Esperanto

hat sich eigentlich jemals jemand gedanken darüber gemacht warum so eine schöne, leicht zu erlernende und überaus praktische sprache wie ESPERANTO niemals den durchbruch geschafft hat?
nun gut, mir ist schon klar das kein land der erde so einfach sagen würde, vergesst das mit dem englisch, wir bringen unseren schülern jetzt esperanto bei, aber andererseits stimmt es mich überaus traurig das es eine so gutgemeinte idee mit einer so guten praktischen umsetzung wie esperanto nicht überleben kann. was ja eigentlich auch nicht richtig ist, es gibt immerhin noch an die 3mio menschen die esperanto sprechen. ich selbst habe erst vor einigen tagen erfahren das es so eine sprache überhaupt gibt und bin mir sicher das ich diese lernen will.
was mich interessiert, gibt es hier menschen die esperanto sprechen?
was denken ihr über esperanto?
warum tut sich eine solche künstliche sprache so schwer mit dem überleben?
gibt es hier jemanden der an eine grosse zukunft von esperanto glaubt?

es gibt so viele schöne sprachen,

ankau esperanto

ich drück ihr die daumen!

Hallo Zweistein

hat sich eigentlich jemals jemand
gedanken darüber gemacht warum so eine
schöne, leicht zu erlernende und überaus
praktische sprache wie ESPERANTO niemals
den durchbruch geschafft hat?

Ich war von der Idee hinter Esperanto auch mal ziemlich begeistert und voll Motivation, dieses zu erlernen. Meine Motivation ging aber schnell gegen Null.
Vielleicht lag es daran, dass bei jeder anderen Sprache, die ich bislang erlernt habe, ein grosses Interesse am Land, den Leuten, der Kultur usw. mit dem Lernen verbunden war. Auch die Vorstellung, dort mal hinzufahren und mich mit den „Einheimischen“ in deren Muttersprache zu unterhalten etc.
Das alles gabs bei Esperanto nicht. Es kam mir schnell vor, wie eine Sprache ohne „Seele“. Deswegem hab ichs irgendwann dann auch wieder sein lassen, und vielleicht sind das ja auch Gründe, warum sich Esperanto nie so richtig durchgesetzt hat. Zum Erlernen einer Sprache gehört eben mehr als die Erkenntnis, dass sie „praktisch“ ist :smile:

Gruss
Marion

hat sich eigentlich jemals jemand
gedanken darüber gemacht warum so eine
schöne, leicht zu erlernende und überaus
praktische sprache wie ESPERANTO niemals
den durchbruch geschafft hat?

Weil die Mehrheit von Menschen diese Sprache einfach nicht braucht. Wir wandern ja ständig durch die Welt nicht, wir sind sesshaft, oder? Wir fühlen uns ganz wohl mit unserer Muttersprache und es gibt für uns keine dringende Gründe, sofort eine neue ausgedachte Sprache zu erlernen. Manche von uns lernen die tote lateinische Sprache, aber mehr als medizinische Fachausdrücke verwendet keiner.
Zweistein, sag mal, liest du überhaupt die Antworten auf deine Artikel? Ich hab’ jetzt keine Lust, einen Beispiel nochmal zu beschreiben, kannst du im Antwort auf „sprachreform“ nachlesen.

was
ja eigentlich auch nicht richtig ist, es
gibt immerhin noch an die 3mio menschen
die esperanto sprechen.

Und es gibt noch 5.997 Mio. Menschen, die Esperanto nicht sprechen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Menschen zu treffen, der Esperanto spricht, ist gleich:
P(E) = ( 3 * 10^6 ) / (6000 * 10^6) = 1/2000
Nicht sehr groß…

ich selbst habe
erst vor einigen tagen erfahren das es so
eine sprache überhaupt gibt und bin mir
sicher das ich diese lernen will.

Und was willst du dann damit machen?

warum tut sich eine solche künstliche
sprache so schwer mit dem überleben?

Siehe oben.

gibt es hier jemanden der an eine grosse
zukunft von esperanto glaubt?

Ich jedenfalls nicht.

es gibt so viele schöne sprachen,

…und die meisten sind natürlich und unbedenklich.

Außerdem: Die natürliche deutsche Sprache ist ja dafür bekannt, dass die Substantive großgeschrieben werden. Warum sehe ich bei dir, so einem Sprachenliebhaber, überhaupt keinen großen Buchstaben? (Oder funktionierten bei dir die Umschalt-Tasten nicht? Kann ja sein, bei mir ist auch eine kaputt :frowning:

Und wenn die Rechtschreibreform und die neue Rechtschreibung Blödsinn sind, was ist dann die neue ausgedachte Sprache? :smile:

MfG, Igor.

Ich stimme den Ausführungen von Pendragon zu. Hier noch ein paar Punkte:

was denken ihr über esperanto?
warum tut sich eine solche künstliche
sprache so schwer mit dem überleben?

