Essen in der Stillzeit?

Hallo zusammen!

Übers Wochenende bekomme ich Besuch von einer guten Freundin mit Mann und Baby und überlege mir natürlich auch schon, was ich kochen soll. Leider kann ich sie vorher nicht mehr fragen - deshalb frage ich euch: Muss man irgendwas beachten, wenn man für eine stillende Mutter kocht? Oder kann ich einfach irgendwas (gesundes) kochen, was ich sonst auch kochen würde? Hatte z.B. überlegt, einen Reissalat (mit Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Hackbällchen) zu machen. Habt ihr da irgendwelche Bedenken?

Habt ihr sonst noch irgendwelche Tipps für mich? Ich hab noch nie mit so kleinen Kindern bzw. stillenden Müttern zu tun gehabt - was könnte ich meiner Freundin denn noch Gutes tun? Klar werde ich sie auch fragen, aber sie ist eher so ein ganz bescheidener Typ, der - wenn möglich - nie um irgendwas bittet oder so.

Viele Grüße,
Annegret

Hallo Annegret,

vorsichtig wäre ich mit Kohlgemüsen, denn einige Stillende übertragen so veritable Blähungen aufs Kind.

Ansonsten gabs bei meiner Ex damals keine Einschränkungen.

Gandalf

hallo,

die kinder reagieren so unterschiedlich, daher würde ich sie fragen. zwiebeln (blähungen) und paprika (wunder po) wären bei mir nicht gegangen. aber größere stücke kann man auch gut aussortieren beim essen. ich brauche tee statt kaffee, aber auch da gibt es kindern denen koffein nix macht. und stelle gerade massive reaktionen auf beerenobst fest.
das wichtigste ist eigentlich eine rückzugsmöglichkeit für mutter und kind.

gruß
pp

Hallo Pat,

hallo,

die kinder reagieren so unterschiedlich, daher würde ich sie
fragen.

Mach ich! Nur die „gekochten Essen“ muss ich spätestens morgen planen bzw. dafür einkaufen, da kann ich vorher nicht fragen - die drei sind heute und morgen sehr schlecht telefonisch erreichbar.

zwiebeln (blähungen) und paprika (wunder po) wären bei
mir nicht gegangen. aber größere stücke kann man auch gut
aussortieren beim essen.

Gut zu wissen! Doch, aussortieren müsste bei meinem Reissalat-Rezept gehen. Macht Knoblauch was aus? Dann würd ich einen Teil ohne Knoblauch machen (schmeckt halt nicht ganz so gut…).

ich brauche tee statt kaffee, aber
auch da gibt es kindern denen koffein nix macht. und stelle
gerade massive reaktionen auf beerenobst fest.

Beim Frühstück gibts sowieso „Getränke nach Wahl“ - wenn ich sowieso für den Kaffee (mache Kaffee mit dem Handfilter) Wasser heiß mache, kann ich damit auch einen Tee überbrühen… Oder es gibt heiße oder kalte Milch… Und Obst habe ich sowieso mehrere Sorten da, dann kann sie sich die aussuchen, die sie und das Kind vertragen.

das wichtigste ist eigentlich eine rückzugsmöglichkeit für
mutter und kind.

Klar. Die drei werden in unserem Arbeits- und Gästezimmer schlafen und dorthin kann sie sich auch gerne tagsüber zurückziehen, wenn sie will.
Nur wenn wir unterwegs sind, wirds evtl. ein bisschen schwierig…

Schon mal vielen Dank für deine Tipps!

Gruß, Annegret

Hallo Gandalf,

vorsichtig wäre ich mit Kohlgemüsen, denn einige Stillende
übertragen so veritable Blähungen aufs Kind.

gut, danke! Im Sommer koch ich sowieso eher selten was mit Kohlgemüsen (da gehört doch auch Kohlrabi dazu, oder?), von daher kein großes Problem. Wie ists mit Zwiebeln? Ich hab wenige Rezepte, in die keine Zwiebeln reinkommen… DAS wäre wirklich ein Problem!

