Hallo ihr Wissenden, mein großer (13) wollte angeblich zum ersten Mai bei einem Schulfreund übernachten, nachdem er vorher mit seinem anderen Freund(18) auf einem alten Militärgelände Metall gesucht hat. Der wollte ihn dann auch am Nachmittag bei dem Schulfreund absetzen.Ich hab dann gegen Abend bei dem Schulfreund angerufen, um zu horchen, ob alles geklappt hat, da war mein Sohn gar nicht da und hatte auch keine Verabredung…
Nun habe ich seinen anderen Freund ausfindig gemacht, meinen Sohn herbeizitert und gefragt, wieso er denn noch nicht bei dem Schulfreund sei. Da hat der doch voll gelogen und gesagt, sie hätten sich verpätet, der H. würde ihn demnächst dahin bringen…Koch…
Mein Sohn wollte heimlich mit seinem großen Freund in den Mai reinfeiern, Fete in seinem Gearten. Der Freund war eingeweiht und hat, als mein Kind nach Hause musste, nur „Schiss“ gesagt. Der Haussegen hing über den ersten Mai ziemlich schief bei uns.
Soll ich mir den großen Freund noch mal zur Brust nehmen ooder nicht? Mei innerster Impuls ist es schon, ihm auch noch paar Takte zu Minderjährigekeit ect. zu sagen.
Ihr, die ihr auch drinsteckt oder es hinter euch habt:
Was würdet ihr raten???
Bin auch enttäuscht, echt. So angelogen zu werden!!
Marie
nö
hallo marie,
zumindest über den gebrauch von kondomen aufklären. abgesehen davon geht es hier nicht um pubertät, sondern um regeln, absprachen und verlässlichkeit.
strubbel
X:open_mouth:)
hallo erst mal!
Also ich würde mich da nicht so aufregen. Klar, er hat gelogen, das ist nicht so berauschend. Ich würde mich in Ruhe mit ihm hinsetzen und darüber reden. Sag ihm dass du nicht willst dass er lügt. Und dass er ja mit seinem älteren Freund sich treffen darf, aber du willst halt einfach vorher wissen was sie dann vorhaben und wo sie sind und wer alles dabei ist. Lass nicht zu arg den „Erziehungsberechtigten“ raushängen, denn dann wird er denken, er kriegt ne Standpauke. Vielleicht könnt ihr euch ja dann irgendwie einigen.
Viel Glück!!!
Liebe Grüße, Anna
Hallo
Soll ich mir den großen Freund noch mal zur Brust nehmen ooder
nicht? Mei innerster Impuls ist es schon, ihm auch noch paar
Takte zu Minderjährigekeit ect. zu sagen.
Fände ich vielleicht ganz gut, aber nur, wenn es einigermaßen freundlich geht. Also runterputzen würde ich den auf gar keinen Fall, sondern eher (nach Möglichkeit) versuchen, vernünftig mit ihm zu reden.
Bin auch enttäuscht, echt. So angelogen zu werden!!
Kann schon sein, dass der Große ihm das eingeredet hat. Deutlich ältere Freunde können schon eine großen Einfluss auf die Kinder haben.
Ich würde den Sohn aber nicht so schlimm ausschimpfen, dass du niemals mehr die Chance bekommst, mal die Wahrheit zu erfahren. Eigentlich würde ich ihm eher klar machen, dass du dadurch natürlich Schwierigkeiten haben wirst, ihm das nächste Mal zu glauben. Und das hat ja ganz automatisch Konsequenzen.
Und vielleicht war dein Sohn ja wirklich in einem Zwiespalt gewesen.
Was sagt denn eigentlich der Papa dazu?
Viele Grüße
Simsy
Hallo Marie,
das kann ich gut verstehen, dass Du über die Lügerei ziemlich stinkig bist. Der Altersunterschied zwischen Deinem Sohn und seinem Freund ist auch ein bisschen schwierig, finde ich. Der 18jährige darf natürlich schon vielmehr als ein 13jähriger.
Wie wäre es, wenn Du erst einmal ein Gespräch mit Deinem Sohn führst und ihm klar machst, dass eine vertrauensvolle Basis recht wichtig ist. Denn er möchte ja bestimmt auch nicht, dass Du ihm jedes Mal hinterher spionierst, weil Du das Gefühl hast, wieder angelogen worden zu sein.
Dann könntest Du Dich vielleicht mit beiden zusammen setzen und den Rahmen des „machbaren“ und „nicht machbaren“ abstecken?
