Essen von Gastronomie und Party mitnehmen?

Hallo,

es ist wohl üblich, bei reichlichen Portionen in der Gastronomie (nicht beim Holen am Buffet / Büfett) darum zu bitten, den Rest einzupacken zwecks Mitnahme.

Aber wie verhält man sich bei privaten Partys? Da ist ja immer viel zu viel da, wenn alle Teilnehmer etwas mitbringen. Der Gastgeber fleht dann händeringend: „Nehmt doch was mit“. Und packt das dann in Behälter, die er zurückhaben will (z.B. Tupper oder Schüssel mit Alufolie drüber).

Die Völle kommt ja immer so überraschend wie Weihnachten, wie wirkt ein Gast auf Gastgeber und andere Gäste, wenn er einen Behälter dabei hat?

  • unverschämt, berechnend
  • gut vorbereitet

Grüße

Ich habe falsch formuliert und nach Vermutungen gefragt. Präziser: Wie wirkt ein Gast auf DICH, wenn er …

Servus,

Das ist mir noch nie passiert, wenn ich Leute zu einer Feier eingeladen habe.

Ich bin nicht der große Kommunikator vor dem Herrn, aber ich halte es für das Einfachste der Welt, hier vorher abzustimmen, wer was mitbringen möchte - und ob überhaupt. Auf diese Weise lässt sich ein wenig appetitanregendes Buffet aus drei griechischen und vier Nudelsalaten leicht vermeiden.

Da frage ich den Klaus oder die Uli oder wen auch immer, ob er/sie den mitgebrachten Behälter direkt aufs Buffet stellen möchte oder lieber den Inhalt in eine Schüssel umfüllt, und zeige ihm/ihr, wo Schüsseln sind.

Und wenn, wie oft bei solchen Anlässen, Reste von diesem oder jenem am Ende noch dastehen, brauche ich keine Hände zu ringen, sondern frage, ob jemand was mitnehmen möchte. Und dann wird das in den mitgebrachten Behälter reingefüllt (macht dann halt bloß noch einen Bodensatz aus) und geht mit diesem zurück, oder - falls jemand, der was haben möchte, nichts mitgebracht hat - bekommt er von mir einen der vielen leeren Eis- oder Olivenbehälter, die bei mir an Stelle von „Tupper“ in Gebrauch sind, nichts weiter gekostet haben (ich hab ja den Inhalt gekauft) und mit denen jeder, der sie in die Hand bekommt, machen kann, was er mag,

Gäste, die vor allem dafür kommen, dass sie am Ende irgendwas abgreifen können, habe ich nicht.

Dies zur Anregung, mal zu überdenken, was für Partys bei was für Leuten Du besuchst und wie es kommt, dass dort „immer“ zu viel zu Essen da ist.

Ach ja, und hier noch zwei Hinweise, wie man „Tupper“ ganz leicht ersetzen kann:

grafik

Schöne Grüße

MM

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Hallo,
er outet sich als aus The Länd kommend. :rofl:

Schöne Grüße
Alfons

Noi, idda!

Weil do wois ma wa sich gherd. Do ischd no koinr auf d’r Brennsupp drhärg’schwomma -
wa mr et verbutza ka, lossd ma hald schdanda. Ma sott jo et moina, 's ging zua wia bei arme Leid!

Liabr meh essa, als zu wenig drinka -
liabr a Ripple als a Laus em Kraud!
Liabr Verrenka als em Wird 'was Schenka -
Liabr oin z’viel als da Maga sich versaud!

In diesem Sinne - wohl bekomm’s!

Ond dees mid dr Kehrwoch iba mr noch au no a bitzle!

Hie gut Wirtemberg allewege!

MM

Hallo,

wie jemand, der mitdenkt und dem Gastgeber unnötige Arbeit erspart.
Ist doch nichts lästiger, als als Gastgeber spät Abends noch Behälter raussuchen zu müssen.

Gruß,
Paran

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umsichtig und vorausschauend

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Mir passiert das ständig. Wenn 8 Personen erwartet werden, bringt jedes Paar 8 Portionen mit. In der Hoffnung/Erwartung, dass genau diese Kreation der Hammer ist und von jedem eine Portion verzehrt wird.

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Tja - siehste: Auch hier einmal wieder hilft es, wenn man miteinander redet.

Wenn ich mir übrigens vorstelle, was da für Büffets zusammenkommen können, wenn man nicht einmal die Grundzüge der Speisen vorher bespricht, aus denen sie zusammengesetzt sind, denke ich sofort dran, dass es doch recht lange her ist, dass ich das letzte Mal Geisterbahn gefahren bin…

Ich hab so ein bisselchen den Eindruck, dass da eine Generation nachwächst, die vollkommen hilflos ist, wenn sie irgendeine Form der Kommunikation ohne Wischen und Mausklicks „leisten“ muss…

Schöne Grüße

MM

Ich werde bald 70 und sehe die Problematik in Kleinigkeiten anders.
Bei bunt gemischten Büffets, zu denen jeder was mitbringt, klappen hier zwar immer die Absprachen über „wer was“ und meistens auch die Menge. Trotzdem bleiben kleine Reste übrig. Wir bringen fast alle kleine Behälter mit, in die dann kleine Reste (nach Lust und Laune und Familienstand) mitgenommen werden.
Etwas anders ist es, wenn ich selber für Gäste koche. Meistens koche ich irgendwie mehr, als 2 - 6 Leute aufessen. Das ist schon eine Generationsfrage: 1. Keiner geht hungrig vom Tisch. 2. Es lohnt sich einfach nicht, bestimmte Gerichte (Gulasch, Rouladen, viele Eintöpfe etc.) in den Portionen und dem Zeitaufwand nur für 2 -3 Esser zu zubereiten. 3. Natürlich friere ich mir ggf. eine Portion ein, habe aber wenig Lust, nur aus dem Vorrat aus der TK zu leben. 4. Es gibt erstaunlich viele Menschen, die sich wirklich freuen, wenn ich ihnen anbiete, von Irgendwas was mit zunehmen. 5. Mein guter Bestand an Tupper-Ware o. Ä. ist ständig unterwegs und kommt nicht immer zurück.

Ich fände es sehr toll, wenn jede*r immer so einen kleinen Restbehälter mitbringen würde.
Das hat ja auch was mit guter Planung (und Kommunikation) zu tun.

LG
Amokoma1

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