Hallo!
- reifen und schläuche: meistens gilt leider auch weniger
gewicht = weniger pannenschutz…
Mit mangelhaftem Pannenschutz sind Reifen für den
Alltagsbetrieb nach meinem Empfinden inakzeptabel. Was nützt
das leichteste Laufrad mit Plattfuß?
richtig, darauf wollte ich mit diesem satz ja auch hinweisen. der laut winora-hp serienmäßig am winora dakar montierte silento wiegt laut schwalbe 680g bei 40mm breite, ist also schonmal gar nicht so schwer wie ich ursprünglich dachte. ein als unplattbar beworbener marathon plus atb in 42mm wiegt 970g. schön, aber dass will der fragesteller ja offensichtlich nicht, denn er fragt nach erleichterung und beklagt sich nicht über reifenpannen.
daher auch mein hinweis… damit er eben trotz aller bemühungen um gewichtsverlust pannenfrei bleibt.
…aber bei umsichtiger fahrweise und genügend druck…
Wie praxistauglich ist ein dünner und hart aufgepumpter Reifen
abseits glatt gefegter Rennpisten? Auf Straßen und Radwegen
liegen Split und Scherben, man holpert über Kopfsteinpflaster,
Gullydeckel und schadhafte Wege. Der Alltagsbetrieb schreit
eher nach Big Apple als nach Rennreifen.
nanu, wieso plötzlich ein dünner und hart aufgepumpter rennreifen? wer kommt denn im alltagsbetrieb auf so ideen? ich jedenfalls nicht. einen marathon supreme mit 525g bei 42mm breite würde ich ausprobieren, der hat augenscheinlich ein ähnliches profil wie der originalreifen. und mit genügend druck meine ich genügend druck, und nicht zuviel *rolleyes*. aber eben auch nicht zuwenig. das ist selbstverständlich abhängig vom reifen, vom fahrergewicht und vom einsatzbereich.
Mit anderen Worten: Wenn man nicht gerade Geländeläufe mit
geschultertem Fahrrad zu absolvieren hat, sind mir z. B. 18 kg
Gewicht bei hoher Betriebssicherheit viel lieber, als
abgespeckter Leichtbau, der in der erstbesten Fahrbahnrille
zum Sturz und bei der ersten Scherbe auf der Straße zum
Plattfuß führt.
schön, dass wir drüber geredet haben. worum gings dem fragesteller nochmal? ach ja, er muss das rad oft treppen hoch- und runtertragen und ihn stört das gewicht.
Die schwereren Laufräder mit dicken,
pannensicheren Reifen muß man natürlich immer per Pedalkraft
bewegen, aber das holt man mit einer Nabe mit gutem
Wirkungsgrad (Rohloff) leicht wieder heraus.
das halte ich - eine rohloff in allen ehren, hätte am winterbike auch gern eine - für stark übertrieben. außerdem will der fragesteller gewicht sparen und nicht 700-800 euro drauflegen, um am ende ein noch schwereres rad zu haben.
Die genannten
dicken Reifen nehmen etliche Stöße auf, so daß man auf
gefederte Gabel und gefederte Sattelstütze verzichten und
Gewicht sparen kann.
dicke reifen können potenziell mit weniger druck gefahren werden, weil sie mehr luftvolumen haben. der niedrigere druck führt natürlich dazu, dass mehr unebenheiten geschluckt werden. allerdings können auch gute reifen keine federgabel ersetzen. eine federsattelstütze dagegen finde ich eher zwiespältig, schließlich erhöht sie nicht den bodenkontakt des rades wie eine echte hinterradfederung.
Auch im Vorderrad ist man mit einem
schweren Nabendynamo besser bedient als mit einem
altertümlichen Reibrad-Dingens, das spürbaren Fahrwiderstand
bringt.
ich rate mal so ins blaue, dass am genannten rad eher eine akku-/batteriebeleuchtung dran ist als eine mit dynamo. aber wenn man schonmal offtopic is… so ein nabendynamo is sicherlich was feines.
Die Gewichtsparerei kann also dazu führen, daß sich
das Fahrrad unkomfortabler, schwerer und unzuverlässiger
bewegen läßt.
genau, KANN. aber muss nicht, kann auch genau das gegenteil bewirken.
möglichkeit eins: alles was zu einem leichteren rad als 18kg führen könnte, sofort verteufeln.
möglichkeit zwei: analysieren, was man braucht, wo man sparen kann und dann gewicht sparen, wo es sinn macht und keine funktion eingebüßt wird.
möge der fragesteller entscheiden 
grüße
crazyeddie