mal sagen „schlechte Tage“. Außerdem ziehen wir das Regelwerk konsequent durch. Leere Drohungen gibt´s bei mir nicht.

Ich hab´s zur Gerlinde schon gesagt. Es ist keine Schwierigkeit für mich gegenüber meiner Tochter den letzten Stich zu machen. Die Frage ist ja, macht diese Einbahnstrasse sinn, oder gibt´s da bessere Möglichkeiten.

Die Idee mit der Malwand finde ich gut

Freundliche Grüße,

Manfred

Wie lange wollt ihr reden?Und vor allem-wie oft?
Hallo Manfred,

interessiert habe ich diese Diskussion bis hierher verfolgt.
Nun aber merke ich, dass ich irgendwie immer unruhiger werde *gg*

es schmort bereits nach einem halben Tag

und was passiert dann im allgemeinen?

wir ziehen die 3 Tage natürlich durch und erklären ihr nochmal
warum sie keine Stifte bekommt

Und das ist der Punkt, der mich unruhig werden lässt -
wie oft wollt ihr denn eurer 5-jährigen Tochter das noch erklären ???

Ich selber habe als Tochter, die die antiautoritäre Erziehung „erleiden durfte“ *lach*, als Mutter zweier Söhne im Alter von 10 und bald 14 und als Wochenend-Mami eines 5-jährigen Jungen die Erfahrung gemacht, dass Reden nicht immer und vor allem nur bis zu einem gewissen Punkt etwas bringt.

Mal im Ernst - wie läuft es denn allgemein im Leben ?
Da wird meistens nicht wieder und wieder geredet…da folgen Taten.
Ein Kind ist mit fünf Jahren sehr wohl in der Lage, durch ein einmaliges Gespräch zu verstehen, worum es geht und worauf es ankommt.
Du willst doch deine Tochter sicher zu einem „Gesallschaftsfähigen“ Menschen erziehen ?!
Ich halte absolut nichts von Schläge, ganz klar. Aber ich halte auch nichts von endlosen Debatten.
Denn so sieht das Leben nicht aus.

Wir alle müssen uns anpassen und auch unterordenen können - immer wieder und in allen möglichen Lebenslagen.
Wann soll eure Tochter das lernen ?

Wenn es dann vielleicht nicht mehr das malen sein sollte, ist
es was anderes…

natürlich, und gerade deshalb sollte man sich nicht nur auf
die Einbahnstrasse mit dem Erhöhen des Strafmasses begeben.

Das Strafmaß muß nicht unbedingt erhöht werden - es muß anders sein, immer wieder…angepasst an die jeweilige Situation.

Viele Grüße,
Vanessa

Hallo noch mal,

ich muß noch mal kurz etwas dazu sagen :wink:

Das ist schlicht und ergreifend ein Machtkampf…
das ist wie bei den Tieren… sie kämpft Ihre Postion im Rudel
aus…
und ihr ordnet Euch unter :wink:

Genau; es gibt immer Sieger und Verlierer!
Nur; es sollten nicht immer die gleichen Sieger bzw. Verlierer
sein. Es ist doch überhaupt kein Kunststück gegenüber den
Kindern immer zu siegen.

Nein das ist sicher kein Kunststück.
Aber es ist auch kein Vergehen - wenn eure Tochter die Liebe, Anerkennung und Fürsorge bekommt, die ihr zusteht, wird sie ein selbstbewußter und ausgeglichener Mensch werden, der sich aber auch ohne weiteres mal anpassen kann und klare Worte akzeptiert.
Wenn eure Tochter euch heute immer „besiegt“, kann es gut sein, dass sie es später einmal sehr schwer haben wird, weil sie es nie kennengelernt hat, zu „verlieren“.

Nein, und dort räumt sie auch alle Spielsachen wieder auf.
Nach meiner bisherigen Erfahrung im Gespräch mit anderen
Eltern ist das aber bei allen Kindern so.

Weil im Kindergarten einfache logische Regeln gelten…
Wenn… dann… sonst…

Das ist nicht der Grund

In meinen Augen hat Gerlinde den Nagel auf den Kopf getroffen, denn genau das ist der Grund.

