Esperanto - wie aufgebaut?

Hallo Ihr Lieben! :smile:
Ich habe gerade die Artikel da unten über Esperanto gelesen. Aber mich würd mal interessieren, wie die Sprache aufgebaut ist und warum sie so einfach ist, wer sie entwickelt hat. Was hat sie für einen Stamm?

Vielen Dank im voraus für Eure Infos!
Viele liebe Grüßle + Wünsche
von Natalia

Hi Natalia.
Esperanto wurde vor etwa 110 jahren von einem polnischem juden in russland entwickelt. das ziel war es eine einfache zweitsprache für die ganze welt zu erfinden. tatsächlich hatte esperanto in den 20ern und 30ern seine grosse zeit. es wurde vorallem in osteuropäischen ländern sogar in schulen beigebracht. auch heute noch hat man viele möglichkeiten esperanto zu lernen. viele volkshochschulen bieten esperanto an, aber auch im internet kann man einen kostenlosen esperantokurs machen.
die sprache setzt sich aus vielen europäischen einflüssen zusammen. latainisch/italienisch, slavisch, aber auch deutsche, englische, spanische einflüsse sind zu finden. daher sind sehr viele vokabeln schon bekannt. esperanto kommt mit nur sechs gramatikalischen regeln aus.
und das ganze klingt gesprochen ähnlich wie spanisch.
aber was red ich viel…
schau dir einfach mal www.esperanto.de an…
die seite ist übersichtlich und erzählt alles über die sprache… geschichte, einflüsse, heutige vereine, esperanto global, auch einige vokabeln kannst du dort finden.
schaus dir an, es lohnt sich.
vieleicht bekommst du ja lust es zu lernen.
sprache, lebenseinstellung, friede, gemeinschaft, lebensfreude…

…ankau la estas esperanto…

Hallo Zweistein,
Vielen Dank für Deine Infos -und speziell für den Link - ich les mich da mal ein!

latainisch/italienisch, slavisch, aber
auch deutsche, englische, spanische
einflüsse sind zu finden. daher sind sehr
viele vokabeln schon bekannt

naja… die lateinischen, slavischen werd ich dann leider nicht verstehen :smile:

esperanto
kommt mit nur sechs gramatikalischen
regeln aus.

uuups? Wirds da dann nicht mißverständlich bei sonem einfachen Konzept? Aber warum immer umständlich :smile:… ich les mich mal ein.

und das ganze klingt gesprochen ähnlich
wie spanisch.

que bien! :smile:

aber was red ich viel…
schau dir einfach mal www.esperanto.de
an…

mach ich, vielen Dank und
herzliche Grüße von Natalia

Hallo Zweistein,

ich habe www.esperanto.de angeschaut. Diese Sprache ist wirklich recht gut und einfach, aber als ich das Ganze ein bisschen genauer angesehen hatte, tauchten bei mir ein paar Fragen auf.
Zur Grammatik: nur in der ersten Lektion des Kostenlosen Esperanto-Kurses (KEK) hab ich 12 grammatikalische Regeln gezählt. Na gut, vielleicht echte Regeln gibt’s da nur 9 oder 10, aber auf keinen Fall 6.

Außerdem: Gibt es in Esperanto Bezeichnungen für alle Begriffe, die es in den natürlichen Sprachen gibt? Esperanto wurde ja nie in der Praxis eingesetzt, deshalb kann es durchaus sein, dass es bei einer Unterhaltung, die bisschen mehr als „Wie heißt du?“ und „Das ist ein Gebäude“ beinhaltet, dazu kommt, dass man etwas sagen will und nicht kann, weil die Autoren der Esperanto den Begriff nicht beachtet haben und ein Wort dafür nicht ausgedacht haben. :frowning: Das ist bestimmt so, weil die Autoren ja keine Alleswisser und Alleskönner waren und daher nicht alle Bereiche z.B. der Wissenschaft übersetzt haben.
Dadurch fällt eine wirklich tolle Einsatzmöglichkeit aus: Auf internationalen Versammlungen von Wissenschaftlern könnte Esperanto gesprochen werden, und die Professoren würden dann keine Synchronsprecher brauchen. Die Wissenschaftler könnten diese Sprache ganz schnell lernen, weil sie sie brauchen (das isses!!!) würden (sie lernen doch die tote Latein, die viel schwerer ist) und ganz gut damit auskommen. Europäische/amerikanische auf jeden Fall, mit asiatischen würde es schwerer sein, da sie ganz andere Buchstaben und ganz andere Aussprache haben.

Eine Weltsprache zu werden hat Esperanto bisher keine Aussichten, höchstens EU-Sprache - auch nicht wenig. Idee ist gut, du hast hier Recht, die Menschheit ist aber noch nicht reif :frowning:

MfG, Igor.

