Essstörung? Wie soll ich mich verhalten?

Hallo, ich bin ratlos. Meine Kollegin war noch vor 2 Jahren eine sehr hübsche Frau mit vielleicht ein paar Pfund zuviel - das ist ja Ansichtssache.
Nun hat sie ständig abgenommen und ist inzwischen extrem dünn und ich spreche nicht von schlank. Sie hat etwa eine Größe von 165cm und wiegt geschätzte 40kg. Man sieht jeden Knochen und sie wirkt krank. Ihre Augen sind immer von Augenrändern und dunklen Schatten gezeichnet, manchmal auch extrem dick geschwollen. Sie erwähnte einmal, dass sie eine Weizenallergie hat, doch allein davon kann dies nicht sein. Seit geraumer Zeit fällt nun, nicht nur mir, auf, dass sie mehrmals am Tag zur Toilette geht und sich hörbar übergibt. Sie spricht extrem leise, was vermuten lässt, dass ihr Hals dadurch stark angegriffen ist. Ihre Hände weißen Ausschlag auf. Ich habe sie noch nie essen sehen, auch wenn ich sehe, dass am Arbeitsplatz Pausenbrot steht und die Behälter auch nachher leer sind.
Es tut weh zu sehen, dass es ihr offensichtlich nicht gut geht.
Einmal hatte ich sie darauf angesprochen und sie reagierte extrem abweisend und beleidigt. Auch andere Kollegen haben diese Erfahrung gemacht. Obwohl jeder sieht, wie erschreckend sie aussieht, spricht keiner darüber. Wir vermuten Bulimie oder Magersucht.
Was kann ich tun um zu helfen oder an sie ranzukommen?
Ich hoffe es gibt jemanden mit Erfahrung auf diesem Gebiet.

Hallo,

Erstmal ist es sehr gut, dass auch sie sich hilfe suchen. Leider ist es sehr schwer menschen zu helfen die nicht zu ihrer krankheit stehen. Ich kann ihnen nur raten ein gespräch mit der person zu suchen, vieeleicht fangen sie das gespräch an in dem sie etwas über essstörungen erzählen, was sie zb im tv gesehen haben etwas dramatisches um sie so auf die gefahren aifmerksam zu machen. Und erwähnen sie im gespräch das man sich immer einem therapeuten ancertrauen muss,
Da man alleine eine solche krankheit nicht überwinden kann.
Ihre kollegin hört sich schwer essgestört an und sie braucht schnellstmöglich professionelle hilfe. Sagen sie ihr dass sie sich sorgen macjen dass auch sie essgestört ist.

Ich wünsche ihnen wirklich viel erfolg und hoffe dass ihre kollegin sich helfen lässt bevor es zu spät ist.

Viele grüße

Das klingt ja wirklich nicht gut. Schwierig, da einen Rat zu geben. Man muss sich klar machen, dass sich die Betroffene schämt und es ihr natürlich sehr unangenehm ist, darauf angesprochen zu werden.
Vielleicht sollte man ihr „unverbindlich“ Perspektiven und Therapiemöglichkeiten aufzeigen, ohne ihr zu nahe zu treten. Sagen, dass man ihr helfen möchte, ein offenes Ohr hat,falls sie reden möchte und darauf warten, dass sie dieses Angebot annehmen wird.
Sie muss leider selbst den ersten Schritt machen. Aber man kann ihn ihr vielleicht etwas erleichtern. (mal vor Ort informieren)

hallo,

ich habe dir geantwortet. hast du meine antwort erhalten? Buch
Der Weg zurück ins Leben

Gruß

Melanie

Hallo,

Dein Mitgefühl spricht sehr für Dich und es ist natürlich verständlich, dass Du Dich sorgst. Aber Du wirst ihr nicht helfen können, wenn sie es nicht will. Es ist wie bei einem Alkoholiker: Er muss erst selbst erkennen und einsehen, dass er ein Problem hat.
Du kannst höchstens versuchen, ein freundschaftliches Verhältnis zu ihr aufzubauen, in der Hoffnung, dass sie Dir vertraut und sich öffnet. Aber erwarte es nicht und denk auch daran, dass das viel Kraft erfordert.

Alles Gute für Dich und die Kollegin.

Hallo, sorry, da kann ich leider nicht helfen