Ethernet

Hallo an alle,

dringende Frage!
Bin dabei, zu Hause ein Mini-Netz mit 2-3 Rechnern zu „bauen“. Als Karte (neben einer ISDN-Fritz für’s Internet) setze ich Trust PCI Ethernet 100 MB ein. Entsprechend SuSE - Hardware DB hab ich es mit NE2000 PCI versucht. Bekomme als Antwort vom /var/log/messages aber nur, no useable cards found, driver not installed. Was läuft schief? Oder welchen Treiber muß ich nutzen?

Bin für jeden Hinweis dankbar!

Danke im Voraus

Es handelt sich um eine PnP Karte, die mit variablen Ressourcen arbeitet (IRQ und I/O adress). Diese werden vom BIOS gemanagt
Es gibt 2 Möglichkeiten für die Lösung:

  1. Die einfache: Auf der Treiber-Disk zur Karte gibt es ein Programm, mit dem PnP-Modus abgeschaltet wird und Du explizit angeben kannst, welchen IRQ und I/O die Karte verwenden soll. (Default: IRQ=10, I/O=0x300)
    Das entspricht dann einer NE2000 kompatiblen Karte.
    Im BIOS mußt Du dann diese Ressourcen reservieren:
    PnP-OS auf „no“
    Ressources controlled auf „manual“
    IRQ 10 auf „legacy ISA“
    …abhängig von Board & BIOS kann es auch anders heißen.
    Die Karte meldest Du per YAST an, z.B.
    Device: eth0
    Parameter: IO=0x300 IRQ=10
    (IO=0x300 wird schon vorgegeben)
    Und dann sollte es gehen.
    Tip: 0x300 ist Schreibweise für einen Hex-Wert, 10 ist dezimal und wäre gleich 0x0A!

  2. etwas schwieriger geht es mit ISAPNP, PNPDUMP und ISAPNP.CONF, ist aber eleganter. Heb’ es Dir für später auf, man kann es nicht in 3 Worten erklären.
    Prinzipiell kannst Du aber im SuSE Handbuch mal die Konfiguration einer PnP ISA Soundkarte durchlesen (Beispiel AWE64). Mit der Netzwerkkarte ist es dann ähnlich zu erledigen.
    ISAPNP stellt die Karte beim Booten auf die gewählten Ressourcen ein. Diese stehen in der ISAPNP.CONF, die Du zuvor entsprechend bearbeitet hast.
    Testmöglichkeiten hast Du dann mit MODEPROBE

regards - ACPoint c/o ACP Computer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

sicher?

Es handelt sich um eine PnP Karte, die
mit variablen Ressourcen arbeitet (IRQ
und I/O adress). Diese werden vom BIOS
gemanagt

Soweit stimmt das ja …

Es gibt 2 Möglichkeiten für die Lösung:

  1. Die einfache: […]
  1. etwas schwieriger geht es mit ISAPNP,
    PNPDUMP und ISAPNP.CONF, ist aber

Wieso ISAPNP? Das ist doch eine PCI Karte. Da sollte Linux mittlerweile keine Probleme mehr mit PnP haben. Ich wuerde mir eher Methode 1 merken. Oder aber mit boot-parametern die entsprechenden Adressen der Karte angeben (siehe Doku /usr/doc/packages/lilo …)

Gruss

Jens

Klar Jens,
Du hast natürlich Recht!!!
Wie der Name schon sagt, ist ISAPNP für ISA Karten und _NICHT_ f. PCI.
Ich hatte in meiner Schreibwut zum Schluß glatt vergessen worum es ging.

Fazit: Methode 2 _nur_ f. PnP ISA Karten (aller Art) merken.

Sorry u. Danke f. d. Hinweis!

Kurz nochmal zu Linux & PCI.
Probleme mit PnP sind selten geworden. Wenn ich jedoch an Soundkarten denke, kommt mir trotzdem das Grauen: Was nutzt es, wenn die Karte erkannt und initialisiert wird, aber letztlich kein Treiber zur Verfügung steht. Mir ist als Hersteller nur Creative Labs (Soundblaster) bekannt, der Linux Treiber f. PCI Sound (SB Life!) entwickelt u. kostenlos zur Verfügung stellt. Für alle anderen gilt: Treiber kaufen!
„Treiber kaufen?“ Erklär’ das mal einem Kunden.

Es gibt noch viel zu tun f. d. OpenSource Programmierer… :wink: aber ich bin optimistisch.

so long - Axel c/o ACP Computer

----original message - snipped -----

  1. etwas schwieriger geht es mit ISAPNP,
    PNPDUMP und ISAPNP.CONF, ist aber

Wieso ISAPNP? Das ist doch eine PCI
Karte. Da sollte Linux mittlerweile keine
Probleme mehr mit PnP haben. Ich wuerde
mir eher Methode 1 merken. Oder aber mit
boot-parametern die entsprechenden
Adressen der Karte angeben (siehe Doku
/usr/doc/packages/lilo …)

Gruss

Jens

ALSA (was: sicher?)

Kurz nochmal zu Linux & PCI.
Probleme mit PnP sind selten geworden.
Wenn ich jedoch an Soundkarten denke,
kommt mir trotzdem das Grauen: Was nutzt
es, wenn die Karte erkannt und
initialisiert wird, aber letztlich kein
Treiber zur Verfügung steht. Mir ist als
Hersteller nur Creative Labs
(Soundblaster) bekannt, der Linux Treiber
f. PCI Sound (SB Life!) entwickelt u.
kostenlos zur Verfügung stellt. Für alle
anderen gilt: Treiber kaufen!
„Treiber kaufen?“ Erklär’ das mal einem
Kunden.

Wenn’s denn immer welche gaebe :frowning:

Es gibt noch viel zu tun f. d. OpenSource
Programmierer… :wink: aber ich bin
optimistisch.

Zum Glueck gibt es das ALSA Projekt :smile:

http://www.alsa-project.org/

Gruss

Jens

Ich danke euch für Eure Hinweise, die haben zwar nicht direkt geholfen, aber mich auf den richtigen Weg gebracht. Beim Suchen nach dem Programm, mit dem man den PnP-Modus abschalten kann, bin ich auf der Homepage von Trust in den FAQ’s darauf gestoßen, daß man dort einen ganz anderen Treiber für Linux SuSE empfiehlt, nämlich den RL100atx Treiber.
Der funktioniert auf Anhieb, mit meinen verdrehten Interrupts und IO-Ports. Damit hatte ich die größten Probleme, beides war schon besetzt.

Vielen Dank nochmal Karin

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