Außerdem: Gibt es in Esperanto
Bezeichnungen für alle Begriffe, die es
in den natürlichen Sprachen gibt?
Esperanto wurde ja nie in der Praxis
eingesetzt, deshalb kann es durchaus
sein, dass es bei einer Unterhaltung, die
bisschen mehr als „Wie heißt du?“ und
„Das ist ein Gebäude“ beinhaltet, dazu
kommt, dass man etwas sagen will und
nicht kann, weil die Autoren der
Esperanto den Begriff nicht beachtet
haben und ein Wort dafür nicht ausgedacht
haben. :frowning: Das ist bestimmt so, weil die
Autoren ja keine Alleswisser und
Alleskönner waren und daher nicht alle
Bereiche z.B. der Wissenschaft übersetzt
haben.
Dadurch fällt eine wirklich tolle
Einsatzmöglichkeit aus: Auf
internationalen Versammlungen von
Wissenschaftlern könnte Esperanto
gesprochen werden, und die Professoren
würden dann keine Synchronsprecher
brauchen. Die Wissenschaftler könnten
diese Sprache ganz schnell lernen, weil
sie sie brauchen (das isses!!!) würden
(sie lernen doch die tote Latein, die
viel schwerer ist) und ganz gut damit
auskommen. Europäische/amerikanische auf
jeden Fall, mit asiatischen würde es
schwerer sein, da sie ganz andere
Buchstaben und ganz andere Aussprache
haben.

das ist gar keine schlechte idee… ich bin mir sicher das esperanto noch nicht für alles wörter besitzt (kann ich dir aber leider auch nicht so genau sagen). gerade im wissenschaftlichen bereich könnte ich mir vorstellen das es noch einige defizide gibt… (aber sollte es wirklich jemals soweit kommen das esperanto ins gespräch kommt, könnte ich mir nicht vorstellen das es an ein paar wörtern scheitern sollte… die wissenschaftler würden sich bestimmt schnell einigen (sind ja keine politiker)).

ansonsten müsste esperanto als sprache doch recht komplett sein. immerhin wurde es schon an schulen gelehrt (naja ist ein paar jahre her)… nicht zu vergessen dass es ca 40.000 bücher auf esperanto gibt (die kommen bestimmt auch nicht nur mit -wie heisst du- aus… und, was sogar mich erstaunt, ist das es tatsächlich radiosender geben soll die ausschließlich auf esperanto senden.

wenn ich meinen optimismus zu realismus runterschraube gebe ich dir sicherlich recht
in all den punkten die du angesprochen hast (auch im vorherigen gespräch :smile: …)
allerdings denke ich eben das 110 jahre für eine sprache nicht viel sind… im gegenteil… das projekt esperanto ist nicht gescheitert… es wird gerade erst geboren…

mfg

zs

Es stimmt nicht, dass E nie verwendet wird. Es gibt einige Kongresse, wo als auf E gesprochen wird (und nicht NUR Kongressne zum Thema E). Auch gibt es begeisterte Paearchen, die ihre Kinder E als Muttersprache beigbracht haben. Allerdings, wenden diese „native speakers“ neue, „natuerlicher“ aber kompliziertere Regeln an bzw. erfunden.
—KIM

Außerdem: Gibt es in Esperanto
Bezeichnungen für alle Begriffe, die es
in den natürlichen Sprachen gibt?
Esperanto wurde ja nie in der Praxis
eingesetzt, deshalb kann es durchaus
sein, dass es bei einer Unterhaltung, die
bisschen mehr als „Wie heißt du?“ und
„Das ist ein Gebäude“ beinhaltet, dazu
kommt, dass man etwas sagen will und
nicht kann, weil die Autoren der
Esperanto den Begriff nicht beachtet
haben und ein Wort dafür nicht ausgedacht
haben. :frowning: Das ist bestimmt so, weil die
Autoren ja keine Alleswisser und
Alleskönner waren und daher nicht alle
Bereiche z.B. der Wissenschaft übersetzt
haben.
Dadurch fällt eine wirklich tolle
Einsatzmöglichkeit aus: Auf
internationalen Versammlungen von
Wissenschaftlern könnte Esperanto
gesprochen werden, und die Professoren
würden dann keine Synchronsprecher
brauchen. Die Wissenschaftler könnten
diese Sprache ganz schnell lernen, weil
sie sie brauchen (das isses!!!) würden
(sie lernen doch die tote Latein, die
viel schwerer ist) und ganz gut damit
auskommen. Europäische/amerikanische auf
jeden Fall, mit asiatischen würde es
schwerer sein, da sie ganz andere
Buchstaben und ganz andere Aussprache
haben.

Hallo Igor!

Ich habe selbst früher E gelernt und an einem internationalen Kongress in Wien teilgenommen. Damals konnte sogar der österreichische Präsident die Teilnehmer auf E begrüßen.
Deine Bedenken sind für jemanden, der das nicht selbst kennt, verständlich, aber nicht zutreffend. Die Struktur der Sprache ist logisch, nicht bildlich. Das mag in gewisser Hinsicht (zum Beispiel für Lyrik) als Nachteil empfunden werden, aber gerade für die erwähnten Anwendungsbereiche ist das ideal.
Die Reduzierung der Regeln beruht ja vor allem darauf, dass die Regeln keine Ausnahmen und keine Ausnahmen von den Ausnahmeregeln haben, wie wir das von den natürlichen Sprachen kennen.
Neue Begriffe können auf Grund der Regeln selbstverständlich gebildet werden, viel einfacher und klarer als in anderen Sprachen.

Gruß

Gottfried