Viele Grüße,
Annegret

Hallo Annegret,

Wie ists mit Zwiebeln? Ich hab
wenige Rezepte, in die keine Zwiebeln reinkommen… DAS wäre
wirklich ein Problem!

da kenne ich Stillende, denen hat es gar nichts ausgemacht, Zwiebelkuchen und oder Zwiebelsuppe zu essen, andere brauchten nur Zwiebeln sehen und das Kind pupste zum gotterbarmen. Aber die erste Fraktion ist in der deutlichen Überzahl :wink:

Gandalf

Hallo,
sitze grad im Zug auf´m Heimweg von der Arbeit und habe Tränen in den Augen (weinerlichkeit durch Hormone), aber dennoch bin ich tierisch beeindruckt von deinen Gedanken über die Freundin. ICh stille seit 18 Monaten und meide immer noch Kaffe und schwarzen Tee, aber meine Freunde bieten ihn mir immer noch an. Irgendwie fühle ich mich oft allein und nicht ernst genommen in dieser HInsicht, er folgt nach meiner regelmäßigen Absage „danke, aber ich stille doch noch“ inzwischen nur die Gegenfrage, muss das Stillen denn immer noch sein. Eine Freundin meinte sogar, so langsam schade ich meiner Tochter damit. Täglich werde ich mit der Frage konfrontiert, wann ich denn endlich abstille.
Hätte gerne eine Freundin wie dich (verdammt, ich heule schon wieder).
Aber zu deiner Frage, ich konnte alles essen, was ich in der SChwangerschaft auch gegessen habe. Habe allerdings Blähendes vorsichtig probiert. Und ich habe mich ein bischen an Gemüse unseres GArtens und der Jahreszeit gehalten. DAs war ein Tip meiner Hebamme und hat gut geklappt.
WEnn du also weißt, was deine Freundin so mag und regelmäßig isst, liegst du sicher nicht komplett falsch.
Einen lieben Gruß,
Motte-s

Hallo Annegret,

bin aktuell auch noch am stillen und esse so ziemlich alles was ich vorher auch gegessen habe, da unser Baby ein Glück auf nichts reagiert.Auch Kaffee in Maßen und schwarzer Tee sowie ab und an ein mini Gläschen Weißwein ist kein Problem. Manche Eltern sehen das aber etwas enger bzw. haben tatsächlich festgestellt, dass der Kaffee oder Tee Auswirkungen auf das Baby hat.

Dh. ggf wäre Kaffee ohne Koffein ne schöne Sache.

Meine Hebamme ist der Meinung, dass die Kinder alles das was man in der Schwangerschaft auch gegessen hat, auch vertragen - ansonsten dürften z.B. türkische Kinder keinen Knoblauch vertragen etc… somit ist es schwierig zu sagen auf was genau Babys mit Blähungen reagieren, sollten sie zu diesen Kandidaten gehören. Manche reagieren auf Paprika, andere auf Müsli, manche auf Zwiebeln. Vielleicht kannst Du ja mit dem Kochen warten bis Deine Freundin da ist und dann kann man ggf. bei ihr eine bestimmte Zutat weg lassen???

Generell ist man als Mutter super dankbar, wenn einem mal jemand das Kind abnimmt und man mal die Arme frei hat und normal sitzen kann. Als wir bei Freunden in Brüssel waren, hat die Freundin auf das schon schlafende Kind aufgepasst und wir sind dann mit ihrem Mann in dem uns verbleibenden Zeitfenster in die Stadt gefahren - das war sooooo schön. Auch schwimmen oder Sauna oder ähnliches geht entspannt nur zu zweit, wenn einer aufs Kind aufpasst, ährend man selbst in der Sauna sitzt oder ne Runde schwimmt. Frag sie einfach auf was sie Lust hat.

Einfach nur in Ruhe Essen ist auch toll und vor allen Dingen wenn man sooo lecker gekocht bekommt. Das ist für einen eine Wohltat, da tanken die Akkus auf. Komme selbst an manchen Tagen nicht dazu was ordentliches zu essen und bin immer richtig glücklich, wenn mal zeit für nen schönen Salat oder ähnliches bleibt - eben viele frische Dinge.

…und was am schönsten ist - nicht diskutieren müssen, warum man gerade was mit dem Baby macht oder nicht macht. Fragen, Vorschläge oder Überlegungen sind gerne gehört, nicht aber dieser bestimmende Unterton den Mütter und Omas so gerne an den Tag legen: Aber du musst jetzt füttern etc…

Wünsche Euch eine schöne Zeit!