Liebe Grüße
usch
Hi,
[…]nachdem er
vorher mit seinem anderen Freund(18) auf einem alten
Militärgelände Metall gesucht hat.
DAS zu erlauben finde ich recht bedenklich. Was für Metall kann man denn auf einem Militärgelände finden? Das Risiko, dass er alte, aber noch intakte und explosive Munition findet wäre mir zu hoch. Ich persönlich würde das nicht erlauben.
Mein Sohn wollte heimlich mit seinem großen Freund in den Mai
reinfeiern, Fete in seinem Gearten. Der Freund war eingeweiht
und hat, als mein Kind nach Hause musste, nur „Schiss“ gesagt.
Der Haussegen hing über den ersten Mai ziemlich schief bei
uns.
Hier stellt sich mir die Frage, warum dies dein Sohn heimlich tun musste?
Einerseits erlaubst du ihm auf Militärgelände Metall zu suchen, andererseits traut er sich nicht dich zu fragen, ob er an einer privaten!! Gartenparty mit 18 (+,-)-jährigen teilnehmen darf.
Hätte denn etwas dagegen gesprochen? Musste er damit rechnen, dass du ihm das verbietest? Den Umgang mit dem 18-jährigen scheinst du ja o.k. zu finden.
Ok, auch wenn man ein gutes und vertrautes Verhältnis zu seinen Eltern hat, macht man Mal solche ‚Spielchen‘ und erzählt den Eltern nicht alles. Es ist dann eine Art Abenteuer und vielleicht versuchen die Kinder auch unbewusst herauszufinden, was passiert wenn… Es ist ja völlig normal, dass sie ihre Grenzen, bzw. unsere Grenzen immer wieder Mal neu abstecken. Von daher würde ich diese 1. Lüge zunächst nicht überbewerten.
Soll ich mir den großen Freund noch mal zur Brust nehmen ooder
nicht? Mei innerster Impuls ist es schon, ihm auch noch paar
Takte zu Minderjährigekeit ect. zu sagen.
Warum mit dem 18-jährigen? Einem Minderjährigen sollte man immer erklären, was minderjährig bedeutet, und ihm klar machen, dass man als eltern die Verantwortung für seine Kinder hat. Schon vorher muss der Grundstein gelegt werden, was Vertrauen und Ehrlichkeit für Vorteile bringt.
Ich finde es normal, dass sich Freunde gegenseitig ‚decken‘ und Alibis liefern, um eine gemeinsame Aktion/Unternehmung zu gewährleisten.
Mit 18 ist man noch lange nicht erwachsen. Natürlich kann man mehr Verantwortungsgefühl und -vernunft erwarten, als von einem 13-jährigen. Aber wenn sie befürchten mussten, dass du das nicht erlaubst, kann ich auch verstehen, dass sie ein eventuelles Verbot ihrerseits auch nicht verstehen würden.
Ihr, die ihr auch drinsteckt oder es hinter euch habt:
Was würdet ihr raten???
Bin auch enttäuscht, echt. So angelogen zu werden!!
Meiner hat mich kürzlich auch das 1 Mal (?)angelogen und ich war sehr enttäuscht.
Rede einfach ganz ruhig und wohlgesonnen, ohne Gram und Vorwurfshaltung mit ihm, und versuche seine Motivation und Gründe für die NOT?-Lüge zu ergründen.
Erkläre ihm, dass du die Verantwortung für ihn hast und das auch ernst nimmst. Dass du ihm gewisse Freiheiten eben nur in gewissem Rahmen geben kannst und dazu wissen musst, was er tut und mit wem er dies tut.
Erkläre ihm, dass er für euch beide sehr unangenehm werden könnte, wenn er mit 13 nachts in der Öffentlichkeit angetroffen würde.
Ich muss allerdings für dich leider hoffen, dass er den Unterschied bezüglich deiner Verantwortlichkeit im Verhältnis private Party/‚Rumtreiben‘ auf Militärgelände noch nicht in Verbindung bringt.
(Sorry, dass ich da so darauf rumhacke. Vielleicht sehe ich das ja zu extrem und gluckenhaft, aber der Gedanke, dass mein Sohn Metall auf gefährlichem Geläde suchen würde, macht mich sehr unruhig)
Da der Haussegen bei euch ja bereits schief hing, gehe ich davon aus, dass du in irgend einer Form bereits auf seine Lüge/Verhalten reagiert hast. Je nach dem, wie diese war, kann es natürlich schwierig werden das wieder hinzubiegen.
Von daher wäre es auch interessant zu wissen, wie du bisher reagiert und agiert hast.
