Schau einfach mal bei dei den Schulen im Hellenismus nach (Kynismus, Epikureismus, Stoizismus). Das waren meist Philosophien, die betont haben, dass man aus sich selbst heraus zufrieden sein müsse und keine allzu hohen Anforderungen an andere Menschen und die Welt stellen dürfe. Pierre Hadot hat sehr gute und verständliche Bücher zu diesem Thema verfasst.
Zudem spielt dein Thema auf den berühmten, von Protagoras ausgesprochenen Satz an, dass der Mensch das Maß aller Dinge sei (Homo-mensura Satz). Das solltest du unbedingt mit einbeziehen.
Der Homo-mensura-Satz spielt auch eine wichtige Rolle in allen weiteren Debatten des Humanismus. Von daher wären auch Autoren, die sich zu diesem Thema geäußert haben interessant (Ernesto Grassi, Sartre, Althusser, Nietzsche, Levi-Strauss, Foucault oder so problematische Autoren wie Sloterdijk).
Nicht zuletzt, würde ich kritisch überprüfen, ob in diesen Haltungen nicht eine potentiell gefährliche Anthropozentrik steckt. Da gibt es sicherlich einer Menge an Pro und Kontras.
Hallo beli, zu dem, was Philosoph 81 sagt, nimm für den Dialog einen überzeugten sympathischen Egozentriker, der seine Ansichten fundiert verteidigt und einen geborenen Altruisten, dem seine Art nicht nur Freude macht, der auch weiß, daß das Aus-sich-Herausgehen lebensnotwendig ist. Gruß, eck.
Ich soll eine Hausarbeit in Ethik schreiben (als Dialog
verfasst)
" Der Mensch ist gar und gar sein eigenes Zentrum und braucht
auch nichts Anderes"
Ansprüche und Problematik dieser Behauptung
Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen ich finde einfach
keinen Anfang, keine Beispiele etc…
Also ich würde hier eigentlich die Behandlung der Egozentrik des Menschen erwarten - vor allem auch des einzelnen und der eines Volkes.
Anspruch ist aber ein komisches Wort. Da würde ich höchstens sowas wie die Denkfähigkeit sehen, die den Menschen dazu bringt, sich in den Mittelpunkt zu stellen.