Alexandra *die auch so eine tolle Freundin hat, die weiß wo die Teekanne steht und wenn sie zu Besuch kommt auch als erstes nen leckeren Tee macht*

ot: …und das klappt???
Hallo Motte,

habe gestern ein Paket von Nestle bekommen mit Gläschen drinnen - die Babynahrunngsmittelhersteller plädieren alle dafür die Kinder ab dem 4 Monat mit Gemüse etc. zu füttern, da die MUMI angeblich nicht genug sättigt (ist ja auch klar, die wollen was verkaufen) … stillst Du nur oder fütterst Du auch was bei? Interessiert sich Dein Baby nicht für die Dinge, welche Du isst? Unser Krümel reißt Dir fast das Butterbrot aus der Hand und guckt dir auch sonst jeden Bissen weg ;o)

Lieben Gruß,
Alexandra

… bei einem Salat könntest Du die Zwiebeln auch schnippeln und in einer Extraschüssel anbieten. Manchen schlägt das Zeug halt schon auf die Verdauung/Stimmung…
Aber wenn man zu Besuch kommt, muss man mit AUsnahmen auch mal leben können!

Hi,

die Babynahrunngsmittelhersteller plädieren alle
dafür die Kinder ab dem 4 Monat mit Gemüse etc. zu füttern, da
die MUMI angeblich nicht genug sättigt (ist ja auch klar, die
wollen was verkaufen) …

ich würde auch sagen: Die wollen was verkaufen. Es gibt Mütter, die stillen drei Jahre lang. Einige Zeit ging man in unseren Breitengraden davon aus, Muttermilch sei unhygienisch usw, erst in den 80ern gab es wieder eine Stillbewegung. Diese Vorurteile sind dann in Dritt-Welt- und Schwellenländer übergeschwappt und immer schuld an Krankheiten und Mangelernährung von Kleinkindern. Krankerweise bezahlen die Hungerleidenden auch noch für Nestléprodukte, die ihren Kindern mehr schaden, als guttun.

Heute geht die Wissenschaft wieder davon aus, dass Muttermilch das Beste sei, was man einem Kind antun könne und dazu gibt es so viele Untersuchungen… Es ist gut für die Zähne, gegen Allergien, für die Intelligenz angeblich auch :wink: na ja, man muss es mit den Argumenten nicht übertreiben, aber jedenfalls ist es nicht so ungesund, wie viele Babyprodukte mit Kuheiweiß und Zucker; außerdem extrem kostensparend und, wenn es so gut funktioniert, auch noch ziemlich praktisch für unterwegs! Warum ziehen diese Argumente bei Deinen Freunden nicht??

… bei einem Salat könntest Du die Zwiebeln auch schnippeln
und in einer Extraschüssel anbieten. Manchen schlägt das Zeug
halt schon auf die Verdauung/Stimmung…
Aber wenn man zu Besuch kommt, muss man mit AUsnahmen auch mal
leben können!

auch wenn die Ausnahme dann leider heißt, dass man 24 Stunden lang ein wie am Spieß schreiendes Baby durch die Gegend schleppen darf, weil dieses Blähungen hat… auch wenn ich zu den wirklich pflegeleichten Besuch zähle, aber wenn ich wüßte, dass irgend etwas dem Baby nicht bekommt und ich danach auch noch riesen Streß habe (das ist dieses Geschrei und das Schleppen nämlich, weil man richtig mitleidet), dann würde ich vermutlich auch eher etwas unbequem und nörgelig sein und genau hin gucken was ich esse. Auf der anderen Seite würde ich Sonderwünsche dann aber auch schon vorher hinreichend bekannt geben um niemanden vor den Kopf zu stoßen.

Das war, glaub ich , anders gemeint
Hallo
*einmisch*

Ausnahme hieß hier, glaub ich, dass es eben mal Salat ohne Zwiebeln gibt.

Wobei ich da unterscheiden würde zwischen rohen Zwiebeln (die gehn bei den meisten Stillenden gar nicht) und gegarten.

grüsse
kernig

Hallo,

Hallo Motte,
(…) die Babynahrunngsmittelhersteller plädieren alle

dafür die Kinder ab dem 4 Monat mit Gemüse etc. zu füttern, da
die MUMI angeblich nicht genug sättigt

Das ist m.W. nicht das Argument der Industrie, das behaupten dann eher alte Tanten, Omas, Mütter und ähnliche Menschen, die nicht stillen durften, weil sie zu einer Zeit schwanger waren, als das als unpraktisch und unmodern galt. Die Industrie setzt mehr auf das „die Milch hat nicht mehr genug Nährstoffe“-Argument, wobei es wohl eher nicht so negativ formuliert ist. Das zielt ja alles eher ab auf unterschwelliges „du willst doch eine gute Mutter sein, oder?“ Ich denke, hier ist auch eher nicht Vollstillen gemeint seit 18 Monaten.

