Es ist ja eigentlich so traurig,

Hallihallo

Das Leben schreibt doch die besten Witze. An diesem schönen Abend fahre ich, wie so öfters, mal wieder zu dieser amerikanischen Schnellimbißkette. Ist egal, ob jetzt McDonalds oder BurgerKing. Ist im Prinzip das selbe. Was mache ich, bevor ich durch den Drive fahre? Ich überlege mir, was ich esse. Da ich weiß, dass die Gegensprechanlangen nicht die Besten sind, der Motor laut und mein Gegenüber auch im Stress, bemühe ich mich im besten Deutsch (meinen Dialekt unterdrücke ich) meine Bestellung aufzugeben. Zuerst werde ich freundlich begrüßt:„Herzlich Willkommen bei McDonalds. Ihre Bestellung bitte“ Freundlich wie ich bin, antworte ich:„Hallo. Ich hätte gerne einen Hamburger Royal Käse, einen Big Mäc, eine mittlere Cola light und 6er Nuggets mit süßsaurer Sauce. Das wars dann, vielen Dank“ (Die Nuggets sind für meine Freundin; das sage ich natürlich nicht) So, was erwartet ein Mitteleuropäer jetzt? Das die Bestellung wiederholt wird und ich mit Gesamtbetrag aufgefordert werde, am 1.Fenster Betrag x zu zahlen. Aber ich merke schon am Luftholen meines Gegenübers, dass dieser es mir nicht so einfach machen will. Ich hab fast das Gefühl, das die denken :„Hehe, da kommt gleich einer, dem müssen wir unser Sortiment aufschwätzen!“ Was kommt also als Antwort? „Määänüüüüü???“ Ja, verdammt noch mal. Hab ich gesagt, Hamburger Royal Käse Menü mit mittlerer Cola light? Oder Hamburger Royal Käse, Pommes und Cola Light? (Für diejenigen, die nicht wissen, dass das Menü mit Pommes ist) Nein, hab ich natürlich nicht gesagt. Also antwortet ich wahrheitsgemäß: „Nein, kein Menü, danke“ Aber mein Gegenüber lässt nicht locker: „Kostet aber nur 30 Cent mehr und sind dann Pommes dabei“ Ich bin kurz vorm platzen. Nochmals, allerdings im ruhigen Ton: „Nein, danke“. "Also einen Hamburger Royal. Käse oder TS? Ich bin jetzt kurz davor, die Gegensprechanlage aufzufressen. Kann mir mal einer sagen, warum ich vorher ne Bestellung aufgebe, wenn die dann doch nicht versteht, was ich will, hä?? Also antworte ich: „Käse bitte“ Den Rest der Bestellung hat Sie natürlich vergessen, sodass ich abermals meine Bestellung wiederhole. Am Schluß sage ich brav: „Das wars dann, vielen Dank“ Jetzt wiederholt mein Gegenüber die Bestellung und was kommt dann? „Möchten Sie ein Dessert?“ Ja, Herrschaftszeiten. Ich habe nie etwas von einem Eis, Donut oder ähnlichem gesagt. Ich habe extra betont, dass es dies dann war. nein, der will auf jeden Fall ein Desert…Schaut euch den doch an…so oder ähnlich müssen die über mich denken. Aber wie dem auch sei. „Kein Dessert“. Nun darf ich endlich zahlen und erhalte meine Bestellung. Allerdings mit dem gleichen Vorsatz wie beim letzten Mal : Nächstes Mal gehe ich rein!!!

Hi,

dann geh nächstes mal rein, und bestell:
„Ein Hamburger, einmal Nuggets, keine Cola, keine Fanta, kein sonstiges Getränk, keinen Salat, keine Pommes, kein Ketschup, kein Kaffee, keine Mitnahme-Verpackung, kein…“ (=PW) :wink:
Ich muss mir das auch immer verkneifen, aber irgendwann tu ich’s und laber die voll :smile:

Jame~

Hi,

war eine schlechte Erfahrung für Dich, aber bedenke das dort Schüler und Studenten arbeiten (wie ich zu dieser Zeit) und diese die ausdrückliche Anweisung haben Dir soetwas aufzuschwatzen. Wenn der Chef hinter mir stand habe ich das auch gemacht und das bestimmt nicht freiwillig. Es ist echt ein schei* Job für die paar cent.

sry PW fällt mir gerad nicht ein…

Neulich bei…

McDoof.