Ich glaube, das liegt auch daran, daß die Sprache einem schlicht zu langweilig ist. Jede natürliche Sprache hat Ausnahmen und komplexe Regeln. Diese machen das Lernen schwieriger, verleihen ihr aber auch Charakter. Dieser fehlt bei einer Sprache wie Esperanto.
Davon ab ist die Sprache auch sehr europäisch geprägt und für andere Menschen teilweise recht schwierig zu sprechen. Wie die meisten Kunstsprachen kann auch diese ihre Herkunft nicht verleugnen, obwohl sich Zamenhof sicher große Mühe gegeben hat.

gibt es hier jemanden der an eine grosse
zukunft von esperanto glaubt?

Aus o.g. Grünen ich nicht.

es gibt so viele schöne sprachen,

Stimmt.

ankau esperanto

Nur eingeschränkt, wie oben erklärt (aber das ist natürlich Geschmackssache).

Kubi

hat sich eigentlich jemals jemand
gedanken darüber gemacht warum so eine
schöne, leicht zu erlernende und überaus
praktische sprache wie ESPERANTO niemals
den durchbruch geschafft hat?

Weil die Mehrheit von Menschen diese
Sprache einfach nicht braucht. Wir
wandern ja ständig durch die Welt nicht,
wir sind sesshaft, oder? Wir fühlen uns
ganz wohl mit unserer Muttersprache und
es gibt für uns keine dringende Gründe,
sofort eine neue ausgedachte Sprache zu
erlernen. Manche von uns lernen die tote
lateinische Sprache, aber mehr als
medizinische Fachausdrücke verwendet
keiner.

du hast schon recht, und englisch ist inzwischen als weltsprache genug verbreitet. aber bitte verstehe meine euphorie. es ist einfach der grundgedanke der sprache esperanto der mir so gut gefällt. eine sprache die niemandem gehört und die leicht zu erlernen ist. eine weltsprache mit dem sinn das jeder mensch jeden menschen auf der welt verstehen kann.

Zweistein, sag mal, liest du überhaupt
die Antworten auf deine Artikel? Ich hab’
jetzt keine Lust, einen Beispiel nochmal
zu beschreiben, kannst du im Antwort auf
„sprachreform“ nachlesen.

sicher lese ich die antworten auf meine artikel. wie gesagt es ist nicht der sinn dieser sprache, da sie momentan nicht viel sinn macht… es ist eher die idee die dahintersteckt, die mir an esperanto so gefällt. und diese halten esperantisten allgemein wohl für sehr hoch anzusetzten. die idee geht sogar über die sprache hinweg. zum beispiel gibt es eine liste von esperantosprecher auf der ganzen welt die bereit dazu sind andere esperanto-sprecher für einige tage bei sich aufzunehmen und ihnen die umgebung zu zeigen. man kann ganze weltreisen danach planen, kommt billig davon, und bekommt die wirklich interessanten seiten und nicht die touristenseiten zu sehen. wie gesagt, ich weiss erst seit einigen tagen das es esperanto gibt, aber ich habe das gefühl das esperanto lebt, und noch richtig gute zeiten erleben wird…

was
ja eigentlich auch nicht richtig ist, es
gibt immerhin noch an die 3mio menschen
die esperanto sprechen.

Und es gibt noch 5.997 Mio. Menschen, die
Esperanto nicht sprechen. Die
Wahrscheinlichkeit, einen Menschen zu
treffen, der Esperanto spricht, ist
gleich:
P(E) = ( 3 * 10^6 ) / (6000 * 10^6) =
1/2000
Nicht sehr groß…

nein, aber als ich meine eltern fragte ob sie schon mal was von esperanto gehört haben wurde mir gesagt das meine tante diese sprache spricht… wenn es auch nur ein paar weitere solcher netten zufälle geben wird, dann lohnt es sich (für mich persönlich) schon diese sprache zu erlernen…

gibt es hier jemanden der an eine grosse
zukunft von esperanto glaubt?

Ich jedenfalls nicht.

vermutlich nicht, aber glauben? jedem den seinen glauben…

es gibt so viele schöne sprachen,

…und die meisten sind natürlich und
unbedenklich.

unbedenklich? also was du damit sagen wolltes verstehe ich leider nicht…

Außerdem: Die natürliche deutsche Sprache
ist ja dafür bekannt, dass die
Substantive großgeschrieben werden. Warum
sehe ich bei dir, so einem
Sprachenliebhaber, überhaupt keinen
großen Buchstaben? (Oder funktionierten
bei dir die Umschalt-Tasten nicht? Kann
ja sein, bei mir ist auch eine kaputt :frowning:

nennen wir es künstlerische freiheit :smile:

Und wenn die Rechtschreibreform und die
neue Rechtschreibung Blödsinn sind, was
ist dann die neue ausgedachte Sprache?

