Ich bin 1,80 m groß und wiege 105 kg. Mein BMI ist jenseits der 30…
Ich bin ein sogenannter Frustesser und weiß das auch, nun habe ich etwas über eine Essstörung namens Binge Eating Disorder gelesen.
Einiges (d.h. fast alles) trifft auf mich zu, einiges aber auch nicht. Leide ich darunter oder nicht??
Wo bekomme ich Hilfe???
Einiges (d.h. fast alles) trifft auf mich zu, einiges aber
auch nicht. Leide ich darunter oder nicht??
Ferndiagnosen per Internet sind nicht möglich. Und durch eine Selbstdiagnose anhand einer woauchimmer ausgegrabenen Symptome-Checkliste kann man sich so richtig schön in eine Krankheit reinsteigern und sich somit selbst fast zum Wahnsinn treiben.
Unter http://www.ess-stoerung.de/Esssucht.htm (ungefähr bis zur Mitte der Seite scrollen) gibt es einige Infos zu Behandlungsmöglichkeiten. Um eine Verhaltenstherapie, die einen Besuch bei einem darauf spezialisierten Psychologen voraussetzt, wirst Du wohl nicht herumkommen, sofern die Diagnose zutrifft.
Ich bin ein sogenannter Frustesser und weiß das auch,
auf einer Fortbildungsveranstaltung für Psychotherapeuten zum Binge-Eating wurde gesagt, dass quasi jeder Zeiten mit „Essproblemen“ hat ) Die Frage ist nur, wie ausgeprägt ist das Problem und liegen dahinter „psychische Probleme“, welche man selbst nicht in Griff bekommen kann.
ich etwas über eine Essstörung namens Binge Eating Disorder
gerne würde ich vor einer „Pathologisierung“ (= als Krankhaft bezeichnen) warnen. Aktuell ist dies ein Trend in unserer Gesellschaft, dabei sind Eß- und Gewichtsprobleme ein stark verbreitetes Phänomen und sollten erstmal als etwas „Normales“ in unserer „Überflussgesellschaft“ angesehen werden. Oft steckt „nur“ der Frust nach einem Diäten-Jo-Jo dahinter.
Wo bekomme ich Hilfe???
Sofern psychische Probleme dahinter stecken, kann ein(e) gute® Psychologische® Psychotherapeut(in)helfen.
Sofern es hauptsächlich „nur“ ein Gewichtsproblem, verbunden mit „schlechten“ Essgewohnheiten ist, kann eine Teilnahme z.B. bei Weight Watchers helfen. Sofern die Gruppe gut geführt ist, wird auch das Problem der Ernährungsgewohnheiten angegangen. P.S.: In Ihrem Fall denke ich, dass die Krankenkasse hier sogar sich an den Kosten beteiligt. Fragen Sie mal nach…Meine Nachbarin hat „nur“ mit Hilfe von Weight Watchers abgenommen. Sie sagte, dass sie die „Kontrolle“ durch die Gruppe brauche. Sind Sie so ein Typ? oder:
Sofern Sie denken, dass Sie selbst stark genug sind, mit „Genuß“ und durch eine Ernährungsumstellung (samt Gewohnheiten) abzunehmen, wäre dies ansich der „Königsweg“. Ich selbst habe ebenfalls nach 13-jährigem Diäten-Jo-Jo und allen möglichen komischen „Essattacken“ damit 30 Kilo abgenommen. Da ich die Ernährung umgestellt habe, nur noch das esse, was einerseits durchaus gesund, andererseits jedoch auch viel Genuss bereitet, halte ich das Gewicht seit 3 Jahren.
Meine Erfahrungen werden demnächst in meinem Blog zu lesen sein (forum-gesundheit.blogspot.com)
Please help me - Oh ja, die Not kann ich gut verstehen. Alles Gute!
die Literatur von Beltz ist immer sehr hilfreich. Da ist auch der erste Ratgeber für Betroffene mit Binge Eating herausgekommen. „Das Leben verschlingen“. Mit dem Buch würde ich erst einmal anfangen. Wenn Du meinst, das könnte Dich beschreiben, dann evtl. zum Arzt, dann zum Therapeuten…