Essen - gesellschaft- doof-finden ;-)

Hallo!

Ist zwar nun keine Frage an Euch- aber ich möchte mal meinen Unmut äussern über unsere „Gesellschaft“ und dem leidigen Thema „Essen und Gewicht“!!

Ich bin ziemlich schlank- von meinem Körperbau auch eher zierlicher- und was ich immer wieder „unterstellt“ bekomme, sind „Ess—Störungen“!!!

Ganz ehrlich- mich nervt das kollossal!!
Gilt man in unserer Gesellschaft nur noch als „gesund“ wenn man mal mindestens 10 Kilo zuviel auf der Waage hat???

Ist es denn tatsächlich heutzutage nur noch mit krank gleichzusetzen, wenn man schlank ist??-- was doch natürlich ist!!

Eigentlich sollte es einem egal sein- und ich zähle auch den Leuten nicht mehr auf, was ich alles esse…wer von mir glaubt, ich hätte ne Essstörung, wird das eh als Lüge abtun-- aber ich erwische mich ja selber langsam schon bei der Frage, ob ich zu dünn wäre!!

Ist doch dann schon eher krank, daß man das Natürliche /Gesunde anfängt selber in Frage zu stellen, weil man immer wieder von anderen in Frage gestellt wird! oder??

Kitty

Hi,

trotz der Gefahr, mit dir verschoben zu werden -passt das Thema hier hin?- antworte ich dir mal. :wink:

Ich bin ziemlich schlank- von meinem Körperbau auch eher
zierlicher- und was ich immer wieder „unterstellt“ bekomme,
sind „Ess—Störungen“!!!

Kenne ich. Werde mehrmals die Woche gefragt, wie man denn sooo dünn sein kann. Hab ja nix auf den Rippen und wenn ich kränkel, dann bin ich es selbst schuld. An mir ist ja nix dran.

Dabei esse ich so gut wie den ganzen Tag, hab nur nen super Stoffwechsel.
Werd auch bei großen Essen immer verarscht, so von wegen „Isst wieder wie ein Spatz“, „Ess uns bloß nicht alles weg, muahahahaha!“

Ganz ehrlich- mich nervt das kollossal!!
Gilt man in unserer Gesellschaft nur noch als „gesund“ wenn
man mal mindestens 10 Kilo zuviel auf der Waage hat???

Ich würde das mit einem klaren Ja beantworten, denn in den Zeiten des Überflusses ist es fast unnormal, nicht alles in sich reinzustopfen.
Es gibt ja genug.
Gerade die ältere Generation, die noch die schlimmen Zeiten erlebt hat, kann das nicht verstehen.
Ganz besonders mag ich den Satz „Ach ja, ich sah auch mal aus wie du…“ Äääätzend!!
Aber es stört mich nur manchmal, wenn ich eh schon gereizt bin. Sonst hab ich gelernt, es zu ignorieren oder als Witz abzutun.

Ist es denn tatsächlich heutzutage nur noch mit krank
gleichzusetzen, wenn man schlank ist??-- was doch natürlich
ist!!

Schlank sein ist nicht natürlich. Denn auf die Figur zu achten, liegt nicht in der Natur des Menschen, sondern wird von der Mode bestimmt.

Eigentlich sollte es einem egal sein- und ich zähle auch den
Leuten nicht mehr auf, was ich alles esse…wer von mir
glaubt, ich hätte ne Essstörung, wird das eh als Lüge abtun–
aber ich erwische mich ja selber langsam schon bei der Frage,
ob ich zu dünn wäre!!

Solang du dich wohlfühlst und ohne Bedenken zu haben, die Waage betreten kannst, sollte das ok sein.
Geh zum Hausarzt und lass es dir von einem Spezialisten bezeugen. Vielleicht fühlst du dich dann besser-und sicherer.

Ist doch dann schon eher krank, daß man das Natürliche
/Gesunde anfängt selber in Frage zu stellen, weil man immer
wieder von anderen in Frage gestellt wird! oder??

Krank nicht, aber es macht dich unsicher. Ist verständlich. Ich hab auch schon andere gefragt, ob die meinen würden, ich wäre zu dünn.
Aber da ich zu meiner Größe ein stabiles Gewicht habe, das nicht schwankt, fühl ich mich gesund.