Gruß Marion
Hallo Marie,
ich kann deinen Unmut gut nachvollziehen. Unser Sohn ist soeben 13 
Wenn man als Eltern Kinder dieses Alters über mehrere Stunden oder gar über Nacht aus seiner Aufsicht entlässt, muss man ihnen absolut vertrauen können. Dies scheint mir, generell betrachtet, altersbedingt recht prekär zu sein, wie ich an unserem Sohn aktuell auch gelegentlich feststelle.
Die Jungen befinden sich im Abnabelungsprozess. Wir haben sie gelehrt (soweit uns das möglich war), zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch zu unterscheiden und bislang haben sie eben dies auch ganz gut hinbekommen - so war es jedenfalls bei uns.
Nun aber treten andere Autoritäten (in Form von Klassenkameraden oder sonstigen Freunden, womöglich noch einige Jahre älter) konkurrierend neben uns…
Ich glaube jeder hier kennt dieses Gefühl der Zerrissenheit:
Einerseits die Eltern (die sehen -nicht ganz zu Unrecht manchmal- immer noch das kleine unbedarfte Kind in uns), andererseits die Vorbilder der eigenen Generation (die noch nicht gemerkt haben, dass sie weniger wissen, als sie zu wissen glauben …).
Kennzeichnend für die Pubertät ist natürlich (leider?) ein gewisser Orientierungsmarathon, heute hier, morgen dort, nur nicht an den elterlichen Leitlinien (zumindest nicht offiziell, z. B. vor Freunden).
Abends beim Zubettgehen, wenn wir die Ereignisse des Tages nochmal revuepassieren lassen, wird unser Schatzi dann meistens sehr nachdenklich bis einsichtig - ohne dass das gespielt wäre.
Es spiegelt sehr deutlich seine Zerrissenheit zwischen der Kinderwelt, die allmählich zu existieren aufhört und der Welt der Erwachsenen, deren Mitglied er noch nicht ist. Ist auch schön beschrieben in Hesses „Demian“ u. a.
Wir gestehen unserem Sohn gewisse Geheimnisse zu und ermutigen ihn sogar dazu, indem wir ihm Episoden aus unserer Jugend erzählen … so nach dem Motto „Manche Dinge müssen Eltern auch nicht unbedingt wissen.“
Gleichzeitig machen wir ihm aber nachdrücklich klar, dass in mancherlei Hinsicht absolute Transparenz unabdingbar ist, z. B. möchten wir -zumindest in diesem Alter noch- immer wissen, wo (in etwa) und mit wem er sich aufhält. Ebenso erwarten wir strikt die Einhaltung der Absprachen in Bezug auf vereinbarte Zeitpunkte (wir leben in einer Großstadt!).
Bezüglich der Streiche, die Kinder und Jugendliche zu veranstalten pflegen, warnen wir ihn immer wieder eindringlich davor, sich unüberlegt zu etwas hinreißen zu lassen, so nach dem Motto: „was du nicht willst, das man dir tu …“.
Das hilft leider auch nicht immer … , neulich hat er gemeinsam mit einem älteren Freund aus der Nachbarschaft die Straßenschilder in einer Baustelle in Unordnug gebracht … Hilfe!!! (Gott sei Dank nur eine kleine Anliegerstraße hier …, aber schlimm genug - und die beiden (Gymnasiasten!) konnten daran erstmal nicht Schlimmes finden … und beschrieben facettenreich das Befremden der verdutzten Autofahrer. Mögliche unerfreuliche Konsequenzen hatten beide offenbar komplett ausgeblendet in ihrer Euphorie, obwohl sie sonst bemüht sind, jeder Ameise das Leben zu retten 
Mit älteren Freunden zusammen zu sein, ist nun nicht generell zu verteufeln. Ich kann damit leben, dass sie gemeinsam Tennis oder Schach spielen, etwas werkeln oder basteln an der Eisenbahn oder so, … Dann sind die erhebelich Älteren aber schon fast ehre „väterliche Freunde“ 
In Bezug auf Partys gibt es m. E. zwischen 13- und 18-Jährigen solch eklatante „Interessenunterschiede“, dass es im beiderseitigen Interesse liegen dürfte, insoweit auf Distanz zu bleiben.
Mancher 18-Jährige kann dies vielleicht nicht so vermitteln, sowieso möchte man ja seine Freunde nicht verraten. Andere 18-Jährige sind auf dem geistigen Niveau von 14-Jährigen… so oder so: Ihm die Schuld anzulasten, fände ich unangebracht.
Ist nicht immer leicht mit Kindern!
LG
sine