So long,
Vanessa

Hallo Vabe

Und das ist der Punkt, der mich unruhig werden lässt -
wie oft wollt ihr denn eurer 5-jährigen Tochter das noch
erklären ???

lies bitte meine vorigen Postings, dann sieht das ich es eben bis jetzt nicht so gemacht habe, wie Du es mir unterstellst.
Außerden ist meine Tochter 4 Jahre und 2 Monate.

Ich selber habe als Tochter, die die antiautoritäre Erziehung
„erleiden durfte“ *lach*, als Mutter zweier Söhne im Alter von
10 und bald 14 und als Wochenend-Mami eines 5-jährigen Jungen
die Erfahrung gemacht, dass Reden nicht immer und vor allem
nur bis zu einem gewissen Punkt etwas bringt.

genau meine Ansicht, und das ziehe ich auch konsequent durch (siehe vorherige postings).

Mal im Ernst - wie läuft es denn allgemein im Leben ?
Da wird meistens nicht wieder und wieder geredet…da folgen
Taten.

s.o.

Ein Kind ist mit fünf Jahren sehr wohl in der Lage, durch ein
einmaliges Gespräch zu verstehen, worum es geht und worauf es
ankommt.

genau

Das Strafmaß muß nicht unbedingt erhöht werden - es muß anders
sein, immer wieder…angepasst an die jeweilige Situation.

z.B:?

Ein´s noch angemerkt.
In Deinen und Gerlindes Augen bin ich anscheinend der Papi der die konsequente Erziehung in den letzten 4 Jahre verpennt hat und jetzt jammert.

Bitte studiert meine postings und Ihr werdet sehen, daß das nicht so ist.

Unserer Regelwerk ist klar und logisch, und meine Tochter versteht es auch.

Manfred

In meinen Augen hat Gerlinde den Nagel auf den Kopf getroffen,
denn genau das ist der Grund.

das habe ich bereits vorher ad absurdum geführt

Manfred

Hi Gerlinde,

wahrscheinlich sind wir Ähnlicher in Sachen Kindererziehung als Du glaubst. Du unterstellt mir halt nur Sachen und Ansichten, die nicht von mir sind.

Manfred

Das mit Oma und Opa funktioniert m.e. nicht. Du kannst anderen
nicht vorschreiben, wie sie mit Deinem Kind umgehen (außer es
wird z.B. geschlagen o.ä.); Ratschläge ausgenommen.
Das Kind muß sollte Meinung nach baldigst mitbekommen, daß wir
Menschen unterschiedlich sind.

Hallo Manfred,

gewiß sollte das Kind mitbekommen, daß Menschen verschieden sind. Aber in einer Zeit derart elementarer Prägung kannst Du dem Kind nicht alles auf einmal vermitteln. Grundsätzlich lassen sich den eigenen Bestrebungen zuwider laufende Einflüsse nicht völlig fernhalten, aber Du mußt es Dir nicht unnötig schwer machen. Und dem Kind auch nicht. Bestimmte Verhaltensweisen lernt das Kind durch konsequentes Handeln seiner Bezugspersonen. Wenn einer hü und der andere hott sagt, darf man sich nicht wundern, daß der Lerneffekt nicht oder nur über unnötige Umwege und entsprechend nervenaufreibend stattfindet. Deshalb halte ich es für sehr nützlich, Großeltern und sonstigen Personen des häufigen Umgangs klipp und klar zu sagen, was erwünscht ist, insbesondere aber, was nicht. Wenn Du das unterläßt, torpedierst Du Deine eigenen Erziehungsbemühungen oder läßt wenigstens zu, daß andere Leute Deine Bemühungen unterlaufen.

Die Unterschiede verschiedener Menschen kann das Kind verdauen, wenn seine Verhaltensweisen begriffen und gefestigt sind.

In dieser Hinsicht unterscheiden sich kleine Kinder nicht von Tieren. Nur bei letztgenannten sieht (fast) jeder die Notwendigkeit der Konsequenz des ganzen Umfelds ein. Wenn der junge Hund nicht auf das Sofa soll, kannst Du ihm das recht schnell verständlich machen. Wenn nun dauernd andere Leute quer schießen und überhaupt nichts dagegen haben, daß er sich dort breit macht, wirst Du erleben, immer wieder längst Kapiertes beibiegen zu müssen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Manfred,

gewiß sollte das Kind mitbekommen, daß Menschen verschieden
sind. Aber in einer Zeit derart elementarer Prägung kannst Du
dem Kind nicht alles auf einmal vermitteln.