LG, Bomba

Hallo kitty,

ich kenne das. Als ich so Anfang 20 war, war ich ein paar Jahre sehr sehr dünn. Man fragte mich desöfteren ob ich Magersüchtig sei. Mir wurde immer vorgehalten nicht genug zu essen. Dabei war ich zu der Zeit einfach nur ziemlich agil, habe viel Sport getrieben aber auch viel gegessen. Mein Stoffwechsel war wohl ziemlich gut :wink:

Ich kenne aber auch die andere Seite. Ca. 10 Jahre später hatte ich plötzlich ein paar Kilo zuviel auf den Hüften. Schon hieß es, du musst abnehmen, du bist zu dick, man bist du moppelig, iss nicht soviel,…

Ich denke egal wie man aussieht, irgendjemand wird immer etwas zu meckern haben :wink:) Also nur dran stören, wenn die eigene Gesundheit beeinträchtigt sein sollte.

Gruß

Samira

Hi,

trotz der Gefahr, mit dir verschoben zu werden -passt das
Thema hier hin?- antworte ich dir mal. :wink:

Wo gehört es denn hin?? Diätenforum??:wink:
Wirkt doch auf mich schon wie ne „Gesellschafts-Störung“ :wink:

Hab ja nix auf den Rippen und wenn ich
kränkel, dann bin ich es selbst schuld. An mir ist ja nix
dran.

Ja- nur das die Dicken genauso krank werden-- wie komisch!!!

Gerade die ältere Generation, die noch die schlimmen Zeiten
erlebt hat, kann das nicht verstehen.

Seltsamerweise werde ich eher von JÜngeren angesprochen-- natürlich immer von denen, die fetter sind!

Schlank sein ist nicht natürlich. Denn auf die Figur zu
achten, liegt nicht in der Natur des Menschen, sondern wird
von der Mode bestimmt.

Nur- daß ICH gar nicht auf meine Figur ACHTE!!
Das ist ja der Kern des Ganzen!

Bei mir dreht sich nix um Kalorien oder wie ich aussehe!
Klar bin ich froh, daß ich nicht schauen muss, wieviel Fett irgendwo drin ist ( kaufe ja ehrlich gesagt viel fette Dinge, weil sie mir einfach schmecken)
Und ich finde es eben auch herrlich Pommes oder Süsses zu essen, wenn mir danach ist (und nicht nur den erlaubten Riegel in der Woche!!)

Ich halte es durchaus für natürlich, wenn man nur soviel isst, wie man Hunger hat-- und dann wird der Körper wohl auch kaum zu fett werden!
Schaut man sich Kinder an-- wenn die alles angeboten bekommen, essen die Gesundes wie auch Süsses- dennoch ausgewogen und sie hören auf, wenns reicht ( naja- bei Süssem wirds sicher was schwerer :wink: )

Zum Arzt muss ich nicht :wink:
Ich fühle mich so wohl und mir schon klar, daß 2-3kg merh auch nicht schaden würden!
Aber ich bin nun auch mal ein Stress-Verbrenner- und STress mti Kindern und Job hab ich wirklich genug :wink:

DA fällt mir höchstens auch noch ein, daß wirs auf der ARbeit mal von Essgewohnheiten hatten und ich meinte, wenn ich Stress habe, dann automatisch weniger Hunger- worauf meine Arbeitskollegin meinte-- sie müsste dann zuerst mal nen Kuchen reinschieben :wink:)

Hat also auch sicher viel mit den eigenen Gewohnheiten zu tun!
Aber mir ist wirklich fürchterlich egal, ob jemand zu schwer ist oder nicht-- manchmal ja schon dreist-- denn mir würde nie im Traum einfallen, nen Dickeren nach Essstörungen zu fragen !!

Kitty

Hallo,

Wo gehört es denn hin?? Diätenforum??:wink:
Wirkt doch auf mich schon wie ne „Gesellschafts-Störung“ :wink:

Ich dachte an sowas, wie Ess- und Trinkkultur. Aber egal, wir sind ja noch hier. :smile:

Ja- nur das die Dicken genauso krank werden-- wie komisch!!!

