Ich bin vor kurzem in eine Mietwohnung gezogen, die aus unerfindlichen Gründen keinen Lampenanschluss im Wohnzimmer besitzt. Nun suche ich nach Ideen, den Raum dennoch gut auszuleuchten - und vor allem eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Die „lichtintensiven“ Bereiche wie Leseecke und Schreibtisch sind mit Stehlampen versorgt - ich bin mir aber nicht sicher, wie ich den Esstisch beleuchten soll. Folgende Möglichkeiten sind mir bisher eingefallen, aber vielleicht fällt euch noch mehr ein:
Im Gang gibt es eine nicht genutzte Lampe an der Decke, deren Schalter sogar im Wohzimmer platziert ist. Diesen Anschluss könnte ich also über Putz ins Wohzimmer verlegen. Eine Leuchte genügt mir dort aber nicht - was braucht es, um diese Leitung aufzuteilen für mehrere Fassungen als Ensemble (keine Sorge, das will ich nicht selber machen - möchte nur wissen, mit was ich alles rechnen muss um die Kosten abzuschätzen)?
Gibt es alternativen zum Kabelverlegen? Der Esstischbereich muss nicht hell erleuchtet sein, es reicht schon etwas „Atmosphäre“. Machen batteriebetriebene LED-Lampen Sinn? Besonders, wenn die über Funk gesteuert werden sollen - halten die dann ausreichend lange oder bin ich dann ständig am Batterienwechseln?
1.) verborgene Kabel suchen
hab schon oft erlebt, dass Auftraggeber einen unerwünschten Leuchtenauslass gegen meinen Willen unsichtbar verschwinden lassen wollen. Vielleicht ist dort ein unsichtbar verspachteltes Kabel verborgen
2.) einfachst: Stehlampe Deckenfluter in die Ecke stellen
ich habe da gerade eine Idee, die das unschöne Aufputz-Gewirr umgehen könnte. Wie wäre es denn, an die Decke über den Tisch oder etwas versetzt dazu, einen Spiegel zu hängen. Den könnte man dann von der Seite her anstrahlen mit einer Stehleuchte oder vielleicht einer steckdosenbetriebenen Wandleuchte - irgendwas mit stark bündelndem Leuchtmittel!
Etwas besseres fällt mir ansonsten auch nicht ein. Die Batterielösungen, welche käuflich erhältlich sind, taugen hierfür meines Erachtens gar nichts. Wenn man also keine Freileitung und keine Aufputzinstallation im Wohnzimmer möchte, bleiben sonst nicht viele Möglichkeiten.
Einen verspachtelten Anschluss könnte ich mir gut vorstellen - ich werde nächste Woche unseren Vermieter nochmal darauf ansprechen! Das wäre natürlich die logischste Lösung!
Falls das nicht der Fall ist habe ich aber ein weiteres Problem: die marode Decke, die dem Anschein nach früher an manchen Stellen schon mal „heruntergekommen“ ist. Daher möchte ich auf größere Aufhänge-Arbeiten verzichten.
Was wohl auch das Aufhängen eines Spiegels unterbindet.
Lichtschiene klingt gut, das hatte ich mir auch schon überlegt - da könnte ich dann nämlich von Wand zu Wand die Leitungen spannen. Aber verhältnismäßig teuer, ja…
Meine Idee - jetzt rein von der Gestaltung her - war, mehrere einfache Fassungen von der Decke hängen zu haben, an die ich leichte Papierlaternen anklippse. Das hat wenig Gewicht und ist an sich einfach - bis auf das „aus 1 mach 3“ bezüglich der Leitungen.
Kann jemand beurteilen ob meine Idee mit den LEDs praktikabel ist? Demnächst müsste es ja auch wieder kabellose Lichterketten im Supermarkt geben, die man gut in den Laternen verstecken könnte… ???
es gibt durchaus „Stehlampen“ in der Form eines weit ausladenden Armes, die man dann über einem Tisch anordnen kann. Ehemalige Nachbarn haben so eine Lampe am Esszimmertisch (und zwar nicht als Notlösung, sondern gewollt). Der Spaß ist allerdings nicht ganz billig.
Ansonsten muss es für die Spiegellösung ja kein schwerer Glasspiegel sein. Man könnte hierzu auch mit Folien arbeiten, wobei ich ohnehin keine hochglänzende Oberfläche nehmen würde, damit es ein weicheres Licht gibt.
einige gute Ideen wurden ja schon genannt. Die mit dem Spiegel finde ich interessant.
Wenn du die Decke nicht belasten möchtest, könntest du aich einen Deckenstrahler an die Wand anbringen (lassen).
Schon mit einem vierstrahligen GU10-Modell kannst du so preiswert die gewünschte Lichtmenge und Farbtemperatur erzielen.
Da der Sockel GU10 sehr weit verbreitet ist, ist die Auswahl an (LED) Leuchtmittlen dafür mindestens so groß wie für E27.
Das Modell von Amazon habe ich selbst, das seitliche Licht wirkt viel angenehmer als das von Deckenstrahlern.
Der nächste Schritt nach der Wahl der Lampe wäre, die passenden Leuchtmittel auszuwählen.
Also die gewünschte Leuchtkraft, Abstrahlwinkel und Farbtemperatur zu ermitteln und dementsprechend gute und preiswerte (LED)Leuchtmittel zu finden.
Hi, ist zwar schon ein bischen aus der Mode, aber wie wäre es statt der Stromschiene , ein Niedervolt Halogen bzw. LED Seilsystem zu spannen. Trafo kommt an den Auslass im Gang
OL
Ich danke euch allen für euere Ideen! Schade, dass sich die Lampions nicht verwirklichen lassen. Ich werde mich nun wohl für einen Deckenstrahler entscheiden - die machen in der Regel ja auch ein ganz angenehmes Licht. Und der Tipp mit den GU10-LED-Dingern ist wirklich gut - Deckenstrahler haben mir nämlich immer etwas Bauchschmerzen bereitet mit ihren 300Watt…
Und die Lampions tauchen dann halt als Dekoobjekte im Regal in der Nähe von Steckdosen auf.
Wobei ich die Spiegel-Folien-Idee auch recht tricky finde, aber ähnlich wie Niedervolt kann ich mir nicht so recht vorstellen, wie man damit einen guten, modernen Look hinbekommen soll…