Nicht alles, aber dieses schon.
Ansonsten finde ich auch wie Gernot, daß man Kindern keine künstliche Einheit vorgaukeln sollte. Natürlich spricht man sich mit Oma und Opa ab. Einige Punkte werden dort aber etwas anders gehandhabt und das ist meiner Meinung auch in einem gewissen Rahmen in Ordnung.

Manfred

Hallo Vabe

Und das ist der Punkt, der mich unruhig werden lässt -
wie oft wollt ihr denn eurer 5-jährigen Tochter das noch
erklären ???

lies bitte meine vorigen Postings, dann sieht das ich es eben
bis jetzt nicht so gemacht habe, wie Du es mir unterstellst.

Ich unterstelle dir gar nichts, aber ich habe deine Postings eben gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass wohl doch viel geredet wird…du selber hast es geschrieben „noch mal geredet“.

Außerden ist meine Tochter 4 Jahre und 2 Monate.

Oh…entschuldige bitte.

Ich selber habe als Tochter, die die antiautoritäre Erziehung
„erleiden durfte“ *lach*, als Mutter zweier Söhne im Alter von
10 und bald 14 und als Wochenend-Mami eines 5-jährigen Jungen
die Erfahrung gemacht, dass Reden nicht immer und vor allem
nur bis zu einem gewissen Punkt etwas bringt.

genau meine Ansicht, und das ziehe ich auch konsequent durch
(siehe vorherige postings).

Für mich ein Widerspruch in sich.

Mal im Ernst - wie läuft es denn allgemein im Leben ?
Da wird meistens nicht wieder und wieder geredet…da folgen
Taten.

s.o.

Ein Kind ist mit fünf Jahren sehr wohl in der Lage, durch ein
einmaliges Gespräch zu verstehen, worum es geht und worauf es
ankommt.

genau

Das Strafmaß muß nicht unbedingt erhöht werden - es muß anders
sein, immer wieder…angepasst an die jeweilige Situation.

z.B:?

Z.B. das Malen über einen längeren Zeitraum konsequent und überall verbieten.
Oder Sophie - so heißt sie doch? - Dinge untersagen, die ihr wirklich Spaß machen bzw. an denen ihr gelegen ist.
Oder oder oder…
Wenn ein Strafmaß erfolglos blieb, war es entweder viel zu lasch oder aber du läßt dich belatschern, dies würde im Umkehrschluß bedeuten, es wird eben doch zuviel diskutiert.

Ein´s noch angemerkt.
In Deinen und Gerlindes Augen bin ich anscheinend der Papi der
die konsequente Erziehung in den letzten 4 Jahre verpennt hat
und jetzt jammert.

Bitte studiert meine postings und Ihr werdet sehen, daß das
nicht so ist.

Unserer Regelwerk ist klar und logisch, und meine Tochter
versteht es auch.

Und warum stellst du dann deine Ausgangsfrage ?
Auch hier sehe ich den Widerspruch.

Mein Sohn hat mit knapp 3 Jahren auch mal eine Wand angemalt - einmal und nie wieder.
Ich habe ihm sofort absolut deutlich gemacht, wie ernst mir die Sache ist, wie wichtig mir unser Zuhause ist und das ich absolut kein Interesse habe, zu renovieren, weil er seine Malblätter nicht findet.
Es gab seinerzeit eine einmalige Diskussion und er hat es kapiert…allerdings auch unter der Androhung, dass ich seinen gesamten Malkram wegschmeiße, wenn das auch nur noch ein einziges Mal vorkommt.

Ihm war sehr klar, dass ich meine Androhung wahr mache, denn ich habe nie gedroht, ohne es durchzuziehen, wenn nötig.
Und das ist sehr wichtig.
Kann es sein, dass es bei euch doch mal die eine oder andere Ausnahme gab ?

Viele Grüße,
Vanessa

Hi Vabe,

Ich unterstelle dir gar nichts, aber ich habe deine Postings
eben gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass wohl doch
viel geredet wird…

Du willst also aus der Tatsache, daß ich mit euch diskutiere ableiten, daß ich meiner Tochter nur was vorlabere und nicht handle. lächerlich!