Das sind ja ganz unterschiedliche Krankheitsbilder.

Seltsamerweise werde ich eher von JÜngeren angesprochen–
natürlich immer von denen, die fetter sind!

Nana, lass uns bei „dicker“ oder so bleiben. Fett ist ja immer mit einer Beleidigung verbunden.

Nur- daß ICH gar nicht auf meine Figur ACHTE!!
Das ist ja der Kern des Ganzen!

Bei mir dreht sich nix um Kalorien oder wie ich aussehe!
Klar bin ich froh, daß ich nicht schauen muss, wieviel Fett
irgendwo drin ist ( kaufe ja ehrlich gesagt viel fette Dinge,
weil sie mir einfach schmecken)
Und ich finde es eben auch herrlich Pommes oder Süsses zu
essen, wenn mir danach ist (und nicht nur den erlaubten Riegel
in der Woche!!)

Und du kannst nicht verstehen, warum uns andere Menschen ansprechen? Gerade dicke Jugendliche, die die ganzen leckeren Sachen meiden müssen.
Meinem Freund zu Liebe verzichte ich manchmal auf einige Dinge, da er etwas Übergewicht hat. Und da fällt es mir auch schwer.
Wenn ich mir vorstelle, ich müsste jede Kalorie abwägen und immer gucken, wieviel ich esse, ob ich noch Hunger hab, is ja egal, ich darf nicht mehr. Das muss die Hölle sein!

Ich halte es durchaus für natürlich, wenn man nur soviel isst,
wie man Hunger hat-- und dann wird der Körper wohl auch kaum
zu fett werden!

Das ist nicht gesagt.
Mein Freund z.B. hat seit einer Lebensmittelvergiftung Übergewicht, weil seine Bauchspeicheldrüse angegriffen wurde.
Er versucht alles, um abzunehmen und ich finde es unglaublich traurig, dass ich ihm dabei nicht helfen kann.
Ich verstehe es einfach nicht, weil ich es noch nie wirklich verstehen musste. Meine Tipps kommen immer einer Kritik gleich und ein „Willst du das wirklich essen, Schatz?“ kommt auch nicht toll rüber.

Außerdem wächst der Hunger mit, was das Abnehmen noch schwieriger macht.
Also da würde ich die Toleranzgrenze schon etwas höher schrauben.

Schaut man sich Kinder an-- wenn die alles angeboten bekommen,
essen die Gesundes wie auch Süsses- dennoch ausgewogen und sie
hören auf, wenns reicht ( naja- bei Süssem wirds sicher was
schwerer :wink: )

Welche Kinder? Worauf willst du damit hinaus?

Zum Arzt muss ich nicht :wink:
Ich fühle mich so wohl und mir schon klar, daß 2-3kg merh auch
nicht schaden würden!
Aber ich bin nun auch mal ein Stress-Verbrenner- und STress
mti Kindern und Job hab ich wirklich genug :wink:

Das ist wahr. Stress ist eine super Sache! Gut, dass du dich wohl fühlst.

DA fällt mir höchstens auch noch ein, daß wirs auf der ARbeit
mal von Essgewohnheiten hatten und ich meinte, wenn ich Stress
habe, dann automatisch weniger Hunger- worauf meine
Arbeitskollegin meinte-- sie müsste dann zuerst mal nen Kuchen
reinschieben :wink:)

Jeder Mensch is(s)t anders. Daher gibt es Ausdrücke wie Frust(fr)essen und Stressesser z.B.
Ich denke, man hat Glück, wenn man kein Frustesser ist, denn es gibt zu viele Niederschläge auf der Welt. Da wundert es mich nicht wirklich, dass viele -gerade Kinder- dick sind.

Hat also auch sicher viel mit den eigenen Gewohnheiten zu tun!
Aber mir ist wirklich fürchterlich egal, ob jemand zu schwer
ist oder nicht-- manchmal ja schon dreist-- denn mir würde nie
im Traum einfallen, nen Dickeren nach Essstörungen zu fragen
!!

