Estrich und Epoxydharzkleber mischen?

Hallo Fachleute, Kenner und „Erfahrene“.
Mit meinem winzigen Bad (ca.1,5qm) habe ich mir etwas wiziges ausgedacht. Auf meiner Holzbalkendecke (dazwischen noch Stückholz und Lehm) liegen momentan noch Pressspanplatten 22mm. Darauf wiederum solch dünne PVC-Fliesen die in den Fugen " verklebt sind/waren.
Soweit ja noch alles gut.Mit den Jahren lassen gerade diese Fugen zu wünschen übrig.
Nun möchte ich gerne den gesamten Boden rausnehmen, also PVC und Pressplatten. Auf den Balkenboden würde ich gerne ein Gemisch aus Erstrichbeton und Kunstharz/Epoxydharz geben.
Nur, Achtung, nur habe ich halt nicht mehr als 22mm an Stärke des Boden zu Verfügung.
Kann so was überhaupt funktionieren und „trägt“ sich dann überhaupt solch ein Gemisch?
Oder hat jemand eine andere Idee wie ich auch noch die knarrenden Pressplatten ruhig stellen kann?
Für zahlreiche Hinweise und Ideen bin ich aufgeschlossen.
Danke.
MfG
Hans13

Hallo Hans13,
das ist ein bischen verwirrend, was Du da schreibst.
Einerseits willst Du (Zitat) den gesamten Boden rausnehmen, dann wiederum fragst Du an, wie man die knarrenden „Pressplatten“ (Du meinst wohl Holzspanplatten?) „ruhig stellen kann“.
Entweder oder. Willst Du die Holzspanplattenebene erhalten oder nicht?
Zudem ist nicht klar, auf was sich die Aufbauhöhe von 22mm bezieht. Vor dem Herausnehmen/Rückbau der Holzspanplatten oder nachher? Ich gehe davon aus, dass sich darunter, also unter den Holzspanplatten, noch ein tragfähiger Holzdielenboden als Blindboden befindet).
-.-
Wie dem auch sei: ein Gemisch aus Erstrichbeton und Kunstharz/Epoxydharz ist in der Baubranche unbekannt.
Hier gilt ebenfalls: Entweder oder!
Bitte teile uns das Ergebnis auf vorstehende Fragen mit.
-.-.-.-.
Mfg Klaus

Hallo,

nimm Zement- oder Gipsfaserplatten oder ähnliches (z.B. Fermacell), die sind recht stabil und knarren nicht. Ich habe sie in meinem Fachwerkhaus auch auf Bohlen verlegt und es funktioniert einwandfrei.

Gruss

Iru

Hallo Klaus.
Ja meine wörtlichen Schilderungen… die lassen halt manchmal zu wünschen übrig.
Also:
Die Pressspanplatten sollen auf jeden Fall mal raus. Diese 22mm Platten liegen direkt auf einer Holzdecke. Wegen der bisherigen Höhe der Platten von 22mm kann ich ja auch künftig nicht höher kommen.
Das mit den Fermacellplatten ist zwar schön und gut. Doch das winzige Bad ist noch so verwinkelt, dass die Platten ja nicht immer eine Auflage auf den Balken haben.
Am Liebsten würde ich halt irgend etwas flüssiges direkt auf die Balkendecke geben. Wenn sich das dann halt aber auch trägt mit den neuen 22 mm.
Hoffentlich habe ich nun deutlicher geschrieben. Sorry.
MfG
Hans13

Letzte Frage:
Was bedeutet „Holzdecke“? Sind das Holzdielen?
Wir müssen natürlich bedenken, dass eine Fußbodenkonstruktion -wie immer sie aich auch darstellen wird irgend eine druckfeste Unterlage benötigt.
Auch ein Kunstharzestrich, der im Vergleich zu mineralischen Estrichen in sehr geringer Dicke eingebaut werden kann, braucht eine Unterlage.
Frei schwebend oder nur eine punktuelle Auflage, das funktioniert nicht.
Ich habe da eine Idee mit Schwalbenschwanzplatten. Aber erst einmal sollte die eingangs eingestellte Frage nach jenem beantwortet werden, was wir sehen würden, wäre denn die alte Spanplattenebene bereits zurück gebaut …
Klaus

Hallo Klaus.
Danke. Du machst dir wirklich echt viel Mühe mit mir.
Wären die Spanplatten zurückgebaut, sehe ich keine Fußbodenbretter nur die Holzbalken im Abstand von so ca. 50-60 cm und dazwischen Lehm.
Das mit dem Schindel …dingens… da bin ich neugierig.
Mfg
Hans13

Hallo „hans13“,
mein erster Gedanke war der Aufbau mit selbsttragenden Lewis-Schwalbenschwanzplatten, aber dafür reicht die Aufbauhöhe nicht.
Aufbauhöhe brauchen wir auf jeden Fall! Bei dem nachfolgenden Vorachlag liegen wir (einschließlich keramischem Belag) bei ca. 38mm.
Mein Vorschlag ist folgender:

  • Rücksprache mit einem Zimmermann, der die Abstände zwischen den vorhandenen Tragbalken verringert.
  • Aufbau einer durchgehenden Fertigteil-Estrichschicht (Plattenware), z.B. mit dem zementgebundene „Powerpanel TE“. Das ist ein spezielles Nassraum-Element für den Fußboden.
  • Flächige Abdichtung mit einer „Alternativen Abdichtungsebene“
  • Einbau keramischer Fliesen.
    -.-.-
    Alternativbelag:
    Colorquarzboden, abschließend versiegelt (läuft auch unter „Steinteppich“ oder „Quarzboden“. Aufbauhöhe: ca. 5mm mit Abdichtung oberhalb Trägerebene (ca. 30mm Gesamtaufbau).
    Noch weniger Aufbauhöhe geht nur mit elastischem Belag, z.B. PVC.
    Hiermit würden wir bei ca. 29mm Gesamtaufbauhöhe liegen (Trägerschicht, Abdichtung und Oberbelag).
    -.-.-.-.-
    Mfg Klaus

Herzlichen Dank mal Klaus. Davon oder daraus lässt sich bestimmt was machen. Das zeige ich noch alles meinem Schwiegersohn der ohne dies ein Pfiffikus ist. Mit solchen Lösungsvorschlägen kann er auch was mit anfangen.

MfG
Hans13