Estrich unter dielen notwendig?

Hallo zusammen :smile:

Wir wollen demnächst bauen und ich habe folgenden Fußbodenaufbau vor wäre über Ratschläge offen und dankbar:

Betonfundament sehr glatt abgezogen
Dampfsperrfolie
40x70mm Lattung aller 50cm mit Ausgleichshölzern
Dämmung 40mm zwischen den Latten
Holzdielen an die Latten verschraubt 15mm Abstand zur Wand
Randleisten

Ist das so denkbar?
Vielen Dank

Gruß
Thomas

Hallo Thomas,
grundsätzlich kann dieser Aufbau so angewendet werden. Als Alternative zu der PE-Folie rate ich bei Holzbauweise aber dringend, besser eine Abdichtung (Folie) einbringen und diese an der sogenannten Horizontalabdichtung (2. Steinreihe) anbinden.
Ist diese Anbindung nicht vorhanden und daher nicht möglich:
Die Abdichtungsebene über das Niveau des späteren Dielenbodens hochziehen, den Fußbodenaufbau einbringen und die Abdichtung auf Niveau der Dielen kürzen. Anders geht es dann halt nicht.
Aber eine PE-Folie erscheint mir kritisch.
Besser jetzt etwas mehr investieren als hinterher den geordneten Rückbau des gesamten Fußbodenaufbaus vor Augen haben!!
Ein Estrich ist bei Deiner Planung natürlich nicht notwendig.
-.-.-.-.
Gruß: Klaus
[Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen]

Vielen Dank Klaus für die Antwort das hilft mir sehr weiter. Hast du evtl noch eine genaue Bezeichnung für die Folie?

Mit an der Wand hochziehen muss ich mal schauen. Wir bauen ein Holzhaus, sprich außen Blockbohlen mit Ständerbauweise, dann Dämmung, Installationsebene mit nochmals Dämmung und dann Regips Wände. Son Haus von der Firma Fjorborg. Wo sollte ich da am besten die Folie hochziehen, bevor ich den Regips an die Wand schraube oder erst zum Schluss und dann bündig abschneiden?
Vielen Dank im Voraus

Gruß

Thomas

Hallo Thomas,
von einem Massivholzhaus war anfangs nicht die Rede.
Dennoch: die Holzkonstruktion (hier: der Fußbodenaufbau) muss vor Feuchtigkeit geschützt werden. Ebenso der sogenannte Trockenbau.
Deswegen darf später keine Feuchtigkeit irgendwo „eingesperrt“ werden.
Eine Detaillösung kann man hier nur empfehlen, wenn man auch den restlichen Aufbau kennt.
Der Planer/Architekt wird sich ja Gedanken darüber gemacht haben, wie er das Ständergewerk schützt. Und gerade bei Holzbauweise oder beim Trockenbau ist das Detail wichtig, um spätere Bauschöden zu vermeiden.
In Anbetracht der Tatsache, dass ich nun das Neubauvorhaben nicht kenne, lediglich der Eingangshinweis (eingesperrte Feuchte) und weiter, dass die über die Randbereiche aufsteigende Feuchtigkeit nicht gestaut werden darf. Deswegen die Abdichtung lieber am letzten Tragbalken hochziehen, also dort befestigen, als die Feuchtigkeit in die Trockenbauwände zu leiten. Das wäre dann der Gau!
-.-.-.-.-.
Gruß: Klaus