Estrich auf Holzbalkendecke - Trittschalldämmung?

Hallo zusammen,

wie vielleicht schon bekannt aus meinen anderen Themen, bauen wir gerade ein Haus aus den 50ern um.

Die alten Dielen auf den Sparren und die Schwartenbretter sowie die Schlacke dazwischen wurden entfernt, mit 180mm Steinwolle samt Dampfsperre gedämmt und auf die Balken wurden 22mm OSB-Platten im Verbund geschraubt.
Darauf soll nun (zwecks WW-Fußbodenheizung) der besagte Estrich
(Da sagt übrigens jeder Estrich-Betrieb was anderes wegen der Art des Materials).

Fraglich ist für uns nun aber noch, ob unter den Estrich Styropor als Trittschall verlegt werden (sollte) und falls ja, in welcher Stärke?
Die Traglast wurde übrigens überprüft und für den Estrichaufbau freigegeben.

hi,

ist nicht immer mehr die Frage wie weit man zum Meterriss hat? Irgendwann werden die Türen auch mal zu klein.

Alles was zu viel ist, wird aufgefüllt mir billigem und noch dämmendem Styropor.
Vergiss dabei nicht die Trägerplatte für die Fußbodenheizung.

Die Platte zum Tackern sollte Trittschalldämmung sein, also darunter alles druckfeste Dämmung, soweit Platz ist.

Aber: vorher klar werden, was für ein Estrich rein soll. Anhydrit benötigt weniger Überdeckung als Zementestrich.
Achtung im Bad, Waschküche: Wenn Bodeneinlauf/ bodengleiche Dusche irgendwo rein kommt, dann muss in dem Raum ein Zementestrich rein. Dann auch Rohrüberdeckung beachten und Gefälle nicht vergessen.

zu 90% weist dich darauf kein Estrichleger hin, die bauen einfach ein.

grüße
lipi

Danke für die Info bez. Estricharten.

Muss ins Bad der Zementestrich wegen der Feuchtigkeit dort?
Oder welchen Hintergrund hat dies?
Der Einfachheit halber bzw, wegen der selben Aufbauhöhe wäre es natürlich besser, wenn in allen Räumen die selbe Art verbaut werden kann.

Es ist zwar eine Bodenebene Dusche geplant, diese hätten wir aber ausgespart und später dann selbst mit dem entsprechenden Gefälle und Ablauf selbst erstellt, da die Estrichleger immer rechte Grobmotoriker sind.

hi,

Muss ins Bad der Zementestrich wegen der Feuchtigkeit dort?

richtig. Anhydritestrich (CA) ist feuchtigkeitsempfindlich und muss im Bad immer Abgedichtet werden (Zementestrich (ZE) nicht immer).
Bei einer bodengleichen Dusche ist CA komplett Tabu, da hilft auch keine Abdichtung mehr.
Es geht immer um den ganzen Raum, nicht nur um die reine Duschecke, auch wenn der Estrichleger das so einbauen würde.

Der Einfachheit halber bzw, wegen der selben Aufbauhöhe wäre
es natürlich besser, wenn in allen Räumen die selbe Art
verbaut werden kann.

Das stimmt natürlich, aber wir sprechen hier von bestenfalls einem cm. In der Dusche ist vielleicht keine weitere Anpassung nötig, wenn keine Heizschlaufen liegen.

Je nachdem, was als Oberbelag vorgesehen ist, kann CA-Fließestrich einiges an Spachtelarbeiten sparen.
Wenn man daran denkt nach dem Aufheizen auch weiter zu heizen bis der Estrich trocken ist, hat man keine Probleme damit.

Es ist zwar eine Bodenebene Dusche geplant, diese hätten wir aber ausgespart und später dann selbst mit dem entsprechenden
Gefälle und Ablauf selbst erstellt, da die Estrichleger immer rechte Grobmotoriker sind.

Das ist so ohnehin üblich und die bessere Variante.
Vorm Einbau würde ich das aber mit dem Fliesenleger abstimmen, da sind ein paar Punkte zu beachten. Angefangen bei der Wahl des richtigen Ablaufs, dem verharzen der Fugen und dem Prüfen des Gefälles.
Man wird auch mit dem Aufheizen in Konflikt kommen.
Während dem Aufheizen geht der Einbau nicht - zu warm.
Danach hat man wahrscheinlich nicht mehr genug Zeit und benötigt einen Schnellzusatz.
Kommt etwas darauf an, wie gut man organisiert ist. Prinzipiell alles kein Problem, wenn man das nötige Zeug hat und die nötige Erfahrung damit nachfolgende Gewerke keine Probleme damit haben.

Wird CA und ZE verarbeitet, wird dem Zementestrich meist ein Schnellzusatz beigemischt, damit beide Estriche gleichzeitig aufgeheizt werden können.

grüße
lipi