Essen in der Stillzeit?

Hi!

Erstens kann
Muttermilch bis zu einem Jahr ausreichend sein

Kann? Ist sie…:wink:

Nöp, nur „kann“ … bei uns - also bei meine Frau - war sie definitiv bereits im 1. Monat NICHT mehr ausreichend … dazu kam noch die Dreimonatskolik und NACH dem 4. Monat bekam er seine Gläschen …

Weder ist er kränklich, ungeheuer dumm (sogar das Gegenteil), noch hat er irgendwelche Allergien …

Grüße,
Tomh

PS: Und diesmal bekamen wir die schiefen Blicke und Rabenelternvorwürfe zu hören …

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Hallo,

kommt drauf an wie alt das Kind ist.
Es heißt, dass der Darm der Kleinen sich mit 4 Monaten umstellt und dann würden sie alles vertragen.
Ich konnte z.B. alles essen und mein Sohn müßte heute noch sein erstes Bauchweh bekommen, er hat alles vertragen.
Kritisch sind allerdings aber auch rohe Zwiebeln und Knoblauch. Das sind ja schon klassische Bläher.
Bei manchen Kindern essen die Mütter nur „trockenes Brot“ und die haben Bauchweh und manche vertragen alles, das ist sehr unterschiedlich. Deswegen, einfach mal fragen und ev. beim Salat die Zwiebeln und Knoblauch weglassen.

Ansonsten, koffeinfreie Sachen, z.B. einen tollen Tee anbieten.

Liebe Grüße, Salbei

Hi,

Erstens kann
Muttermilch bis zu einem Jahr ausreichend sein

Kann? Ist sie…:wink:

jo, theoretisch, ich kenn aber wenig Kinder, die das mitmachen. Darum kann. :smile:

Gruß
Cess

Hi,

Erstens kann
Muttermilch bis zu einem Jahr ausreichend sein

Kann? Ist sie…:wink:

Nöp, nur „kann“ … bei uns - also bei meine Frau - war sie
definitiv bereits im 1. Monat NICHT mehr ausreichend …

Das war doch in Bezug auf die Qualität, als die Inhaltsstoffe und nicht auf die Quantität.:wink: Es gibt doch noch tatsächlich Leute, die meinen ein Karotten- oder ein Obstgläschen sei nahrhafter als Muttermilch.:wink: Deswegen hatte ich das geschrieben.

Zum Thema Quantität kann ich nur sagen, sobald man zufüttert, also womöglich neben dem Stillen dem Kind Wasser oder Tee anbietet (wie man’s früher halt oft gemacht hat), wird die Milch natürlich weniger bei der Mutter. „Angebot und Nachfrage“…:wink: Und dann beginnt der Teufelskreis.

Weder ist er kränklich, ungeheuer dumm (sogar das Gegenteil),
noch hat er irgendwelche Allergien …

Na ja, m. E. spricht ja alles für Muttermilch, aber das „Bildzeitungsargument“ Muttermilch macht intelligenter fand ich schon immer total daneben.

Gruß,
Christiane

Die Neugier des Kindes wird aber auch durchaus
mißinterpretiert. Darum fangen ja viele Frauen schon im 4.
Monat mit der Beikost an, weil das Kind zu diesem Zeitpunkt
oft lebhafter wird und Interesse an allem zeigt, was die
Eltern machen. Das nennt sich dann „der giert uns das Essen
aus dem Mund“ und so.

Sternchen für dieses Statement.:wink:

Ist trotzdem ne Minderheit, die dies unterschreiben würde.

würden… Abgesehen von der schon angesprochenen Mundmotorik
weiß ich nicht, wie es tatsächlich mit dem Eisenmangel
aussieht, da wird ja auch viel Unsinn erzählt.

Der Eisenmangel entsteht, wenn er überhaupt entsteht, bei voll gestillten Kindern, bei teilgestillten Kindern und bei nichtgestillten Kindern. M. E. hat das nichts mit Vollstillen zu tun. Da ist es sowieso so, wenn hier Mängel entstehen, dann ist die stillende Mutter betroffen, nicht das Baby. Das Baby holt sich mit der Muttermilch erstmal alles aus dem Körper, was so angeboten wird. Die Mutter sollte tatsächlich schauen, daß sie nicht zu kurz kommt und sich dementsprechend ernähren und vor allem keine Diät oder so etwas machen.

Gruß,
Christiane

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‚Angebot und Nachfrage‘ hinkt schon mal
Hi!

Zum Thema Quantität kann ich nur sagen, sobald man zufüttert,
also womöglich neben dem Stillen dem Kind Wasser oder Tee
anbietet (wie man’s früher halt oft gemacht hat), wird die
Milch natürlich weniger bei der Mutter. „Angebot und
Nachfrage“…:wink: Und dann beginnt der Teufelskreis.

Auch bei meiner Frau hat die Sache mit der Muttermilch als einziges Nahrungsmittel nur knapp 3 Monate geklappt. Danach war es „einfach“ vorbei - auch ohne zufüttern wurde die Milch so knapp, dass wir schweren Herzens nach nicht allzu langer Zeit (und Rücksprache mit einer Hebamme und zwei Kinderärzten) keine andere Möglichkeit mehr gesehen haben.

Dann dauerte es allerdings auch nicht wirklich lang, bis fast gar keine Milch mehr produziert wurde…

LG
Guido

Hi!