-)

etwas das zumindes von der idee sinn macht… faszinierend das esperanto überhaupt über 100jahre überlebte…
und solange ich lebe soll sie auch nicht sterben… denn dazu ist sie mir einfach zu sympatisch

danke für deine meinung

zs

Ich war von der Idee hinter Esperanto
auch mal ziemlich begeistert und voll
Motivation, dieses zu erlernen. Meine
Motivation ging aber schnell gegen Null.
Vielleicht lag es daran, dass bei jeder
anderen Sprache, die ich bislang erlernt
habe, ein grosses Interesse am Land, den
Leuten, der Kultur usw. mit dem Lernen
verbunden war. Auch die Vorstellung, dort
mal hinzufahren und mich mit den
„Einheimischen“ in deren Muttersprache zu
unterhalten etc.
Das alles gabs bei Esperanto nicht. Es
kam mir schnell vor, wie eine Sprache
ohne „Seele“. Deswegem hab ichs
irgendwann dann auch wieder sein lassen,
und vielleicht sind das ja auch Gründe,
warum sich Esperanto nie so richtig
durchgesetzt hat. Zum Erlernen einer
Sprache gehört eben mehr als die
Erkenntnis, dass sie „praktisch“ ist :smile:

das werde ich mal so stehenlassen… währe ja schlimm wenn wir alle die selben meinungen hätten. nur eine sache. eine sprache ohne seele?
schon die idee von esperanto und die tatsache das diese sprache um ihr überleben kämpfen muss verleiht ihr (meiner meinung nach…) mehr seele als andere sprachen je haben werden.
—nur schade das ich hier wohl mit meiner meinung alleine bin—

zweistein

Ich glaube, das liegt auch daran, daß die
Sprache einem schlicht zu langweilig ist.
Jede natürliche Sprache hat Ausnahmen und
komplexe Regeln. Diese machen das Lernen
schwieriger, verleihen ihr aber auch
Charakter. Dieser fehlt bei einer Sprache
wie Esperanto.

ich verstehe dich schon… aber währe sie komplizierter und voller eigener gramatikalischer regeln, dann würde sie heute, wie ich glaube, nicht mehr leben…

und sie lebt noch… es gibt sogar immer mehr menschen die sie lernen…
www.esperanto.de

du hast schon recht, und englisch ist
inzwischen als weltsprache genug
verbreitet.

Es gibt aber Tausende englischer Sprachen. Wir in Deutschland sprechen eine, ich in Ukraine sprach auch ein bisschen anders, Engländer noch anders, Amis haben da noch etwas geändert usw.

aber bitte verstehe meine
euphorie. es ist einfach der grundgedanke
der sprache esperanto der mir so gut
gefällt.

Die Realisierung ist aber gescheitert. Der bloße Gedanke ist nichts wert, so gut er sein mag.

eine sprache die niemandem
gehört und die leicht zu erlernen ist.

Ja, klingt gut, aber ich werde es noch und noch einmal wiederholen: WIR BRAUCHEN ES (NOCH) NICHT. Wenn die Menschheit so eine Sprache brauchen wird, werden wir sie ganz schnell erlernen, sie ist doch einfach.

wie gesagt, ich
weiss erst seit einigen tagen das es
esperanto gibt, aber ich habe das gefühl
das esperanto lebt, und noch richtig gute
zeiten erleben wird…

Sie lebt, aber sie schläft. So weit ich weiß, wurde Esperanto noch nie richtig praktisch verwendet.

nein, aber als ich meine eltern fragte ob
sie schon mal was von esperanto gehört
haben wurde mir gesagt das meine tante
diese sprache spricht… wenn es auch nur
ein paar weitere solcher netten zufälle
geben wird, dann lohnt es sich (für mich
persönlich) schon diese sprache zu
erlernen…

Um mit der Tante zu sprechen? :smile: Ich gebe dir noch ein Beispiel, aus meinem persönlichen Leben. Bis Ende 1998 wohnte ich in der Ukraine, meine Muttersprache ist Russisch. Bis 1997 hatte ich überhaupt keine Ahnung von Deutsch, ich wusste nicht einmal, was „Guten Tag“ heißt. Es war also für mich egal, ob ich Deutsch oder Esperanto lerne (ich wusste schon damals, dass es so eine Sprache gibt). Warum habe ich dann Deutsch erlernt? Weil ich auf Nummer Sicher gehen wollte und nicht nur mit jedem 2000sten sprechen muss und will.

unbedenklich? also was du damit sagen
wolltes verstehe ich leider nicht…

Na wie Zusatzstoffe für Lebensmittel :smile:. Und unbedenklich sind sie, weil sie uns nicht zurückwerfen.

Ja, und noch was. Was ist mit der Aussprache in Esperanto? Du würdest doch Esperanto-Wörter mit deutschen Lauten aussprechen, ich mit russisch-ukrainisch-deutschen, ein Engländer mit englischen und ein Chinese mit chinesischen. Es wäre auch ein großes Problem.

MfG, Igor.