Für mich ein Widerspruch in sich.

lies meine postings (7.11. 14:47)

Manfred

Hallo Manfred,

Ich unterstelle dir gar nichts, aber ich habe deine Postings
eben gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass wohl doch
viel geredet wird…

Du willst also aus der Tatsache, daß ich mit euch diskutiere
ableiten, daß ich meiner Tochter nur was vorlabere und nicht
handle. lächerlich!

NEIN !!!
Nicht das hier viel geredet wird, sondern das du mit deiner Tochter viel redest.
Das war ein Mißverständnis, Manfred…sorry.

Für mich ein Widerspruch in sich.

lies meine postings (7.11. 14:47)

Habe ich gelesen…und nun ?

Viele Grüße,
Vanessa

hallo,

Nicht das hier viel geredet wird, sondern das du mit deiner
Tochter viel redest.

finde ich gut, mit der tochter viel reden.
konsequenz schliesst reden nicht aus. im gegenteil. mein sohn (6) kann immer damit rechnen, dass ich zuhoere und mit ihm rede. das heisst nicht, dass es ihm die vorher angedrohten konsequenzen erspart. aber bevor ich drohe, rede ich sicher mehr als einmal ueber das thema. und mir gefaellt es zu hoeren und manchmal zu verstehen, wie er denkt und wie seine regeln entstehen.

in dem alter ‚reicht einmal besprechen und schluss‘ sicher nicht. (ich kenn sogar jede menge erwachsene, die mehr gespraeche brauchen als ein kind, um eine gemeinsame regel wirklich zu akzeptieren.)

und weil ich grad da bin:
hallo manfred,
ich hab den eindruck, du gehoerst du zu den eltern, die sich nicht davor fuerchten, von ihren nachfahren untergebuttert zu werden.
have fun

gernot

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Hallo Gernot,

Nicht das hier viel geredet wird, sondern das du mit deiner
Tochter viel redest.

finde ich gut, mit der tochter viel reden.

Ich auch…aber es gibt IMHO Situationen, da werden die Dinge zerredet.
Generell bin ich sehr dafür, den Kids zu erklären, warum und wieso das jetzt nicht geht, warum sie dies oder jenes dürfen und anderes eben nicht.
Überhaupt ist reden nunmal das Kommunikationsmittel Nummer 1 *gg*, und dagegen habe ich überhaupt nichts, ganz im Gegenteil.
Bestimmte Dinge allerdings werden durch reden nicht besser,
und Wände bemalen gehört für mich dazu.

konsequenz schliesst reden nicht aus.

Richtig - leider trifft dies nur nicht auf alle Kids/Eltern zu.

im gegenteil. mein sohn
(6) kann immer damit rechnen, dass ich zuhoere und mit ihm
rede.

Ich sprach nicht vom „Miteinander reden“ - ich sprach vom zerreden der Dinge.

das heisst nicht, dass es ihm die vorher angedrohten
konsequenzen erspart. aber bevor ich drohe, rede ich sicher
mehr als einmal ueber das thema.

Auch richtig - allerdings unterscheide ich da ganz klar.
Wände bemalen ist eine Sache, die bespreche ich nur einmal, sehr deutlich, verständlich und klar.
In diesem Gespräch vergewissere ich mich, dass das Kind mich verstanden hat - sobald ich diesen Eindruck habe, ist das Gespräch erledigt.
Beim zweiten Mal Wände anmalen wird nicht mehr viel geredet, da folgen Taten.

Vergleiche es von mir aus mit de Gesetzen des Straßenverkehrs -
einmal falsch Parken = Geldstrafe
zwei mal falsch Parken = Geldstrafe
etcpp.

Einmal rote Ampel = Geldstrafe
Einmal dunkelrote Ampel = Geldstrafe und Punkte

Die Frage ist natürlich, wie Eltern das Wändebemalen einstufen.
Für mich ist es in diesem Alter ganz klar etwas, was schlicht nicht mehr sein darf.
Ein Kind, dass mit zwei Jahren die Wände beschmaddert, ok - da muß man natürlich nach mehr reden und erklären, denn das Kind muß ja auch erst einmal verstehen lernen.
Aber mit vier Jahren ?!

und mir gefaellt es zu hoeren
und manchmal zu verstehen, wie er denkt und wie seine regeln
entstehen.

Sorry, aber mich würde es nicht mehr die Bohne interessieren, welche Regeln mein 6-jähriges Kind für sich aufstellt, wenn es die Wände bemalt.
Es ist halt sehr Situationsabhängig.

in dem alter ‚reicht einmal besprechen und schluss‘ sicher
nicht.