Auch bei meiner Frau hat die Sache mit der Muttermilch als
einziges Nahrungsmittel nur knapp 3 Monate geklappt. Danach
war es „einfach“ vorbei - auch ohne zufüttern wurde die Milch
so knapp,

Tja, gute Stillberaterinnen sind selten bzw. nicht so leicht zu finden.

:dass wir schweren Herzens nach nicht allzu langer

Zeit (und Rücksprache mit einer Hebamme und zwei Kinderärzten)

Hmm, Kinderärzte und Stillen das ist auch so ne Sache. Manchmal hat man den Eindruck, daß so was wie Stillen im Studium überhaupt nicht erwähnt wird. Na und wenn man dann in vielen Praxen die ganze Werbung der Babyindustrie sieht und sogar Probegläschen und Kunstmilchbeutel gratis angeboten werden… Da KÖNNTE einem der Verdacht kommen, daß Stillen bei vielen Kinderärzten als eine zu vernachlässigende Nebensache behandelt wird.

Und mir wollte ne Hebamme mal erzählen, daß wenn die Mutter Antibiotika nimmt, sie umgehend abstillen müßte. Tssss…

Kleiner Trost: Gerade in meiner Generation gibt es Abertausende von nichtgestillten Erwachsenen, die vor Gesundheit strotzen.:smile: (Bitte nicht allzu ernst nehmen, den Satz)

Gruß,
Christiane

Ich würde Dir gern für die eine Hälfte Deiner Antwort ein Sternchen geben und für die andere Hälfte ein Unsternchen. Leider geht das nicht.

Du hast in den ersten Sätzen komplett und tutto totalo oder so recht. Das Kind zeigt Interesse an dem, was die Eltern tun, Nestle und Hipp und so mögen ihre Gläschen verkaufen, und schon sind halt die Kinder ab dem vollendeten 4. Lebensmonat beikostreif. Dabei ist ja nicht nur das Interesse des Kindes am Essen der Eltern ein Zeichen für Beikostreife.

Ich habe versucht, meinem Sohn mit einem halben Jahr Breichen zu füttern, schön stufenweise (erst mal nur Karotte --> Pickelchen, eine Woche warten, erst mal nur Kürbis —> ähbäh usw.) zu füttern. Das hat nicht geklappt, er wurde deswegen voll gestillt, bis er fast neun Monate alt war. Da ich selber Neurodermitis habe, hab ich mir gedacht, dass das alles schon seinen Sinn und Zweck hat. Wir haben uns einfach ein wenig mehr Zeit gelassen und die ganzen Mahlzeiten einfach viel langsamer und gemütler und genüsslicher eingeführt.

Heute ist er fast neunzehn Monate alt und ein recht schlankes Kind. Wir haben vor einer Woche abgestillt, aber schon seit letztem Herbst nicht mehr voll gestillt.

Und hier gehe ich nicht konform mit Deiner These. Natürlich kann man lange voll stillen. Aber es ist auch wichtig, dem Kind die Möglichkeit zu schaffen, allmählich eine Selbständigkeit zu entwickeln, etwas Distanz zu der Mutter zu schaffen. Sicherlich: die Muttermilch kann die rein körperlichen Bedürfnisse eines Säuglings sehr lange befriedigen, wenn es denn sein muss. Aber die seelischen Bedürfnisse dieses Säuglinges lauten nun mal dahingehend, dass es groß und unabhängig werden möchte. Dem muss man auch in der Ernährungsfrage gerecht werden, denke ich.

Ansonsten finde ich aber Deinen Kommentar sehr lesenswert :smile:

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Hallo,

Und hier gehe ich nicht konform mit Deiner These. Natürlich
kann man lange voll stillen.

Ich hab doch keine These :smile: Ich meinte lediglich, dass es wahrscheinlich möglich ist, zwei Jahre voll zu stillen. Ich hab aber keine Meinung dazu geäußert.

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Nochmal zum Thema BEI-Kost
Hallo in die Runde,
das mit dem Brei heißt BEI-Kost, soll heißen, das geht bei zum Stillen. Keiner soll 2 Jahre vollstillen, allerdings könnte man bei Lust von Mutter und Kind einfach weiterstillen. Das empfiehlt im übrigen auch die WHO und ist in anderen Ländern ja durchaus üblich.

Mein Kind hatte gerade Brechdurchfall vom Feinsten und ich war sehr dankbar, dass ich noch stille. Alles andere wurde komplett verweigert, so allerdings haben wir die Tage ohne Tropf überstanden. (Liebe Motte, ich kenne die Sprüche, Kopf hoch und mach einfach weiter solange Ihr Spaß habt. Schon des Stillens wegen, denke ich ernsthaft über ein zweites Kind nach…)

Im übrigen empfehle ich immer mal die Angaben auf den Gläschen zu lesen. Ist schon erstaunlich was da alles von den bekannten Herstellern reingemixt wird. Fragt sich, ob ein Säugling unbedingt Zucker und Salz braucht.

Das passende Buch zum Thema: http://www.amazon.de/Mein-Kind-will-nicht-essen/dp/3…

PP

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Stillberatung

Und mir wollte ne Hebamme mal erzählen, daß wenn die Mutter
Antibiotika nimmt, sie umgehend abstillen müßte. Tssss…

Man sollte dazu wissen, dass Hebammen eine Stillberatung von den Krankenkassen vergütet bekommen. Stillberaterinnen sind zwar extra dafür ausgebildet und verfügen über wesentlich bessere Kenntnisse zum Thema arbeiten aber auf selbständiger (oder ehrenamtlicher) Basis.

Das so Stillprobleme durch falsche Ratschläge von vermeintlichen Experten entstehen.
PP