Hallo Silvia!
Jeder Mensch lebt innerhalb einer Gruppe von Menschen.
Diese haben nun mal unterschiedliche Ansichten, Werte, etc.
Somit sind „Grenzen“ in diesem Fall also eben die, welche
das Umfeld setzt. Dies ist natürlich immer verschieden und
sie unterscheiden sich hier oftmals stark.
Um deinen Sohn das „klar zu machen“ (Kinder lernen ja vorbild-
haft, also in dem sie imitieren usw.) braucht er das Verständnis
für die entsprechenden „Grenzen“ der Umgebung. Den eigenen
Weg finden Kindern ja mit den Jahren und entsprechender
Unterstüzung.
Das „Problem“ ist da also: Wie schaffe ich es, das mein Kind
bei „mir“ meine Grenzen akzeptiert und dort die der Grosseltern,
bei denen er auch sicherlich nicht „ALLES“ darf.
Wie das dann im Alltag aussehen könnte, musst du selbst erfahren,
ausprobieren.
Es gibt keine Erziehung, auch kein Leben an sich ohne Grenzen.
Die sind schliesslich immer da. Somit wäre es hilfreich, wenn du dir
über deine Gedanken machst. (Gehe mal davon aus, dass du dies schon längst getan hast!)
Wie du dann Akzente setzt, hängt ja nicht zuletzt von der Persönlichkeit deines Kindes ab.
Buchtipps hast du ja schon bekommen. Mir fällt dazu nur noch ein:
Grenzen zu setzen verlangt vor allem MUT. Denn all zu leicht denkt man, dem Kind damit keinen Gefallen zu tun, es damit „zu begrenzen“.
Nur wie soll dann ein Zusammenleben möglich sein?
Bevor es zu langatmig wird: Ich erlebe im (Berufs-)Alltag, dass gerade die Kinder, welche erlebt haben, dass die Grenzen nie klar definiert wurden, oder werden, „schwimmen“ und nicht wissen, wo ihre eigenen eigentlich sind, krasser ausgedrückt, wer sie eigentlich sind, da ihnen die Reibungspunkte fehlen, durch welche sie eigenes Profil gewinnen und sich erfahren können.
Jetzt reicht es aber.
Erziehung (im weitesten) Sinne sollte SPass machen, wenn auch nicht alles Spass macht (für beide Seiten!).
Lieben Gruss
Lars
ps: schreibe hier aus der Sicht des „Pädagogen“ ohne die Erfahrung der Erziehung (welcher Art auch immer) eigener Kinder!