Liebe Experten!
Habe gerade den Duden gewälzt und bin doch nicht schlauer geworden.
Habe hier einen Satz, der lautet:
„Viele können sich nicht leisten, ihre Kinder in die USA zu schicken.“
Ich würde hier immer sagen „Viele können ES sich nicht leisten…“.
Ist der Satz ohne „es“ nun wirklich falsch oder ist das Ganze auch ohne „es“ möglich und richtig?
Gibt es hier eine Regel, wann das „es“ zu gebrauchen ist und wann man darauf verzichten kann?
Vielen Dank im Voraus.
Gruß
Roland
Hallo Roland,
„Viele können sich nicht leisten, ihre Kinder in die USA zu schicken.“
das ist ein richtiger Satz.
Mehr dazu auf folgender Seite: http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Inflecti…
Quintessenz:
Wenn „es“ als Subjekt oder Akkusativ-Objekt im Inneren des Satzes vor einer Infinitivkonstruktion oder einem Nebensatz steht, ist es fakultativ. Wenn „es“ als Subjekt im Satz zuerst steht, was es als Akkusativ-Objekt nicht kann, darf es nicht weggelassen werden. Wenn die Infinitivkonstruktion oder der Nebensatz zuerst steht, muss „es“ weggelassen oder kann durch „das“ ersetzt werden.
Noch einmal Beispiele für alle drei Fälle:
- „Wir können (es) ihm nicht nachsehen, uns im Stich gelassen zu haben.“
- „Es ist erfreulich, dass sie pünktlich war.“
- „Ihnen zum Geburtstag zu gratulieren, (das) bereitet mir besondere Freude.“
Gruß
Christopher
Hallo Christopher,
vielen Dank, v.a. auch für den Link. Ich hätte es auch nicht für falsch gehalten, jedoch fehlte mir ein Beleg dazu.
Der einzige Schönheitsfehler: Auch bei canoo heißt es, es kann „meistens“ wegfallen oder „in der Regel“. Also gibt es anscheinend keine 100% Gewissheit. Aber damit muss man bei Sprache wohl immer leben.
Gruß
Roland
Der einzige Schönheitsfehler: Auch bei canoo heißt es, es kann
„meistens“ wegfallen oder „in der Regel“.
Hallo, Roland,
das fand ich ebenfalls merkwürdig. Wenn es schon fakultativ ist, wozu dann noch eine Quantifizierung?
Gruß
Eckard