Da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht.
In dem Alter sollte ein Kind soweit sein, seine Eltern und deren Worte zu verstehen.
Wie gesagt - es hängt eben von der jeweiligen Situation ab.

(ich kenn sogar jede menge erwachsene, die mehr
gespraeche brauchen als ein kind, um eine gemeinsame regel
wirklich zu akzeptieren.)

Hm…das sind dann die, die Mühe haben, sich auch mal anzupassen und unterzuordnen ?

Davon abgesehen gibt es für mich keine gemeinsame Regel, was die Wände betrifft - die werden nicht angemalt, dafür gibt es Papier, Tafeln und Schluß.

Viele Grüße,
Vanessa

Hi Gernot,

und weil ich grad da bin:
hallo manfred,
ich hab den eindruck, du gehoerst du zu den eltern, die sich
nicht davor fuerchten, von ihren nachfahren untergebuttert zu
werden.

Das Leben ist halt mal der beste Lehrmeister,

Danke für die Unterstützung
Ich wollte mich eigentlich nur etwas mit anderen Eltern austauschen und schwups muß jetzt dauernd meinen Erziehungsstil rechtfertigen (der sich im übrigen gar nicht so von den anderen unterscheidet glaube ich; man liest oder glaubt halt einfach nicht was ich poste).

Manfred

Hi Vanessa,

ich glaube das hat jetzt keinen Zweck mehr.

Im Reden ist man einer Frau halt einfach unterlegen.

Ich will auch jetzt nicht das letzte Wort haben, also gib bitte noch einmal Deinen Senf dazu und dann hat sich´s.

Nicht´s für ungut,

Manfred

Hi Vanessa,

Auch richtig - allerdings unterscheide ich da ganz klar.
Wände bemalen ist eine Sache, die bespreche ich nur einmal,
sehr deutlich, verständlich und klar.

ich hatte eigentlich mit dem Thema schon abgeschlossen, aber der Klarheit halber will noch folgendes sagen (wenn ich mein erstes posting sehe, könnte man ja auch meinen, unser Haus sieht jetzt aus wie bei Pipi Langstrumpf).

Also, wir hatten solche Vorkommnisse jetzt 5 mal, wobei es sich ab dem 3. mal lediglich um jeweils einen Strich handelt, wohl aus dem Affekt, um mich zu ärgern schätze ich.

Grüße aus Bad Tölz,

Manfred

Ich hab´s zur Gerlinde schon gesagt. Es ist keine
Schwierigkeit für mich gegenüber meiner Tochter den letzten
Stich zu machen.

Hallo Manfred,

man impliziert nach dem Lesen Deines Postings schon, daß ihr ein gewisses Problem damit habt, warum sonst fragst Du nach Alternativen? Auch, daß Deine Tochter offenbar schon öfter die Wand bemalt hat, zeigt, daß sie entweder doch nicht verstanden hat, oder, was vielleicht noch weniger schön ist, daß sie bewußt provoziert. Dann sollten di Grenzen deutlichst gezogen werden. Aber das kannst Du am besten beurteilen!

Die Frage ist ja, macht diese Einbahnstrasse
sinn, oder gibt´s da bessere Möglichkeiten.

Ich habe bei meinen Kindern immer versucht, ihnen einen gewissen Sinn bezüglich bestimmter Verbote zu vermitteln. Wegen der Wand zu sagen: ‚Das ist aber nicht schön‘, bringt vermutlich nichts, denn das Kind findet es vermutlich doch schön. Manchmal ist freilig etwas Phantasie nötig, Kindern nachvollziehbare Begründungen zu liefern . Vielleicht hat jemand eine nette Idee???

Weiterhin wichtig ist es Alternativen zu finden, wenn das Anliegen des Kindes an sich nicht verkehrt ist, deshalb schließe ich mich an:

Die Idee mit der Malwand finde ich gut

Eine weitere Möglichkeit in dieser Richtung, gemeinsam mit dem Kind die Wand neu gestalten, bei Möbeln kann man auch mal einen ausgedienten Schrank ‚aufmotzen‘…vielleicht ist es dem Kind eben nicht bunt genug und so wird der Tatendrang in eine ‚erwachsenenkonforme‘ Richtung gelenkt.

Gruß Heike

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