wenn ich in einem Restaurant mein Besteck auf dem Teller ablege,erkennt der Kellner an der Lage,ob ich eine Essenpause mache,oder ob ich wünsche,das abgeräumt wird.
Gut wenn man das weis,weil sonst unerwartet ein noch voller Teller weggeräumt wird,wenn man mal das Besteck „falsch“ ablegt,wie es mir passieren könnte.
Aber,wenn es schon solche „Zeichen“ gibt,warum erkennt kein
Kellner,wenn ich meinen Geldbeutel in der Hand halte,dass ich bezahlen möchte?
Leere Teller,Geldbeutel in der Hand,eigendlich ein klares Zeichen.
Das Besteck lege ich in Unwissenheit ab,den Geldbeutel halte ich bewust in der Hand um zu signalisieren,ich möchte bezahlen
Essen / Zahlen im Restaurant
Hallo Gerhard,
das in der Hand halten einer Brieftasche muß kein Zeichen sein, daß man zahlen will.
Man könnte nur eine Visitenkarte zücken wollen, etwas in der Brieftasche suchen, sich ein dort befindliches Foto ansehen wollen…u.v.m.
Dies kann der Kellner nicht sofort eindeutig erkennen, und ein seinerseits dem Gast angebotenes „Wollen Sie zahlen“ wäre etwas indiskret. Der Gast sollte trotz leerem Teller selbst entscheiden, wann er zahlen möchte und dies dem Kellner in der üblichen Art und Weise zu verstehen geben (Nicken, Winken mit den Fingern/Hand usw.)
PS: Bitte nicht mit den Fingern schnippen oder gar pfeifen (schon erlebt!), denn dies ist einer Beleidigung gleich zu setzen.
Gruß, marrio64
Aber,wenn es schon solche „Zeichen“ gibt,warum erkennt kein
Kellner,wenn ich meinen Geldbeutel in der Hand halte,dass ich
bezahlen möchte?
schwer zu sagen. Auch wenn ich die Unsitte, dem Gast sofort nach dem Abräumen die Rechnung hinzuknallen, auch nicht gutfinde, nervt mich das stundenlange Rumgesitze mitunter auch. Allein schon Interesse des Restaurants, das den Tisch ja wieder belegen und damit Geld verdienen könnte, ist der Zeitraum zwischen dem Einsetzen des Zahlwillens und dem eigentlichen Zahlvorgang möglichst kurz zu halten.
Der clevere Kellner fragt somit beim Abräumen des Geschirrs, das natürlich geräuschlos und ohne das Zusammenschrappen der Essensreste durchgeführt wird, ob der Gast wohl noch einen Kaffee oder einen Digestiv wünsche. Der Gast, der zahlen möchte, kann das dann an dieser Stelle erwähnen, ohne den Rest des Abends damit zu verbringen, dem Kellner hinterherzuglotzen oder sich als Signalgeber zu betätigen.
Wenn viel los ist, sind alle anderen Gäste wichtiger als
der, der gerade gehen möchte.
wenn ich Kinokarten oder eine S-Bahn zu bekommen habe, sehe ich das aber völlig anders. Der Gast sitzt dumm rum, wird hibbelig ob des nahenden Termins und eine Unterhaltung ist auch nicht mehr sinnvoll möglich, wenn der eine sämtliche Gliedmaßen verrenkt, um ins Sichtfeld des Kellners zu geraten (nach Dietmar Wischmeyer: „Kellner sind ungastliche Gestalten, die nur aus Rücken bestehen.“
Der Gast soll nicht das Gefühl bekommen, der Kellner wolle
ihn loswerden.
Der Gast sollte aber auch nicht das Gefühl bekommen, er werde als Geisel gehalten oder mit einem Dekorationselement verwechselt.
Wenn viel los ist, sind alle anderen Gäste wichtiger als
der, der gerade gehen möchte.
Das würde ich als Unternehmer anders sehen. Wer nichts mehr will, zahlt und geht, macht Platz für neuen Umsatz …
Der Gast soll nicht das Gefühl bekommen, der Kellner wolle
ihn loswerden.
Genau, den Spruch müsste mir mal ein Dienstleistungsversager bringen, wenn ich gerade ein Stück aus der Tischplatte gebissen habe vor Wut über das Schneckentempo und das Ignorieren meiner Wünsche:wink:
„Kellner sind ungastliche Gestalten, die nur aus Rücken bestehen.“
ich will keinen Schnarchhahn entschuldigen, aber da ist auch die größte Kunst des Kellners zu erwähnen: Den Gast zu übersehen, der gerade nicht in den Arbeitsablauf passt. Mancher Kellner nennt das „Höflichkeit dem Gast gegenüber“.