Wäre vielleicht mal eine Idee.
Ich frage mich schon, warum jemand dick ist. Ob ich die Person dann selbst frage, ist was anderes.
Aber im Grunde ist es das schlechte Gewissen, was in mir geweckt wird, das mich aufregt.
Dass ich überhaupt gefragt werde, ist mir egal.

LG, Bomba

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Ja- nur das die Dicken genauso krank werden-- wie komisch!!!

Das sind ja ganz unterschiedliche Krankheitsbilder.

Ok- ich meinte damit, daß uns immer eher ne Erkältung „untergeschoben“ wird!

Und du kannst nicht verstehen, warum uns andere Menschen
ansprechen? Gerade dicke Jugendliche, die die ganzen leckeren
Sachen meiden müssen.
Meinem Freund zu Liebe verzichte ich manchmal auf einige
Dinge, da er etwas Übergewicht hat. Und da fällt es mir auch
schwer.
Wenn ich mir vorstelle, ich müsste jede Kalorie abwägen und
immer gucken, wieviel ich esse, ob ich noch Hunger hab, is ja
egal, ich darf nicht mehr. Das muss die Hölle sein!

Doch- ich verstehe durchaus, daß auf die Ernährung sehr zu achten etwas nicht Schönes ist!

Was ich aber nicht verstehe ist die Diskrimierung, die man abbekommt, wenn wenn nach ner Essstörung gefragt wird-- und wenn - wie ich natürlich auch schon habe- dann geantwortet-- man dann aber gesagt bekommt „naja, du kannst ja vieles erzählen“!!!

Immer noch ein Unterschied, ob jemand einfach nur bemerkt- „du bist ja schlank!“-- oder ob man gleich mehr unterstellt-- und wer will schon gleich in sone „Psychokiste“ gesteckt werden??

Ich halte es durchaus für natürlich, wenn man nur soviel isst,
wie man Hunger hat-- und dann wird der Körper wohl auch kaum
zu fett werden!

Unter „natürlich“ verstehe ich- natürlich :wink:- einen gesunden Organismus!!
Ich klammere da selbstverständlich krankheitsbedingte Formen aus!!

Und das mit den Kindern meinte ich so, daß ein Kind noch ein ganz normales Essverhalten hat-- udn aufhört, wenn es satt ist!- also naturgegeben!

Ich will auch die Anstrengung, die es in sich hat, wenn man abnehmen will oder muss gar nicht abreden!
Der Punkt ist für mich ja nur, daß man heutzutage schon als „krank“ gilt, wenn man gewichtstechnisch im Normalbereich liegt!!

Aber im Grunde ist es das schlechte Gewissen, was in mir
geweckt wird, das mich aufregt.

Sehe ich neben der Diskrimierung genauso!!

Mag nun insgesamt auch was übertrieben hier rüberkommen-- ich werde ja auch nicht täglich angesprochen :wink:-- aber grundsätzlich ist es halt nicht besonders prickelend :wink:)

Kitty

hallo kitty,

deine erfahrungen spiegeln wohl die gehobene gesellschaftliche wahrnehmung von essstörungen wieder. magersüchtig zu sein ist schrecklich, ich denke, das wirst du nicht abstreiten können.

im allgemeinen ist es aber so, dass eher die fülligeren frauen geächtet werden. werbung und mode suggerieren ein frauenbild, welches für die meisten frauen für immer unereichbar ist. viele frauen meinen, sie seien zu dick, auch wenn sie absolut im normalbereich sind. wenn da ab und zu mal ein wenig neid auf ihre schlankere geschlechtsgenossin durchschimmert, dann ist das zwar unfair dir gegenüber, aber irgendwie auch verständlich.

wie wärs denn, wenn du mit einem einfachen „ich weiss, ich bin schlanker als der durchschnitt. aber mir gefällt es so“ antwortest? denn was die anderen als schön oder erstrebenswert erachten, kann dir so ziemlich schnuppe sein, DU alleine musst dich in deinem körper wohlfühlen.

sollte dein umkreis dich aber wiederholt „angreifen“, dann solltest du vielleicht mal die wahl deiner freunde überdenken…

liebe grüsse,
coco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
Hallo,

Wo gehört es denn hin?? Diätenforum??:wink:
Wirkt doch auf mich schon wie ne „Gesellschafts-Störung“ :wink:

Ich dachte an sowas, wie Ess- und Trinkkultur. Aber egal, wir
sind ja noch hier. :smile:

Ja- nur das die Dicken genauso krank werden-- wie komisch!!!

