Hallo Kat!
Dein längeres Posting habe ich auch weiter unten nicht gefunden- egal. Ich denke Du lässt Dich auch dort über Deine Kollegin aus.
„Was solls“ ist keine Lösung. Wie lange möchtest Du es denn ertragen?
Wieviel kannst Du denn ertragen? Du platzt ja jetzt schon vor Wut!
Ich glaube auch nicht, dass Du „die Ruhe selbst“ bist- nach aussen vielleicht- innen kocht es.
Viele Menschen kennen das Problem mit dem blöden Arbeitskollegen- auch ich habe es schon erfahren. Täglich sehe ich es bei anderen Arbeitskollegen und die ganze Sache geht immer gleich ab: Wir hassen den Kollegen und denken: Alles könnte ja so schön sein, wenn der nicht wär, oder zumindest wenn der sich anders verhalten würde und wenn der nicht so blöd wär.
Meine ganz einfache Erkenntnis aber ist: Ich werde keinen anderen Menschen- egal wer es ist- ÄNDERN können und ich möchte es ja auch gar nicht. Ich kann immer nur dann etwas bewegen, wenn ich mein EIGENES Verhalten gegenüber diesen Menschen ändere. Diese simple und einfache Regel sollte Dir helfen.
Du bist immer nur solange wütend und kochst, solange Dein Blick und Deine Konzentration bei der bösen Kollegin ist.
Wie kann es sein, dass ein einziger Mensch Dich so aus der Ruhe bringt? Du denkst an sie? häufig? oft? wie oft?
Ich glaube zu oft. Es darf doch nicht sein. Schönere Gedanken sollten Dich beschäftigen.
Wie wäre es denn mal bei Dir selbst zu schauen und einfach mal ein anderes Verhalten an den (Büro)Alltag zu legen?
Wie wäre es, Sie gar nicht zu beachten?
Wie wäre es, Ihr zu sagen, dass sie blöd ist?
Mach’ doch was anders im Umgang mit Ihr. Von mir aus Salz im Kaffee. Lass Dir was einfallen was DU anders machen kannst. Erwarte nicht, dass sich alles von selbst regelt, oder sie von Zauberhand eines Tages lieb wird…
Solange jeder Tag gleich abläuft und Du auf Ihr Verhalten die immer gleiche Reaktion zeigst, wird sich nichts ändern und Du wirst Deines Lebens nicht mehr glücklich.
Wenn alles nichts hilft ist die Kündigung die Konsequenz- auch das ist „etwas anders machen“
Ich ahne Deine Gedanken: „ich soll wegen der kündigen“?
Wenn es Dir nicht gelingt, etwas anders zu machen, dann ist das nun wirklich das kleinere Übel, als sich jeden Tag mit der bösen Kollegin beschäftigen zu müssen.
Ich habe mich damals in einer ähnlichen Situation befunden- vom Typ her war ich ein unsicherer Mensch, ängstlich, ich hatte auch viel Angst selber Fehler machen zu können und dann war es halt leicht für andere, mich aus der Fassung zu bringen.
Es ist mir damals gelungen, mich mehr mit MEINEN Stärken und Schwächen zu beschäftigen- das geht aber nur, wenn man nicht in dieser Wut auf den Kollegen gefangen ist- das hat mir geholfen. Heute kann ich über solche Dinge lachen- damals ging es mir Hundeelend.
Mein Rezept war: Ich möchte SELBSTSICHER werden, kein anderer Mensch soll mich mehr in einem solchen Maaße ärgern können- das war mein Ziel und dieses Ziel habe ich erreicht, indem ich bei MIR geschaut habe- nicht nach den „Fehlern“ der anderen.
LG
Frank