Der Gast sollte aber auch nicht das Gefühl bekommen, er werde
als Geisel gehalten oder mit einem Dekorationselement
verwechselt.
Du gönnst den Armen aber auch gar keine Freude. Wie eigensüchtig! Wieviel schöner wäre die Welt, wenn jeder auch mal an den anderen dächte!
Das würde ich als Unternehmer anders sehen. Wer nichts mehr
will, zahlt und geht, macht Platz für neuen Umsatz …
deshalb fühlen wir ins bei McSchnellfraß so wohl.
ach was, aber auch der schönste Restaurantbesuch will mal ein Ende finden - erst recht, wenn noch eine Steigerung des Abends geplant -, und wenn man in einem Sternerestaurant 30 Minuten auf die Abwicklung gewartet hat und dann ohne weitere Verabschiedung durch die Empfangshalle getigert ist, weiß man oftmals nicht genau, wofür die ganzen Sterne eigentlich vergeben wurden.
Das würde ich als Unternehmer anders sehen. Wer nichts mehr
will, zahlt und geht, macht Platz für neuen Umsatz …
deshalb fühlen wir ins bei McSchnellfraß so wohl.
Ach Gott, da wird Service - auch was Geschwindigkeit angeht - gerade klein geschrieben. Nein, ich erwarte von einem guten Dienstleister schlicht, dass er auf meine Wünsche prompt reagiert. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Und ein Unternehmer wäre sehr dumm, jemanden bei hohem Betrieb gegen seinen Willen(!) dazubehalten, während er gleichzeitig ggf. andere wegschicken muss, weil voll …
wenn ich gerade ein Stück aus der Tischplatte gebissen habe
Ich leide mit Dir, aber der Kellner sieht das vielleicht
anders. Ach so, gibt ja keine Kellner mehr, nur noch
Mitarbeiter des Monats…
Wenn er das anders sieht, dann hat er seinen Beruf verfehlt. Aber zugegebenermaßen: Das haben im Service in Deutschland so einige. Nebenbei: Wenn ein Unternehmer eine solche Servicekraft behält, dann macht er ebenfalls einen Fehler, der ihn im Zweifelsfall seine Existenz kosten kann. Denn ich zumindest beiße nur 1x in eine Tischplatte und dann nie wieder, vor allem wenn ich 50 EUR und mehr für ein Essen bezahlen will …
das war wohl ein Schaltfehler. Ja, wenn sich nur alles so schnell klären ließe! Wo ich zuhause bin, kann sowas Jahre dauern, vor allem wenn im gleichen Dorf ein Josef Martin und ein Martin Josef wohnen…
Und zum Rest der Debatte resp um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Lahmärsche im Service lieben wir alle nicht, dennoch wäre hin und wieder ein wenig Verständnis für dan armen Hund angebracht, der sich - meist für wenig Geld - die Hacken schiefläuft. Und schüchterne Gäste, die ihr Geldbeutelchen verschämt hochhalten, machen die Arbeit nicht leichter, also bitte, wie sonst im Lehm: laut und deutlich sprechen.
Hi
Und zum Rest der Debatte resp um auf die Ausgangsfrage
zurückzukommen: Und schüchterne Gäste, die ihr
Geldbeutelchen verschämt hochhalten, machen die Arbeit nicht
leichter, also bitte, wie sonst im Lehm: laut und deutlich
sprechen.
Gruß Ralf
Hallo Ralf,
hier ging es nicht um „schüchterne Gäste,die ihr Geldbeutelchen verschämt hochhalten“.
Wie Wiz in der Anfrage:Herr Ober,die Rechnug bitte sagte:
in ordentlichen Lokalen erkennt die Bedienung, wenn plötzlich der Geldbeutel oder das Kartenetui dezent auf den Tisch gelegt wird (nicht mitten drauf, sondern da wo vorher das eigene Besteck lag). Dann sollte die freundliche Nachfrage kommen, ob man zahlen möchte.
Es ging um dezente Zeichen wie z.B. „Raumpilot“ oben Knigge
erwähnte,also die Lage des Besteck´s ,so auch der Geldbeutel.
Wenn ich noch einen Espresso z.B. möchte,gebe ich natürlich kein Signal mit meinem Geldbeutel.So auch wenn wir noch etwas zusammensitzen möchten und den Abend geniesen.