Autofahren macht Spaß. Essen auch. Am meisten Spaß macht Essen im Auto, deswegen habe ich auch diese erhöhte Affinität zu Drive-In Schaltern…
Speziell in meinem Lieblings Fast-Food Restaurant. Das Vergnügen an dieser Self-Service Station des Essens auf Rädern wird allerdings erheblich durch die Qualität der Gegensprechanlage gemindert.

Gegensprechanlage… Meiner Überzeugung nach, hat sie diesen Namen nur bekommen weil sie völlig gegen das Sprechen ausgelegt ist…
„Hiere Bechellung hippe.“ Knarzt es mir aus dem Lautsprecher entgegen. Klingt für mich nach Schellackplatte… Aus Erfahrung aber weiß ich, dass sich die Stimme (männlich… weiblich… Wohl eher männlich) am anderen Ende dieses Dosentelefons soeben nach meiner Bestellung erkundigt hat.

Jetzt einfach zu bestellen wäre mir zu langweilig, also frag ich:
„Haben sie etwas vom Huhn?“ Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer verständliches Wort, das aber eindeutig mit: „…icken“ endet. Ich antworte: „Später vielleicht, zunächst möchte ich was essen.“
Etwas lauter tönt es zurück: „SCHICKEN?“ Ich kann es mir nicht verkneifen: „Nein ich würde es gleich selbst abholen.“ Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir belustigt die genervte Visage des McDoof-Knechts vor. Als die Sprechpause zu lang werden droht, sage ich: „Ach sie meinen CHICKEN? Nö, lieber doch nicht. Haben sie vielleicht Presskuh mit Tomatentunke im Röstbrötchen?“
„Hamburger?“ fragt mein unsichtbares Gegenüber zurück. Wahrheitsgemäß antworte ich: „Nein ich bin von hier. Aber hat das denn Einfluss auf meine Bestellung?“
„Wol-len sie ei-nen Ham-bur-ger?“ „Jetzt beruhigen sie sich mal, ja ich nehme einen.“
„Schieß?“ „Stimmt, hatte ich nach meiner letzten Mahlzeit hier, mittlerweile ist meine Darmflora aber wieder wohlauf, ich denke ich kann es erneut riskieren.“
Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid zu tun. Er kann ja nichts für seinen Job, aber ich ja schließlich auch nicht.
„Ob sie KÄ-SE auf den Hamburger möchten?“
„Ah ja gern, ich nehme einen mittelalten Pyrenäen Bergkäse, nicht zu dick geschnitten, von einer Seite leicht angeschmolzen.“
Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher: „Sicher doch.“ oder „Arschloch“ lautet, kann ich nicht genau heraushören…
Deutlicher erklingt nun: „Was dazu?“
„Doch ja, ich hätte gern diese gesalzenen frittierten Kartoffelstäbchen.“ „Also Pommes?“ „Von mir aus auch die…“ „Klein, Mittel, Groß?“ „Gemischt, und zwar jeweils zu einem drittel große, mittlere und kleine.“
„WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN???“
Diese wiederum sehr laut formulierte Frage verstehe ich klar und deutlich, sie verlangt eine ehrliche Antwort:
„Falls das die Bedingung ist, hier etwas zu Essen zu bekommen, JA, also? Machen wir weiter?“
Die Stimme schnauft kurz und fragt: „Gut, gut. Pommes, etwas zu den Pommes?“ „Ein schönes Entrecôte, blutig und ein Glas 1996er Spätburgunder bitte.“
„ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR BLUTIG!!!“
„Machen sie das, aber verschütten sie dabei bitte nicht den Wein.“
„Schluß jetzt, Schalter 2. 4Euro 15.“
Schon vorbei, gerade als es anfing lustig zu werden. Aber ich habe noch ein Ass im Ärmel. Ich zahle mit einem 200 Euro Schein. „Tut mir leid, aber ich hab`s nicht größer.“
Freundlich werde ich ausgekontert: „Kein Problem.“ Mit kaltem Blick lässt ein bemützter Herr mein Wechselgeld auf den Stahltresen klappern. Nicht mit mir Freundchen, ich will den Triumph. Also, Zeit fürs Finale.
„Kann ich bitte ne Quittung bekommen?“ frage ich überfreundlich.
„Ist ein Geschäftsessen!“