Das sind ja ganz unterschiedliche Krankheitsbilder.

Seltsamerweise werde ich eher von JÜngeren angesprochen–
natürlich immer von denen, die fetter sind!

Man sollte mit dem Wort FETT sehr vorsichtig sein. Z. B. mein Sohn: Er ist ca. 1,80 m groß und wiegt 160 kg, wird jetzt 24 Jahre alt. Er hat auf fast dem gesamten Körper „Haut-Dehnstreifen so wie Schwangerschaftsstreifen“.
Wir laufen seit JAHREN von Arzt zu Arzt jeder Arzt schaut erstmal komisch und skeptisch und kommt vorschnell zu dem Entschluß: Dann mußt Du nicht soviel essen. Wir haben -seit Jahren- immer wieder beteuert, dass er überhaupt nicht viel ißt und sich im Gegenteil sehr bewußt ernährt. Ich bin Vegetarier und koche entsprechend. Selbst monatelanges Weigth Watchers hat nichts gebracht. Ein Arzt dem wir das wieder mal vortrugen, meine nur lakonisch: Tja, dann darfst Du nach dem Mittagessen nicht heimlich an die Pommes-Bude gehen oder Süßes holen.
Wir haben aber nicht aufgegeben, sind in DREI UNIKLINIKEN gewesen und SEHR vielen AMBULANZEN anderer Kliniken. Unendlich viele Ärzte - immer dasselbe.
Dann bin ich mehr oder minder zufällig bei meiner Endlos-Suche im Internet auf einen niedergelassenen Endokrinologen in KÖLN gekommen. Haben einen Termin gemacht - wochenlange Wartezeit.
Endlich war der Tag gekommen - er ist natürlich ALLEINE zum Arzt gegangen, da schon 22 Jahre alt.
Der Arzt hat sich seine Geschichte angehört, gesagt er solle sich mal entkleiden, habe die vielen Streifen gesehen, sich alles angeschaut und SOFORT gesagt: Ich glaube ich weiß was sie haben!!!
Danach ging eine unheimliche Untersuchungswelle los. Blutabnahme mehrfach wöchentlich, Substanzen wurden gespritzt und wieder getestet, Urinproben, MRT, Ultraschall, die gesamte Palette der Diagnostik. (Das hatten wir aber auch schon an einer Uniklinik durch - mit keinem Ergebnis…).
Nach ca. 14 Tagen war dann Ergebnisbesprechung bei diesem Arzt:
Mein Sohn hat ein Adenom (Tumor) an der Hirnanhangdrüse!!! Kann nicht operativ entfernt werden.
Alle seine Hormonwerte waren total schlecht, auch die Blutwerte.
Der Arzt hat dann sofort mit einer Therapie begonnen und gesagt:
Sind sie FROH, dass es „BL0ß“ durch das massive Übergewicht aufgefallen ist. Wenn es dadurch nicht aufgefallen wäre und er keine Behandlung bekommen hätte, würde irgendwie ein Organ nach dem anderen schlechter und schlechter werden - da mangelversorgt.

Jetzt bekommt er schon 1 Jahr diese Therapie in Spritzenform; zwischenzeitlich scheint die Sache irgendwie auch aufs Herz geschlagen zu sein, er war schon zweimal mit massiven Beschwerden in der Ambulanz. Anfang der Woche war er dann wieder planmäßig bei diesem Facharzt und der sagte, dass dies alles von diesem Tumor kommt. Sein Übergewicht ist nach wie vor so massiv, da die Werte -trotz dieser Spritzen-Therapie- immer noch SEHR im Keller sind. Der Arzt sagt, erst wenn die Werte wieder im annähernden Bereich des Normalen seien, könnte sich am Gewicht wieder was tun.
WIR sind heilfroh, dass endlich ein Arzt genauestens untersucht hat, ein Fachmann ist und eine richtige Diagnose gestellt hat. Wir hoffen, dass irgendwie alles gut werden wird.
SOVIEL ZUM THEMA FETT - denn natürlich wird er immer blöde angeschaut…
FETT-SEIN ist eben NICHT immer eine Frage des Essens…
Gruß
Marie

Nana, lass uns bei „dicker“ oder so bleiben. Fett ist ja immer
mit einer Beleidigung verbunden.

