die behaupten von sich, sie wären keine Verkäufer.
Was also sind sie?
Berater?
Ok!
Doch wovon leben sie?
Von der Beratung?
nein, die ist kostenlos.
Doch von der Provision, die die Gesellschaften für den Verkauf ihrer Produkte geben.
Also, was sind sie? Verkäufer!
Ist der Beruf des Verkäufers negativ?
ich behaupte, es ist einer der wichtigsten der Welt.
Warum?
Karl Marx (?) sagte mal zum Arbeiter: alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will.
Hier irrte er sich.
Der Arbeiter kann produzieren, die Verwaltung verwalten, die Orga organisieren… und alle verhungern, wenn es den Verkäufer nicht gäbe!
Der Verkäufer hat immer Arbeit, der Arbeiter, die Verwaltung, die Orga… nur dann, wenn der Verkäufer arbeitet.
Ich bin stolz darauf, Verkäufer zu sein. Ich hänge kein Mäntelchen der (Selbst)täuschung darum. Ich behaupte nicht, ich würde nicht verkaufen. Denn der Unterschied zwischen denen, die sagen, sie wären keine Verkäufer (und vom Verkauf leben) und solchen, die stolz auf ihren Beruf sind, ist die Ehrlichkeit.
Nicht die Beratung. Denn die muss ein Verkäufer sowieso machen. Sonst ist er kein guter Verkäufer.
Ehrlichkeit sollte aber gerade in unserem Beruf ganz oben stehen!
Und Bescheidenheit.
Das musste ich leider loswerden.
Grüße
Raimund
die behaupten von sich, sie wären keine Verkäufer.
Hallo Raimund,
rein formaljuristisch stimmt dies auch, denn der Verkäufer muss Eigentümer sein, oder aber vom Eigentümer zum Verkauf zumindest bevollmächtigt sein, d.h. dann auch den Verkauf im fremden Namen komplett abwickeln. Dies macht der Makler aber nicht bzw. wäre dann kein Makler und dürfte keinen Mäklerlohn kassieren.
Was also sind sie?
Sie sind Makler, ganz einfach, das Gesetz (BGB) kennt den Begriff des Maklers (ab § 652) bzw. des Maklervertrages und umschreibt ihn als besonderes Rechtsinstitut. Der Maklervertrag ist demnach eben nicht vom Verkauf einer Ware, sondern vom Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages gekennzeichnet. Und dies ist ein riesengroßer Unterschied, denn es liegt nicht in der Hand des Maklers, ob eine von ihm nachgewiesene Gelegenheit auch tatsächlich zu einem Vertrag führt, der dann auch für ihn die positive wirtschaftliche Folge des Mäklerlohns hätte.
Gruß vom Wiz
Meine Güte, heute wirste ja richtig philosophisch! 
Warum?
Karl Marx (?) sagte mal zum Arbeiter: alle Räder stehen still,
wenn Dein starker Arm es will.
Hier irrte er sich.
Der Arbeiter kann produzieren, die Verwaltung verwalten, die
Orga organisieren… und alle verhungern, wenn es den
Verkäufer nicht gäbe!
Das kann man auch umkehren…denn was bitte verkauft der Verkäufer wenn der Arbeiter nix produziert hat?
Der Verkäufer hat immer Arbeit,
Eben nicht, seine Arbeit ist unabdingbar an ein vorhandenes Produkt gebunden, er ist somit der Abhängige.
Im übrigen hat ja nun gerade Marx darauf hingearbeitet, daß gar nichts mehr verkauft werden muß, sondern die Verteilung quasi nach Bedarf erfolgt.
Verkäufer existieren aber ökonomisch gesehen nur als Begleiterscheinung des kapitalistischen Marktes und definieren sich irgendwo zwischen Produkt und Käufer in einem von Konkurrenz geprägtem Markt, daher ist der Bezug zu Marx so ein wenig wie Birnenkompott aus Äpfeln gemixt. 
Aber ganz unphilosophisch hast Du schon Recht. 
Gruß Maid 
Hallo Maid
Meine Güte, heute wirste ja richtig philosophisch!
Gelle, so kennst Du mich noch gar nicht! Ich komme mir vor wie mit 20 (vor über 40 Jahren) in München Schwabing in unseren „hochphilosophischen“ Gesprächen.
Warum?
Karl Marx (?) sagte mal zum Arbeiter: alle Räder stehen still,
wenn Dein starker Arm es will.
Hier irrte er sich.
Der Arbeiter kann produzieren, die Verwaltung verwalten, die
Orga organisieren… und alle verhungern, wenn es den
Verkäufer nicht gäbe!Das kann man auch umkehren…denn was bitte verkauft der
Verkäufer wenn der Arbeiter nix produziert hat?
Diese Überlegung habe ich mir auch gemacht. doch hier komme ich zu dem Ergebnis: der Verkäufer braucht keine Produktion. Er kann alles verkaufen. Ob es Naturprodukte sind oder technische, oder ideelle.
In der Situation ist der Produzierende nicht. er braucht jemanden, der sein Produkt „an den Mann bringt“. Ob man das verteilen nennt (so wie das früher bei Mercedes war: die Verkäufer sind nur noch im laden gesessen und haben die Autos gnädig verteilt)oder verkaufen.
Der Verkäufer hat immer Arbeit,
Eben nicht, seine Arbeit ist unabdingbar an ein vorhandenes
Produkt gebunden, er ist somit der Abhängige.
s.o. es lassen sich auch ideelle „Produkte“ verkaufen.
Im übrigen hat ja nun gerade Marx darauf hingearbeitet, dass
gar nichts mehr verkauft werden muss, sondern die Verteilung
quasi nach Bedarf erfolgt.
Würde nie funktionieren. Er geht von der Meinung aus, dass alles was produziert wird auch gewünscht wird. Das ist aber nicht der Fall. Der Bedarf muss erst geweckt werden. Hättest Du einem Ritter auf seinem Pferd einen elektrischen Fensterheber angeboten, er hätte Dich für verrückt erklärt. Ich weiß noch gut, wie alle gegrinst haben, als der Intervallwischer erfunden wurde. „Wer bracht denn so ein Zeug?“ heute ist es ein muss in jedem Auto.
Verkäufer existieren aber ökonomisch gesehen nur als
Begleiterscheinung des kapitalistischen Marktes und definieren
sich irgendwo zwischen Produkt und Käufer in einem von
Konkurrenz geprägtem Markt, daher ist der Bezug zu Marx so ein
wenig wie Birnenkompott aus Äpfeln gemixt.
Da ließe sich trefflich drüber diskutieren. Aber was mich hier interessiert hatte, war der Satz.
Um uns aber in der Mitte zu treffen: in der Praxis ist es doch so, dass jeder jeden braucht. Und das wird leider heutzutage vergessen.
siehe dazu Innenpolitik: die nächste Runde
Grüße
Raimund
Zitat einer weisen Person, mir unbekannt „Schau im HGB nach“
Der normale Handelsvertreterist im HGB, §84 ff beschrieben und der Markler §93 ff HGB
-D