Hallo,
Einige Kollegen gehen mittags aus und nehmen Angebote der umliegenden Gastronmie wahr.
Andere sind wirtschaftlich nicht so gut gestellt und erhitzen Fertiggerichte in der Mikrowelle bzw. bereiten zu Hause Salate oder ähnliches vor, um sie dann im Büro zu verzehren.
Eine Kollegin, die regelmäßig ausgeht zum Essen, die aber gegenüber der Küche ihr Büro hat, beschwert sich über Geruchsbelästigung. Rund um das Geschäftshaus sind Wohnungen, aus denen auch von Zeit zu Zeit Kochgerüche dringen.
Hat diese Kollegin einen Anspruch auf essensgeruchfreie Luft, bzw. kann der Verzehr von Speisen (evt. von Broten mit geruchsintensivem Belag) im Büro untersagt werden, unter der Voraussetzung, dass es nicht mal einen Sozialraum gibt, aber über dreißig Leute in dem Haus tätig sind?
Danke für Euer Intersse.
Hi!
Was sagt denn der Arbeitgeber?
Er hat hier imho das Direktionsrecht.
Da es sich nicht um gesudheitsschädigende Ausdünstungen handelt, sollte auch keine Arbeitsplatzverordnung greifen 
LG
Guido
Hi,
wenn der Arbeitgeber ja eine Küche mit Ausstattung zur Verfügung stellt, kann man wohl annehmen, dass die Essenzubereitung erlaubt ist.
Wozu wird sonst eine Küche gebraucht?
Beatrix
Sorry,
es geht weniger um die Küche, deren Nutzung eigentlich nicht gewünscht wird, als um den Geruch, der für den Anstoß sorgt. Das Problem tritt auch auf, bei mitgebrachten Speisen.
Gruß
Tanja
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Hi!
Du setzt voraus, dass man dieses Thema mit Logik lösen könnte! 
Ein Arbeitgeber kann durchaus eine Küche zur Verfügung stellen, die Nutzung im nachhinein aber wieder untersagen (so lange nichts anderes vereinbart ist)!
Klingt komisch, ist aber so…
LG
Guido
Düfte und andere Wolken
Hi tanja,
wahrscheinlich wird es zu diesem Thema keine gesetzliche Regelungen geben. Der Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, gesundheitlich nicht beeinträchtigt zu werden, er kann somit auf rauchfreine Zonen bestehen. Dass Essensdüfte schädlich seien, habe ich jedoch noch nie gehört. Wo sollte das auch enden? Wollen wir einer Kollegin das schwüle Parfüm verbieten oder einen Kollegen dazu verdonnern, alle 15 Minuten ein Pfefferminz zu lutschen, auf dass er nicht aus dem Halse rieche? Sollen wir die alte Dame rausschmeißen, weil sie den Wintermantel mit Mottenkugeln schützt? Darf ich das nächste Hyazinthenstöckchen aus dem Fenster schmeißen, weil mir von dem Gestank übel wird? Solange niemand eine Dose Surströmming aufmacht, gibt es keinen Grund, das Essen zu verbieten.
Gruß Ralf
OT: Die spinnen die Schweden
Moin.
Keine Ahnung was eine
Dose Surströmming
ist ???
http://de.wikipedia.org/wiki/Surstr%C3%B6mming
Aber nur im Freien.
(SCNR)
Grüsse
Joshua
Hallo Tanja,
Kann mir nicht vorstellen, dass hier irgend ein Paragraph greift. Beispiel, dass zwar ein bisschen off topic ist: bei uns ist es erlaubt, in Stadtlinienbussen zu essen. Ich hab’s echt schon erlebt, dass irgendwelche Typen da einen gebackenen Karpfen ausgepackt haben (Fahrzeit von Anfangs- bis Endhaltestelle max. 40 Minuten!). Und das ist wirklich und ausdrücklich erlaubt, obwohl man das schon echt eklig finden kann. Der arme Busfahrer muss dann die ganze Zeit in dem Mief hocken und darf hinterher noch die Hinterlassenschaften wegputzen.
Fazit: Wir lassen uns das Stinken nicht verbiehieten!
Aber sicher kann man mit deiner Kollegin doch reden und irgendwie zu einer betriebsfriedenserhaltenden Maßnahme kommen…?
Gruß
HariBoo
Arbeitsstättenverordnung
Hallo Tanja,
keine richtige Antwort auf Deine Frage, aber immerhin - § 6 Abs. 3 der Arbeitsstättenverordnung sagt aus:
„Bei mehr als zehn Beschäftigten, oder wenn Sicherheits- oder Gesundheitsgründe dies erfordern, ist den Beschäftigten ein Pausenraum oder ein entsprechender Pausenbereich zur Verfügung zu stellen. Dies gilt nicht, wenn die Beschäftigten in Büroräumen oder vergleichbaren Arbeitsräumen beschäftigt sind und dort gleichwertige Voraussetzungen für eine Erholung während der Pause gegeben sind. (…)“
Die Arbeitsstätten-Richtlinie 29/1-4 (gilt übergangsweise noch) sagt:
„Ein Bedarf für Vorrichtungen zum Anwärmen und zum Kühlen von Speisen und Getränken liegt vor, wenn keine Betriebskantine zur Verfügung steht, oder bei Arbeitnehmern, die durch ärztliches Attest nachweisen, dass sie eine bestimmte Diät einhalten müssen.“
Insofern hat Eure Kollegin keine guten Karten, wenn sie mit Hilfe des AG Eure Pausen- und Speiseregelung aushebeln will (rein rechtlich jedenfalls). Aber lässt sich sowas nicht irgendwie anders regeln (z. B. Mikrowelle nur zu bestimmten Zeiten und bei geschlossener Tür…)
Schöne Grüße,
lennie
Hei,
vor allem diese Sätze aus dem Link sind lesenswert:
„Der Geruch von Surströmming erinnert an eine Mischung aus gewöhnlichem verfaulten Fisch, einer Kloake und Müll, der einige Tage in der Sonne stand. Nichtsahnende Ausländer in Schweden hat der Geruch schon dazu gebracht, die Polizei zu rufen, in der Sorge, der Nachbar sei gestorben.“
Dann doch lieber einen ordentlichen Romandur!
Gruß
Eckard
Gegenbeispiel
Hallo HariBo,
Beispiel, dass zwar ein bisschen off topic ist: bei
uns ist es erlaubt, in Stadtlinienbussen zu essen.
In DD verboten. Und nu ?
Ciao maxet
Es gibt mehr als nur zylindrisch geformte Dosen
Moin,
so sehr ich Wikipedia schätze, so bin ich doch über
zylindrische Konservendosen gestolpert. Gibt’s denn
auch runde oder kegelförmige?
Also ich hab schon Sardinen aus eckigen Dosen mit abgerundeten Ecken gegessen. Ebenso eine Erbsensuppe aus einer bauchig geformten Dose etc.
Beispiele gäbe es viele und eben auch mehr als nur zylindrische Dosen… 
CU - Dominik
Moin Ralf,
Gibt’s denn
auch runde oder kegelförmige?
speziell Fisch wird doch in nicht zylinderförmigen Dosen angeboten, oder?!
Gandalf
Issjawahr…
Moin, Gandalf,
speziell Fisch wird doch in nicht zylinderförmigen Dosen angeboten, oder?!
Jetzt, wo Du es sagst, sehe ich es vor mir: Fisch wächst bei uns in flachen, viereckigen Dosen mit abgerundeten Kanten, je nach Impfung gleich mit der passenden Sauce.
Gruß Ralf.