Hi,

Ok- ich meinte damit, daß uns immer eher ne Erkältung
„untergeschoben“ wird!

Das ist wahr.

Doch- ich verstehe durchaus, daß auf die Ernährung sehr zu
achten etwas nicht Schönes ist!

Was ich aber nicht verstehe ist die Diskrimierung, die man
abbekommt, wenn wenn nach ner Essstörung gefragt wird-- und
wenn - wie ich natürlich auch schon habe- dann geantwortet–
man dann aber gesagt bekommt „naja, du kannst ja vieles
erzählen“!!!

Naja, empfindest du das echt als Diskriminierung? Das finde ich- nicht böse gemeint- etwas lächerlich.
Die Menschen sind neidisch, weil sie nicht auch dünn sind. Das solltest du als positiv hinnehmen.

Wenn es nicht-dicke Menschen sagen, nimm es als Sorge hin.

Ein „Du kannst ja viel erzählen“ hab ich noch nie gehört. Da würde ich wohl zickig drauf antworten, denke ich. Scheinen auch nicht nette Menschen zu sein, die das zu dir sagen.

Immer noch ein Unterschied, ob jemand einfach nur bemerkt- „du
bist ja schlank!“-- oder ob man gleich mehr unterstellt-- und
wer will schon gleich in sone „Psychokiste“ gesteckt werden??

Aber da du weißt, dass du nicht in die „Psychokiste“ gehörst, sollte dich das kalt lassen.

Unter „natürlich“ verstehe ich- natürlich :wink:- einen gesunden
Organismus!!
Ich klammere da selbstverständlich krankheitsbedingte Formen
aus!!

Ok.

Und das mit den Kindern meinte ich so, daß ein Kind noch ein
ganz normales Essverhalten hat-- udn aufhört, wenn es satt
ist!- also naturgegeben!

Kommt auch drauf an. Kinder lernen vom Sehen. Wenn Mammy und Daddy oder die engen Freunde viel essen, tun es die Kleinen auch. Und beim heutigen Schulessen und den angrenzenden McDonald’s z.B. wundert es mich nicht, dass die Kids eher da essen gehen.

Ich will auch die Anstrengung, die es in sich hat, wenn man
abnehmen will oder muss gar nicht abreden!
Der Punkt ist für mich ja nur, daß man heutzutage schon als
„krank“ gilt, wenn man gewichtstechnisch im Normalbereich
liegt!!

Damit hast du einerseits Recht, andererseits gibt es diese Magersuchtmodels, die den heutigen Standard symbolisieren sollen. Also sei froh, dass du weder das eine, noch das andere bist.

Mag nun insgesamt auch was übertrieben hier rüberkommen-- ich
werde ja auch nicht täglich angesprochen :wink:-- aber
grundsätzlich ist es halt nicht besonders prickelend :wink:)

Na da musst du drüber weg sehen. Sollte dir am A…vorbei gehen.

LG, Bomba

Hallo Kitty,

ich kenne das Problem - allerdings von der adipösen Seite: Da wird ständig gefrozelt, dass es einem offenbar „gut ginge“ (als sei Leibesfülle heutzutage ein Indiz für Wohlstand).

Ich denke, dass Dich in unserer großenteils übergewichtigen Gesellschaft viele beneiden. Für die wäre halt schön (bequem), wenn Du eine Essstörung hättest, weil man sich dann sagen kann, ohne Essstörung KANN man gar nicht (so) dünn sein - und damit wäre das eigene Übergewicht „entschuldigt“ und das Problem relativiert.

