Hauptverdiener ist der Mann,
die Ehefrau hat einen 400-Euro Job und jetzt zusätzlich die Möglichkeit ca. 200 Euro auf freiberuflicher Basis dazu zu verdienen Würde sich das steuerlich/versicherungsm. überhaupt lohnen? Oder wären die Abzüge so hoch, dass es sich nicht rentieren würde…
der erste Ratschlag wäre, die Frage unter Bedingungen zu klären, die es ermöglichen, die Höhe der Einkünfte des Ehemannes zu benennen. Von diesen hängt nämlich die ESt-Belastung im beschriebenen Fall hauptsächlich ab.
Diese Bedingungen können hergestellt werden durch:
Entweder selber Rechnen: d.h. die gegebenen Zahlen in ein geeignetes Programm wie z.B. Elster einzugeben und zu schauen, was rauskommt; bei Unklarkeiten (z.B. „was ist wo einzutragen?“) nur die Einzelfragen in einem öffentlichen Forum vorzulegen
Oder die Rechnerei jemandem zu überlassen, bei dem gewährleistet ist, daß die Zahlenwerte vertraulich behandelt werden, also StB, WP, eventuell Lohnsteuerhilfeverein (soweit dort beraten wird und nicht bloß Steuererklärungen erstellt werden).
Der zweite wäre die Empfehlung, vorab zu klären, wo die Schwelle ist, ab der sich das lohnt. Wenn diese z.B. dort anzusetzen ist, wo überhaupt irgendwelche Einkünfte größer als Null nach Steuern bei der Sache herauskommen, kann man sagen: Ja, es lohnt sich immer. In der beschriebenen Konstellation kann die Ehegattin aller Wahrscheinlichkeit nach über ihren Mann krankenversichert bleiben, so daß die einzige Belastung ihrer Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit die Einkommensteuer wäre. Und die erreicht niemals hundert Prozent des zu versteuernden Einkommens.
Neben den von Martin bereits angesprochenen steuerlichen Fragen, die im Ergebnis wohl dazu führen dürften, dass mehr Geld monatlich in der Familienkasse ist, sollte meines Erachtens auch die positive Auswirkung von Arbeit auf die Psyche nicht unterschätzt werden. Wenn dann erst mal wieder Selbstvertrauen gewonnen ist, kann sich ja aus der momentanen Tätigkeit noch richtig was entwickeln.
Erachtens auch die positive Auswirkung von Arbeit auf die
Psyche nicht unterschätzt werden. Wenn dann erst mal wieder
Selbstvertrauen gewonnen ist, kann sich ja aus der momentanen
Tätigkeit noch richtig was entwickeln.
Der Gewinn aus der freiberuflichen Tätigkeit muss mit versteuert werden (Anlage GSE zur Einkommensteuererklärung).
Die Ehefrau ist zur Zeit vermutlich bei der Krankenkasse familienversichert. Wenn sie mit Minijob plus Gewinn über 400€/Monat im Jahresdurchschnitt kommt, will die Krankenkasse von ihr eigene Beiträge. Je nach KK sind das ca. 120 €/Monat.
Ausführlicher: http://www.klicktipps.de/gewerbe2.htm#krankenkasse
Gruß JoKu
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Es soll auch schon Ehepaare gegeben haben, wo ein Freiberuf oder Gewerbe auf den Mann angemeldet wurde und man sich dann intern geeinigt hat, wer was arbeitet.
Für duie Steuer macht das keinen Unterschied, aber für die Krankenkasse (Familienversicherung der Ehefrau).