Moin,
Wer für sich persönlich aus ethischen Erwägungen heraus das
Töten eines Menschen ablehnt, es aber befürwortet, wenn zu
seinem Schutz eine Armee aufgestellt wird, erweckt bei mir
eher den bigotten Eindruck, dass er andere die Drecksarbeit
für sich machen lässt.
Kriegsdienstverweigerer tun nichts anders als das
Die meisten Kriegsdienstverweigerer sind für die Abschaffung der Armee, sie befürworten also keinesfalls deren Aufstellung. Somit sind sie auch nicht bigott. Sie können sich nur leider nicht durchsetzen.
und sie
müssen eben gerade deshalb, als Ausgleich einen zivilen
Beitrag dafür leisten.
Wohl eher deshalb, weil sonst kaum noch jemand zur Armee gehen würde.
Wie sie persönlich mit diesem Dilemma
umgehen, bleibt ihnen überlassen.
Ich sehe das genau wie Ralf. Das Dilemma ist, dass man mit seinen Steuergeldern unfreiwillig den Militäretat und diese ganze Rüstung mitfinanziert.
Ich meine aber auch, daß Soldaten, die ihr Leben für die
Nation auf’s Spiel setzen, entsprechenden Respekt verdienen.
Der Begriff „Nation“ ist ein politischer Begriff. Unsere (NATO) Rüstungspolitik beruht auf Abschreckung in Kombination mit gezielten Angriffen, um die Kriegsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Bereits die Abschreckung führt zu unermesslichen Leid in anderen Ländern, die sich durch unsere Rüstungsmaschinerie bedroht sehen und meinen mithalten zu müssen, obwohl sich die Länder dies kaum leisten können. Die Interessen, die dadurch gewahrt werden sollen, sind in den meisten Fällen mehr als zweifelhaft. Ein Soldat ist innerhalb dieser Industrie nur ein kleines Rädchen im Getriebe.
Gewaltlosigkeit ist und bleibt ein Ideal, an dem man nur für
sich arbeiten kann.
Richtig. Nur das es viele Menschen schaffen, dieses „Ideal“ auch zu realisieren.
Es der Gesellschaft aufzuerlegen, heißt
die Augen zu verschließen und landet bei unserem
Tibeter-Problem.
In Tibet schlafen wenigstens die Chinesen gut. Das ist mir immer noch lieber, als wenn sowohl Tibeter, als auch Chinesen bedroht sind. Was wäre denn durch letzteres an Heilsammem gewonnen ? Nichts. Gewalt ist weder das Maß aller Dinge, noch ist es unbedingt zielführend.
Gruß
Marion