Hey,

ich kenne das Problem - allerdings von der adipösen Seite: Da
wird ständig gefrozelt, dass es einem offenbar „gut ginge“
(als sei Leibesfülle heutzutage ein Indiz für Wohlstand).

Ich denke, dass Dich in unserer großenteils übergewichtigen
Gesellschaft viele beneiden. Für die wäre halt schön (bequem),
wenn Du eine Essstörung hättest, weil man sich dann sagen
kann, ohne Essstörung KANN man gar nicht (so) dünn sein - und
damit wäre das eigene Übergewicht „entschuldigt“ und das
Problem relativiert.

Genauso habe ich es gemeint bzw. versucht, auszudrücken.

Super, dass du es von der anderen Seite genauso schilderst! Musste erstmal nachgucken, was „adipös“ bedeutet. :wink:

LG, Bomba

Liebe Marie!

Was Du erzählt hast tut mir sehr leid- für Dich wie vor allem für Deinen Sohn!

Mir lag und liegt es fern irgendjemanden zu diskriminieren!!
Ich weiß, daß es ne Menge Krankheitsgründe gibt um übergewichtig zu sein-- und selbst, wenn es „nur“ die Psyche ist-- würde mir nicht einfallen darüber „herzuziehen“!

Vielleicht liegt es daran,daß ich als Jugendliche als beste Freundin eine 100kg Freundin hatte-- das aber nie als solches wahrgenommen- weil ich sie viel zu sehr geliebt habe als meine beste Freundin, um das als Negativum zu empfinden!

Heutzutage ist die Cousine meines Mannes ebenfalls massiv übergewichtig- aber auch das nehme ich so gar nicht wahr, da sie als Mensch einfach wunderbar ist – und sie wäre es nicht mehr, wenn sie weniger wiegen würde!!

Also- ich entschuldige mich dann mal für den Begriff „fett“ :wink:

Kitty

Hallo,

Ist doch dann schon eher krank, daß man das Natürliche
/Gesunde anfängt selber in Frage zu stellen, weil man immer
wieder von anderen in Frage gestellt wird! oder??

Es kann ja von uns keiner beurteilen, ob du natürlich/normal bist, aber ich glaube dir das einfach mal, das macht auch die Diskussion einfacher :smile:

Ich denke, das ist auch genau der Punkt: Was ist natürlich/normal? Es gibt inzwischen so viele Schubladen, in die man die Leute stecken kann und deren Bilder (auch) durch die Medien entstehen.

sehr dünn -> magersüchtig
sehr dick -> hat sich nicht unter Kontrolle
dazwischen -> gibt es nicht (oder wenn kann man immer noch irgendwas anderes finden)
dick und schlecht angezogen -> Hartz IV Empfänger
dünn und gut angezogen -> Karrieretussi
schlecht in Mathe -> Dyskalkulie
Raucher -> unverschämt
Nichtraucher -> intolerant
Männer -> können nicht zuhören und haben immer Vorteile im Leben
Frauen -> können nicht einparken und haben immer Vorteile im Leben

Auch scheinen viele Leute ein Bild von gewissen Krankheiten etc. zu haben, das sie auf alles anwenden, das ungefähr dazu passt und lassen sich auch nicht davon abbringen (bei dir dann Magersucht).
Ich habe es inzwischen auch aufgegeben, den Leuten zu sagen, dass Neurodermitis keine psychatrische Erkrankung ist…

Lass dich nicht ärgern.

Gruß
Kati

dünn oder dick
hallo kitty,

natürlich hast du recht: menschen sind nunmal verschieden, dünn oder dick, riesig oder winzig eingeschlossen.
diese variantenvielfalt ermöglich der menschheit das überleben, nämlich das anpassen an die umwelt.
es ist nicht einfach, der propaganda eine alles gleichmachenden ideologie zu widerstehen, wenn man nicht einen schlanken, aber dennoch möglichst topfitten gestählten körper hat.

strubbel
d:open_mouth:)

schlank=nicht=dürr
schlank, dünn, dürr, abgemagert, ausgemergelt, schlaksig, …
Du mußt selbst einschätzen, was - wie Du gebaut - für Dich richtig ist.
Guck nich’ soviel Fernsehen ;o]]