…genau das war meine Frage - ob Vollstillen über so einen langen Zeitraum klappt - kann mir das alleine von Seiten des Kindes nicht vorstellen, weil unserer eben so neugierig ist und einfach mitessen will…

Hi,

dafür die Kinder ab dem 4 Monat mit Gemüse etc. zu füttern

das kann man ja schon fast fahrlässig nennen. Erstens kann Muttermilch bis zu einem Jahr ausreichend sein (so das Kind das denn mitmacht), außerdem wird von fachlicher Seite immer geraten, bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats nichts anderes als Mutter- oder Flaschenmilch zu geben, weil die Magen-Darm-Flora der Kinder vorher einfach nicht ausgereift genug ist.

Gruß
Cess

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Huhu Alexandra!

NACH dem vollendeten 4. Monat…nicht AB dem 4. Monat :wink:
Grosser Unterschied, den aber viele gerne überlesen.

Ist doch klar, dass die Hersteller verkaufen wollen. Und die Masche funktioniert ja auch, leider.
Immerhin dürfen scheins Nahrungsmittelproben erst ab einem gewissen Alter versendet werden, da gab es in letzter Zeit eine Gesetzesänderung.

Ich wurde schon desöfteren komisch angeschaut, wenn ich erzählt habe, dass ich meinen Sohn 6 Monate voll gestillt habe und dass ich das auch bei Baby Nummer 2 absolut vorhabe.
Beim Grossen kamen auch vorsichtige Äusserungen von wegen „das reicht ihm doch nicht mehr aus?“, die sind aber ziemlich schnell vorbei gewesen, als ich klar gemacht habe dass ich darüber nicht diskutiere (siehe mein Beitrag von wegen Schlafen *g*). Ich hab mich vorher schlau gemacht und heg(t)e keinerlei Zweifel an der Richtigkeit von dem, was ich da tue.

Übrigens, abgestillt hat sich mein Sohn quasi von alleine, bis er 10 Monate alt war, waren wir bei einer Stillmahlzeit abends angelangt. Die musste ich dann wegen einem Unfall und der Medikamente, die danach nötig waren, abschaffen, was aber zum Glück problemlos ging.

Klar gibts Babies, die einem das Essen aus dem Mund gucken. Aber das tun kleine Kinder auch bei Nahrungsmitteln, die nichts für sie sind, und deswegen gibt man sie ihnen trotzdem nicht :wink:

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Annegret,

während des Stillens macht es die eine Mutter so und die andere ganz anders. Die eine ernährt sich wie es ihr schmeckt unabhängig vom stillen (Alkohol natürlich ausgenommen) andere essen nicht scharf, nichts blähendes (Kohl, auch Broccoli, Knoblauch, Zwiebel), nichts säurehaltiges (Zitrusfrüchte) - wenn es eine gute Freundin ist, warum fragst Du sie nicht direkt - nur sie wird Dir sagen können was sie isst und worauf sie lieber verzichtet.

Viele Grüße
Chili

Hi,

Erstens kann
Muttermilch bis zu einem Jahr ausreichend sein

Kann? Ist sie…:wink:

Sie ist es womöglich auch noch ein oder zwei oder drei weitere Jahre. (Da soll es Naturvölker geben die wirklich 2-4 Jahre vollstillen. Nein, nicht aus Nahrungsmangel in der Umgebung) Aber da geht es dann nicht darum ob ausreichend oder nicht, sondern darum daß im zweiten Lebensjahr das Kind abgesehen vom Stillen auch essen soll, einfach damit die Mundmotorik ausgeprägt und auf’s Sprechen vorbereitet wird.

Gruß,
Christiane

Die Neugier des Kindes wird aber auch durchaus mißinterpretiert. Darum fangen ja viele Frauen schon im 4. Monat mit der Beikost an, weil das Kind zu diesem Zeitpunkt oft lebhafter wird und Interesse an allem zeigt, was die Eltern machen. Das nennt sich dann „der giert uns das Essen aus dem Mund“ und so. Ich denke, theoretisch ist das schon möglich, zwei Jahre voll zu stillen. Wenn sich die Mutter entsprechend gut ernährt und über diesen Zeitraum die ganzen Verwandten abwehrt, die am liebsten das Jugendamt rufen würden… Abgesehen von der schon angesprochenen Mundmotorik weiß ich nicht, wie es tatsächlich mit dem Eisenmangel aussieht, da wird ja auch viel Unsinn erzählt.

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